Hund aus dem Tierschutz

  • Dann sollte man es eben gar nicht machen.

    Direktimporte sollten mMn einfach gar nicht möglich sein.

    Gibt hier einige Beispiele gelungener Direktimporte.

    Grüße von einer zufriedenen Direktimporteurin:winken:

    Hier auch, meiner sollte auf eine Pflegestelle zu meiner Nachbarin, aber da ist er nie angekommen :smiling_face_with_heart_eyes: ich wollte eigentlich gar keinen Hund und eigentlich bin ich auch überhaupt nicht spontan. Und er ist schon am ersten Tag richtig angekommen, legte sich auf die Couch und war zufrieden, er hat nicht nach einer Woche, nicht nach einem Monat, nicht nach einem halben Jahr oder irgendwann mal ausgepackt. Er ist so ziemlich das beste, was mir passieren konnte. Ein einfacher Hund, dem ich nichts beibringen musste. Ich war allerdings total blauäugig, das hätte ja auch völlig in die Hose gehen können, noch mal würde ich das nicht machen, wer hat im Leben schon zweimal so viel Glück?

  • Mega, dass du es dennoch offen darüber sprichst und die Konsequenzen gezogen hast.

  • Danke.

    In dem konkreten Fall ging es leider nicht mehr, da kamen mehrere Faktoren zusammen, so dass wir die Notbremse gezogen haben und den Hund abgegeben.
    Es war ein Podencomix aus Spanien, auf der Straße aufgewachsen und aus dem spanischen Tierheim direkt nach Deutschland gebracht. Als Junghund ist er dann nach einer Zwischenstation wegen Überforderung bei uns gelandet.
    Was ich definitiv unterschätzt hatte war sein Jagdtrieb und seine Intelligenz :ugly:

    Mit diesem Hund kam ich mir tatsächlich wie ein Versager vor. Nichts hat gefruchtet, kein Trainer konnte uns helfen. Ich selber hatte auch noch nicht so viel Ahnung wie ich jetzt habe. Was natürlich keine Schande ist, aber ich hab mich damals definitiv verkehrt eingeschätzt.

  • Es tut mir immer weh, wenn der Auslandstierschutz so niedergemacht wird


    Lies doch gerne mal quer in den verschiedenen Threads über Hunde aus dem Ausland.

    Da wird es ja gerne als normal verkauft, wenn der Hund anfänglich so eine Panik hat, dass er weder Futter nimm noch sich aus ner Ecke raus traut. Dass Hund sich nur in der Wohnung löst ist dann natürlich ganz normal.


    Ich verteufel nichts, aber in diesen Fällen tun mir die Hunde einfach entsetzlich leid. Stell dir mal vor, du hast beispielsweise panische Angst vor Bällen. Und wirst dann mit Bällen tagelang, wochenlang, monatelang in einen Raum gesperrt und einfach in deiner Panik, deiner Todesangst, alleine gelassen. So geht es vielen vielen Hunden aus dem Auslandstierschutz. Ja, nicht allen, aber jeder einzelne Hund, der so in Todesangst leidet, ist in meinen Augen einer zu viel. Das hat auch für mich mit Tierschutz überhaupt nix zu tun. Das ist eine einzige Quälerei für die Hunde und nix anderes.

    Nur geht es den Hunden im Schnitt im Shelter auch nicht besser (Tendenz eher gegenteilig) - und das auch noch ohne Perspektive. Das Argument ist also schlicht keins.


  • Lies doch gerne mal quer in den verschiedenen Threads über Hunde aus dem Ausland.

    Da wird es ja gerne als normal verkauft, wenn der Hund anfänglich so eine Panik hat, dass er weder Futter nimm noch sich aus ner Ecke raus traut. Dass Hund sich nur in der Wohnung löst ist dann natürlich ganz normal.


    Ich verteufel nichts, aber in diesen Fällen tun mir die Hunde einfach entsetzlich leid. Stell dir mal vor, du hast beispielsweise panische Angst vor Bällen. Und wirst dann mit Bällen tagelang, wochenlang, monatelang in einen Raum gesperrt und einfach in deiner Panik, deiner Todesangst, alleine gelassen. So geht es vielen vielen Hunden aus dem Auslandstierschutz. Ja, nicht allen, aber jeder einzelne Hund, der so in Todesangst leidet, ist in meinen Augen einer zu viel. Das hat auch für mich mit Tierschutz überhaupt nix zu tun. Das ist eine einzige Quälerei für die Hunde und nix anderes.

    Nur geht es den Hunden im Schnitt im Shelter auch nicht besser (Tendenz eher gegenteilig) - und das auch noch ohne Perspektive. Das Argument ist also schlicht keins.


    Nur weil es den Hunden in den Sheltern nicht gut geht, ist das ja kein zwingendes Argument, die Hunde zu exportieren und in eine unpassende Lebenssituationen zu stecken.

    Es gäbe ja durchaus andere Möglichkeiten, zb, die Situation in den Sheltern zu verbessern.

    Aber es kann doch nicht die Lösung sein, die Hunde auf Gedeih und Verderb in Familien zu zwingen, auch wenn das für sie mit enormer Todesangst verbunden ist.

    Mia hatte nach einem blöden Vorfall Panik an Silvester. Wenn ich mir vorstelle, sie hätte über Wochen und Monate in dieser Panik leben müssen macht mich das sehr traurig.

    Das ist doch für den Hund kein schönes Leben, wenn er in ständiger Todesangst lebt.

    Natürlich gibt es manche Menschen, die sich bei solchen Aktionen auf die Schultern klopfen, was sie doch tolles gemacht haben, um den Hund zu retten. Nur dass es für den Hund kein bisschen besser ist. Nur anders.

    Hat für mich mit Tierschutz im Interesse der Hunde nix zu tun.

  • Nochmal: es GIBT nicht nur den klassischen happy Straßenhund. Es gibt zahllose ausgesetzte, kleine, kranke, alte Hunde. Entsorgte Welpen. Die überlässt man also einfach ihrem Schicksal??? Und selbst unter den eigentlichen, verwilderten Straßenhunden gibt es viele, die unglaublich zutraulich und menschenbezogen sind - vermutlich weil sie irgendwann mal ein Heim hatten und doch menschengeprägt sind. Oder geschnallt haben dass Menschen=Wärme und Futter. Die Argumente hier finde ich sehr, sehr einseitig.

  • Gibt hier einige Beispiele gelungener Direktimporte.

    Natürlich. Das ändert aber nichts an den Nicht-gelungenen.

    Hä? Ich raffs nicht. Ich würde bei einem interessanten Hund aus dem Ausland ohne vorhandene Pflegestelle durchaus sagen, hey, holt ihn, ich mach Pflegestelle und wenn der Hund zu mir und allen anderen hier passt, darf er für immer bleiben. Wenn nicht, bereite ich ihn ganz normal auf eine Vermittlung vor

    Finde ich unter 2 Optionen völlig ok. 1. Du bist keine Anfängerin. 2. Du könntest den Hund behalten und versorgen, wenn er eben doch nicht vermittelt wird.

  • Ich denke, es geht da um verschiedene „Zielgruppen“. Es gibt unbestreitbar viele Hunde, denen die Verbringung in Familien sehr hilft. Und es gibt Hunde, für die ein vernünftiger Shelter im Heimatland super ware. Und es gibt Hunde, für die ist das Leben auf der Straße gut.


    Wir hatten mal einen Transport im TH, gedacht zur Weitervermittlung, da war ein Rüde dabei, der drei Jahre(!) gebraucht hat, bis er sich von seiner täglich anwesenden Bezugsperson stressfrei hat das Geschirr anziehen lassen.

    Andere Menschen? Panik. Tierarzt? Nur sediert. Gassi mit Fremdmenschenbegegnung? Zitternde Flucht ins Gebüsch. Ob dem jetzt geholfen war? Ich wage es zu bezweifeln.

    Auslandstierschutz ist nicht per se überflüssig oder nutzlos, aber man muss sehr darauf achten, dass man im Sinne des jeweiligen Tiers handelt. Und da ist manchmal „kastrieren, Ohrmarke dran und wieder raus“ besser als das andere.

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