Keine Welpen aus dem Tierschutz?
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Eine Freundin hat eine Hündin, die mit vier Monaten aus Griechenland kam. Das Muttertier wurde samt Welpen ausgesetzt. Jetzt sieben Jahre später, eine tolle Hündin, anfangs war es etwas schwierig, sie hatte Angst vor Männern.
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Hi,
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Also, seriöse Tierheime/ Orgas geben ja keine kranke Welpen ab.
Zumindest tun sie alles, um die Tiere medizinisch zu checken und nach bestem Wissen und Gewissen zu versorgen.
Und ob der Pimpf nun 12 Wochen oder 5 Monaten ist, es bleibt beim Mischling ein Überraschungsei. Aber ich sehe da vom Alter her keinen Unterschied. -
Zum Thema Gesundheit:
So einfach ist das nicht.
Beim Mischlingswelpen vom "Vermehrer" (oder Hobbyzüchter oder Bauernhof) oder auch aus dem Tierschutz weißt du nicht was du für Anlagen hast. Je nachdem kann das gut gehen oder auch nicht. Je spezifischer die Anforderungen und je unerfahrener der Käufer, desto ungeeigneter.
Aber nein - "Vermehrerwelpen" sind nicht automatisch ständig krank. So einfach ist das nicht. Gibt hier immer mal wieder das Thema, immer mal wieder werden Studien gesucht und/oder gefunden - aber offenbar lässt sich weder pauschal sagen, dass Mischlinge gesünder noch dass sie kranker sind als Rassehunde.
Mal so das fazit aus dem Züchter-Bekanntenkreis. Bei Mischlingen machen die Käufer einfach seltenst ein Fass auf. Diese Käufer haben eine andere Mentalität als bei der Rassezucht. Die gehen halt zum Tierarzt, zahlen selbst und argumentieren damit, dass sie halt einen Mschling gekauft haben. Zum Geldverdienen lohnt sich deshalb Rassezucht auch kaum, da bist du ja auch direkt Schuld als Züchter, bei diesen Mischlingskäufern ist das irgendwie anders. Die geben ein heiden Geld für nen Welpen aus und meckern hinterher nicht mal wenn der krank ist. Verrückte Welt.
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Es ist eine individuelle Abwägung, aber ich wäre weit davon entfernt, generell von Welpen aus dem TS abzuraten.
Stigmatisierung ist ein gutes Marketing-Tool. Es klingt halt eine Doppelmoral mit wenn es um Rassewelpen geht. Die sind ja genauso krank wie die vom Züchter sein müssten.
Ich würde auch nie von TS-Welpen abraten, warum auch? Für viele Töpfe ist genau das der Deckel.
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Also einen jungen Rassehund würde ich mir nicht von irgendwo anders holen, als vom seriösen Züchter. Die zuverlässigen und seriösen Auslandsorganisationen haben die schließlich normalerweise nicht, die haben eine bunte Variation an Mischungen. Und ja, hat eine Orga immer nur Junghunde, sollte man auch zwei Mal hinsehen und skeptisch sein.
Wir haben dieses Jahr zwei Hunde aus Rumänien aufgenommen, der eine kam mit knapp fünf Monaten, der andere ist ca. zehn Monate. Ich meine 16 Wochen war das Mindestalter um die erforderlichen beiden Tollwutimpfungen machen zu können. Man bekommt also immer eher Junghund als Welpe, je nach Rasse so gerade im Übergang.
Beide sind Mischlinge, abgesehen von einer - so wie es aussieht ab Geburt - fehlenden Rute bei dem einem sind sie auch putzmunter und gesund, sehr lieb und verträglich. Man muss sich halt bewusst sein, dass man nicht weiß was drin ist und muss fähig und willens sein, damit umzugehen. Ich sag mal so - bewusst hätte ich mir keinen Galgo geholt, aber in dem einen ist ein ganz großer Anteil Galgo, war auf den Welpenfotos aber null erkennbar. Ist ok, wir waren uns des Glückspiels bewusst, wir würden auch mit Hütehund oder Herdenschutzhund klarkommen, alles schon gehabt.
Aber als Hundeneuling, der nicht weiß auf was er sich ggfs. einlässt, ist das schwierig, da sollte man die Finger von lassen und eine seriöse Orga sollte auch, wenn der Hund bzw. seine Eltern nicht ganz genau einschätzbar sind, davon abraten.Ältere Hunde kann man natürlich auch als Rassehund aus dem Ausland bekommen ohne , dass es ein Vermehrerhundbist. Unser einziger Rassehund in all den Jahren ist das Podenco-Mädel aus Spanien. Aber da werden die eben nicht einfach vermehrt sondern die jagduntauglichen werden einfach aussortiert und rausgeworfen … Und die kann alles, aber jagen so gar nicht.
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Beschlagnahmte Welpen sind für die Welpenmafia kein Gewinn, sondern ein Verlust; wie hier schon richtig erwähnt wurde. Man unterstützt damit also keine Puppymills.
Ich hätte kein Problem damit, auch einen Welpen bzw. Junghund aus dem TS aufzunehmen.
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Ich sehe bei Welpen (oder auch Junghunden) aus dem Tierschutz durchaus enorme Risiken, die man weder beim Züchterwelpen noch beim erwachsenen Hund aus dem Tierschutz in der Form hat.
Ein Mischlingswelpe mit unbekannten Elterntieren ist zum einen das größte Überraschungspaket, das man sich überhaupt zulegen kann. Da muss man halt wirklich auf alles an genetischen Anlagen gefasst sein.
Zum anderen sind die Aufzuchtbedingungen dieser Hunde in der Regel katastrophal. Mit gestresster Mutterhündin, ganz ohne Mutterhündin, isoliert, unterversorgt, misshandelt usw. Das hinterlässt ggf. lebenslange Spuren, physisch und psychisch, die so im Welpenalter noch gar nicht erkennbar oder abschätzbar sind.
Und was ich vor allem nicht zu unterschätzen finde: Wenn ein Welpe oder Junghund die wichtigste Zeit seines Lebens im Shelter oder in der Quarantäne verbringt, dann wird er mit deutlich erhöhter Wahrscheinlichkeit sein restliches Leben lang gewaltige Schwierigkeiten mit der Umwelt haben. Das ist einfach nicht mit den zahlreichen erwachsenen Hunden aus dem Tierschutz zu vergleichen, die ihre Welpenzeit außerhalb des Shelters verbracht haben und dann erst aufgesammelt wurden. Klar haben die mitunter auch keine schönen Erfahrungen gemacht - aber sie haben wenigstens Erfahrungen gemacht.
Da ich hier live das Ergebnis von so einem ehemaligen Quarantäne- und Shelter-Welpen vor mir sitzen habe, muss ich ehrlich sagen: Ich würde keinen Hund mehr aufnehmen, der die sensibelste Phase seiner Entwicklung unter solchen Bedingungen verbringen musste und bei dem nicht absehbar ist, welche Effekte das auf ihn hatte.
Wenn jemand diese Risiken mit all ihren möglichen Folgen bewusst eingehen möchte und das auch leisten kann, so einen Hund wenn nötig aufzufangen, finde ich das wirklich schön. Und ich sehe auch nicht, inwiefern man da den Vermehrer unterstützt.
Aber ein Tierschutzwelpe sollte meiner Meinung nach nie als „bessere“ Alternative zum Züchterwelpen oder erwachsenen Tierschutzhund in Erwägung gezogen werden, weil es einfach was komplett anderes ist und komplett andere (in meinen Augen deutlich schwierigere) Anforderungen an den zukünftigen Halter stellt. -
Was soll denn mit den Welpen werden, die dort landen, z.T. aus Beschlagnahmungen nach illegalen Tiertransporten? Ja, es ist die Welpenmafia, aber inwiefern unterstützt man diese durch die Aufnahme eines Hundes aus dem TS? Was soll ganz konkret passieren mit diesen Hunden? Steckt man sie zurück in den Transporter und schickt sie wieder über die Grenze?
Ich habe jahrelang ehrenamtlich im TS geholfen, sowohl in Tierheimen, als auch in einer TS Organisation.
Dort ist es immer wieder vorgekommen, dass sehr junge Hunde auf dubiosen Wegen dort gelandet sind. Eigentlich wusste jeder, dass sie von Vermehrern stammen, aber man hat sie eben aus Tierliebe aufgenommen und weil man wusste, dass sie gut zu vermitteln sind. Oft wollen Vermehrer die Welpen früh weggeben, weil sie mit jedem Tag anstrengender werden und Geld kosten. Je älter die Tiere werden, desto schwieriger wird es auch sie zu verkaufen und dann ist der Tierschutz eben eine Möglichkeit, die Tiere loszuwerden, besonders wenn schon der nächste Wurf ansteht.
Es ist bittere Realität, dass die Welpen dort häufig nicht anders behandelt werden als ein Bauer seine Kartoffeln behandelt: möglichst schnell verkaufen, da lagern teuer ist. Und wenn man sie nicht verkauft bekommt, werden sie entsorgt, weil sich die weitere Lagerung nicht lohnt. Dass TS Organisationen solche Welpen übernehmen, macht das deutlich einfacher.
Auf die Frage „Wohin mit all den Tieren?“ gibt es leider keine einfache Antwort, wie immer im Tierschutz. Die bittere Realität ist: Man kann nicht alle retten. Es ist einfach ein strukturelles Problem, das man an der Wurzel packen muss. Sprich: deutlich höhere Strafen, bessere Kontrollen und vor allem auch mehr Aufklärung.
Edit: ich glaube aber auch, dass sie mittlerweile schon einiges geändert hat, ganz einfach weil TH nicht mehr so einfach Hunde aufnehmen können. Ich bin seit 4 Jahren weniger im TS aktiv, habe also auch weniger Erfahrungswerte und höre nur immer wieder mal etwas von Bekannten, die noch aktiv sind.
In Sachen Gesundheit hast du natürlich Recht, aber ich kann generell keinen Tierschutzhund aufnehmen und dann ein "Gütesiegel" für die Gesundheit erwarten, überspitzt gesagt.
Naja, Fakt ist, dass man bei einem Hund, der mehrere Wochen auf einer seriösen Pflegestelle war, deutlich mehr zum Gesundheitszustand sagen kann als bei einem 15 Wochen alten Welpen, der 2 Wochen im TS war und lediglich auf Dinge wie Parvo, Zwingerhusten, usw. getestet wurde.
Inzucht ist ein riesiges Problem bei den Vermehrerhunden im TS. Ich habe mehrfach Welpen mit Missbildungen, denen man sehr deutlich ansehen konnte, dass etwas mit ihnen nicht stimmt. Wenn es aber um Probleme wie neurologische Erkrankungen oder ein schlechtes Immunsystem geht, sieht man es den Tieren nicht sofort an,
Ansonsten: das Zitat von mir bezog sich auf Welpen von Rassehunden im TS, nicht generell auf Welpen im TS. Bei Welpen von Straßenhunden oder Ups-Würfen mit dem Nachbarshund ist das natürlich noch einmal eine völlig andere Situation.
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Da ich ein Negativbeispiel in der weiteren Umgebung habe, muss ich leider sagen: ja, es gibt so Fälle, wo unter dem Label "Tierschutz" indirekt Vermehrer unterstützt werden. Insbesondere wenn ein Tierheim über lange Zeit häufig Rassewelpen vom selben ortsansässigen Vermehrer hat, werde ich skeptisch.
Aber meine Skepsis gilt dann nur diesem Tierheim, nicht den Tierschutzwelpen allgemein.
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Also hier (Österreich),gibt es immer wieder Welpen aus dem Tierschutz. Teils beschlagnahmte Vermehrerwelpen, teils Ups-Würfe, teils Beschlagnahmungen aus anderen Gründen (Animal Hoarding...)
Meine Pippa kam auch als Welpe aus einer behördlichen Beschlagnahmung ins Tierheim. Zusammen mit Geschwistern, Halbgeschwistern, Mutter etc. Ich habe sie dann adoptiert, als sie ca. 6 Monate alt war. Chihuahuas (und deren Mixe) weisen oft Qualzuchtmerkmale auf, ich kann die gezielte Zucht der Rasse also nicht unterstützen, auch nicht im ach so seriösen ÖKV/VdH. Ich habe aber kein Thema damit, einem Tierschutzchihuahua ein liebevolles Zuhause zu schenken.
Vereinzelt gibt es unseriös agierende Orgas, die Vermehrern Hunde abkaufen oder ständig deren Welpen aufnehmen, das stimmt. Deshalb würde ich auch keine Hunde von einem Verein nehmen, der ständig eine große Anzahl an Rassewelpen zu vergeben hat.
Die elende Gesundheitsdiskussion ist komplexer als "Vermehrerwelpen im Tierschutz, ach so krank!" Nehmen wir zB Patellaluxation bei Kleinhunden. Da kenne ich zig betroffene Hunde jedweden Ursprungs, auch aus ÖKV-Zuchten. Manche Rassen sind dermaßen kaputtgezüchtet, dass man die gar nicht guten Gewissens empfehlen kann.
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