Hund aus dem Tierschutz
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Wichtig ist aber dass man den Hunden auch Zeit gibt. Und nicht den perfekten Hund erwartet.
Ich finde deine Arbeit als Pflegestelle großartig. So soll es sein.
Ich bezweifle lediglich, dass Anfänger mit rosaroten Vorstellungen (und ohne das passende Umfeld, wie z.B. Garten) das so hinbekommen.
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Hallo,
hast du hier Hund aus dem Tierschutz schon mal geschaut ?*
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Nochmal: es GIBT nicht nur den klassischen happy Straßenhund. Es gibt zahllose ausgesetzte, kleine, kranke, alte Hunde. Entsorgte Welpen. Die überlässt man also einfach ihrem Schicksal???
Äh - ja. Genau das machst du auch. Denkst du, die Tatsache, dass ein einziger Hund bei dir gelandet ist, hilft den vielen anderen?
Sorry, aber wenn man wirklich den vielen Hunden helfen will (und nicht nur einem), dann spendet man das Geld doch lieber für Tierschutzarbeit vor Ort?
Der Import von Hunden aus dem Ausland ist nicht unbedingt die effektivste Form von Tierschutz. Man könnte sogar befürchten, dass es einen Markt für "entsorgte Welpen" und "ausgesetzte Hunde" erst erschafft.
Ich finds ok, sich einen Hund aus dem Ausland zu kaufen, und das Geld geht ja an eine Orga, wenn es eine gute ist, dann auch in deren Arbeit, alles gut. Aber in erster Linie hat man sich einen Hund gekauft, nichts anderes.
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Ich finds ok, sich einen Hund aus dem Ausland zu kaufen, und das Geld geht ja an eine Orga, wenn es eine gute ist, dann auch in deren Arbeit, alles gut. Aber in erster Linie hat man sich einen Hund gekauft, nichts anderes.
Natürlich. Wir wollten einen Hund und haben uns relativ schnell auf einen Rumänen festgelegt, weil wir schon dort waren und das Land - trotz allem - mögen. Züchter ist für mich noch nie in Frage gekommen.
Limetti, ich möchte keine Katzen mehr halten, aber wenn, dann wäre es selbstverständlich eine aus dem Tierheim.
Im Prinzip denke ich, dass unsere Meinungen gar nicht so weit voneinander entfernt sind. Ich weiß dass kein von unserer Orga vermittelter Hund in einem deutschen Tierheim landen würde wenn seine neuen Halter überfordert wären. Er käme dann zurück auf eine der Pflegestellen des Vereins. Ich gehe davon aus, dass die meisten renommierten Vereine seriös arbeiten und das Wohl der Tiere im Blick haben. UND EBEN AUCH VOR ORT HELFEN. Unser Verein unterstützt einen lokalen Shelter. Auch wir haben schon gespendet, wollt ihr die Quittung sehen?

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Er käme dann zurück auf eine der Pflegestellen des Vereins.
Und genau darum geht es doch die ganze Zeit.
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Nur weil es den Hunden in den Sheltern nicht gut geht, ist das ja kein zwingendes Argument, die Hunde zu exportieren und in eine unpassende Lebenssituationen zu stecken.
Es gäbe ja durchaus andere Möglichkeiten, zb, die Situation in den Sheltern zu verbessern.
Aber es kann doch nicht die Lösung sein, die Hunde auf Gedeih und Verderb in Familien zu zwingen, auch wenn das für sie mit enormer Todesangst verbunden ist.
Mia hatte nach einem blöden Vorfall Panik an Silvester. Wenn ich mir vorstelle, sie hätte über Wochen und Monate in dieser Panik leben müssen macht mich das sehr traurig.
Das ist doch für den Hund kein schönes Leben, wenn er in ständiger Todesangst lebt.
Natürlich gibt es manche Menschen, die sich bei solchen Aktionen auf die Schultern klopfen, was sie doch tolles gemacht haben, um den Hund zu retten. Nur dass es für den Hund kein bisschen besser ist. Nur anders.Hat für mich mit Tierschutz im Interesse der Hunde nix zu tun.
Der Verein, in dem ich aktiv war, hat vor einigen Jahren in einem sehr hartem Winter mal nach einem verzweifeltem Hilferuf direkt einen supereilig auf die Beine gestellten Hilfstransport mit Decken und Kissen, Wärmeplatten, Futter und anderen dringend benötigten Sachen nach Rumänien zu einem kleinen Verein gekarrt. Unterstützung vorort gibt es nämlich durchaus auch.
Was sie dort vorgefunden haben, waren verzweifelte, überforderte Menschen, die nach eigenen Angaben staatlicherseits eher Steine in den Weg als Hilfe bekommen und unterernährte, schlecht versorgte und durchfrorene Hunde. Durchfroren heißt, dass sie in ein paar Fällen den Leuten vorort geholfen haben, Langhaarhunde mit warmen Wasser von dem Boden zu lösen, an dem sie festgefroren waren und erstmal das Eis im Zwinger wegzubrechen, um die Wärmeplatten aufstellen zu können.
So viel mal zur Einordnung dazu, was „nicht so schön“ konkret heißt.
Und natürlich ist es nicht in allen Sheltern so. Aber hart ist es in fast allen. Und kastrieren und aussetzen ist immer noch verboten. Wenn es gemacht wird, dann mit wohlwollenden Behördenvertretern vorort (wohlwollend warum auch immer) und unter der Hand. Es ist keine Massenlösung.
Viele, viele Tiere finden über Direktimport ein schönes Zuhause. Teils mit Anlaufschwierigkeiten, die auch erheblich sein können, teils ohne. Ja, teils mit längerer Angst. Auch Leben mit Angst kann übrigens lebenswert sein und schön gestaltet werden. Und Angst hält nicht für immer. Geht rein biologisch nicht.
Die Hunde, die ich life aus meiner Umgebung und aus meiner Tierschutzzeit kenne, haben sich mal schneller, mal mit mehr Arbeit eingewöhnt und haben glückliche Menschen. Die sich in manchen Fällen den Einstieg ins Hundehalterdasein auch anders vorgestellt haben.
Ja, es gibt auch die Fälle, die richtig schief gegangen sind. Die gibts aber auch bei der Übernahme durch Hunde vom Züchter. Und über die liest man viel und ausgiebig. Einen Problemthread eröffnet man ja nicht, weil alles so schön und easy ist. Und Problemthreads haben wegen der erzeugten sekundären Emotionen nunmal um ein Vielfaches mehr Aufmerksamkeit als Threads, in denen alle happy sind. Ist menschlich. Verzerrt aber das Bild.
Und hier kann man jetzt wirklich nicht behaupten, dass es einen Mangel an Informationen gibt. Wenn die TE als erwachsene Person sich trotzdem dafür entscheidet, dann ist das ihr recht und ich wünsche ihr und dem Hund, um den es geht, von Herzen das Allerbeste.
Persönlich bin ich übrigens auch kein Freund von Vermittlung von Direktimporten an Hundeanfänger und unterstütze auch keine Vereine finanziell, die vorwiegend mit Direktimporten arbeiten. Es ist nicht das Konzept, das ich ideal finde. Allerdings arbeiten die größeren Tierheime hier alle mit Vereinen im Ausland zusammen und importieren zur Vermittlung geeignete Hunde, wenn sie leere Plätze haben. Was bei. Größten Tierheim hier vorort Dauerzustand ist, nachdem die örtlichen Kommunen zum Teil ihren Vertrag mit diesem Tierheim nicht verlängert haben, sondern auf einen privaten Anbieter geswitcht sind. Der gar keine Abgabetiere nimmt und die Tierarztpraxis gleich dabei hat, also billig arbeiten kann. Soviel zum Tierschutz in Deutschland, danke auch allen beteiligten Kommunen hier dafür
Und manchmal sind auch bei den vermittelnden Vereinen Situationen, bei denen ein halbverhungertes Pärchen völlig verängstigter Hunde, die vorort ziemlich sicher binnen weniger Wochen sterben würde, irgendwie ans Herz der Menschen rührt, die das Heim besuchen. Die diese Hunde dann mitnehmen in der vagen Hoffnung, sie doch irgendwie zu vermitteln. Und wenns nicht möglich ist, ihnen (mit Spendengeld!, also finanziert von Leuten, die das freiwillig tun) einen warmen Platz und sichere Nahrung zu bieten. Und das tun diese Menschen nicht, um sich auf die Schulter klopfen zu können. Warum diese moralische Abqualifizierung? Auch wenn man das Konzept nicht gut findet, man braucht doch nicht den Menschen dahinter gleich zweifelhafte Motive unterstellen?
So geschehen ist es hier vor 10 Jahren. Ich bin diesen Menschen heute noch dankbar dafür. Und jetzt schicke ich mal einen fröhlichen Weihnachtsgruß n alle. Von mir Momo und auch Lilly. Die hierher kam, um nicht zu verhungern, mehrere Monate Panik hatte und gottseidank nicht weiß, dass das ihr Leben hier für immer unlebenswert gemacht hat
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Natürlich nicht. Mir ging es um deinen Punkt, Direktimporte ganz zu unterbinden, und das halte ich für unsinnig.
Ich will gar nichts unterbinden. Ich fände es nur besser und vernünftiger.
Man kann da ja unterschiedlicher Meinung sein. Für mich zählt das potentielle Leid mehr. Das ist wie mit den Leuten, die für ihre eigene "freiatmende" Bulldogge die x anderen, die eben keine Luft bekommen, in Kauf nehmen. Für mich rechnet sich das nicht auf.
Den Vergleich möchte ich wirklich zurückweisen. Der hinkt auf allen vier Pfoten.
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Persönlich bin ich übrigens auch kein Freund von Vermittlung von Direktimporten an Hundeanfänger und unterstütze auch keine Vereine finanziell, die vorwiegend mit Direktimporten arbeiten.
Genau das.
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zweifelhafte Motive unterstellen?
Welche zweifelhaften Motive denn?
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Vielleicht sollten wir seriösen, ernsthaft hilfreichen Auslandstierschutz via Orga genau definieren? Sonst reden wir am Ende zu sehr aneinander vorbei.
Also für mich bedeutet das: es werden NUR Hunde in den Sheltern aufgenommen die ansonsten von Tod und/oder schwerem Leid betroffen wären (zu alt, zu krank, sitzen in der Tötung, werden am Ursprungsort nicht mehr geduldet etc.) natürlich NICHT irgendwelche Hunde fröhlich von der Straße weg eingesammelt.
Von diesen Hunden in den Sheltern werden dann NUR Hunde an Privatleute vermittelt die auch ausreichend Bereitschaft zeigen, mit Menschen zu leben.
Die potentiellen Interessenten werden im Vorfeld ausreichend abgecheckt bezüglich Erfahrung, Vorstellungen etc.
Und, über Allem: von Spenden und Vermittlungsgebühren wird primär versucht die Situation der Tiere vor Ort zu verbessern. Kastraprojekte, Aufklärung, Unterstützung der gesellschaftlichen und politischen Kräfte vor Ort (= Einheimische Tierschutzorgas vor Ort, die sich bez. Verbesserungen engagieren)Die Vermittlung nach wohin auch immer soll natürlich kein Selbstzweck sein.
Eigentlich wäre das ideale Ergebnis einer langjährigen Arbeit vor Ort, dass Shelter, Orgas und Vermittlungen irgendwann überflüssig sind. Das wär perfekt. -
zweifelhafte Motive unterstellen?
Welche zweifelhaften Motive denn?
Dass man es täte, um „deutscher Retter“ zu sein, der mit dem Finger aufs Elend anderswo zeigt und das im eigenen Land nicht sehen will.
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