ANTI-JAGD-TRAINING oder Dr. Jekyll und Mr. Hyde

  • Zitat


    Hat hier noch jemand Mäusejäger? Selbst mit Leine erwischt Emma in der Woche ca. 2 Mäuse.

    Ja hier hier hier!

    Seit heute ist die Schleppleine dran, nachdem ich mir das jetzt eine Woche so angeschaut hab. Madame sieht was flitzen, springt total elegant aus dem Stand einen Meter hoch und hätte dann im Idealfall gerne die Maus zwischen den Krallen. In der Realität entwischt das Vieh aber immer so dass dann mein grunzender Hund der Maus hinterherrobbt. Zum Piepen. Ohren natürlich auf Durchzug und null ansprechbar.
    Vor ein paar Tage hatte sie das erste mal eine und war wohl genauso überrascht wie ich, dass sie da was im Maul hat was zappelt und wusste nicht so recht, was sie damit machen soll. Ich sofort Aus gebrüllt (vor Schreck ich brüll normalerweise echt nicht den Hund an), Hund spuckt brav aus und guckt mich erwartungsvoll an. Ich seh dass die Maus zappelt aber nicht mehr weglaufen kann. Ich dann also "ok" gesagt, sie nochmal die Maus in den Mund und einmal zugebissen. Ich dann wieder "Aus" gesagt. Maus wurde ausgespuckt. Aber fressen wollte sie sie nicht. Also ich das arme tote Vieh in ne Kacktüte und in den nächsten Mülleimer. Da es im Feld war, wollte ich sie nicht einfach so liegen lassen.
    Da wo wir immer laufen, sind keine Giftköder, das heißt ich würd sie die Maus wohl beim nächsten Mal fressen lassen. Allerdings ist jetzt erst mal Schleppleine angesagt, da hat sie keine Lust auf Buddeln.


    Dazu hätte ich aber noch eine Frage: :hilfe: Ich hab das Ende der 10m Leine in der Hand. Madame läuft voran und ich hab sie dann jetzt immer zu mir gerufen bevor sich die Leine gespannt hat - ist das richtig so? Oder, ich sage ihren Namen oder "Schau" und gehe in die andere Richtung. Sie ist mir auch immer brav hinterhergezuppelt.

    Aber eigentlich sollte sie ja auf mich achten, ohne dass ich was sage, oder? Also einfach zwischendrin Richtung wechseln? Dann spannt sich halt immer die Leine an wenn sie nicht rechtzeitig guckt. Ist das ok so und nach ca 10 mal oder wie auch immer weiß sie, dass sie regelmäßig nach mir gucken soll?

    :hilfe:

  • Ich hab immer kurz vorm Ende "langsam" gesagt. Normalerweise halten beide ihren Radius selbstständig ein, nur an schlechteren Tagen muss ich ab und zu mal mit einem "langsam" helfen und darauf stoppen sie eigentlich auch sehr gut, ohne Hilfe der Schleppleine...

    Ich mach es halt abhängig vom Stresslevel :smile:

  • Hm ja, ihr Radius weitet sich gerade aus und der Rückruf klappt halt nicht so zuverlässig wie ich es gerne hätte, von daher machen wir jetzt Schleppleinentraining.

    Das mit dem langsam ist ein guter Tip, danke :)

  • Zitat

    Madame sieht was flitzen, springt total elegant aus dem Stand einen Meter hoch und hätte dann im Idealfall gerne die Maus zwischen den Krallen. In der Realität entwischt das Vieh aber immer so dass dann mein grunzender Hund der Maus hinterherrobbt. Zum Piepen. Ohren natürlich auf Durchzug und null ansprechbar.
    Vor ein paar Tage hatte sie das erste mal eine und war wohl genauso überrascht wie ich, dass sie da was im Maul hat was zappelt und wusste nicht so recht, was sie damit machen soll. Ich sofort Aus gebrüllt (vor Schreck ich brüll normalerweise echt nicht den Hund an), Hund spuckt brav aus und guckt mich erwartungsvoll an. Ich seh dass die Maus zappelt aber nicht mehr weglaufen kann. Ich dann also "ok" gesagt, sie nochmal die Maus in den Mund und einmal zugebissen.



    So kenne ich das auch :) Diesen blitzartigen Sprung ins Gras und dann auf dem Bauch hinterher gerobbt, dabei ist die Maus in 90% der Fälle eh schon weg, zum Glück (ich finde Mäuse ja eigentlich sehr süß).
    Ich habe das Gefühl Emma würde immer gerne noch mit den Mäuse spielen, wenn sie sie einmal im Maul hat leben die meist noch, dann spuckt sie sie aus und die Maus rennt meist noch weg, das findet Emma toll und schnappt sie sich wieder. Aber dann ist sie meist tot :( Sie legt sie dann wieder ab und hofft dass sie sich nochmal bewegt, tut sie das nicht ist sie mit 2 Mal kauen weg.
    Ich denke sobald der Hund die Maus einmal im Hund hatte hat sie Maus leider eh keine Überlebenschance selbst wenn sie noch laufen kann habe sie meist zu viel abbekommen, deshalb lasse ich sie ihr dann.

    Hier gleich die nächste Frage, ist das nicht schädlich wenn de Hund das Fell mit isst? Bei Katzen weiß ich dass diese das Fell und die Knochen wieder auswürgen. Um die Knochen mache ich mir keine Gedanken, die Hunde bekommen ja auch so mal größere Knochen zum essen, aber das Fell?

  • Glaube nicht, dass das schädlich ist. Gibt ja auch extra so Kausnacks, wo das Fell noch dran ist und man kann so ganze Fellstreifen kaufen. Also ob ich das bräuchte, weiß ich nicht aber zumindest gesehen habe ich es schon...
    Manchmal isses schon echt eklig :D

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    Wow, Corinna, du kannst eine 40 Meter SL handeln!?! :gott: Ich knie nieder! Ich hätte mich und einige Passanten oder Bäume damit schon umgehauen und läge vermutlich nach Spaziergang 1 im Krankenhaus :lachtot:

    Ich gehe meist Wege auf denen mir kaum einer begegnet. Ansonsten ist es kein Problem, die Leine bleibt ja immer auf dem Weg und schleppt. Ich habe da nichts in der Hand. Den Radius begrenze ich grundsätzlich eh nur über gesprochene Kommandos.

  • Zitat

    Wow, Corinna, du kannst eine 40 Meter SL handeln!?! :gott: Ich knie nieder! Ich hätte mich und einige Passanten oder Bäume damit schon umgehauen und läge vermutlich nach Spaziergang 1 im Krankenhaus :lachtot:

    :lachtot: wäre hier ebenso

    von unterwegs..

  • Wie entspannend, wenn man Hunde hat, bei denen man die Schlepp schleifen lassen kann, und die sie 100% auf dem Weg belassen. Ich brauche in dem Fall eigentlich gar keine mehr.... wenn ich eine dran hab, dann weil diese Dinge nicht sicher klappen, und da muss ich die Leine in der Hand halten. Draufspringen wäre bei einem durchstartenden Splash eine absolute Kamikaze-Aktion! :dead:

    Ich glaube übrigens, dass es unter den Hunden unterschiedliche Schleppleinen-Typen gibt. Rhian hat sehr schnell darauf geachtet, die Leine nicht zu spannen und hat fast ohne Training darauf geachtet, nicht reinzubrettern (Ausnahme bei flüchtender Katze :rollsmile: ). Sie war durch die blosse Präsenz der Leine sehr gehemmt, egal ob schleifend oder in der Hand, und hat sich nie wie ohne verhalten. Splash ist das pure Gegenteil. Er vergisst, dass die SL dran ist, und verhält sich weitgehend normal. Brettert also völlig ungehemmt rein, wenn irgend ein Reiz zu stark ist, oder er einen weiteren Radius für passend erachtet. Versucht man das übliche Radiustraining mit Brems- oder Umkehrsignal, stösst man auf eine extrem zähe Masse. Mit sehr viel Konsequenz und Ausdauer kriegt man es zwar hin, dass er auf Signal etwas bremst, aber von selber darauf achten, dass die Leine sich nicht spannt? Fehlanzeige! Dazu gibt es für ihn schlicht keinen Grund. Er, bzw. ich sind ja angeleint, da merkt man ja, wenn Ende ist und braucht nicht extra darauf achten. Mit der Leine habe ich in seinen Augen die Kontakt-halten-Aufgabe übernommen, er kann sich also ungestört den Aussenreizen widmen. Dass die Kontakterinnerung dabei 50 oder 100mal sehr unsanft ausfallen kann, ist ihm dabei völlig schnurz. Er wäre eher ein Hund, die extrem lamge Leine so wie Corinne zu führen, bzw. nicht zu führen. Aber dann ist der Hund a) ständig verheddert, und/oder b) notfalls nicht gesichert, weil bei seiner Beschleunigung ein draufspringen nur zu einem Salto verhilft.

  • Zitat

    ..Ich glaube übrigens, dass es unter den Hunden unterschiedliche Schleppleinen-Typen gibt. ...


    Liegt es vielleicht nicht auch ein bißchen dran, dass verschiedene Hunde unterschiedliche Wohlfühlradien haben? Liegt der Wohlfühlradius bei mehr als 10m kann es schon richtig mühselig sein, diesen Hund in einem 10m Radius zu halten. Ich benutze als Schleppleine mindestens 15m (bei meinen kleinen Hunden begrenzt das Gewicht die Länge), bei großen Hunden schon auch mal deutlich mehr.

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