Hund aus dem Tierschutz

  • Ich glaube, Limetti hat den "Pflegestellenversager" falsch interpretiert.

    Nein, denn ich betrachte den Auslandshund nicht als: Ach probier ichs mal, und wenns nicht klappt, schieb ich ihn halt mal weiter. Und konkret schrieb ich:

    so kann mans natürlich auch interpretieren, wenn ein Hund dann erst mal in Anfängerhände kommt, dort rumgestöpselt und versaut wird und dann, oh, ich bin ein Pflegestellenversager, aber macht ja nichts, ist ja kein Lebewesen, so ein Hund, den man sich im Internetshopping gekauft hat. Schlimm, diese Entwicklung, wirklich schlimm.

    Wer diesen Satz nicht versteht, naja, dem kann ich auch nicht helfen.

    Pflegestellenversager bedeutet, dass man den Hund behält, nicht dass man in der Betreuung versagt hat.

  • Es wäre wirklich hilfreich, wenn Ihr dann auch mal den Kontext lesen und verstehen würdet und nicht einfach nur an einem Wort sinnlos festkrallt, nervt, und ich verabschiede mich von diesem Thema, bringt hier nichts, wie ich merke, weil immer nur die festgefahrene Meinung zählt als deutscher Retter und jedes Hinterfragen ist ja gleich verteufeln. Meine Güte, wie unglaublich engstirnig.

    Hier beginnt übrigens der Kontext, denn manche so geflissentlich ignorieren:

    Mogeltier
    24. Dezember 2025 um 08:21
  • Es tut mir immer weh, wenn der Auslandstierschutz so niedergemacht wird


    Lies doch gerne mal quer in den verschiedenen Threads über Hunde aus dem Ausland.

    Da wird es ja gerne als normal verkauft, wenn der Hund anfänglich so eine Panik hat, dass er weder Futter nimm noch sich aus ner Ecke raus traut. Dass Hund sich nur in der Wohnung löst ist dann natürlich ganz normal.


    Ich verteufel nichts, aber in diesen Fällen tun mir die Hunde einfach entsetzlich leid. Stell dir mal vor, du hast beispielsweise panische Angst vor Bällen. Und wirst dann mit Bällen tagelang, wochenlang, monatelang in einen Raum gesperrt und einfach in deiner Panik, deiner Todesangst, alleine gelassen. So geht es vielen vielen Hunden aus dem Auslandstierschutz. Ja, nicht allen, aber jeder einzelne Hund, der so in Todesangst leidet, ist in meinen Augen einer zu viel. Das hat auch für mich mit Tierschutz überhaupt nix zu tun. Das ist eine einzige Quälerei für die Hunde und nix anderes.

  • Ein Direktimport wäre z.B. für mich nur mit genau der Option machbar.

    Ich bin da bei Limetti.

    Wenn man einen Direktimport nur mit "Ausprobierfunktion" machen kann/will, dann sollte man es eben einfach gar nicht machen.

    Ich könnte hier auch keinen Direktimport aufnehmen.

  • Hä? Ich raffs nicht. Ich würde bei einem interessanten Hund aus dem Ausland ohne vorhandene Pflegestelle durchaus sagen, hey, holt ihn, ich mach Pflegestelle und wenn der Hund zu mir und allen anderen hier passt, darf er für immer bleiben. Wenn nicht, bereite ich ihn ganz normal auf eine Vermittlung vor und er bleibt halt, bis er einen tollen Platz gefunden hat. Das hat doch 0 damit zu tun, ob ich Kompetenz habe, Pflegestelle zu sein. Das ist kein Testen, ob ich mit dem Hund "klarkomme", sondern ob er zu mir und meinen Voraussetzungen passt oder ob xyz bei der Endstelle eventuell passender sein könnte.

    Bei JEDER Pflegestelle sollte aber ein Backup für den absoluten Notfall vorhanden sein, zum Beispiel wenn sich im häuslichen Umfeld dann plötzlich herausstellt, dass das Pflegetier sämtliche tierischen Mitbewohner töten will. Sowas kann man natürlich mal managen, aber oft ist das halt nur mit Stress für alle Beteiligten möglich.

  • Mittlerweile tut es mir einfach nur leid, dass ich die Frage, vielleicht unbedarft, aber Fragen sollten einfach berechtigt sein, in den Raum gestellt habe. Die Entwicklung, die das Ganze genommen hat und die damit den ursprünglichen Rahmen komplett gesprengt hat, war nicht beabsichtigt.

  • Mogeltier So ist das nunmal in einem Forum, man kommt von einer Frage zur nächsten und die Diskussion entwickelt sich. Das muss Dir nicht leidtun, dass Du die Frage gestellt hast :streichel:, ich fand sie durchaus berechtigt. Wie ich ja sagte, für mich persönlich wäre das (zumindest aktuell mit meinen Jungs) die einzige Möglichkeit für einen Direktimport.

    Die Frage, ob die TE sich dazu eignen würde, ist allerdings nochmal eine ganz andere. Und diese Frage zu beantworten, ist dann Aufgabe der jeweiligen Orga.

  • Ein Direktimport wäre z.B. für mich nur mit genau der Option machbar. Ich kann doch vorher nicht einschätzen, ob der neue bei mir ins Rudel passt.

    Dann sollte man es eben gar nicht machen.

    Direktimporte sollten mMn einfach gar nicht möglich sein.

    Gibt hier einige Beispiele gelungener Direktimporte.

    Grüße von einer zufriedenen Direktimporteurin:winken:

  • Danke nochmal an die, die ihre Erfahrungen und Einschätzungen mitgeteilt haben.
    Ich habe bis jetzt von keinen einen Horrorstory gelesen, sondern das es anstrengend und viel Arbeit sein kann. Das ist mir alles bewusst

    Als Hundeanfänger hat man keine Ahnung, sorry, dass ist so. Und bei einem großen Hund warten einfach Herausforderungen auf einen, die man nie auf dem Schirm hatte, zumal wenn er phänotypisch aussieht wie ein Listenhund. Da ist auch die Umwelt manchmal sehr fies und Versicherung und Steuer sind auch krass hoch.


    Wie sagt man so schön, der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.


    Auch ich hab schonmal vor langer Zeit in einer für mich sehr schwierigen Situation einen Hund abgeben müssen, den ich einfach nicht hingekriegt hab und wo es so nicht weitergehen konnte. Scheitern auf der ganzen Linie. Mein Lieblingssatz bis dahin: „Das kann doch nicht so schwer sein“. Hab ich mir damals dann schnell abgewöhnt :ugly:


    Aber manche Erfahrungen muss man vermutlich selber machen. Schade nur, wenn Lebewesen darin involviert sind, die nichts dafür können und sich nicht wehren können und keine Stimme haben.

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