Wohin mit meinem bissigen Dobermann?

  • ANZEIGE:
    Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
  • Ich halte die Pläne für die weitere Haltung des Hundes für arg auf Kante genäht, denn Katha_lr, Du brauchst nur mal ein paar Tage wegen einer Kleinigkeit ausfallen, weil Du oder das Neugeborene z. B. zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben muss(t) - wer kümmert sich dann um den Hund?

    Und was ist im Herbst/Winter? Dobermänner sind vom Fell her nicht unbedingt für eine längere Außenhaltung geeignet, denn darauf würde es ja wohl hinauslaufen.

    Selbst wenn Du Dich 365 Tage im Jahr durchgehend, dauerhaft und garantiert 2 Std. täglich mit dem Hund beschäftigen würdest, wäre er 22 Std. am Tag sich selbst überlassen.

    Wie stellst Du Dir das vor, sobald Dein Kind geboren ist? Dann ist es, wenn ich richtig gerechnet habe, Herbst. Soll der Hund dann nachts in der Wohnung sein? Ein bellender, unausgelasteter Hund plus ein Säugling, der nach Möglichkeit ungestört schlafen soll, da kann ich mir Schöneres vorstellen.

    Sofern keine 2. Person da ist, die den Hund im Alltag - d. h. Füttern, Pflegen inkl. ggf. Verabreichung von Medikamenten o. ä., Gassi plus Training/Arbeit - vollwertig versorgen kann, würde ich umgehend http://www.dobermann-nothilfe.de und die Tierheime im Umkreis kontaktieren, damit er zumindest mit auf deren Vermittlungsseiten kommt.

  • Du hast den Hund in vier Jahren nicht so weit geregelt bekommen, dass du ihn im Alltag normal führen und händeln kannst. Das wird sich während einer Schwangerschaft und später mit einem Baby garantiert nicht ändern, wenn es für den Hund noch mehr Einschränkungen gibt und du eigentlich nur noch weniger Zeit hast.

    Ich habe prinzipiell kein Problem mit Zwingerhaltung, aber den Hund einfach nur wegzusperren wenn das Kind da ist, ist keine sinnvolle Lösung.
    Ja, einfach wird es nicht so einen Hund zu vermitteln, aber so wie es aus dem Text klingt, scheint er ja für souveräne Hundeführer ohne große Probleme händelbar zu sein. Also dürfte der Weg heißen, vernünftige neue Halter zu suchen, ja das ist anstrengend und dauert, das ist nicht in ein, zwei Wochen getan. Wenn es einen gibt, sollte man den Züchter mit ins Boot holen (auch wenn das ganze eher nach Vermehrerwelpe aus den Kleinanzeigen klingt), wenn man einen Trainer hat, der aus der Gebrauchshundeecke, kann der vielleicht über Kontakte Vermittlungshilfe leisten und so lange muss der Hund einfach entsprechend gesichert werden.

  • Kommt auch auf die Art der Beschäftigung an. Aber ich meinte auch eher das Machen im Zusammenhang mir dem Anschluss. Also zwei Stunden spazieren gehen (o.ä.) und dann wegsperren ist halt nicht so optimal. Aber das ist ja gerade auch nebensächlich, denn Du wirst ja demnächst eher weniger Zeit haben als bisher.

    Sorry aber ab von den eigenen Ansprüchen ist genau das grade bei Gebrauchshunden absolut normales Leben . Zwinger oder " Hundezimmer" , paar Mal am Tag raus und paar Mal die Woche Training. Das vertragen die schon sehr gut und in der beschriebenen Situation allemal besser und sicherer als andere Optionen bis der Hund eventuell doch ausziehen kann.

    Der Hund hat doch eh Stress im Umgang, die Frau ist schwanger. Reduziert den Stress und Konflikt- wie Verletzungspotenzial.

  • Wäre Perdita Lübbe - Start ins neue Leben eventuell eine Ansprechpartnerin? Hat jemand mit ihr Erfahrung?

    Perdita ist toll - und / aber SINL ist ein Tierschutzprojekt für Hunde die in "normalen TH kaum zu händeln sind und keine Chance auf Vermittlung haben

    Ansonsten gibt es die Hundeakademie Perdita Lübbe - diese bietet Training für Halter mit Hund - und natürlich möchte sie dafür bezahlt werden

  • Sorry aber ab von den eigenen Ansprüchen ist genau das grade bei Gebrauchshunden absolut normales Leben . Zwinger oder " Hundezimmer" , paar Mal am Tag raus und paar Mal die Woche Training

    OT

    Sorry - aber nur weil es offenbar immer noch als normal gilt machts das nicht besser (ganz ab von den eigenen Ansprüchen sind auch Gebrauchshunde sozial Wesen).

    Ein paar Mal am Tag raus + ein paar Mal pro Woche Training ist ja hier offenbar genau der springende Punkt, der künftig nicht gegeben ist.

    (Btw - ich habe auch 'ne Zwingeranlage, die tagsüber stundenweise genutzt wird. Die Rahmenbedingungen sind aber nicht ansatzweise vergleichbar)

  • Sorry aber ab von den eigenen Ansprüchen ist genau das grade bei Gebrauchshunden absolut normales Leben . Zwinger oder " Hundezimmer" , paar Mal am Tag raus und paar Mal die Woche Training. Das vertragen die schon sehr gut und in der beschriebenen Situation allemal besser und sicherer als andere Optionen bis der Hund eventuell doch ausziehen kann.

    Ich finde gerade, dass Dobermänner besonders angebunden sind, ist ja auch auf ihre ursprüngliche Zuchtgeschichte zurückzuführen.

    Die Dobis, die ich kannte, konnten nicht gut alleine bleiben, waren ein eindeutiger Einmann(frau)hund und waren sehr unflexibel gegenüber Veränderungen im zeitlichen Ablauf. Die wären überhaupt nicht für diese Haltungsform geeignet gewesen.

    Möglicherweise stumpfen Schäferhunde da eher ab und sind weniger anspruchsvoll. Die Dobermänner, die ich kannte, hätten wohl schnell Neurosen entwickelt 🤷🏻‍♀️

  • Er versaut nirgendwo aktuell, sondern ich mache wirklich viel mit ihm. Ich bin auch im Home-Office, weshalb ich immer bei ihm bin.

    Heißt, er hockt Non-Stop bei Dir? Das ist ziemlich ungesund und könnte ein wesentlicher Teil des Problems sein. Eins ist aber Gewiss: Wenn Du das nicht schleunigst umtrainierst, wird es für ihn die Hölle, wenn Du ihm das von einem auf den anderen Tag plötzlich entziehst. Dann wird sein Frust wohl richtig explodieren.

    Dass das ein wichtiger Teil des Problems sein könnte, zeigt auch, dass er in Fremdbetreuung komplett außer Haus anscheinend unproblematisch ist. Dein Stil mit dem Hund zusammenzuleben ist anscheinend ein großes Problem für ihn und er kommt damit nicht klar. Und das hat erst Mal gar nichts mit Beschäftigung und Gassi gehen zu tun.

    Bin ich die einzige die die Idee mit dem vernünftig eingerichtetem Außenleben (Zwinger + Garten) gar nicht so doof findet? Selbstverständlich nicht als Allheilmittel oder optimales Hundeleben aber in Anbetracht der Situation und dass es aktuell echt nahezu unmöglich ist einen Hund mit Beißvorfall gut vermittelt zu bekommen.

    Nein, ich bin ein Fan von gesicherten Bereichen, wo Hund ihren Menschen nicht den ganzen Tag auf der Schulter hocken. Ich denke, das ist in diesem Fall der einzig gangbare Weg bis sich jemand findet, der Lust auf genau einen solchen Hund hat.

  • Stimmt , grade außerhalb vom Deutschsprachigen Raum gibt es niemals nicht Dobermann und Co in Zwingeranlagen bei Sportlern und Züchtern und denen die so leben geht's immer prinzipiell ganz furchtbar. |)

    Man muss das nicht immer so negativ sehen. Der beschriebene Hund hat im Kontakt Stress, die Besitzerin ebenfalls.

    Im TH wär es wohl stressiger , plus das keines ihn nimmt . Die sauberste Lösung ist hier einfach nen gescheiter Zwinger plus Auslauf tagsüber und ungefährliche Bespaßung . Die Pensionen können sich ja Mal umhören ob wer den Hund will wo er so positiv aufgefallen ist.

    Der Hund wird wohl kaum vom DV Züchter kommen und Anlagensport gemacht haben bisher .

  • Ein paar mal wurde es schon angesprochen, aber ich möchte dennoch explizit darauf hinweisen, daß die Züchter meiner Hunde die jederzeit wieder zurück nehmen würden, selbst den 11 jährigen. Was auch viele Züchter anbieten, aktiv bei der Vermittlung zu helfen, da diese Rasse ja eben ihre Bubble ist.

    Ich fürchte allerdings auch, daß es ein Vermehrerhund ist, welcher vernünftige Züchter gibt einen Dobi zu Ersthundehaltern.

    Aber für den Fall, daß der Züchter noch erreichbar ist, wende dich an ihn.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!