• Guten Abend zusammen

    Ich war heute mit meinem 17 wöchigen Appenzeller x Labrador x Border Collie Hund zum dritten mal in der Welpengruppe.

    Da Buddy sehr, sehr unsicher gegenüber fremden Menschen & vorallem Hunden reagiert, dachte ich, eine gut geführte Welpengruppe würde dies eventuell bessern. Vorallem da ich niemanden mit Hund kenne und es mein erster Hund ist.

    tja… ich bin aber am zweifeln, ob es das Richtige für ihn ist…

    1. Besuch: Ich durfte früher Vorort sein, da ich Bescheid gegeben habe, dass Buddy in die Leine hängt, bellt wie verrückt, knurrt, Nackenhaare aufstellt sobald er fremde Menschen/ Hunde sieht. Ich musste mich auf einen Stuhl setzen, Hund zwischen die Beine. Die Trainerin stellte sich nahe vor mich hin, lief auf und ab. Mein Hund drehte im Roten…. Er nahm aber noch Leckerlis an. Ich musste ihn an der Brust zurückditschen, wenn er nach vorne wollte oder an der Leine zurückziehen.
    während die anderen die Stunde hatten, war ich mit Buddy auf Distanz. Versuchte immer wieder bisschen näher an die anderen zu kommen… eigendlich stand ich da 1 1/2 Std. Am Rande, mit einem völlig überforderten, unsicheren Welpen. Am Schluss hat sie ihn an der Schleppleine mit einem Jagdhund zusammen ins Gitter gelassen, Buddy preschte drauf los, blieb vor dem Hund stehen… bellte. Trainerin am Schluss, ich soll ihn zu Hause zur Ruhe zwingen und Maulkorbtraining machen.

    Zu Hause kann er normalerweise gut ruhen, er hat ne Box (dran gewöhnt).

    2. Besuch: ok, Welpengruppe is nix, Trainerin meint, ich soll früher kommen, sie nimmt einen ruhigen, souveränen Althund mit… (was für mich absolut besser klingt). Das klappte nach anfänglichem Bellen und kleiner Korrektur des Althundes dann erstaunlich gut. Buddy sass neben mir, Trainerin und Althund. Ganz ruhig, schaute zu mir hoch, ich lobte… wir gingen positiv nach einer halben Stunde vom Platz.

    Heute: Ich ging wieder früher… anderer erwachsener Hund lag auf Decke + zwei Leute. Ein Mann sass da und ignorierte alles. Eine Frau die immer da rumsteht.
    Trainerin baute sich immer wieder vor Welpe auf, kam von hinten an mich ran, sagte sie wolle extra Druck aufbauen, er muss lernen diese Situationen auszuhalten. Er bellte, sprang sie an…ich musste blocken.

    Am Schluss, ich mit kleiner Leckmatte ausgestattet musste mich ihr nähern (mit lecken…) und wieder von ihr entfernen. Das ging einigermassen.

    Jedoch ist mein Welpe seit der HuSchu bis jetzt extreem hibbelig, bellt und beisst viel, fährt nicht mehr runter, trotz Kong, Box. So schlimm wie heute war es schon lange nicht mehr.

    So. Meine Gedanken sind nun: Macht solches „Training“ meinen unsicheren Welpen nicht noch rasender auf Menschen?! Bringt das in der Form wirklich etwas?
    Die Welpengruppe wäre immer an der Leine Übungen machen, am Schluss ca. 5 Min. spielen lassen, danach Theorieteil drinnen. Hat sich für mich nach einer guten Welpengruppe angehört. Nur ist das was die Trainerin nun mit einem unsicheren, überforderten Welpen macht so sinnvoll?!

    Sry, wurde lang. Bin froh um Eure Meinungen dazu…

    Grüssle

  • Es hört sich nicht so an, als ob ein Training auf einem Hundeplatz für Euch das Richtige wäre. Ich würde zu einem Trainer raten, der mit Euch das normale Leben übt.

    Noch ein Problem: Die Mischung ist in der Regel überhaupt nicht für Anfänger geeignet. Wie kam denn die Idee dazu diesen Hund zu kaufen?

  • Das war auch schon unser Gedanke mit einem Trainer zu Hause.

    Wir wollten ursprünglich einen Appenzeller Sennenhund, weil die Eigenschaften dieses Hundes uns am ehesten überzeugt haben. Eigendlich der Hund, den wir von den Eigenschaften her haben wollten. Natürlich gefällt er uns auch.

    Dass die Mischung die wir jetzt haben, eine Bombenmischung zu sein scheint, habe ich schon oft zu hören bekommen. Nun ja, so ist es jetzt, wir wollen mit ihm dran arbeiten und zusammen wachsen.

    Zu Hause klappt es schon sehr gut. Er ist sehr auf uns bezogen, er wartet bevor er die Erlaubnis zum Fressen hat, er geht nach mir durch die Tür, er entspannt selber im Körbchen, kann dann auch gut das Stockwerk wechseln und etwas anderes machen…

    Es sind einfach Menschen und Hundebegegnungen… und die Hundeschule die mich im Moment sehr beschäftigen, ob ich ihm mehr damit schade oder helfe…?

  • Ich hab mit den Shelties ja auch Hunde, die unsicher sein können und die im Junghundealter (17 Wochen ist da halt der Übergang) probieren, wie sie unerwünschtes verhindern. Und mit denen ich tendentiell nicht in eine Welpengruppe gehe. Nun geht der durchschnittliche Sheltie halt nicht nach Vorne und ist froh über alles, was man ihm abnimmt. Deine Rassemischung ist schon recht heftig, nicht böse gemeint.

    Völlig schlecht finde ich die Ansätze der Trainerin nicht mal. Sie testet halt. Dein Hund reagiert wirklich recht heftig für 17 Wochen, da ist der Durchschnittshund (und selbst der in Richtung unsicher) nicht völlig weggeschossen von.

    Habt ihr regelmäßige Hundekontakte? Kennt dein Hund überhaupt irgendwas aus seinem Ursprungshaushalt?

    Im Großen und Ganzen sehe ich es wie flying-paws, gerade bei der Mischung, die ist wirklich... gibt halt nicht jeder "immer nur das Beste" mit, wie Vermehrer gerne versprechen. Und bei der Mischung rollen sich mir ehrlich gesagt die Fußnägel auf...
    Ein Trainer vor Ort bei dir im Alltag mag da sehr viel sinnvoller sein. Wo wohnst du denn grob, dann kann man Tipps geben.

  • Es wird schaden. So spät bringt eine Spielgruppe bei Hunden, die damit nicht umgehen können, eh nichts mehr außer mehr Schaden. Auch Hunde- und Menschenbegegnungen solltest du erstmal im gewohnten Umfeld mit einem Trainer üben.

  • Mein Weg waere das nicht. Grundsaetzlich nicht und bei einem unsicheren Appenzeller-Mix (die rassetypisch misstrauisch gegenueber Fremden sein sollen), der sich jetzt schon in Aktionen nach vorne rettet, gleich 2x nicht.

    Ich wuerd an deiner Stelle tatsaechlich einen faehigen Trainer suchen, der zu euch kommt und euch im Alltag begleitet/hilft

  • Das war auch schon unser Gedanke mit einem Trainer zu Hause.

    Wir wollten ursprünglich einen Appenzeller Sennenhund, weil die Eigenschaften dieses Hundes uns am ehesten überzeugt haben. Eigendlich der Hund, den wir von den Eigenschaften her haben wollten. Natürlich gefällt er uns auch.

    Dass die Mischung die wir jetzt haben, eine Bombenmischung zu sein scheint, habe ich schon oft zu hören bekommen. Nun ja, so ist es jetzt, wir wollen mit ihm dran arbeiten und zusammen wachsen.

    Zu Hause klappt es schon sehr gut. Er ist sehr auf uns bezogen, er wartet bevor er die Erlaubnis zum Fressen hat, er geht nach mir durch die Tür, er entspannt selber im Körbchen, kann dann auch gut das Stockwerk wechseln und etwas anderes machen…

    Es sind einfach Menschen und Hundebegegnungen… und die Hundeschule die mich im Moment sehr beschäftigen, ob ich ihm mehr damit schade oder helfe…?

    Mit der eigenen Familie sind die meist toll. Die Außenwelt ist das große Problem. Und das Jagen. Die Zurückhaltung, die die Sennenhunde da noch ein wenig drin haben, wird durch Labbi und BC voraussichtlich ausgehebelt. Die Einsamkeit wird wohl Eurer Freund werden ...

  • @ Lucy_Lou

    Wir leben in der Schweiz.
    Wie gesagt kenne ich niemanden mit Hund, da ich noch keine Kontakte knüpfen konnte. Darum auch meine Entscheidung eine „gute“ Welpengruppe zu besuchen. Das mit den Althunden fand ich auch super…


    Der Hund lebte auf dem Bauernhof (keine Stallhaltung) mit Geschwistern, Mutter, Schwester der Mutter, Familie mit 3 kleinen Kindern….
    Alltagsgeräusche, Feuerwerk hat er absolut keine Probleme. Auch Verkehr, Radfahrer und alles ist kein Problem.

  • Oha, die Mischung ist schon :ugly:.

    Aber auch Appenzeller in reinrassig muss man wirklich wollen |).

    Jetzt habt Ihr aber schon das Problem, dass er nach vorne geht und selbst lösen will. Das wird nicht besser, wenn er älter wird.

    Eine richtige Trainingsidee hab ich nicht.

    Nur ein Tipp ich würde ihn nicht dängeln und ich würde ihn vor allem nicht von der Trainerin dängeln lassen. Wenn der Appenzeller durch kommt, was ja scheinbar der Fall ist, ist das blöd bis sogar gefährlich.

    Was gefällt Dir denn so gut am Appenzeller? Ich frage, weil ich selbst einen habe und ich mich interessiert, warum man auf die Rasse kommt.

    Keine Frage, ich finde die toll, aber auch recht speziell |).

  • Danke für den Tipp Grisbert

    Das Drängeln der Trainerin hat mich auch bisschen stutzig gemacht… da die Appenzeller auch sehr ein Fairnessgefühl haben sollen…

    Als erstes soll er ein guter Familien und Wachhund sein. Das wollen und brauchen wir hier auch. (Mehrere Einbrüche in der Strasse, bei uns auch schon mehr als einmal versucht, ich oft nachts alleine mit Kindern, da Mann Nachtdienst…)


    Skepsis und das Bellen kommen wir mit klar, wenn wir es (mit Hilfe evt.) in richtige Bahnen gelenkt bekommen…


    Wir haben nun halt nen Mischling. Der Appenzeller hat uns aber sofort zugesagt…

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