• Sunshinelady

    Ach so… Bei Kinderbesuch bellt er auch kurz. Ich drücke dem Kind aber Leckerchen in die Hand und sage es soll sich mal ruhig hinsetzen. Die nimmt er dann, danach ist es ok für ihn. Also entweder spielen sie kurz mit ihm oder er lässt sich streicheln, oder er wuselt selber für sich und akzeptiert den Besuch…

    Das würde ich so nicht machen. Du bringst ihn damit zukünftig in einen Konflikt Futter dort einzufordern wo er das Problem hat. Die Gefahr, dass ein Kind dadurch irgendwann gebissen wird, ist hoch. (Situationen aggressiv zu lösen entwickelt sich erst noch. Das braucht etwa vier Jahre.)

    Im Garten kann ich gut mit oder ohne Leine wild umherlaufen, er bleibt neben mir und schaut zu mir hoch… aber eben, das klappt draussen bei viel Ablenkung noch nicht so gut.

    Das ist eine ganz nette Übung, lehrt, aber leider nicht, was du bei diesem Hund brauchst: : Du benötigst ein Training, dass den Hund darin schult Außenreize wahrzunehmen und adäquat darauf zu reagieren. Also nicht dagegen vorzugehen.

    Den Hund abzulenken, damit er die Welt nicht sieht, wird dich leider nicht weiterbringen.

  • Du brauchst dringend einen Trainer vor Ort, der dir in den Realsituationen zeigt, wie du deinen Hund händeln musst. Und das ist dann euer Training. Gut geführte Gruppenstunden sind auch sinnvoll, aber nicht auf dem Hundeplatz sondern im Alltag.
    Außerdem hast du dir eine Arbeitshund-Mischung angelacht, die sicher nicht auf Dauer mit Nebenherlaufen und Haus und Grundstück bewachen zufrieden sein wird. Du solltest dir langfristig überlegen, wie du diesem Hund später einen Job verschaffst, ohne aber in die Beschäftigungsfalle zu tappen (zu viel ist auch nicht gut, aber das Richtige in Maßen sehr, sehr sinnvoll). Aber erstmal such dir einen guten mobilen Hundetrainer, der im Einzeltraining zu dir nach Hause kommt und Gruppenstunden im Alltag und nicht auf dem Hundeplatz anbietet.

  • Du meinst den falschen Weg ist diese Welpengruppe?
    Wie würdest du es denn handhaben? Bin wirklich froh über gute Ratschläge….


    Ich bin da bei Co_Co.
    Das Problem mit diesem Leckerlies von Fremden nehmen, ist der Konflikt, der da entsteht. Er will keinen Kontakt, weiss aber, dass er dort was tolles bekommt, wird also (indirekt) in den direkten Kontakt gezwungen. Das selbe mit diesem 'mit Schleckmatte vor der Gosch immer naeher ran'.

    Bei mir laeuft es mit so Hunden z.B. so, das sie lernen 'Hase, Backen halten! Du hast da nix zu regeln!' (im Sinne von 'das steht dir nicht zu') und im Gegenzug lernt der Hund auch das er nix regeln muss, weil ich es tue und ihn schuetze.
    Natuerlich duerfen sie auch Kontakt aufnehmen, aber das passiert kontrolliert, ohne Leckerlies (indirekter Zwang) durch die andere Person (Leckerlies gibt es durch mich wenn der Hund Verhalten zeigt, welches ich gut finde) und nur mit Personen, die ich wirklich kenne und die sich passend verhalten. Fremde Personen existieren, tun dem Hund nix und haben ignoriert zu werden (das gilt hier fuer jeden Hund, auch fuer meine eigenen, die absolut kein Problem mit Menschen haben).

    Ich wuerd dir, wie gesagt, einen faehigen Trainer fuer euren Alltag empfehlen.

  • Murmelchen

    Stimmt… das mit den Leckerlis von Fremden leuchtet mir ein….
    Aber wie vermittelst du den Hunden das „Du hast hier nichts zu regeln“?

    Wenn der Hund draussen etwas sieht, und du willst ihm vermitteln, ja da is was, geht dich aber nix an… wie lernt man dem Hund das? Auf Distanz gehen? Sich kurz vor ihn stellen, Richtungswechsel?
    Wenn Besuch kommt ab auf Platz, evt, am Anfang anleinen bis er ruhig ist?

    Wie habt ihr es gemacht? Ich möchte das ganze möglichst früh richtig machen, ich weiss es ist nachher schwerer…

    Trainer ja, werd mich mal umschauen.

    Mein Kopf is so voll im Moment….

  • Das zu erklaeren ist quasi unmoeglich. 1. mache ich ganz viel automatisch, einfach weil ich schon zig Hunde hatte/mit zig Hunden trainiert habe und dadurch einen recht vollen Werkzeugkoffer habe. Ich denk gar nicht mehr drueber nach, wie ich mit a, b oder c umgehe (selbst im Sport.. Meine BH-ler muessen teilweise immer mal warten, bis ich genau erklaeren kann, wie sie etwas aufbauen/aendern koennen |)). 2. muesste man dafuer deinen Hund und dich sehen/erleben und 3. fehlen dir die Erfahrungen,wodurch Anleitungen einfach schwer zu verstehen sind (das ist nicht boese gemeint).

    Aber wenn wildsurf eine gute Trainerin empfehlen kann, ist das doch super.

  • kam von hinten an mich ran, sagte sie wolle extra Druck aufbauen, er muss lernen diese Situationen auszuhalten.

    Hat sie dir denn wenigstens erklärt, WIE und was genau der Hund lernen soll in der Situation?

    Ich finde das Vorgehen unverständlich.

    Du schriebst, du musstest blocken - damit das ansatzweise Sinn für den Hund ergeben hätte, hättest du die Trainerin blocken müssen, nicht den Hund. Das kann (v.a. bei ängstlichen Hunde)n eine gute Übung sein - nach dem Motto "Schau mal, ich halte dir die Bedrohung vom Leib!"

    Wenn du aber den Hund erst alleine lässt, er dann auslöst und du dann erst reagierst, indem zu ihn blockst, lernt der ja nur, dass du die Situation gar nicht überblickst oder kontrollierst, sondern nur ihn an seinem Job hinderst.

  • Noch ein Nachtrag von mir bzw Frage da ich nicht sicher bin ob ich das Thema "Verhalten draußen" richtig interpretiert habe .

    Du schreibst von "zu nah" / zu viel für ihn bei Begegnungen. Ist da egal ob er ignoriert wird von den Menschen, sie nur kurz gucken um nicht in euch reinzulaufen, ihn anstarren oder locken oder übergriffig antatschen?

    Und wirklich wichtig zu verinnerlichen mAn für euch als Familie ist das ihr nicht alles haben könnt. Ihr habt da ne sehr konträre Mischung bezüglich der Genetik was es für den Hund oftmals auch schwer macht. Das wird vermutlich kein entspannter immer mit dabei Hund der easy mit Besuch sein wird irgendwann. Ggfalls verlässlich im Gehorsam bei bestimmten Situationen je nachdem was ihr jetzt macht.

  • *Waldi*

    Sie hat nur gesagt, sie baue nun extra so grossen Druck auf, damit er lernt damit umzugehen, standzuhalten… ich wäre aber lieber auf Abstand mit ihm gegangen…

    Sie meint, er macht dies alles aus extremer Unsicheheit heraus…

    Sie sagte mir ich solle schneller blocken, das ging nicht so gut, da sie ja nur ca. 1 Meter Abstand hatte, sie war immer sehr sehr nahe… ich sollte ihn blocken und ansprechen, auf mich lenken… wenns klappte belohnen… wenn nicht blocken und etwas zurückdrängen…

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