Tierheimtier oder Welpenwahn für Spätberufene?
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Ich hab jetzt nicht alles gelesen und weiß nicht, welche Rasse gerade aktuell ist, wollte aber noch mal auf das Gewicht des Hundes hinweisen: Ich bin jetzt so um die 60 und habe einen jungen Border Collie (muss ich erwähnen, dass Border Collies KEINE Anfängerhunde sind? Ich hoffe nicht....), der ca. 20 Kilo wiegt. Und wenn der mal in die Leine springt ist das schon heftig. Das ist mein letzter größerer Hund (ich hatte mein ganzes Leben lang Hunde, große und kleine). Mir geht es hier nur um das Gewicht - wenn deine Frau 65 kg wiegt und den Hund auch händeln soll. Ich wiege so um die 70 Kilo und es gibt Situationen, da sind die 20 kg schon anstrengend. Jeder meiner zukünftigen Hunde wird maximal um die 15kg wiegen, eher sogar weniger. Und auch ne total gechillte Rasse kann mal unerwartet in die Leine springen....
Maybe it could help :
Um die 20 kg können mehr Kraft haben als man glaubt, ja. Aber rein mit Körperkraft bekommt man das auch als Leichtgewicht oder im Alter noch gehandelt ( meine Hündin bspw kann ich noch mit meiner Mutter raus lassen, sie is Mitte 60, in Rente, sie nutzt da aber ganz gern Doppelsicherung mit Leine an Halsband und Geschirr, damit fühlt sie sich sicherer. Mit beiden Hunden zusammen darf sie nicht raus, hat aber hauptsächlich damit zu tun dass man da auf so viel mehr achten muss, dann lieber volle Aufmerksamkeit nur auf einem Hund ).
Die schwierigsten Phasen hinsichtlich Kraftaufwendung sind mAn in der Junghundezeit. Dann, wenn der Hund körperlich schon fast ausgewachsen ist, der Hund im Kopf aber noch voller Hormone steckt und nicht alles funktioniert. Mir ist meine Hündin bspw als die n circa halbes Jahr alt war, einmal volle Kanone in die Schleppleine gedonnert, da hatte sie so circa 13-14 kg, das hat ordentlich geschallert in der Hand. Wenn man grad nicht aufpassen sollte, zufällig irgendwie unsicher steht, und der Hund für einen selbst unerwartet voll in die Leine geht, kann man da auch mal ins Wanken kommen. Aber dass man bspw Angst haben braucht dass man hinterher fliegt, das is bei der Gewichtsklasse mAn nicht gegeben. Es is aber schon körperlich recht anstrengend wenn bei um sie 20 kg Gewicht die Leinenführigkeit nicht funktioniert, und kann eben erstaunlich viel wums machen wenn der Hund warum auch immer ordentlich in die Leine geht ( andere Hunde, Jagdobjekt oä *hust* ).
Ich finde an sich, die gewünschte Größe Hund is supi. So n wandelnder halber Meter ist groß genug um noch als Hund wahr und ernst genommen zu werden, leicht genug dass man es noch tragen kann wenn was ist und das einen nicht so schnell aus den Socken holt wenn was ist, und klein genug um noch relativ handlich zu sein und dass die Leute nicht gleich Angst bekommen man könne den nicht halten ( wenn auch ich durchaus schon auf Menschen getroffen bin bei denen es da Abweichungen gibt). Is halt n guter Mix aus beiden Welten.
Ein kleinerer Hund hat dann ganz viele andere Vorteile. Den kann man sich unterm Arm klemmen wenn was ist, der ist auch bei grottiger Leinenführigkeit noch easy handelbar, kleine Hunde leben länger, Medikamenten- und Futterkosten sind aufgrund der kleineren Mengen niedriger. Nachteile sind dann allerdings wieder dass man mehr blöde Situationen hat weil die von vielen Menschen einfach nicht ernst genommen werden, dass wenn was Blödes passieren sollte ein kleiner Hund schnell größeren Schaden nimmt und dass die schneller als man gucken kann fett gefüttert sind wenn man nicht aufpasst.
Ein großer Hund, der ist eigentlich in total Vielem deutlich unpraktischer ( teurer, nimmt mehr Platz weg, lebt oft nicht ganz so lange, hat viel mehr Kraft, kann man evtl nicht mal eben tragen wenn was ist, brauchen länger bis sie erwachsen sind, lassen sich schlechter fremd betreuen... ), aber natürlich haben auch die Vorteile. Fällt aber raus, weil man sich ja ein Limit gesetzt hat ( was ich absolut richtig und vernünftig finde, nützt ja Niemandem was wenn man dann erst hinterher feststellen sollte dass man sich da übernommen haben könnte).
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21. Januar 2026 um 20:50
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Ich staune genauso darüber, wie furchtbar anstrengend und kompliziert die Welpenaufzucht manchmal dargestellt wird....
Letztendlich muss ja jeder letztlich auch ein bisschen aus dem eigenen Bauchgefühl heraus entscheiden. Ich finds hier gut, auf die Eventualitäten hinzuweisen - und da gehört das Überraschungspaket TS-Hund genauso dazu wie der Stress, den die Welpenaufzucht mit sich bringen kann.
Ich bin gespannt, was hier rauskommt - das wird schon!
Also ich liebe es, Welpen aufzuziehen und habe unfassbaren Spaß an meinen Junghunden und jedem Entwicklungsschritt. Ich finde das nicht "kompliziert" oder anstrengend im negativen Sinne (auch wenn man fallweise graue Haare bekommt). Aber einfacher (zumindest nach meinem Verständnis von "einfach" - vielleicht kann man da streiten) ist doch das Leben mit einem erwachsenen Hund, der weiß, wer er ist und wie die Welt grundsätzlich funktioniert.
Wie gesagt, vorausgesetzt, man holt sich halt einen solchen aus dem Tierheim.
Wie "kompliziert" die Welpenaufzucht für viele Anfänger ist, kann man hier ja tausendfach lesen. Nicht jeder hat das richtige "Gefühl" dafür einfach gegeben, vor allem angesichts der vielen zweifelhaften Tipps, die man im Internet findet. Für viele ist es ein Lernprozess und das ist voll okay, aber da kommen selten in Rekordzeit perfekt erzogenene Hunde ohne Baustellen raus

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meine Hündin bspw kann ich noch mit meiner Mutter raus lassen, sie is Mitte 60,
Das beruhigt mich jetzt aber

Derzeit habe ich 2x33kg und 1x27kg an der Leine (Gasthündin, Schwester meines Youngsters)
Ich lasse meine Hunde nicht in die Leinen preschen.
Selbst wenn sie ziehen, kann ich sie halten.
Ich bin ein Leichtgewicht, 60kg bei ca. 170cm (ich bin geschrumpft
, in meinem Perso steht noch 173).Hier spielt Rasse und Erziehung eine Rolle, und die (wenigen) Zeiten, wo eine Schleppleine im Einsatz war, hat die entweder geschleppt, oder wurde so gehalten dass der Hund keinen Anlauf nehmen konnte.
Ich habe mehr Unfälle mit Schleppleinen gesehen, wo nicht der Hund sondern die auf dem Boden liegenden Schlaufen, in welchen sich die Person verhedderte, zu Fall gebracht haben.
Das ist sehr viel Technik - über die der TE sich hier erkundigen kann, wenn es bei ihm mal zum Einsatz kommen sollte.
Terri-Lis-07 Deine Mutter ist das Handling mit deinen Hunden nicht gewohnt, und kennt auch nicht die "Einstellfunktionen" deiner Hunde.
Wenn es der eigene Hund ist, sollte man das schon kennen

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Ich konnte es mir absolut nicht vorstellen, nachts raus zu müssen und morgens extra früh aufzustehen. S
Ich bin in den ersten zwei Nächten aufgestanden - dann dämmerte es mir, dass es ziemlich dämlich von mir ist, mir einen Wecker zu stellen, den Welpen aus dem Tiefschlaf zu reißen und draußen vor die Tür zu stellen!
Mit einem "fertigen", stubenreinen Hund, der gern mal bis halb neun schläft, bin ich sehr glücklich
Ich denke, dass wir diesen Schlafrhytmus nach maximal zwei Wochen erreicht hatten - mit Körperkontakt hat der direkt super geschlafen und wenn er unruhig geworden wäre, hätte ich das auch gemerkt!
und wollte DEFINITIV keinen Welpen
Muss ja auch nicht jeder wollen - ein ausgesucht passender TS Schutz, der dann ein schönes Zuhause bekommt ist doch auch toll!
Man sieht an den Threads hier im Forum aber auch, wieviel sogar da schon richtig falsch gemacht wird, obwohl die Leute denken, dass sie gut vorbereitet waren.
Ich lese das in ähnlicher Häufung bei erwachsenen TS Hunden
Junghunde sind in der Regel in den ersten 2,5-3 Jahren WIRKLICH anstrengend
Nö, eigentlich nicht - und letzteres ist ja nicht vom Alter des Hundes abhängig
ABER: man wird es sehr wahrscheinlich als Anfänger (oder sogar als lebenslanger Hundehalter) nicht immer richtig machen
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Darauf weiter einzugehen wär OT. Aber nur so : Würde sie Lilo nicht handeln können und kennen dürfte sie mit ihr nicht raus.
Das sollte lediglich als Beispiel dienen, mehr nicht.
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Junghunde sind in der Regel in den ersten 2,5-3 Jahren WIRKLICH anstrengend
Da sind mMn aber viele Hunderassen schon erwachsen - und das seit längerem - gerade in der Größen-/Gewichtsklasse die dem TE mittlerweile vorschwebt…
Da kann auch wirklich viel passen, gerade was Junghund/Adult, egal ob Rassehund oder aus dem Tierschutz, es kommt auf das Individuum an.
Ich bin ja z.B. gar kein Welpenmensch, trotzdem ist hier immer einer eingezogen, weil ich in der Gewichtsklasse für Fehler gerne selbst verantwortlich bin und ich a) keine Lust habe anderer Leute Blödsinn „auszubaden“, b) es mit damals kleinen Kindern auch einfach zu gefährlich gewesen wäre (auch hier wieder ganz klar, meine Meinung). Anstrengend fand ich da wenig, hatte aber auch echt entspannte Welpen fand ich 😊
Je nachdem wie eilig das ist macht es evtl auch Sinn einfach mal eine große Rassehundausstellung zu besuchen und sich da die verschiedenen Rassen anzugucken um einen ersten Liveeindruck zu bekommen. Hier in NRW gibt es 2x jährlich die Hund & Katz bzw. & Pferd wo man quasi alles an Rassen und auch in ausreichend großer Anzahl angucken kann.Wenn man schon etwas eingrenzen kann, kann man z.B. auf den Rasseclubseiten Termine für Spezialaussllungen finden, ggf. ist da ja auch zeitnah was in erreichbarer Nähe.
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lese das in ähnlicher Häufung bei erwachsenen TS Hunden
Tatsächlich? Vielleicht sehe ich entsprechende Threads auch einfach nicht, aber ich habe das Gefühl, dass das wenn eher nur bei sehr blauäugigen Ostimporten vorkommt.
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Wenn Border....
Die sehen furchtbar liebenswert, aber auch irgendwie furchtbar frech aus - kann das sein?
(sorry, bin ein Zitierdepp am Handy)
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Man sieht an den Threads hier im Forum aber auch, wieviel sogar da schon richtig falsch gemacht wird, obwohl die Leute denken, dass sie gut vorbereitet waren.
Genau das ist häufig das Problem. Dass die Leute "zu gut" vorbereitet sind. Sie machen sich zu viele Gedanken. Das Bauchgefühl und die Leichtigkeit gehen verloren.
Abgesehen davon täuscht das Forum hier natürlich auch, weil hier vor allem die Leute schreiben, die Schwierigkeiten mit ihren Welpen haben. All die Menschen, die völlig unkomplizierte Welpen haben, schreiben hier nicht.
ABER: man wird es sehr wahrscheinlich als Anfänger (oder sogar als lebenslanger Hundehalter) nicht immer richtig machen. Oft wird man es wahrscheinlich sogar richtig falsch machen. Nichts davon ist an sich schlimm, aber ein Junghund ist einfach richtig viel Arbeit, sogar wenn man ein richtig tolles, nettes Exemplar erwischt. Das muss man wollen.
Ein Hund ist immer viel Arbeit. Meine Hunde waren in Junghundzeiten nie mehr Arbeit als als erwachsene Hunde.
Mal abgesehen von moralischen Aspekt. Ich finde Rassehundezucht wichtig und wenn gut gemacht sinnvoll. Aber es gibt trotzdem unendlich viele großartige junge erwachsene Hunde im Tierschutz, die schon da sind und die ein Zuhause brauchen. Ich persönlich könnte das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, wenn ich einfach nur einen Begleiter ohne besondere Ansprüche außer "nett und easy" haben möchte. Denn die gibt es im Tierheim, ja auch heutzutage noch, zu Hauf.
Ich finde es schwierig, bei diesem Thema Druck mit dem moralischen Aspekt zu machen. Ich glaube, es ist sehr individuell, was zu einem passt und was auch ins Leben passt. Wie sehr man die Möglichkeit hat, sein Leben am Hund auszurichten und welche Voraussetzungen man hat. Ich hatte bisher auch Hunde (auch Welpen) aus dem Tierschutz. Da habe ich aber auch noch ein anderes Leben gelebt. Es gab Gründe dafür, warum ich mich diesmal für einen sorgfältig ausgewählten Welpen entschieden habe. Und dieser Welpe war die einfachste Aufgabe, die ich jemals hatte. Völlig unproblematisch, selbsterziehend und komplett alltagstauglich. Ich bin mit ihr nachts nie raus gegangen und die Unfälle im Haus kann ich an einer Hand abzählen. Sie wird im Mai 3. Dass Hunde anstrengend sind, bis sie 3 sind, kann ich überhaupt nicht bestätigen aus meiner Erfahrung.
Was einem liegt und was einfacher ist, ist sehr individuell. Das sollte meiner Meinung nach jeder selbst für sich entscheiden.
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Sicher :) Entscheiden soll und darf das jeder selbst. Mir ging es nur um (so kam es für mich rüber) "uns ist eigentlich egal ob Welpe oder erwachsener Hund, es geht nur um praktische Erwägungen". Und da finde ich das "mit einem Welpen bin ich auf der sicheren Seite" Argument unsinnig. Klar gibt es easy going Welpen, die nie Probleme machen und einfach nur entspannt sind. Aber es gibt halt auch viele Welpen, in die man sehr viel Extraarbeit stecken muss und man hat keine Garantie, welches Exemplar man erreicht.
Und da finde ich schon, dass der Gedanke ruhig sein darf, lieber einem Hund ein Zuhause geben, der sonst vielleicht eine lange Zeit im Zwinger sitzt - weil er halt vielleicht einfach nicht so auffällig oder "schön" ist, dass die Leute sich drum reißen.
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