Rund ums Thema Maulkorb-Training

  • Hallo=)

    Damit das Thema für die Suche nach dem richtigen Maulkorb nicht ins OT abdriftet, kommt hier jetzt der Thread für alles rund ums Thema Maulkorb-Training, das nichts konkret mit der Modellsuche zu tun hat.

    Ella ist ein unbelehrbarer Konsument fressbarer Dinge auf der Straße und ich will mir nicht irgendwann die Vorwürfe machen, wenn sie einen Köder oder was Anderes Giftiges erwischt.

    Wir haben ihren Maulkorb schon einige Jahre, aber ich bin nie am Training dran geblieben, weil Ella den Korb grundsätzlich total blöd findet.

    Ich muss aber auch zugeben, dass ich immer nach relativ kurzer Zeit wieder aufgegeben habe, weil es mir einfach schwer fiel, zu sehen, dass sie damit unglücklich ist.

    Auf jeden Fall läuft jetzt seit 5 Tagen das neue Projekt "Ella und Maulkorb" und diesmal hab ich mir fest vorgenommen, dass wir dran bleiben.

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    Die Gewöhnung läuft erwartungsgemäß von Tag zu Tag unterschiedlich.

    Sie lässt sich den Korb super brav aufsetzen und versucht auch nicht, ihn abzustreifen. Allerdings ist sie auf dem Spaziergang sehr gehemmt, Schnüffeln findet kaum noch statt, obwohl sie sonst viel Zeit damit verbringt. Insgesamt ist sie "zügiger" und weniger interessiert an klassischen Hundedingen unterwegs und macht einen unglücklichen Eindruck.

    Es gibt aber auch schon bessere Tage, wie heute. Es wird sich gewälzt und auch mal an sehr interessanten Stellen geschnüffelt. Man merkt ihr dennoch an, dass sie es blöd findet, aber es scheint besser zu werden. Wenn ich ihr den Korb abnehme, wird sich erstmal ausgiebig die Schnauze gerieben.

    Wir bleiben konsequent dran, bei den Runden im Wohngebiet geht's nur noch mit Maulkorb raus. Auf den Runden in der Natur trägt sie ihn nicht, es gibt also auch genug Ausgleich, wo sie Schnüffeln und spielen kann, ohne sich gestört zu fühlen.

    Wir schauen noch nach einem neuen Korb, der vielleicht noch etwas besser sitzt, da müssen wir aber noch Modelle probieren. Dafür gibt's dann auch noch einen Fressschutz dazu.

    Da sie ein Hund ist der super gern mit Dingen im Maul spielt, besorge ich ihr noch ein Spielzeug, mit dem sie mit Korb spielen kann.


    Ich freue mich auf einen Austausch hier im Thread, vielleicht trainiert ja noch jemand gerade den Maulkorb bei seinem Hund. :applaus:

  • Wir brauchen für Luna einen Maulkorb für manche Fahrten im ÖPNV, zum Beispiel mit der DB oder in manchen Verkehrsverbünden. Ich werde hier mitlesen :-)

    Mir selber widerstrebt der Maulkorb total. Wenn ich vorstelle, mit so einem Ding vor dem Gesicht herumzulaufen, wird mir schlecht. Ich finde, Hunde müssen sowieso schon soviel Zeugs an sich tragen: (Zecken-) Halsband, Geschirr, Tracker, Leine. Als jemand, der sich beim Heimkommen erstmal alles Unbequeme vom Leib reißt (Frauen wissen wovon ich rede), stelle ich mir das alles sehr lästig vor. Aber, es muss nun mal sein.

    Wir sind noch in der Phase, wo ich Luna nur Leberwurst oder Quark aus dem MK schlecken lasse. Ich möchte sehr langsam vorgehen - wir haben bis Juli Zeit. Vorher können wir Situationen wo wir ihn brauchen, umgehen. In unserem Verkehrsverbund braucht sie zum Glück keinen.

  • Mir selber widerstrebt der Maulkorb total. Wenn ich vorstelle, mit so einem Ding vor dem Gesicht herumzulaufen, wird mir schlecht. Ich finde, Hunde müssen sowieso schon soviel Zeugs an sich tragen: (Zecken-) Halsband, Geschirr, Tracker, Leine.

    :???: Wird dir auch schlecht wenn du dir vorstellst, eine Brille zu tragen?

    Nicht jeder Hund muss zwingend HB, Geschirr, Zeckenhalsband und Tracker tragen..


    Fuer Grimm steht MK jetzt auch auf dem Plan. Daheim hatte er ihn schon mal kurz an (um zu gucken, ob er passt) und wenn ich fit bin, bekommt er ihn draussen auf. Ich gehe davon aus, dass er das wie meine anderen Hunde macht. Also voellig easy.

  • Wir haben hier damals ganz klassisch und kleinschrittig das anziehen geübt. Und bei so einem typischem Mädchen wie unserer hilft durchaus auch „oh was siehst du gut aus“ und „ach wie hübsch bist du denn“ :rolling_on_the_floor_laughing:

    Als sie den MK dann positiv verknüpft angezogen hat und es auch ok fand ihn kurz auf zu haben, ging es nahtlos über in richtig coole Aktionen. MK = cool! Ich bin auch davon überzeugt das die eigene Einstellung zum Maulkorb Einfluss auf die Akzeptanz haben kann.

    Wir haben den MK oft und gerne an. Ist inzwischen genauso selbstverständlich für den Hund wie Halsband.

  • Wir haben den Maulkorb vor dem Beißvorfall im Oktober '21 eher larifari trainiert. Damit Hund den halt kennt.

    Direkt nach dem Beißvorfall kam der MK einfach ohne große Vorbereitung drauf - bei jedem Gassi, bei jeder Autofahrt, beim Tierarzt...

    Toll findet Dino das Maulkorbanziehen nicht, aber nach 4,5+ Jahren täglichem Maulkorbtragen isses für uns mittlerweile Alltag.

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  • Wir sind zu Beginn zweigleisig gefahren: Carlo *muss* draußen MK tragen, da gabs kein großes Trara, der wurde angezogen und fertig.
    Parallel haben wir daheim im entspannten Setting mit Kooperationssignalen an der Akzeptanz gearbeitet.

    Bei uns hats auch mehrere Körbe gebraucht, bis wir den gefunden haben, den Carlo wirklich total entspannt und gerne trägt. Einer seiner anderen Körbe sitzt zwar nochmal einen Ticken besser als sein Lieblingskorb (CS Dancer), aber er mag ein bisschen mehr Freiheit um die Nase offensichtlich lieber. Mir solls recht sein, solange der Korb sicher ist.

    Wir sagen immer, es ist sein "Goldkettchen", das zeigt, was für ein krasser Gangster er ist - denn er besteht darauf, dass er ihn trägt, wenn wir durch Ortschaften gehen oder jemand entgegen kommt.

    Inzwischen zieht er ihn draußen tatsächlich deutlich freudiger und schneller an, als drin. Daheim sieht das so aus:

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    Draußen so (inzwischen geb ich da den Keks auch erst, wenn der MK fertig angezogen ist)

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    Tatsächlich ist Carlo aber auch immer ein bisschen.. gehemmter, wenn er den Korb trägt. Fällt nicht so sehr auf, wenn man ihn nicht kennt, aber er schnüffelt etwas weniger, ist etwas ruhiger und vorsichtiger. Ich denke, bei Carlo liegts daran, dass die Vibrissen mit MK nicht so frei arbeiten können.

  • Meine Hunde können alle entspannt mit Maulkorb laufen. Das gehört für mich zur normalen Grunderziehung.

    Ich trainiere das ausschließlich über Belohnung, allerdings ohne Locken, weil das oft Probleme im weiteren Aufbau macht.

  • Hier wurde anfangs wirklich ganz kleinschrittig trainiert. Mit dem Ergebnis, dass Milow immer misstrauischer wurde und dann nicht mal mehr Leberwurst draus schlecken wollte. :ugly:

    Als er dann Anfing, beim TA und auch nach fremden Hunden zu schnappen, kam der Maulkorb einfach drauf. Ohne weiteres Training. Die ersten paar Male wollte er sich den Maulkorb noch abziehen, aber inzwischen trägt er ihn mit Fassung. Geil wird er den Maulkorb aber sicher nie finden. |)

    Milow trägt den Maulkorb beim TA, bei der Physio und beim Hundetraining (z.B. Social Walks o.ä.). Manchmal trägt er ihn auch noch bei Besuch, aber da können wir inzwischen auch nur mit Platzzuweisung und Leine gut arbeiten.
    Den perfekten Maulkorb haben wir leider noch nicht gefunden, aber das ist bei Milow auch nicht so einfach. :roll:

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  • Sam kannte, als er zu mir kam, keinen MK , bekam aber recht bald einen, für TA-Besuche und für Busfahrten dorthin. Ich habe nicht wirklich trainiert, ihm den MK aufzusetzen, sondern es einfach ruhig gemacht und ihn jedesmal sehr gelobt.

    Seit kurzem trägt er ihn wegen eines Schnappvorfalls bei jedem Gassi und Spaziergang. Anfangs fand er ihn etwas störend, weil der MK immer im Weg war, aber er hat sehr schnell gelernt, damit umzugehen. Er schnüffelt mit MK genauso viel und genauso ausgiebig wie ohne, und verhält sich nicht viel anders. Etwas ruhiger, ja, aber ich denke, nicht wegen des MK, sondern weil ich entspannter und ruhiger bin, und das überträgt sich auf ihn.

    Dass er nicht mehr alles "staubsaugen" kann, was er an Essbarem findet, das bei uns draussen sehr viel rumliegt, auch Giftköder, ist ein toller Nebeneffekt.

    Das Wichtigste ist, glaube ich und habe ich bei Sam so erlebt, keinerlei Getue um den MK zu machen. Weder den Hund zu bemitleiden noch ihm sonstwie zu vermitteln, dass der MK etwas ganz Blödes, Unangenehmes ist, sondern den MK zu behandeln wie Halsband, Leine und Geschirr. Da sagt man dem Hund ja auch nicht jedesmal, wie schlimm man es findet, dass er das alles tragen muss, sondern es ist selbstverständlich.

  • Bei uns war das Maulkorbtraining tatsächlich total easy. Der war ruckzuck positiv auftrainiert und für Bucky kein großes Problem. Ursprünglich mal für den Urlaub gedacht, wo er ihn hier und da brauchte, weil Vorschrift, gehört er jetzt zumindest im Umfeld von zu Hause zum Alltag. Sind wir im Wald unterwegs wird er nicht getragen. Da ist Bucky auch viel entspannter, ist wohl in erster Linie so ein territoriales Ding bei Ihm.

    Ich empfinde ihn ohne Maulkorb schon etwas entspannter, aber der Unterschied ist nicht so gravierend. Ich selbst finde den Maulkorb trotzdem furchtbar. Bucky ist halt groß und schwarz, und wenn uns andere begegnen, hab ich diese typischen Gedanken, dass die jetzt denken er ist ein "böser" Hund und ausweichen. Dabei sind Menschen ja überhaupt gar kein Thema und ja im Prinzip auch nur einige wenige Hunde.

    Und der Gedanke, dass sie schlecht von uns denken, macht mir schon zu schaffen. Auch wenn es blöd ist. Der Maulkorb ist halt bei den meisten schon noch mit einem Stigma behaftet, finde ich. Hund böse, Mensch unfähig. Da nützt es mir auch gar nichts, dass Hundemenschen, wie hier im Forum, das immer als so selbstverständlich und easy darlegen. Ist halt eine Bubble hier, die man im normalen Leben kaum so vorfindet.

    Ist wirklich ein reines Vernunftding bei mir, gebe ich ganz ehrlich zu.

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