Kastration / Bequemlichkeit des Besitzers?

  • Mein Rüde ist nicht kastriert, auch weil ich bisher noch nie in einer Situation war, in der ich mich ernsthaft mit einer Kastration auseinandersetzen hätte müssen.
    Solange kein Leidensdruck bei mir da ist mache ich mir persönlich auch keine Gedanken, was die Kastration meines Rüden angeht.

    Zum Thema läufige Hündinnen:
    Da sowas nunmal in unserer Umwelt anzutreffen ist ;), haben wir das von Anfang an genauso geübt wie Bahn fahren, Menschenansammlungen, einkaufen, Auto fahren usw.

    Ich habe sogar den Hündinnenbesitzern extra gesagt, sie sollen weder den Weg vor unserem Hof noch uns meiden, wenn ihre Hündin läufig ist. Klar hat mein Rüde einen Trieb, aber wir haben von Anfang an daran gearbeitet, dass er lernt ihn zu kontrollieren. Leider klappt das mit dem Jagdtrieb noch nicht ganz so gut ... ;)

    P.S.: Meine beiden männlichen Pferde sind kastriert, ebenso unsere 4 Katzen (d.h. eine erst im nächsten Frühjahr), ich hatte auch schon einmal ein kastriertes Kaninchen ...
    ... ich bin also grundsätzlich kein Kastrationsgegner, wenn es denn einen wirklich guten Grund dafür gibt. ;)

  • Es ist schon ausserordentlich interessant, was das Wort "KASTRATION" immer wieder auslöst...abgesehen von unzähligen, prall gefüllten Seiten. :D

    Seid ihr eigentlich niemals müde, euch nicht nur ständig zu wiederholen , sondern auch immerfort den eigenen Standpunkt vehement zu verteten. :???:
    Das End' vom alten Leierlied ist die persönliche Anfeindung, und da sind wir ja endlich wieder angelangt ;)

    Lasst euch bitte gegenseitig einfach gut weiterleben, ob mit einem kastrierten,-oder einem unkastriertem Hund.

    Albern irgendwie.

    Meine Freundin hatte bislang zwei kastrierte Rüden und keinerlei Probleme mit ihnen.
    Sie waren unauffällige und schlanke Hunde mit kuscheligem Fell.
    Ach ja, gesunde Knochen hatten sie auch :p
    Bei ihrem dritten Rüden habe ich jetzt dazwischengefunkt.
    Schwerstarbeit kann ich euch sagen, weil was kann man überzeugend rüberbringen, wenn zwei fidele Hunde die Vergangenheit prägten?

    Aber was soll ich euch sagen, sie hat ihren Rüden "bis jetzt" noch nicht kastrieren lassen...trotz Anraten des Tierarztes.
    Tja, ich war schon ein bisschen stolz =)

    Aber, und jetzt kommt es.
    Hätte sie sich pro Kastra entschieden, dann hätte es an unserer Freundschaft nichts geändert, es wäre ihre persönliche Entscheidung gewesen.
    So soll es sein, jederzeit beratend fungieren, und den erhobenen Zeigefinger dabei besser einklappen.

    Wirkt sehr oft Wunder.

  • Zitat

    Ich habe sogar den Hündinnenbesitzern extra gesagt, sie sollen weder den Weg vor unserem Hof noch uns meiden, wenn ihre Hündin läufig ist. Klar hat mein Rüde einen Trieb, aber wir haben von Anfang an daran gearbeitet, dass er lernt ihn zu kontrollieren. Leider klappt das mit dem Jagdtrieb noch nicht ganz so gut ...


    Ja, das sehe ich ähnlich. Ich denke, wenn der Rüde das Alles kennenlernt, ist es nur noch halb so wild, abgesehen von den Stehtagen, und Ausnahmen gibt es natürlich auch hier... Zoe wurde fast auch täglich mit (mit Leine natürlich) einem kleinen heranwachsenden Rüden zur "Gewöhnung" Gassi geführt. Einfach, weil ich die Hoffnung habe, dass er leichter damit umzugehen weiß, wenn er groß ist...
    Jana, eine Katze würde ich auch immer kastrieren lassen :)

    Abgesehen von all den gesundheitlichen Gründen, möchte ich meine Hündin nicht kastrieren lassen, da ich am meisten Angst vor der Wesensveränderung hätte... da wir außer das aufpassen keine Probleme mit der Läufigkeit haben, finde ich es nicht schlimm Zweimal im Jahr 20Tage aufpassen zu müssen... Das ist es mir wert =)

  • Zitat

    Was mir keiner wirklich beantworten und nachweisen kann: Leidet ein Hund physisch oder psychisch unter einer Kastration?

    Also so wie ich es beurteilen kann - für Hunde die ich kennen, habe ich noch keinen erlebt, der dort offensichtlich leidet. Allen geht es gut und sie sind genauso wie vorher. Ich kenne sogar eine Hündin, die ist seit der Kastra wie ausgewechselt, aber zum positiven. Seit der Kastra spielt sie wieder und steht nicht nur bei ihren Besitzern.

  • Habe ich nicht erlebt bei unseren Tieren, von Inkontinenz habe ich gehört, traf aber Gott sei Dank nicht zu. Ok, dann drücke ich es so aus: Die "Vielleicht-in-Einzelfällen-zutreffenden-Nachteile" wiegen nach MEINEN Erfahrungen (und man kann ja nur von sich schreiben, ich will es damit keinesfalls verallgemeinern) nicht so schwer, dass ich die Kastration nicht machen würde. Die Nachteile ohne Kastration sind für mich schlimmer gewesen, habe ich ja berichtet.

    Darum: Jed(r) hat seine eigenen Erfahrungen, Studien gibt es viele, da kann man immer was aussetzen dran, kommt immer auf den Auftraggeber an usw. - alles in allem finde ich die Überschrift dieses Threads nicht sachlich genug, sonst ist es schon interessant:-))

    Blende mich hier jetzt auch aus.
    Alles Gute für alle Hunde und deren Besitzer.

  • Nun warum sollen alle Hunde in der Stadt kastriert werden, wo ist der Sinn? Klar bin ich manchmal genervt, wenn meine Kastraten mal wieder auf der Spur einer läufigen Hündin unterwegs sind und alles andere vergessen. Aber dann bin ich gefragt und dann muss ich was dagegen tun und zwar an meinen Hunden. Aber ich finde es schon vermessen zu sagen, verantwortungsvolle Stadthundehalter kastrieren. Nein unter Verantwortung verstehe ich etwas anderes, wie zum Beispiel die Hündin an der Leine zu belassen, nicht erst warten, bis der Rüde an der Hündin dran ist und dann zu brüllen die ist läufig, sondern schon vorher mal einen Ton zu sagen und schon gar nicht sich mit jemanden mitten auf der Straße treffen, damit der halbe Kiez zuschauen kann, wie die Hunde poppen und hören können, das es die Hündin gar nicht will.
    Verantwortung heißt doch nicht gleich und unweigerlich Kastration.

    Ich habe meine Hunde kastrieren lassen, weil mein einer Rüde absoluten Stress hatte und nicht mehr fressen wollte und es hier halt nicht damit getan ist mal die Zeit abzuwarten, weil das ganze Jahr eine Hündin läufig ist. Den anderen habe ich eigentlich nur kastrieren lassen, weil er größenwahnsinnig wurde und ich nicht wollte, das es zwischen meinen Hunden mal richtig eskaliert und ich dann nicht schnell genug eingreifen hätte können und Angst hatte, das der Kleine es dann nicht überlebt. Ein zweiter Grund war, das ich nicht wollte, das einer meiner Mischlinge mal Vater wird und ich es leid war immer wieder angesprochen zu werden, ob ich mir nicht etwas dazu verdienen wollen und die Jungs mal zum Decken gebe, weil sie ja so schön aussehen und einen so tollen Charakter haben.
    Ich habe mir bei beiden Hunden die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber letzten Endes war es für mich richtig und ich bereue es auch nicht

  • Genau diesen Standpunkt hatte ich auch immer. Warum einen Hund kastrieren, wenn es nicht nötig ist. Inzwischen haben wir zwei kastrierte Rüden. Leo kam ja schon kastriert aus Spanien rüber. Bei Frodo hatten wir keinen Grund ihn kastrieren zu lassen, ja bis er hypersexuell wurde und er monatelang unsäglich gelitten hat und keiner mehr vor seinem Trieb sicher war.
    Ich persönlich bin der Meinung, dass das eigentlich jeder selbst zu vertreten hat.
    Eine Wesensveränderung haben wir nur im positiven Sinne gemerkt, denn er ist danach wieder zu dem "alten" Frodo geworden, nämlich ausgeglichen, lieb und zugänglich. Verfressen war er auch vorher schon, und sein Fell ist auch in Ordnung. Die Knochen lassen wir immer wieder kontrollieren.
    Und ich denke, jeder der etwas Verantwortungsbewusst ist, sollte wissen, was für seinen Hund gut ist.

    LG Inge

  • Zitat

    Mein Rüde ist nicht kastriert, auch weil ich bisher noch nie in einer Situation war, in der ich mich ernsthaft mit einer Kastration auseinandersetzen hätte müssen.
    Solange kein Leidensdruck bei mir da ist mache ich mir persönlich auch keine Gedanken, was die Kastration meines Rüden angeht.

    Es geht also rein um deinen Leidensdruck wenn es dann soweit wäre?

    Zum Thema läufige Hündinnen:
    Da sowas nunmal in unserer Umwelt anzutreffen ist ;), haben wir das von Anfang an genauso geübt wie Bahn fahren, Menschenansammlungen, einkaufen, Auto fahren usw.

    Ich habe sogar den Hündinnenbesitzern extra gesagt, sie sollen weder den Weg vor unserem Hof noch uns meiden, wenn ihre Hündin läufig ist. Klar hat mein Rüde einen Trieb, aber wir haben von Anfang an daran gearbeitet, dass er lernt ihn zu kontrollieren. Leider klappt das mit dem Jagdtrieb noch nicht ganz so gut ... ;)

    P.S.: Meine beiden männlichen Pferde sind kastriert, ebenso unsere 4 Katzen (d.h. eine erst im nächsten Frühjahr), ich hatte auch schon einmal ein kastriertes Kaninchen ...
    ... ich bin also grundsätzlich kein Kastrationsgegner, wenn es denn einen wirklich guten Grund dafür gibt. ;)

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