Keine Welpen aus dem Tierschutz?
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Deshalb würde ich auch keine Hunde von einem Verein nehmen, der ständig eine große Anzahl an Rassewelpen zu vergeben hat.
Stimme deinem kompletten Post zu. Aber den Satz würde ich sogar noch weiter fassen. Als eine Freundin einen Hund suchte, ist sie auf die Seite einer Orga gekommen, die zwar keine Rassewelpen hatte - aber fast ausschließlich 4-8 Monate alte Mischlinge, die alle "glücklicherweise von aufmerksamen Tierschützern" gefunden wurden.
Das war auch nicht koscher.
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Hallo,
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Also hier (Österreich),gibt es immer wieder Welpen aus dem Tierschutz. Teils beschlagnahmte Vermehrerwelpen, teils Ups-Würfe, teils Beschlagnahmungen aus anderen Gründen (Animal Hoarding...)
Über Österreich kann ich wenig beitragen, aber für Deutschland muss einem bei der gesamten Diskussion auch bewusst sein, dass die Welpen, die tatsächlich im Tierschutz landen, in der Regel aus den miesesten aller miesen Hintergründen stammen.
Normale Ups-Würfe und die Welpen von den „liebevollen Hobbyzuchten“, die zwar ohne Plan, aber auch ohne bösen Willen vermehren, landen normalerweise nicht bzw. nicht als Welpe im Tierschutz. Denn die werden in der Regel nicht beschlagnahmt. Hunde zu vermehren ist ja nicht verboten. Ganz im Gegenteil: Da ist erschreckend viel erlaubt, was rein gar nichts mit ansatzweise adäquater Welpenaufzucht oder Hundehaltung zu tun hat. Bis das Amt eingreifen kann, müssen da also schon wirklich extreme Missstände vorliegen. Und ahnungslose, aber nicht böswillig handelnde Leuten setzen ihre Welpen, ob gewollt oder nicht, auch nicht zum Sterben aus. Und, zumindest hier in der Gegend gilt, dass die Tierheime in der Regel auch nicht einfach so irgendwelche Ups-Würfe aufnehmen, sondern maximal Vermittlungshilfe leisten. Denn die wissen ganz genau, wie sich das auf die Entwicklung von nem Welpen auswirkt, im Tierheim zu landen.
Was bleibt, sind die Welpen, die aus den katastrophalsten Umständen überhaupt stammen: Mafia-Welpen, die viel zu jung und/oder ohne gültige Papiere eingeführt wurden. Welpen, die zum Sterben auf der Straße zurückgelassen wurden, weil sie nicht zu Geld gemacht werden konnten. Welpen, die aus maximal prekären Umständen vom Amt beschlagnahmt wurden. Oder, und das ist hier noch der beste Fall: Durch eine trächtige Mutterhündin, d. h. im Tierheim geboren. Aber wer sich schonmal mit den Auswirkungen einer stark gestressten Mutterhündin auf deren Welpen beschäftigt hat, der weiß, dass auch das nicht das Gelbe vom Ei ist.
Man sieht, es gibt nicht „den“ Vermehrerhund. Ein Vermehrer-Hund kann alles von „gut gemeint, aber schlecht gemacht“ bis Tierquälerei unter unvorstellbar grausamen Bedingungen bedeuten. Klar, unterstützenswert ist nichts davon, aber was Gesundheit, erwartbares Verhalten & Co. angeht, kann man da nur schwer Vergleiche ziehen.
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Normale Ups-Würfe und die Welpen von den „liebevollen Hobbyzuchten“, die zwar ohne Plan, aber auch ohne bösen Willen vermehren, landen normalerweise nicht bzw. nicht als Welpe im Tierschutz. Denn die werden in der Regel nicht beschlagnahmt. Hunde zu vermehren ist ja nicht verboten.
Stop, ich schrieb nicht, dass Hunde aus Ups-Würfen beschlagnahmt wurden, da hast du was reingelesen, was ich nie behauptet habe.
Welpen aus Ups-Würfen gibt es hier zB in ländlichen Regionen, Bauernhöfe etc, wo Hunde rumstromern gelassen werden. Und nee, nicht immer werden die Welpen da gut an den Mann gebracht. Oder Leute lassen ihre Hündin trächtig werden, geben sie aber im Laufe der Trächtigkeit bzw nach der Geburt mitsamt Welpen ab. Oder trächtige Hündin wird ausgesetzt und bekomnt ihre Welpen im Tierheim. Oder Welpen werden ausgesetzt, da Ergebnis einer ungewollten Verpaarung etc.
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Und, zumindest hier in der Gegend gilt, dass die Tierheime in der Regel auch nicht einfach so irgendwelche Ups-Würfe aufnehmen, sondern maximal Vermittlungshilfe leisten. Denn die wissen ganz genau, wie sich das auf die Entwicklung von nem Welpen auswirkt, im Tierheim zu landen.
Das finde ich jetzt auch sehr einseitig. Natürlich ist Tierheim nicht das Nonplusultra, aber gut geführte Tierheime bemühen sich durchaus um Welpen, die dort landen, und nee, die haben später nicht alle nen Schaden weg

Ich habe ja Kontakt zu mehreren von Pippas "Geschwistern". Ja, wie zu erwarten sind alle diese Hunde eher unsicher und wurden aufgrund ihrer Vorgeschichte mWn nur an hundeerfahrene Menschen abgegeben, aber sie sind jetzt bei weitem keine äußerst problematischen Hunde. Ein "Bruder" von Pips lebt in einem Hundesportlerhaushalt, trainiert bereits fleißig Agility und hat im Laufe des Jahres das er bereit in seiner Familie ist auch schon mehrere Urlaube prima mitgemacht.
Pippa bei mir ist ein Stadthund geworden, geht mit wandern, spazieren, fährt ÖPNV, hat auch Spaß an der Zusammenarbeit zB Hoopers gefunden...
Ich kenne auch Leute die erwachsene Tierheimhunde aufnehmen die die ersten Lebensjahre zB als Wurfmaschinen missbraucht wurden und man stelle sich vor, selbst viele dieser Hunde können noch aufblühen und sind teilweise sogar erstaunlich unkompliziert, wenn sie bei Leuten mit etwas Ahnung und Hundeverstand landen

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Stop, ich schrieb nicht, dass Hunde aus Ups-Würfen beschlagnahmt wurden, da hast du was reingelesen, was ich nie behauptet habe.
Ich habe das in dem Kontext geschrieben, dass hier (also in D, in meiner Umgebung) Hunde von Ups-Würfen, übrigens ebenso wie trächtige Hündinnen, in aller Regel nicht als Privatabgabe vom Tierheim aufgenommen werden. Das sind entweder Fundtiere oder Beschlagnahmungen. Wie das in Österreich ist, weiß ich wie gesagt nicht.
Natürlich ist Tierheim nicht das Nonplusultra, aber gut geführte Tierheime bemühen sich durchaus um Welpen, die dort landen
Natürlich bemühen sie sich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Beste für die Hunde rauszuholen, das sehe ich definitiv auch so. Aber die Möglichkeiten sind im Tierheim leider einfach begrenzt, sei es durch Quarantäne-Vorgaben, personelle Ressourcen oder die einfache Tatsache, dass die Erfahrungen, die ein Welpe im Tierheim machen kann, nicht mit der Aufzucht im häuslichen Umfeld und Familienanschluss vergleichbar sind. Die Tierheime, Tierschutzvereine und vor allem die Pfleger geben oft wirklich ihr Bestes, inklusive unbezahlten Überstunden und drum und dran, das will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber auch deren Möglichkeiten (rechtlich, zeitlich, organisatorisch) sind halt leider zu begrenzt, um den Welpen eine wirklich „gute“ Aufzucht zu ermöglichen.
und nee, die haben später nicht alle nen Schaden weg
Ich kenne auch Leute die erwachsene Tierheimhunde aufnehmen die die ersten Lebensjahre zB als Wurfmaschinen missbraucht wurden und man stelle sich vor, selbst viele dieser Hunde können noch aufblühen und sind teilweise sogar erstaunlich unkompliziert, wenn sie bei Leuten mit etwas Ahnung und Hundeverstand landen
Zu beidem habe ich bereits in meinem ersten Beitrag hier im Thread etwas geschrieben. Der ist blöderweise ein paar Seiten weiter vorne, deshalb sind die Beiträge wahrscheinlich schwierig zu verknüpfen und mein zweiter Beitrag liest sich isoliert etwas heftiger und allgemeiner als beabsichtigt.
Ich rede hier von erhöhten Wahrscheinlichkeiten und Risiken, nicht von „das ist immer so“. Wie ich im ersten Beitrag bereits geschrieben habe, bin ich nicht der Meinung, dass man prinzipiell vom Tierschutzwelpen absehen sollte. Aber man sollte sich den erhöhten Risiken, die ein Welpe aus dem Tierschutz (im Vergleich zum Züchter-Welpen oder erwachsenen Tierschutzhund) mitbringt, vor der Anschaffung bewusst sein. -
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Mir persönlich widerstrebt ein Welpe/Junghund aus dem TS eher, weil die Hunde oft keine Chance auf Eindrücke außerhalb des TH/Shelters hatten. Aber natürlich kommt es da immer auf die individuelle Situation und das Individuum an. Ich hatte aber bisher tatsächlich nur sehr umweltsichere Straßenhunde.
Aber bei so Blindimporten von Junghunden aus dem Ausland, die im Shelter aufgewachsen sind, bin ich wirklich immer sehr vorsichtig. Man weiß nicht, wo die Reise hingeht in der Entwicklung, man weiß nicht, welche Komponenten der Genetik ausgepackt werden PLUS die ungünstige Aufzucht.
Wie gut die deutschen TH das bei nicht immunisierten Welpen ermöglichen können weiß ich nicht, aber da ist ja immerhin ein Kennenlernen möglich und man hat hoffentlich kompetente Ansprechpartner.
Die Förderung von Vermehrern sehe ich weder bei offensichtlichen Shelterwelpen (die ja doch optisch eher "unattraktiv" sind - ich habe 3x Straße rauf und runter, ist also nicht negativ gemeint) noch bei deutschen TH, die Beschlagnahmungen aufnehmen.
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Die Förderung von Vermehrern sehe ich weder bei offensichtlichen Shelterwelpen (die ja doch optisch eher "unattraktiv" sind - ich habe 3x Straße rauf und runter, ist also nicht negativ gemeint) noch bei deutschen TH, die Beschlagnahmungen aufnehmen.
Ich weiß nicht wie offensichtliche Shelterwelpen aussehen. Aber bei Orgas die fast nur junge Hunde "im Angebot" haben, bin ich wirklich misstrauisch.
Die Vermehrung kostet halt nix und die "Schutzgebühr" von ein paar Hundert EUR ist im Ausland teilweise richtig gut Geld. (Selbst wenn davon Futter und Impfungen bezahlt werden.) Bei der Gewinnspanne halte ich es für komplett unwahrscheinlich, dass da nicht an manchen Stellen "für den Tierschutz produziert" wird.
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(die ja doch optisch eher "unattraktiv" sind - ich habe 3x Straße rauf und runter, ist also nicht negativ gemeint)
Auch nicht negativ gemeint, aber da sieht man doch die unterschiedlichen Geschmäcker. Für mich sind "dreimal die Straße hoch und runter" die schönsten Hunde
Ich hätte bei Rasse ein Problem 
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Die Förderung von Vermehrern sehe ich weder bei offensichtlichen Shelterwelpen (die ja doch optisch eher "unattraktiv" sind - ich habe 3x Straße rauf und runter, ist also nicht negativ gemeint) noch bei deutschen TH, die Beschlagnahmungen aufnehmen.
Ich weiß nicht wie offensichtliche Shelterwelpen aussehen. Aber bei Orgas die fast nur junge Hunde "im Angebot" haben, bin ich wirklich misstrauisch.
Die Vermehrung kostet halt nix und die "Schutzgebühr" von ein paar Hundert EUR ist im Ausland teilweise richtig gut Geld. (Selbst wenn davon Futter und Impfungen bezahlt werden.) Bei der Gewinnspanne halte ich es für komplett unwahrscheinlich, dass da nicht an manchen Stellen "für den Tierschutz produziert" wird.
Ich erinnere mich an eine, die mal aufgeflogen ist, die hatten aber wirklich sehr auffällige Hunde. Eine Bekannte hat 2 Hunde von denen, einen Pomsky und einen Doodle/Poo/Whatever. Ja, da denke ich sowas auch.
Und klar, bietet eine Orga sehr offensichtlich nur attraktive Hunde an darf man misstrauisch werden. Aber meistens ist es ja eine bunte Mischung.
Mit offensichtlichen Shelterwelpen meinte ich jetzt den klassischen durchgemischten Landschlag, also sowas wie die HSH/Hütehund Mischlinge der osteuropäischen Länder.
Ich kenne die Tierschützer, die hinter all meinen Hunden stehen und bei keinem Hund war der gezahlte Betrag auch nur kostendeckend, auch nicht im Ausland
Da müsste man schon sehr gewieft wirtschaften, um irgendwie Geld zu machen... -
Da müsste man schon sehr gewieft wirtschaften, um irgendwie Geld zu machen...
Wenn du deinen Orgas vertraust, ist das doch super. Und die meisten sind wahrscheinlich redlich.
Aber um mit dem Label "Tierschutzhund" Geld zu machen, braucht es keine Gewieftheit sondern nur Skrupellosigkeit. Du hast ein paar Hündinnen, lässt die decken und werfen (wenn eine drauf geht, egal, holst du dir die nächste), baust eine ansprechende Social-Media-Präsenz und packst da ein paar Fotos von Videos von "Cleo - Zuckerschnute sucht ihr Für-Immer-Zuhause" rein. Melden sich Interessenten, mietest du einen Transporter. Selbst wenn du die Hunde vorschriftsmäßig impfen lässt, hast du mit der "Schutzgebühr" trotz Transportkosten und Futter doch mindestens 200 Euro Gewinn. Mindestens.
Kann mir keiner erzählen, dass das nicht gemacht wird.
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