• Zitat

    Bis zum 6. Monat lief es super! Hundeschule, viel geübt, er lief frei, er gehorchte schön! Mann, was war ich stolz!
    Als er anfing, dann und wann in die Büsche zu gehen (nur für 30 Sekunden am Anfang), dachte ich mir nix dabei. Er kam ja sofort.
    Es wurde allerdings dauernd schlimmer.

    So war es genauso bei uns. Wir haben ihn nur gleich wo wir merkten, dass jetzt der Jagdtrieb da ist und er nicht mehr hört an die Schleppe genommen, weshalb ich hoffe, dass er nun nicht sein Leben lang dran bleiben muss.

    Unserer hörte bis zu 7,5 Monate 1A ... Abruf ... der Hund sauste auf uns zu. Jeder Befehl wurde perfekt ausgeführt .... dann war es fast schlagartig vorbei ... es fing an, dass Herr Hund draußen nicht mehr auf seinen Namen hörte und dann ging es schrittweise weiter. Am Ende war es so, dass er nen Fahrradfahrer verfolgte ohne auf jeden Abruf zu reagieren, ebenso wurde der 1. Hase gehetzt .. zum Glück ohne Erfolg. Seitdem ... mit 8 Monaten ist er an die Schleppleine gekommen.

    Ich weiß jetzt, dass Erziehung und Abrufbarkeit vor der Pubertät schön ist .... aber man sollte es genießen solange es dauert. Danach fängt man zwar nicht von vorne an aber wie bei Jugendlichen in der Pubertät kommt eine harte Zeit auf einen zu. Dies ist natürlich individuell von Hund zu Hund verschieden.

  • Hallo!

    Also ich habe meine Welpen schon nach dem 2.Tag von der Leine gemacht. Er war zu der Zeit noch nich voll auf mich fixirt, aber da wir noch 2 weitere Hunde haben und ein Bekannter mit seinem Hund auch immer mitkommt (also immer 4 Hunde) hatte ich da gerkeine Gedanken dran, das er weglaufen könnte!

    Zwischen durch gehen wir auch mal alleine und auch da folgt er mir, sogar wenn ein fremder Hund kommt und mit ihm spielen will, kommt er erstmal zurück!

    Vielleicht habe ich da mit meinem Welpen glück gehabt aber ich finde, das es wichtig ist, einen Hund von der Leine zu lassen und ihn frühzeitig daran zu gewöhnen!!!

    Aber es ist wichtig das du dir dabei sicher bist!!!

  • Zitat

    Vielleicht habe ich da mit meinem Welpen glück gehabt

    Euer Welpe ist 16 Wochen, wenn ich das richtig gelesen habe? Das ist kein Glück, dass ist vollkommen normal. In dem Alter folgen die meisten (Ausnahmen gibt es immer) Welpen einen noch aufs Wort .... es kommen auch noch andere Zeiten ;).

  • Zitat

    Man kann es nämlich auch so sehen: Ein Hund, der im ersten Jahr nie "sein Ding" drehen konnte, hat es nicht gelernt und wird es lassen.

    Wichtig ist imho, dass man die SCHLEPPleine (15-20m) nimmt, nicht die normale Führleine. Denn die simuliert das Freilaufen doch sehr schön.

    LG, Teyar

    Das sehe ich etwas anders. Ein Hund kann auch, wenn er älter als 1 Jahr ist noch Neues lernen inklusive "sein Ding" zu drehen. Weiss jetzt zwar nicht genau, was du mit "sein Ding" meinst, aber ich kann und will das nicht verhindern - sobald die Nase aktiv ist, hat der Hund doch seine eigenen Erlebnisse unabhängig vom HH. Freilauf ist für mich tatsächlich Freilauf, und nicht Laufen ohne Leine mit 200% Fixierung auf Frauchen. Also mein Hund darf durchaus die Welt entdecken. Wichtig ist mir aber, dass ich ihn jederzeit da rausholen und zu mir rufen kann. Und selbstverständlich gibt es Dinge, die von Anfang an tabu sind. Trotzdem könnte mein Hund die noch lernen, auch wenn er das in seinen ersten 2 Jahren nie tun konnte.

    Die Schleppleine, egal welcher Länge, kann den Freilauf nur sehr begrenzt simulieren. Der Hund spürt ihr Gewicht und merkt spätestens beim ersten Notfall, dass sie ihn auch physisch im Radius einschränkt. Sie kann ein äusserst nützliches Hilfsmittel in der ausbildung sein, aber sie ersetzt keinen echten Freilauf. Wenn man sie beim pubertierenden Junghund braucht, ist das noch lange kein Grund, sie schon dem noch relativ unproblematischen Welpen anzuhängen.

    Die Vorarbeit, die man mit dem Rückruf im Welpenalter leistet, macht sich später trotz Pubertät bezahlt. Dazu gehört neben einem guten Timing auch das Gespür dafür, wann man NICHT rufen soll. Da machen viele HH recht grobe Fehler und bringen ihrem Welpen ungewollt das Falsche bei.

  • Zitat

    Freilauf ist für mich tatsächlich Freilauf, und nicht Laufen ohne Leine mit 200% Fixierung auf Frauchen. Also mein Hund darf durchaus die Welt entdecken. Wichtig ist mir aber, dass ich ihn jederzeit da rausholen und zu mir rufen kann.

    das sehe ich auch so.

    Zitat


    Die Schleppleine, egal welcher Länge, kann den Freilauf nur sehr begrenzt simulieren. Der Hund spürt ihr Gewicht und merkt spätestens beim ersten Notfall, dass sie ihn auch physisch im Radius einschränkt. Sie kann ein äusserst nützliches Hilfsmittel in der ausbildung sein, aber sie ersetzt keinen echten Freilauf.

    kann ich nur bestätigen. Es gibt genügend Beispiele von Hunden, die an einer SL absolut gehorsam sind. Aber wehe die SL ist weg. Hunde merken das ganz genau.


    Zitat

    Wenn man sie beim pubertierenden Junghund braucht, ist das noch lange kein Grund, sie schon dem noch relativ unproblematischen Welpen anzuhängen.
    Die Vorarbeit, die man mit dem Rückruf im Welpenalter leistet, macht sich später trotz Pubertät bezahlt.

    volle Zustimmung.

  • Dem Welpen seinen Freilauf zu gönnen, hat in meinen Augen nichts mit Mut, Vertrauen und Folgetrieb zutun. Nur mit Gehorsam.
    Und dieser muß erst mit liebevoller Arbeit aufgebaut werden.

    Wer den Mut und das Vetrauen hat, sich auf den Folgetrieb zu verlassen, sollte spätestens ab dem Moment zur Schleppleine greifen, wenn Hundi das 1te Mal NICHT kommt, wenn man ihn im Freilauf beim Spaziergang ohne Ablenkung ruft.
    Ab jetzt ist routinemäßig beim Spaziergang / der großen Gassirunde IMMER die Schlepp dran. Und zwar solange, bis das Ziel, welches man sich gesteckt hat - nämlich abrufbar zu sein - erreicht ist. (Unter zur Hilfenahme des Clickers kann man recht schnell schöne Erfolge verbuchen. :D )
    Natürlich gibts auch mal Ausnahmen. Hundi darf gerne in einer sicheren Zone mal frei und ungezwungen mit seinen Freunden und Artgenossen wild toben. Im günstigen Moment wird er max. 1x gerufen, kommt er nicht, geht man hin und holt ihn Kommentarlos. Und zurück in den Alltag - Schlepp dran.
    Mit dieser Vorgehensweise kann man relativ sicher sein, dass HUndi bis zur kritischen "Durchzugsphase" das Rückrufkommando so gut beherrscht und erheblich weniger Probleme auf diesem Sektor aufweist.
    Dies schont die Nerven eines jeden HHs und der HUnd wird mit weniger negativen bzw. selbstbelohnenden Situationen (z.B. Aufnehmen einer Fährte und ab durch die Mitte)konfrontiert.

    Mein Hund geht derzeit - bis auf bestimmte Situationen - immer noch regelmäßig an der Schleppleine. Ich habe uns gewisse Ziele gsteckt, deren Umsetzung mit dem "10m-Arm" einfach leichter zu trainieren sind.
    Mag sein, dass es bisweilen nervig ist, aber...
    ...irgendwann werde ich - außer an befahrenen Straßen oder unter Zwang - überhaupt keine Leine mehr einsetzen müssen.

    Hundereziehung bedeutet Arbeit, Arbeit, Arbeit
    ...und 100x soviel Freude (für Hund ebenso wie für Mensch), wenn diese Früchte trägt! :andiearbeit:

  • ich habe amy gleich am ersten tag ohne leine laufen lassen und es kam nie zu zwischenfällen. sie ist jetzt 14 monate alt und läuft fast nur ohne leine, auch oft an der straße. fast alle die ich kenne lassen ihre welpen sofort frei laufen.. ich werde es auch immer wieder so machen.

  • Zitat


    Wer den Mut und das Vetrauen hat, sich auf den Folgetrieb zu verlassen, sollte spätestens ab dem Moment zur Schleppleine greifen, wenn Hundi das 1te Mal NICHT kommt, wenn man ihn im Freilauf beim Spaziergang ohne Ablenkung ruft.
    Ab jetzt ist routinemäßig beim Spaziergang / der großen Gassirunde IMMER die Schlepp dran. Und zwar solange, bis das Ziel, welches man sich gesteckt hat - nämlich abrufbar zu sein - erreicht ist. (Unter zur Hilfenahme des Clickers kann man recht schnell schöne Erfolge verbuchen. :D )

    Das würde bedeuten, dass jeder Welpe an der Schlepp laufen muss, denn wer hat schon einen Welpen, der wie eine Maschine funktioniert oder wem ist es nie passiert, im falschen Moment zu rufen?

    Man kann das natürlich so anwenden, wenn man so unsicher ist, aber es ist keinenfalls der einzige Weg zu einem zuverlässigen Rückruf. Und wie schon gesagt, durch abrufen an der Leine lernen weder Hund noch Halter abrufen aus dem Freilauf.

    Übrigens gilt auch beim Clickern eine Übungsstufe als verstanden, wenn der Hund 9 von 10 Mal die erwünschte Reaktion zeigt. ;)

    Wenn weder Hund noch Halter je einen Fehler machen dürften, ohne das Ausbildungsziel zu gefährden, hätte wohl noch nie ein Hund eine Ausbildung erfolgreich absolviert.....

  • Zitat

    Das würde bedeuten, dass jeder Welpe an der Schlepp laufen muss, denn wer hat schon einen Welpen, der wie eine Maschine funktioniert oder wem ist es nie passiert, im falschen Moment zu rufen?

    Das habe ich so nicht gesagt. Und das bedeutet es auch nicht.
    Mag sein, dass ich in der Formulierung etwas streng bin, aber dies ist die Theorie. Praxisbezogen wird es ohnehin jeder Halter für sich entscheiden, wann es ihm reicht, dass er HUndi zigmal rufen muß bis er ihn letztendlich an der Schleppe laufen läßt.

    Zitat


    Man kann das natürlich so anwenden, wenn man so unsicher ist, aber es ist keinenfalls der einzige Weg zu einem zuverlässigen Rückruf. Und wie schon gesagt, durch abrufen an der Leine lernen weder Hund noch Halter abrufen aus dem Freilauf.

    Habe ich behauptet dieses sei der ultimative Weg zum Rückruferfolg?
    Nein.
    Auch hier ist es die Theorie deren Anwendung in der Praxis auf lange Sicht gesehen zum erwünschten Erfolg führt / führen kann.
    Und es hat NICHTS mit Unsicherheit seitens des Halters zu tun, wenn er dies so praktizieren möchte. Eher mit Weitblick auf Sicherheit für alle Beteiligten und langfristigem Erfolg.
    Wie und unter welchen Bedingungen (z.B. mit Absicht herbeigeführte bzw. gezielt simulierte Situationen) lernte es dein Hund?


    Leider nimmst du nur einen Teil meiner kompletten Aussage, und verdrehst diese damit so, als wären Fehler in Übungseinheit absolut inakzeptabel.
    :/
    Dies ist nicht so.
    Ich arbeite intensiv mit der Schleppleine, weil ich meinem Hund soviel wie nur möglich negatives ersparen möchte. Natürlich dürfen wir - er genauso wie ich - Fehler machen. Wir haben aber BEIDE die Möglichkeit diese zu korrigieren.

    Ein Hund, der für sich verinnerlich hat, das Halter 20x ruft und dieser sich trotzdem freut, dass Hundi wiederkommt, wird auch erst beim 20ten Ruf mit genervtem, scharfem Tonfall des HH endlich reagieren. ;)
    Für meine Begriffe in Gefahrensituationen - unverhofft kommt oft - absolut induskutabel!

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