Erziehungsstile - positiv, aversiv, wie erzieht ihr und wieso?

  • Mein Naruto wurde Katzen töten wenn ich ihn lassen würde, kennt aber auch nur ein nett aufgebautes Abbruchsignal. Da ist dann halt die Leine die "Strafe" bzw Absicherung bzw wohl dann auch Management.)
    Vllt wäre die mit einem aversiv aufgebautem Abbruchsignal nicht nötig. Aber Naruto ist seeehr sensibel und fällt extrem schnell ins Meideverhalten. Deswegen will ich das auch gar nicht ausprobieren.

    Ich möchte aber, dass die Katze die wir treffen auch dann überlebt wenn ich gerade keine Leine dran habe oder ich sie später gesehen habe, als mein Hund!



  • Es geht um das WIE.

    Ähm - nein, hier eigentlich gerade nicht, dachte ich? Über den ganzen Threadverlauf bemühen sich doch Leute aus verschiedensten Richtungen, auszudifferenzieren, was sie unter aversiver Absicherung und Strafe bzw. Nutzung der 4 Quadranten verstehen - und wann es sinnvoll sein könnte, was einzusetzen.

    Wo ist das Problem?

    Ihr könnt doch alle pos Strafen anwenden wie ihr wollt, keiner spricht euch das ab.

    Aber es ging hier darum wer wie trainiert und da muss es auch okay sein zu sagen das man versucht R+ zu arbeiten. Egal ob das die breite Masse hier sinnvoll findet oder nicht :ka:


    Es läuft immer aufs Selbe raus, ihr wollt mir sagen das man nicht straffrei arbeiten kann, obwohl ich das nie behauptet habe, dass man das kann oder bei R+ macht.

  • Mein Naruto wurde Katzen töten wenn ich ihn lassen würde, kennt aber auch nur ein nett aufgebautes Abbruchsignal. Da ist dann halt die Leine die "Strafe" bzw Absicherung bzw wohl dann auch Management.)
    Vllt wäre die mit einem aversiv aufgebautem Abbruchsignal nicht nötig. Aber Naruto ist seeehr sensibel und fällt extrem schnell ins Meideverhalten. Deswegen will ich das auch gar nicht ausprobieren.

    Ich möchte aber, dass die Katze die wir treffen auch dann überlebt wenn ich gerade keine Leine dran habe oder ich sie später gesehen habe, als mein Hund!

    Da sind wir ja schon zwei.
    Naruto kennt ein "Stop"-Signal und einen Rückruf ( beides positiv aufgebaut, beides schon erprobt in solchen Situationen).
    Hier im Wohngebiet ( wo die katzen sind), ist er eh trotzdem an der Leine. Selbst wenn es bis jetzt immer geklappt hat, für die Katze reicht ein einmaliges es hat nicht geklappt. Das will ich nicht riskieren.

    BadlyConfused was wäre für dich schlimm an situativen (und temporär begrenzten )Meideverhalten ?

    Weil Naruto Ex-Angsthund ist und er schnell in alte Muster fällt. Heißt das bleibt eben nicht bei situativen und temporären Meideverhalten sondern er steigert sich da tagelang rein. Das ist es mir dann nicht wert dass er hier dauerhechelnd und zitternd rumliegt.

  • R+ ist wunderbar, und genauso wenig straffrei wie alles im Lernverhalten.

    Es muss einem einfach klar sein, dass dieses trennen von Quadranten nicht so funktioniert, wie der Mensch sich das theoretisch ausdenkt.

    Wer mit Marker arbeitet kann zB in einer Session von 5-6 Wiederholungen ganz ungewollt von positiver Bestätigung in die Ankündigung von positiver Strafe rutschen. Zack, schon ist es passiert weil man ein klitze kleines Meidezeichen des Hundes übersehen hat.

    Es ist nicht trennbar, nie.

    Aber wie schon erwähnt ist es der Mensch, der die Emotionen auflädt und „Strafe“ an sich ist einfach nur ein Teil des Ganzen und eigentlich total neutral. Eigentlich.

  • Es läuft immer aufs Selbe raus, ihr wollt mir sagen das man nicht straffrei arbeiten kann, obwohl ich das nie behauptet habe, dass man das kann oder bei R+ macht.

    Eigentlich ging es explizit um den Abbruch und warum nachfragen da so problematisch ist, ich verstehe es nicht. Letztendlich kann unsereins ja auch vielleicht was draus lernen.

  • Weil Naruto Ex-Angsthund ist und er schnell in alte Muster fällt. Heißt das bleibt eben nicht bei situativen und temporären Meideverhalten sondern er steigert sich da tagelang rein. Das ist es mir dann nicht wert dass er hier dauerhechelnd und zitternd rumliegt.

    Lilly ist ja auch Angsthund und zeigt Meideverhalten in Situationen, die viele Hunde überhaupt nicht erschüttern würden. Mittlerweile ist es tatsächlich auch ein aktiver Bestandteil ihrer an uns gerichteten Kommunikation, sie signalisiert uns damit, dass sie etwas (das überhaupt nicht von uns ausgehen muss) gerade ziemlich blöd findet. Je nachdem, was in der konkreten Situation das Problem ist, lösen wir das über den Abruf von Alternativverhalten, Vermeiden der Situation, die sie gerade doof findet oder damit, sie trotzdem da durchzuführen. Weil meiden halt nicht immer geht.

    Und gerade bei Letzterem kann uns - mittlerweile - ein Abbruch dabei helfen, dass sie sich nicht in eine Angstspirale hineinsteigert. Das war zu Anfang nicht so, aber aktuell klappt es ziemlich gut. Lilly hatte seit Jahren keine Panikattacke mehr. Und autoberuhigendes Verhalten, das aber im Endeffekt die Adrenalinproduktion hochfährt, anstatt sie runterzuregulieren, kommt mittlerweile auch so gut wie gar nicht mehr vor, weil wir es unterbrechen können, bevor es eine Spirale wird.

    Sie ist aber auch von sich aus sehr kooperationsbereit und legt viel Wert auf Anpassung. Im Rahmen ihrer Grenzen, die anders liegen als bei allen anderen Hunden, mit denen ich es bisher zu tun hatte - und die ich respektiere, natürlich. Und das gibt uns eine Tür dafür, den Abbruch im Sinn des Hunds zu nutzen.

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