Unterstützung für angehende Hundetrainerin in Berlin

  • Hallo zusammen,

    ich bin Lui und habe mich hier angemeldet, um meine Freundin bei ihrem großen Traum zu unterstützen: Sie möchte Hundetrainerin werden.

    Da sie sich alles im Selbststudium beibringt, versuche ich, sie mit hilfreichen Tipps oder „Insider-Wissen“ zu überraschen.

    Gibt es hier Berliner oder Brandenburger, die die Prüfung vor dem Veterinäramt (nach § 11 TierSchG) vor kurzem abgelegt haben und von ihren Erfahrungen berichten können?

    Wir finden es ohne Kurs schwer, das Niveau der Fachfragen (Stichwort D.O.Q. Test Pro) richtig einzuschätzen. Hat jemand Tipps für die gezielte Vorbereitung oder vielleicht sogar eigene Zusammenfassungen, die er mit uns teilen würde?

    Ich freue mich auf den Austausch mit euch und bin für jede Hilfe dankbar!

    Viele Grüße,

    Lui

  • Wenn ich es richtig verstanden habe, dann möchte deine Freundin so einfach wie möglich einen theoretischen Test bestehen und dann als Hundetrainerin arbeiten?

    Nur weil ich z.B. die Fragen der theoretischen Führerscheinprüfung richtig beantwortet habe, kann ich noch lange nicht Auto fahren.

    Kompetenz entsteht mMn durch eine Auseinandersetzung mit einem Thema, die sowohl qualitativ als auch quantitativ ein breites Spektrum abdeckt. Nicht umsonst dauern seriöse Ausbildungen Monate und auch Jahre und beinhaltet einen hohen Anteil an praktischer Arbeit.

    Und gibt es in Berlin nicht auch ein Fachgespräch, wenn keine Ausbildung oder Kurse o.ä. vorliegt? Ich denke, dass sich deine Freundin mal kritisch mit ihrem Traum auseinander setzen sollte.

  • Ordentlichen "Kurs" besuchen, sprich ne richtige Ausbildung machen, es braucht nicht noch mehr sogenannte Hundetrainer ohne Ahnung da draussen (wenn man schon vorm §11 zittert....).

  • Hm,

    soweit ich es mitbekomme, wird nicht nur in theoretischer Hinsicht ausgebildet, sondern man muß auch praktische Kurse belegen.
    Idealerweise in Einrichtungen, die für so etwas ausgelegt wurden und somit das auch dürfen. Ja, das kann unter Umständen recht teuer sein.

    Ich bekomme es hier bei uns schon mit, daß neben der theoretischen Prüfung auch zusätzlich noch praktisch geprüft wird. Und auch da kann man noch durchfallen, sogar mehrfach.
    Es nützt nichts, wenn man sich primal eingelesen hat, so daß man etliches an Fragen perfekt beantworten kann, aber nicht in der Lage ist, einen Hund richtig zu lesen, und das Training, das Endziel, richtig dem Mensch-Hund Team entsprechend anpassen zu können.
    Sowas lernt man halt nur, wenn man auch in der Praxis sehr viel mit Menschen und deren Hunden zu tun hat. Das kann so seine Zeit dauern, bis man in dieser Hinsicht recht fit ist.

  • Ich könnte mir vorstellen, dass die Tatsache, dass man sich in Berlin (und wahrscheinlich auch woanders) grundsätzlich rein mit Personalausweis und Gebühr zur Prüfung anmelden kann suggeriert, dass dies letztlich auch ausreicht, um die Prüfung abzulegen.
    Meist ist das dann aber nicht so, weil man spätestens nach der Anmeldung aufgefordert wird, entsprechende Nachweise einzureichen bzw. zu einem Fachgespräch geladen wird, wenn keine Nachweise vorliegen und dann ist man im Zweifel schlechter dran, als wenn man vorher einen Kurs besucht, bei dem man zumindest genau schauen kann, was auf einen zukommt (Das Fachgespräch steht nirgends online, da sollte man also echt fit sein).

    Habt ihr denn schon aktiv mit dem Vet.-Amt Kontakt aufgenommen und nachgefragt, was für den 11er verlangt wird, bzw. welche Art von Nachweisen zu erbringen sind?

    Im Hinterkopf sollte man auch behalten, dass der 11er allein, sollte er ohne große Nachweise möglich sein, später, wenn es um das Werben von Kunden geht, oft nicht mehr ausreicht.
    Wenn man nicht auf Mundpropaganda hoffen kann (und die wird es ja nicht geben, wenn man gerade anfängt), sollte man irgendwas vorweisen können, um interessant zu werden.

    Mir als Kunde würde rein der 11er nicht unbedingt reichen.

  • wenn es wirklich ein großer Traum ist, dann findet sich sicher eine Hundeschule, welche die Ausbildung zur Hundetrainerin anbietet. Ja, das kostet was, aber das sollte einem der Traum wert sein.

    Zusätzlich wäre z.b ein Praktikum im Tierheim Berlin eine Möglichkeit, um mal live zu erleben, was Menschen an Hunden verbrechen und ob man damit umgehen kann.

    Ich finde es sehr wichtig, daß Deine Freundin realisiert, daß sie hauptsächlich mit Menschen zu tun hat, oftmals auch im Hundetraining großes Leid sehen wird, komplett unfähige Hundehalter erleben wird und es in den seltensten Fällen rosarot ist.

    Ich habe deswegen meinen Job als Hunde(halter)trainerin schon lange an den Nagel gehängt, weil ich die Hundehalter einfach nicht ertragen habe.

    Aber wenn der Traum schon dran scheitert, eine gescheite Ausbildung zu machen, dann kann der Traum eh nicht so ernst sein, sondern ist vermutlich eher eine vorübergehende Phase ;-)

  • Aus welcher Branche kommt sie denn generell? Ich sehe einen kleinen Unterschied darin, ob ich von einem hundefernen Job in die Materie einsteige oder doch schon in irgendeiner Form mit Hunden und ihren Menschen arbeite. Ansonsten ja: es gibt auch in Berlin Hundetrainer, die die Möglichkeit eines Praktikums anbieten.

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