Rüden Kastrieren, was ist eure meinung?
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Hallo!
Habe nicht vor meinen Hund Kastrieren zu lassen, aber würde mal gerne meinungen dazu hören!
Verändert das das wesen von Hunden sehr stark?
was gibt es positives und was gibt es negatives in diesem bereich???
Kann ein Rüde zu früh kastriert werden?
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Hi,
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Hallo,
als ich damals meinen Schäfi aus dem Tierheim holte, gab es noch die Auflage unkastrierte Hunde a) nach Ablauf der 6-monatigen Frist und/oder b) nach erreichen eines bestimmten Alters zu kastrieren (ca. 1,5-2). Leider musste ich ihn kastrieren.
geändert hat sich nur eins: bevor er kastriert wurde und unsere nachbarshündin läufig war, hat er sehr stark drauf reagiert. Heute ist ihm das logischerweise egal, wer/wie/wo/was läufig ist. Ansonsten kann ich nur sagen, ist er nie richtig "erwachsen" geworden.
Aus heutiger Sicht und auch weil ich jetzt noch nen unkastrierten Rüden als Zweithund habe, kann ich sagen: ich würde es nie wieder tun, solange es nicht medizinisch erforderlich ist. Denn auch mit den Hormonen (Zweithund) kann ich ihn perfekt rufen bzw. abholen und auch bei der erziehung seh ich keine unterschiede.
Rein aus erzieherischer Seite konnte ich keine veränderung feststellen.
Es wäre vielleicht ratsam, wenn ein Rüde sehr dominant ist und wirklich alles und jeden markiert - zu einer Kastration zu raten. Aber ob das wirklich viel abhilfe schafft.
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Zitat
Verändert das das wesen von Hunden sehr stark?
Kann, muß nicht. Kommt auf den Hund an. Ein eh unsicherer Hund kann sich verschlechtern, ein vorher mit Rüden unverträglicher kann noch extremer werden, viele fangen nachher das Jagen an, ... unterschiedlich.ZitatAlles anzeigenDa das Thema Kastration (wie viele wissen) eins meiner Lieblingsthemen ist, ich mich ständig dazu fortbilde, bevorzugt bei meinem Lieblingsdozenten Dr. Udo Gansloßer, möchte ich noch zu einem nicht unwichtigen „Rüdenproblem“ aufklären, der Bedarf scheint gegeben.
Fachlich, sachlich, ohne Wertung, nur auf die körperlichen Auswirkungen bezogen und ich hoffe verständlich.Kurze biologische Einführung:
Testosteron wird in den männlichen Geschlechtsorganen gebildet, Östrogene in den weiblichen. Das jeweils andere Hormon wird aber in der Nebennierenrinde produziert (also T. bei Hündinnen und Ö. bei Rüden). Sinkt der Testosteronspiegel beim Rüden (durch eine Kastration), nimmt die Östrogenproduktion automatisch zu (bei Hündinnen dasselbe andersherum). Dadurch kommt auch das Phänomen zustande, daß kastrierte Rüden für intakte so gut riechen und bestiegen werden !!Testosteron begünstigt einen starken Knochenbau, unterstützt das Muskelwachstum und die Hautdurchblutung. Während der Wachtumsphase bekommt der Rüde immer wieder Hormonschübe, die für die Entwicklung enorm wichtig sind.
Kastriert man einen Rüden zu früh, schließen sich die Wachstumsfugen in den Knochen erst später, der Hund wird zu groß, das Skelett nicht stabil
-> erhöhte Anfälligkeit für Knochen- und Gelenkprobleme, zusätzlich durch ein überproportionales Gebäude im Vergleich zu den inneren Organen ein erhöhtes Risiko für Herz/Kreislauferkrankungen.Wird der Rüde erst nach Beendigung der Wachstumsphase (physisch wie psychisch) kastriert, gilt es einiges zu bedenken.
Testosteron wird ständig für Knochen, Muskeln und Haut benötigt. Eine Kastration bedeutet immer eine Entfernung der Hoden und Nebenhoden, somit ist jegliche Produktion eingestellt. In den Nebennierenrinden wird Östrogen produziert, nach der Kastration steigt diese an und hiermit alle negativen Eigenschaften dieses Hormons.
Östrogene begünstigen ein schwaches Bindegewebe (Orangenhaut läßt grüßen), durch den Wegfall des Testosteron wird der Körper zusätzlich geschwächt. Für einen ansonsten absolut gesunden Hund ist dies zu verkraften, aber !!!Einen Rüden, der bereits Gelenkprobleme hat oder genetisch dazu neigt (HD) sollte man niemals kastrieren lassen, die Wahrscheinlichkeit zu erkranken und dies schwerer als unkastriert ist sehr hoch.
Ebenso streßanfällige Rüden; durch das fehlende T. läßt die Hautdurchblutung nach, das Ö. läßt das Bindegewebe an Festigkeit verlieren, Allergien und Hautprobleme sind vorprogrammiert.Also bitte immer unabhängig von Verhaltensproblemen vor allem die physischen Auswirkungen der Kastration berücksichtigen !!
Aufklärerische Grüße, staffy
.. nur mal als kleinen Auszug eines sehr komplexen Themas ...
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Das Wesen von unseren Hunden hat sich mit der Kastration das Wesen nicht verändert.
Ja man kann auch zu früh kastrieren.
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Was mich an der Theorie etwas zweifeln lässt, ist der Absatz mit dem Östrogen. Denn, wie viele Frauen schlucken tag täglich Östrogene und haben keine Allergien und Hautprobleme? Ich glaub nicht, dass dies ein Grund ist, der mich dazu veranlassen würde, meinen Hund nicht kastrieren zu lassen.
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Oh, ich staune.
Bislang haben sich die militanten Gegener der Kastration noch nicht zu Wort gemeldet...
Was mir allerdings fragwürdig erscheint, liebe TS, warum du dir Antworten auf diese gängigen Fragen nicht über die Suchfunktion geholt hast,
wo du doch keinerlei Ambitionen hägst, dein Tierchen einer solchen OP zu unterziehen...Aber um deine Fragen zu beantworten:
Eine zu frühe Kastration ist tatsächlich nicht gut für den HUnd.
Wesenveränderungen kann es geben, müssen aber nicht sein.
Hormonell verursachte und manifestierte Verhaltensweisen können bei zu später Kastration bestehen bleiben.
Pöbeln muß sich nach einer Kastration nicht bessern.Ohne med. Indikation ist von einer Kastra aus o. g. Gründen abzuraten.

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Zitat
Denn, wie viele Frauen schlucken tag täglich Östrogene und haben keine Allergien und Hautprobleme?
Viele bestimmt

Aber wieviele haben starke Nebenwirkungen durch Oestrogene? Allergien und Hautprobleme sind dabei noch Kleinigkeiten.
Auch wirkt Oestrogen bei jedem Lebewesen anders da dies durch viele verschiedene Faktoren bestimmt wird.
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Frag doch mal die Suchfunktion

Obwohl es mich nicht wundern würde, wenn alle Thread dazu aus den selben Gründen gelöscht wärenwünsche allen eine gute Nacht,
Alina
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Reggy ist nach der Katration tatsächlich verträglicher geworden - vorher hat er ab und zu mal kleine Rüden angemacht. Jetzt mag er alle und jeden. Allerdings nehmen ihn andere Hunde auch nicht als Rüden wahr, und so verlieben sich regelmäßig andere Rüden in ihn... Scheint also "weiblich" zu riechen.
Allerdings heißt das nicht, dass alle Kastraten auf einmal verträglich werden. Solange das aber wirklich nur an den Hormonen liegt und nicht an mangelnder Erziehung, kann das klappen.
Ich würde aber nie einen Hund kastrieren lassen, wenn es keinen medizinischen Grund dafür gäbe.
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staffy schrieb
Zitatviele fangen nachher das Jagen an,
Hi staffy,
kannst du mir bitte den Zusammenhang zwischen Kastration und dem Anfagen zu jagen erläutern?
Danke dir im voraus!
LG
cazcarra - Vor einem Moment
- Neu
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