Erziehungsstile - positiv, aversiv, wie erzieht ihr und wieso?

  • Danke für dem tollen Beitrag. Genau so hatte ich mir das hier eigentlich vorgestellt.

    Nicht falsch verstehen, es gab hier viele tolle Beiträge, aber vieles war mir zu theoretisch und zu abstrakt.

    Der Beitrag von Phonhaus bietet konkrete Beispiele, mit denen auch der 08/15 Hundebesitzer was anfangen kann ohne direkt den Trainerschein machen zu müssen 😊

  • Spannend. Da geht es ja eher darum, was ihr im alltäglichen Zusammenleben warum wichtig ist und was warum nicht. Dass Du das wissen möchtest, hätte ich weder aus der Überschrift, noch aus dem Eingangsbeitrag herausgelesen.

  • Ich wäre da durchaus gespannte Leserin, hab da viel zu wenig Ahnung :smile: .

    Aaah, du möchtest Panodras Box öffnen, sehr gut :lol: Da es aber nicht alle interessiert, pack ichs in den Spoiler :smile:

    Spoiler anzeigen

    Mein Erkältungsgehirn ist gerade nur ein bisschen unkreativ und kann keine langen Ausführungen kreieren.

    Was ich aber, seit Schlangen ins Spiel gebracht wurden, sagen wollte: es gibt ganze Bücher darüber, die sich mit der evolutionsbedingten Angst vor Schlangen beschäftigen - und da gehts nur um Primaten.
    Laut meinem letzten Wissensstand ist die aktuelle Theorie, dass es keine genetisch verankerte "Angstreaktion" auf den Reiz "Schlange" gibt, aber dass es eine genetische Mustererkennung gibt, die dazu führt, dass das Lernen in der Situation, in der das Muster erkannt wird, beschleunigt wird. Also, Primat sieht zum ersten Mal in seinem Leben das "Muster Schlange" (Bewegung, Zischlaut, Umgebung) und kann in der Situation schneller lernen - was auch immer.

    Gibt auf jeden Fall viel Diskussion zu dem Thema bei den Neurobiologen (und bezieht sich nicht nur auf Schlangen, sondern auf andere "angeborene Angstreaktionen"), weil durch das arg beschleunigte Lernen sehr einfach falsche Schlüsse und Korrelationen gezogen werden können.

    Naja, und sonst... Laufen Strafe und Belohnung über komplett unterschiedliche (unterschiedlich, nicht gegensätzlich!) Bahnen im Gehirn. Und ja, die Amygdala ist bei der Strafe mit dabei, aber weder alleine, immer in Feedback-loops mit anderen Bereichen des Gehirns, noch darf man die Amygdala reduzieren auf die Verarbeitung von ausschließlich Angst-/Furchtreaktionen.
    Belohnung läuft über das dopaminerge System, an dem ganz andere Bereiche im Gehirn beteiligt sind.

    Also, Strafe ist, zumindest im Gehirn, nicht das Gegenteil von Belohnung, sondern etwas Eigenes.

    Und dann... kann ich noch sagen, dass es, soweit ich weiß, Konsens ist, dass Strafe zu Beginn schnelleres Lernen erlaubt (teilweise reicht ein einziges Event aus, um etwas nachhaltig zu lernen) aber ist, sofern das Individuum keine sonstigen Einschränkungen hat, wie zum Beispiel traumatische Vorerfahrungen, stark kontextbezogen und wird schwerer generalisiert.

    Belohnungsbasiertes Lernen startet langsamer, braucht mehr Wiederholungen, ist aber am Ende robuster im Sinne von "wird schneller in neuen Kontexten gezeigt".

    Auch hier wieder: sofern das Individuum keine sonstigen Einschränkungen mitbringt.

    Naja und dann gibts ja noch das ganze Umfeld, soziales Lernen, die Beziehung zum Trainer, der "innere Zustand" des Lernenden,...

  • konkrete Beispiele, mit denen auch der 08/15 Hundebesitzer was anfangen kann

    Genau das finde ich oft nicht soo gut übertragbar. Mal als Beispiel: Hund reagiert auf Artgenossen. Einmal Merlin, rumänischer Mix, von Hunden im rumänischen Shelter zusammengebissen, einmal Lilli, Labrador, zweimal angeleint am Fahrrad von freilaufenden Hunden angefallen und gebissen worden. Dasselbe Frauchen, nämlich ich. :lol:

    Die beste Lösung für Merlin war ein kurzes Verbot, den anderen Hund anzumachen, und Lob fürs Ruhigbleiben. Diese Lösung über Lilli gestülpt funktioniert gar nicht, weil sie mit dem Verbot in dem Moment wenig anfangen kann.

    Die beste Lösung für Lilli ist, ihr sehr kleinschrittig beizubringen, was sie tun kann in der Situation, das gibt ihr die meiste Sicherheit. (Ein Abbruch würde in dem Fall nichts an ihrer Grundstimmung in der Situation ändern, sondern ließe sie bissl in der Luft hängen. Das wäre für sie eher problematisch.) Diese Lösung wiederum über Merlin gestülpt hätte damals bei ihm nicht gut funktioniert. Er war viel klarer, wenn er schon im Ansatz seines Verhaltens die Rückmeldung bekam, das jetzt mal sein zu lassen.

    Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass ich mir immer wieder bewusst mache, auf welchen Wegen man wie zum Ziel kommen kann, sodass ich mich dann kreativ aus der hoffentlich reich bestückten "Trainingsmethodenkiste" bedienen kann, um für den jeweiligen Hund und mich bestmöglich zum gewünschten Ziel zu kommen. Wenn ein Weg nicht gut funktioniert, suchen wir uns eben einen anderen.


    Pfeffernaserl Danke mal wieder für Deine Ausführung! :herzen1:

  • Spannend. Da geht es ja eher darum, was ihr im alltäglichen Zusammenleben warum wichtig ist und was warum nicht. Dass Du das wissen möchtest, hätte ich weder aus der Überschrift, noch aus dem Eingangsbeitrag herausgelesen.

    Als ich erstmalig eine Hündin auch wirklich erziehen und nicht nur mitlaufen lassen wollte, hatte ich selbst noch gar keine Vorstellung davon, was an Training wichtig ist und was nicht. Dass es mir vorwiegend ganz banal auf die sogenannte „Alltagstauglichkeit“ ankommt, das musste ich selbst erstmal herausfinden. Und was das überhaupt ist :smile: Und das die natürlich völlig abhängig davon ist, was der Alltag ist, was ich in diesem Alltag erwarte und was die Hündin an Voraussetzungen dafür mitbringt, das war für mich überhaupt keine Binsenweisheit.

    Ich hab Trainingskonzepte gepaukt, mich durch das gängige Programm Unterordnung gearbeitet mit einer Hündin, die darauf genau so wenig Bock hatte wie ich. In Gruppenstunden mit dem sich unwillkürlich einstellenden Ehrgeiz und Hundvergleich (also, in dem Alter konnte meiner aber …), mit entsprechender Emotionalität, Unsicherheit und Verwirrung. Und daher natürlich mit vielen, vielen Fehlern, mehr als einmal unfair und zu viel unnützes Zeug.

    Hat leidlich funktioniert. Gut hat es erst dann funktioniert, als ich mich mal ruhig hingesetzt habe, überlegt habe, was mir wirklich ist, was der Hündin wirklich wichtig ist und wie wir das so unter einen Hut kriegen, dass es allen Spaß macht. Bis dahin hatte ich aber schon fast zwei Jahre und viele schöne Momente verschwendet. Ärgere ich mich heute noch drüber, aber ich wusste es halt nicht besser.

    Ich finde es superwichtig, ein Grundwissen über Lernmethoden aufzubauen und wie sie funktionieren und warum. Damit man seine Werkzeuge kennt, gut einsetzen kann und weiß, was einem liegt und was nicht und was nicht und was beim eigenen Hund gut geht und was nicht. Ich finde es noch wichtiger, dass man sein Tier gut beobachtet, mit ihm gut kommunizieren und seine Anlagen und Bedürfnisse gut einschätzen lernt. Und ich finde es großartig, wenn sich die Erkenntnisse weiter entwickeln und das Verständnis und der Respekt vor hündischen Bedürfnissen steigen.

    In den Diskussionen über Trainingsansätze geht aber schnell in den Hintergrund, dass es Methoden sind. Keine Ideologien, keine Glaubenssätze, kein Genitalvergleich, sondern Wege dahin, zusammen mit den Hunden zu erarbeiten, was für alle Beteiligten wichtig ist. In einer Form, die den Bedürfnissen und der Beziehung aller Beteiligten und der Umwelt gerecht wird. Hätte ich das von Anfang an auf dem Schirm gehabt, ich hätte es uns viel leichter machen können.

    Pfeffernaserl

    Hat sich überschnitten, weil ich zwischendrin immer wieder meinem Mann behilflich sein musste. Danke Dir. Wenn Du da ggf. mal einen guten Buchtipp hättest, würde mich das sehr glücklich machen :smile:

  • Phonhaus

    So ging es mir mit meinen ersten Hunden auch. In meinen Kursen versuche ich den Menschen so was an die Hand zu geben. Ich klappere sozusagen alle möglichen Bereich ab, die meiner Beobachtung nach für die meisten Hundehalter im Alltag wichtig sind, gebe den Schülern verschiedene Werkzeuge in die Hand und dann entscheiden sie selbst, was sie für ihren Hund und Alltag davon brauchen und was nicht.

    Im Einzeltraining kann ich das natürlich sofort maßschneidern. Wichtig für mich als Trainerin war zu lernen, dass ich meine Ansprüche nicht einfach so versuche über andere Hundehalter zu stülpen. Wo ich allerdings greingrätsche, egal, ob der Hundehalter das "möchte" oder nicht, ist, wenn der Hund (oder die Umwelt) durch etwas leidet. Dann versuche ich zu erklären und zu überzeugen.

    Ich selbst bin beim Thema Menschen anspringen trainingstechnisch die Oberlusche. Ich trainiere das bis ich die Hundeführerscheinprüfung habe (und dann klappt es auch gut, ich weiß also wie das geht!) und danach geht es direkt wieder den Bach runter. Allerdings leine ich meine Hunde an, wenn ich mit Menschen zu tun habe, die das nicht ab können. Aber glaub mal nicht, dass meine Hunde gesittet auf ihren Plätzen warten würden, wenn Du bei mir reinkommst. :hust:

    Aber sie sind im Freilauf recht gut im Gehorsam und leinenführig. Da bin ich sehr kleinlich.

  • Hat sich überschnitten, weil ich zwischendrin immer wieder meinem Mann behilflich sein musste. Danke Dir. Wenn Du da ggf. mal einen guten Buchtipp hättest, würde mich das sehr glücklich machen :smile:

    Hätte da drei :)

    Für fundierte und trotzdem einsteigerfreundliche Neurobiologie zum Thema Lernen und Emotionen: The Emotional Brain von Joseph LeDoux
    Leichter zu lesendes zum Thema dopaminerges System: The Compass of Pleasure von David J. Linden
    Und, mehr auf Verhalten, als auf Neurobiologie fokussiert, aber der Klassiker, wenn es um Strafen geht: Coercion and Its Fallouts von Murray Sidman

  • Phonhaus

    So ging es mir mit meinen ersten Hunden auch. In meinen Kursen versuche ich den Menschen so was an die Hand zu geben. Ich klappere sozusagen alle möglichen Bereich ab, die meiner Beobachtung nach für die meisten Hundehalter im Alltag wichtig sind, gebe den Schülern verschiedene Werkzeuge in die Hand und dann entscheiden sie selbst, was sie für ihren Hund und Alltag davon brauchen und was nicht.

    Das hätte ich mir bei Dir auch nicht anders vorgestellt :smile:

    Wobei das zumindest so wie ich Hundetraining (ausnahmslos) erlebt habe, sicher auch nicht für jede Trainer*in einfach ist. Wenn da die Menschen stehen, mit der großäugigen Erwartungshaltung „Guru, erleuchte mich“ konsequent zurückzuspiegeln „Ich kann Dir Werkzeuge dafür geben, aber für Deine Erleuchtung musst Du schon selbst sorgen“ :lol:

    Ist, denke ich, nicht für jeden einfach, nicht in diese Falle zu tappen, auf beiden Seiten. Gerade, wenn man sehr eingeschworen auf eine Methode ist. Sollte man auch im Hinterkopf behalten, wenn übers angeleitete Training gemeckert wird. Neben den Hund gehören noch mindestens 2 dazu und über meinen Kopf kann nur ich selbst mir klar werden.

  • Spannend. Da geht es ja eher darum, was ihr im alltäglichen Zusammenleben warum wichtig ist und was warum nicht. Dass Du das wissen möchtest, hätte ich weder aus der Überschrift, noch aus dem Eingangsbeitrag herausgelesen.

    Jetzt musste ich mir meinen Eingangstext echt nochmal durchlesen.

    Und stimmt, da hatte ich es anders formuliert. Ich denke das hat sich bei mir so entwickelt, dass es irgendwie oft zu theoretisch wurde und mir einfach die praktischen Beispiele fehlten. Nicht immer, manche haben das ja auch gut gemacht. Aber bei vielen, vor allem wenn sich dann im Kreis diskutiert wurde, musste ich mich manchmal echt durch die Antworten durchbeissen. Und schätze deswegen fand ich dann den Beitrag von Phonhaus so erfrischend, weil da einfach mal gesagt wurde, so und so ist es bei uns.

    Das es natürlich für jeden am Ende individuell ist, ist ja nun klar.

    Ich hatte ja noch keine Ahnung, wie sich das hier entwickelt.

  • Konkrete Beispiele grad vom Gassi:

    Nachdem ich die letzten Monate die Mädels extrem selten an der Leine hatte und Sookie jetzt beim Urlaub auch wenig (sinnvolles) Feedback fürs Ziehen bekommen hat (dafür reicht meine Konzentration einfach nicht, wenn ich zusammen mit andren Menschen unterwegs bin) sowie einmal die ultimative Bestätigung dafür bekommen hat (war ohne mich mit meinem Bruder unterwegs, welcher schließlich die letzten 100m heim gejoggt ist, weil der kleine Hund so stark gezerrt hat - entgegen meiner Erwartung fand sie es nämlich nicht ganz so toll ohne mich mit meiner Familie spazieren zu gehen), zerrt sie nun ziemlich arg an der Leine. Leinenführigkeit ist hier eh nie super, weil ich zu inkonsequent bin, aber meistens soweit ok, dass maximal leichter Zug auf der Leine ist und nicht gezerrt wird.

    So, nun ist's hier grad teils glatt, weil (festgetretener) Schnee. Auf'm Hinweg gab's zeitweise "Management": Sookie hatte neben mir zu gehen. Dabei nehm ich die Leine etwas kürzer, geb das Signal ("bei mir") und blocke den Hund, wenn er vor mich kommt. Gelobt wird, wenn sie brav neben mir geht. Ist ein bisschen schwierig, weil zu starkes Lob zu Vorprellen führen kann, daher bin ich bei Lob vorsichtig. Kekse gibt's keine, weil mir fehlt dafür eine Hand (Jin ist auch noch dabei). Sookie versteht das schnell. Sie ist auch kein Hund, der sich schnell verunsichern lässt. Außerdem verlang ich das nur eher kurze Strecken - denn auch ich muss hier sehr konzentriert sein, um den Block rechtzeitig auszuführen (einmal war ich abgelenkt und hab Sookie mit dem Knie gestoßen - wie gesagt, sie lässt sich da nicht von verunsichern, bei einem andren Hund könnt das fatal sein).

    Normalerweise dürfen die Mädels aber die volle Leinenlänge (2 m) ausnutzen. Da arbeite ich mit Korrekturlaut ("ah ah") kurz bevor die Leine sich spannt und zuppeln sobald sie sich spannt. Ruhiges, verbales Lob, solange die Leine locker ist (gleiches Problem wie oben - ich muss sehr genau aufpassen, wie ich lobe, damit Hund nicht vorprellt). Für richtig tolles Laufen und/oder selbstständig Spannung raus nehmen gibt's hier auch Kekse. Reagiert Hund weder auf Korrekturlaut noch aufs Zuppeln bleibe ich stehen und warte, dass Sookie die Spannung raus nimmt. Je nachdem lade ich sie dann zum loslaufen erstmal dazu ein, zu mir zurück zu kommen (damit sie nicht gleich wieder in die Leine knallt), manchmal quatsche ich sie dann auch etwas zu, damit sie ein Stückle brav neben mir läuft (z.B. bis das, was ihre Aufmerksamkeit auf sich gelenkt ist passiert ist).

    Ich arbeite hier also mit einer relativ komplexen Mischung. Wobei ich weiß, dass das alles andre als ideal ist. Aber: mir fehlen Geduld und Konsequenz die Leinenführigkeit richtig zu üben. Mit meiner Mischung bekomme ich eine leidliche Leinenführigkeit, die die meiste Zeit für unsre Verhältnisse völlig ausreichend ist bzw. kann ggf. über das Kurznehmen der Hunde eine passable Leinenführigkeit faken :pfeif:

    Wobei ich wohl hier mit Sookie das Problem habe, dass sie für die Leinenführigkeit viel klarere Anweisungen als Jin braucht. Da muss ich wohl nochmal mehr Energie und auch ein paar positive Leinenführigkeitsübungen rein stecken.


    Gegen Ende des Spaziergangs kam uns ein fremder Golden Retriever-Rüde entgegen. Relativ schmaler Weg ohne Ausweichmöglichkeit, die Mädels angeleint aber vor mir. Ich hab beide Mädels zu mir geholt und es gab verbales Lob und Kekse. Dann hab ich gesehen, dass das Frauchen uns nicht (richtig) wahrnimmt und um Anleinen gebeten. Derweil sie den Rüden angeleint hat, hab ich die Mädels auf die abgewandte Seite sortiert und freundlich auf sie eingequatscht. Dann sind wir auf den Rüden zu, dieser wurde netterweise auch abgewandt geführt. Jin war relativ angespannt, also gab es ein (aversiv auftrainiertes) Abbruchsignal - eine sichtbare Reaktion von Jin gab's darauf nicht, aber sie hat nicht losgebrüllt, was ja das Ziel war. Außerdem konnte ich kurz die Aufmerksamkeit von den Mädels nehmen und mich im Vorbeigehen fürs Anleinen bedanken. Am Ende gab's nochmal ein großes Lob fürs brave Passieren an die Mädels.


    Rückruf/-pfiff hab ich heute mehrfach benutzen müssen (schneeblöde Köter sind was schönes :hust:). Gibt für jede Ausführung verbales Lob und Kekse. Ok, einmal gab's nur verbales Lob mit dem Text: "Hast du jetzt etwa den Rückruf provoziert du Quatschkopf, du weißt doch, dass du nicht so weit vor laufen sollst." (oder so ähnlich) Alles liebevoll gesäuselt :pfeif: Außerdem hab ich den Rückpfiff noch "aufgeladen": In jede Hand mehrere Kekse, jeden Hund an eine Hand andocken lassen, rückwärtsgehen derweil mehrfach (mit Abstand) pfeifen und für jeden Pfiff Keks in den Hund bis die Hände leer sind. Am Ende ganz toll freuen und die Mädels frei geben.


    Fürs Fressenwollen von irgendeinem Kot, welcher gefroren wohl besonders lecker war und daher zum Ignorieren des Abbruchs führte, gab's einen schnellen Schritt auf Sookie zu sowie einen Schulterstüber, da sie auf meine Körpersprache nur so mäßig beeindruckt reagiert hat. Trainingsfehler meinerseits, weil ich den Abbruch wohl durch Loben hinterher, wenn sie von der verbotenen Handlung abgewichen ist, aufgeweicht habe. Da muss ich ein bissle nachbessern und aufpassen. Aber auch der Schulterstüber wird hier nicht als sehr starke Strafe wahrgenommen, sondern führt "nur" zum kurzen Blickabwenden und der Hund läuft fröhlich weiter.

    Übrigens hätte hier ein positiver Abbruch (z.B. unser Schau-Signal) nur dazu geführt, dass Sookie nach Abgreifen der Belohnung wieder zum Kot hin wär - hab ich scho vor einiger Zeit mal (unfreiwillig) getestet, das klappt ansich nur, wenn die Mädels an der Leine sind und wir dann während es Belohnens weitergehen, so dass sie nimmer an den Kot (oder was auch immer) ran kommen.


    Und natürlich gab's immer wieder verbales Lob fürs umorientieren und auch fürs Anzeigen von "was auch immer" im Wald - bei letztem auch mal Kekse für, wenn besonders schön angezeigt wurde bzw. es ersichtlich war, dass Hund sich besonders zammgerissen hat.

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