gewalt in der hundeschule? achtung lang....

  • Zitat

    Ganz so pauschal wuerd' ich's jetzt auch nicht ausdruecken.

    Es gibt schon extreme Situation in denen ein Hund von mir auf die Seite gelegt wird (allerdings schmeisse ich mich dabei nicht auf den Hund drauf sondern lege ihn auf die Seite und halte ihn dort auch bis er sich beruhigt hat)

    Genauso- bei aufgedrehten Junghunden kann das manchmal eine sehr wirksame Methode um sie "runter" zu bekommen.

    Ich drehte meinen Welpen auch gern auf den Rücken wenn er seine 5 Minuten hatte- allerdings auf meinem Schoß, so in der Furche zwischen meinen Oberschenkeln kontte er nicht so ohne Weiteres weg- und dann wurde "ruhiggestreichelt". Meistens pennte er dann ein...

    Und wenn mein Hund mich direkt anmacht - knurren, schnappen- und da ein gewisser Ernst dahinter ist (also bei mienem 1jährigen noch nicht nötig, da Rotz-Pöbel-und Pubertieralter) wird er so sanktioniert...

  • Zitat

    Genauso- bei aufgedrehten Junghunden kann das manchmal eine sehr wirksame Methode um sie "runter" zu bekommen.

    Ich drehte meinen Welpen auch gern auf den Rücken wenn er seine 5 Minuten hatte- allerdings auf meinem Schoß, so in der Furche zwischen meinen Oberschenkeln kontte er nicht so ohne Weiteres weg- und dann wurde "ruhiggestreichelt". Meistens pennte er dann ein...

    Und wenn mein Hund mich direkt anmacht - knurren, schnappen- und da ein gewisser Ernst dahinter ist (also bei mienem 1jährigen noch nicht nötig, da Rotz-Pöbel-und Pubertieralter) wird er so sanktioniert...

    Aber genau das was tagakm und Du machen soll wohl nicht mehr Stand der Dinge sein, oder :hilfe:

  • Zitat

    wenn ich das mit meiner Hündin mache, guckt sie mich Zwei Tage nicht mehr an :roll:

    War's denn schon mal wirklich noetig dies zu tun?

    @Khortie....ich rede von Aussnahmesituationen und nicht davon dies im taeglichen normalen Umgang mit dem eigenen Hund auszuueben.

    Keiner meiner Privathunde musste jemals von mir auf die Seite gelegt werden.

  • Ja, beim Tierarzt :/ So etwas geht bei ihr nur in Schmusestimmung, oder mit
    dem dazugehörigen Kommando...
    Allerdings nie aus Erziehungstechnischen Gründen. Da hat knallharte Ignoranz ihren Teil getan :D

  • Ich habe bei all meinen Hunden solches Rangordnugsgedöns nie nötig gehabt, die wussten alle wo sie standen, ohne dass man es ihnen mit Zwang hätte beibringen müssen.
    Alle Hunde haben alles Notwendige mir sich machen lassen (ungenießbares abnehmen, oder Medizinische Behandlungen) auch wenns ihnen zuwider war, einfach weil sie mir blind vertrauten.
    Ein rammelnder Rüde wird einfach weggeschoben und wenn er sich gar nicht geben will auch mal angeblafft. Hab noch keinen Hund kennengelernt der dann nicht Ruhe gegeben hat.

    Zur Zeit habe ich eine 6jährige Hündin aus dem Tierschutz, deren Verhalten darauf schließen lässt, dass sie gewaltsame und willkürliche Unterwerfung in jeder Variation kennt. Vertrauen hat sie dabei leider nicht gelernt. Auch ihr Vertrauen zu mir steht noch auf sehr wackligen Füßen.

    Für mich die ich schon einige selbstsiche Hunde hatte ist so ein unsicheres Nervenbündel einfach ein elendes Bild, dass mir das Herz zerreißt.

    Weil sie ein Leinenpöbler ist, suche ich zur Zeit auch eine Hundeschule. Mir reicht aber schon ständiges Leinenrucken als Disqualifikationsgrund.

    Gruss Liane

  • Zitat


    Aber genau das was tagakm und Du machen soll wohl nicht mehr Stand der Dinge sein, oder :hilfe:

    Nun ja, ich mache das nicht als Strafe- vom AufdenRückendrehen weil der Hund nicht folgt oder so halte ich auch nichts...

    Bei mir ists eher so ein Ruhigstellen wenn der Kennel grad außer Reichweite ist...
    Junge Hunde/ Welpen haben doch unheimlich oft Phasen wo man merkt- die sind überfordert und kommen deswegen nimmer runter- wie bei kleinen Kindern die nicht pünktlich ins Bett gekommen sind und dann so überdreht sind, dass sie "Zwangsberuhigt" werden müssen- durch Geschichtenvorlesen oder gemeinsames Kuscheln.

    So finde ich geht es bei Welpen auch unheimlich oft und da sollte man schon etwas tun.

    Wenn Welpe A aber mit Welpe B zu wild wird reicht eine Umlenkung oder eine kurze Auszeit ohne das der Hund hierfür auf dem Rücken liegen muß...

  • Ich kenne dieses Ruhigstellen (im Sinne von Hochnehmen oder einfach Festhalten) auch, auch ich habe es gemacht, und würde es wieder machen.

    Die Sache ist immer die, als Welpenbesitzer ist man sehr sensibel, egal was den eigenen oder auch einen fremden Welpen betrifft.

    Wenn ich z.B. den Welpen von Bekannten nehme, der quitscht in allen möglichen Situationen, egal ob schlimm, oder nicht schlimm.

    Vor kurzem waren wir ein paar HH, Welpe von den Bekannten quitscht (Grund war, der Westi eines anderen HH hat ihn gestreift, wirklich nicht mehr!!!!), so, was passierte:

    Mama von Welpe fängt an aufzuschreien, läuft zum Welpen und bemuttert ihn. HH von Westi ist es gleich fürchterlich peinlich und läuft auch zum Welpen, die anderen waren natürlich auch sehr entsetzt. Nur wir sind dagestanden und haben nix gemacht. Könnt Ihr Euch die strafenden Blicke vorstellen?

    Fakt war, dem Welpen ist überhaupt nix passiert, Welpen sind nicht so sensibel, aber der Welpe hat mittlerweile super gelernt, dass wenn er quitscht, alle um ihn rumstehen und ihn Streicheln, Leckerlie geben etc.

    Was ich damit sagen will, viele Situationen sind gar nicht so schlimm, wie man meint, es ist halt ein super süßer und lieber Welpe der quitscht und man hat automatisch gleich Mitleid. Verflucht mich jetzt nicht, auch ich war vorsichtig bei meinen Welpen, aber ich bin auch der Meinung, viele spielen oft zu sehr Mama.

    Oft sieht man Situationen viel schlimmer, als sie in Wirklichkeit sind.


    Andere Situation:

    Wir waren in einem Kurs...ein Welpe sollte über einen kleinen Steg gehen (der Steg war ca. 20cm hoch) und dort dann umdrehen (HH ging von einer Seite des Steges zu anderen - den Hund begleitend), der Welpe rutscht ab, weil er etwas anders gesehen hatte und neugierig war...

    ...großes Entsetzten (Kommentar eines teilnehmers: Oh Gott, der Arme Welpe, das ist ja fast Tierquälerei) ...
    Trainer sagte: Setzen sie den Welpen wieder auf den Steg...HH sah ungläubig...
    Trainer: Setzen sie ihn wieder auf den Steg und hören sie auf, ihn zu bemuttern!
    HH setzt den Welpen wieder auf den Steg und Trainer legt ein Leckerlie auf den Steg...was passiert, Welpe sieht das Leckerlie, dreht sich blitzschnell um, merkt, dass der Steg ja auch Grenzen hat, setzt die Pfote schnell anders und schnappt sich das Leckerlie.


    Ausgesehen hat es klar "komisch", aber der Welpe hat gelernt...
    ...das menschliche Empfinden ist in manchen Situationen anders, als das des Hundes.

  • @Dobimum: Es ist doch aber schon ein gewaltiger Unterschied, ob ich einen Welpen zu Seite drehe, z.B. weil er eine kleine Auszeit braucht, oder ob ein HT den Welpen runterdrückt und mit dem Knie festhält, da er der Meinung ist, daß der Welpe so gemaßregelt gehört, oder nicht?


    Conny

  • Zitat

    ob ich einen Welpen zu Seite drehe, z.B. weil er eine kleine Auszeit braucht, oder ob ein HT den Welpen runterdrückt und mit dem Knie festhält, da er der Meinung ist, daß der Welpe so gemaßregelt gehört, oder nicht?


    Conny

    Da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht!!!

    Mit dem Knie am Boden festdrücken ist ein Ding, das geht gar nicht...das hätte auch niemand mit meinem Welpen gemacht.

    Ich wollte eigentlich nur kurz anbringen, dass man zwangsläufig in manchen Situationen sensibler reagiert. Mir ging es nur darum, dass falls in ner neuen Hundeschule auch etwas vorfällt vielleicht nicht sofort die Ohren auf habacht Stehen. Weißt was ich meine?

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