Hund aus dem Tierschutz
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Da sie in NRW lebt und der dann unter die 40/20 Regel fällt, muss sie ohnehin erhöhte Auflagen erfüllen und dazu gehört eine sehr weitreichende Leinenpflicht dazu. Freilauf ist mit dem Hund legal eh kaum drin.
Ist zwar nicht das Thema, aber wie kommst du da drauf
? Du brauchst einen Sachkundenachweis, der Hund muss angemeldet und versichert sein. Das war es.
Ich finde NRW tatsächlich sehr moderat in Punkto Leinenpflicht. Die gibt es in vielen Wald-/Feldgebieten ja nicht mal zur Brut- und Setzzeit. Meine 20/40er laufen hier legal das ganze Jahr über meistens frei... Und innerorts dürfen zumindest hier auch Kleinhunde nicht freilaufen, in der Natur dafür alle Hunde (unter der Voraussetzung: funktionierender Einwirkbereich und bleibt auf den Wegen / belästigt niemanden, jagt nicht). - Vor einem Moment
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Hallo,
hast du hier Hund aus dem Tierschutz schon mal geschaut ?*
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Waldwege fallen unters Forstrecht, das hat mit der Landeshundeverordnung nichts zu tun. Feldwege sind Privatgrund. Darum dürfen Hunde dort frei laufen, wenn der Eigentümer es nicht untersagt.
Ansonsten ist NRW wirklich ziemlich streng (wenn man sich dran hält):
Angeleint - Warum und Wo?
Zur Vermeidung von Gefahren sind Hunde in den nachfolgenden Bereichen an einer geeigneten Leine zu führen (§ 2 Absatz 2 LHundG NRW).
- in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
- in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche,
- bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
- in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten.
Obiges gilt für alle Hunde. Für große Hunde wird es nochmal verschärft:
§ 11 (Fn 3)
Große Hunde(1) Die Haltung eines Hundes, der ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg erreicht (großer Hund), ist der zuständigen Behörde von der Halterin oder vom Halter anzuzeigen.
(2) Große Hunde dürfen nur gehalten werden, wenn die Halterin oder der Halter die erforderliche Sachkunde und Zuverlässigkeit besitzt, den Hund fälschungssicher mit einem Mikrochip gekennzeichnet und für den Hund eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat und dies gegenüber der zuständigen Behörde nachweist. Die Art und Weise der Überprüfung der Zuverlässigkeit obliegt der zuständigen Behörde. § 4 Abs. 7, § 5 Abs. 5 und § 6 Abs. 3 gelten entsprechend.
(3) Der Nachweis der Sachkunde kann auch durch die Sachkundebescheinigung einer oder eines anerkannten Sachverständigen, einer anerkannten sachverständigen Stelle oder von durch die Tierärztekammern benannten Tierärztinnen und Tierärzten erteilt werden.
(4) (weggefallen)
(5) Die zuständige Behörde kann die Beantragung eines Führungszeugnisses zum Nachweis der Zuverlässigkeit anordnen, wenn Anhaltspunkte vorliegen, die Zweifel an der Zuverlässigkeit der Halterin oder des Halters begründen.
(6) Große Hunde sind außerhalb eines befriedeten Besitztums innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen angeleint zu führen. § 5 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.
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Und ich liebe auch Herausforderungen, ein Hund der einfach brav alles macht was ich will wäre nicht so meins.
Sorry, ich muss noch mal darauf zurückkommen. "Herausforderungen" kann man ja unterschiedlich definieren. Für den einen ist es schon eine Herausforderung, sich täglich mehrere Stunden nicht um sich, sondern um den Hund zu kümmern, Zeit mit ihm zu verbringen und dabei nicht auf social media unterwegs zu sein, dafür aber auch bei Mistwetter und Dunkelheit draußen rumzugeistern. Herausforderung kann aber auch sportlich oder mental sein: Agility, Hoopers, Rally Obedience, Zughundesport, Zielobjektsuche, Geruchsdifferenzierung, Mantrailing. Oder Ausbildung zum Besuchshund beim Senioren, Kindern, Menschen mit Beeinträchtigung. Davon geht vieles einfacher, wenn der Hund schon mal eine gewisse Grundstabilität hat, man nicht jederzeit befürchten muss, dass doch ein kleinster Auslöser zu unerwünschten Verhaltensweisen führt.
Herausforderung war für uns z.B., das Mogeltier irgendwann zu einer Gassirunde zu bekommen. Denn die Angst vor anderen Menschen, Geräuschen, Lichtreflexen und den ganzen Gefahren, die draußen lauern, hat dazu geführt, dass er nicht raus wollte, teilweise nicht einmal in den Garten. Auf diese Art von Herausforderung hätte ich liebend gerne verzichtet.
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Lysaya
Heißt, außerhalb im Zusammenhang bebauter Gebiete, also in Waldgebieten z.B., ist Ableinen problemlos möglich. Und innerhalb von Wohngebieten oder an Straßen führen die meisten (vernünftigen) Menschen ihre Hunde eh angeleint oder doch zumindest so nah bei sich, dass die Leine keinen Unterschied machen würde.@alle
Ehrlich gesagt: Die Idee, als Anfänger einen Hund per Foto zu bestellen, noch dazu einen, der als LH-Mix eingestuft werden könnte (und dabei ist es erstmal egal, ob er das IST, denn die Möglichkeiten, das Gegenteil zu beweisen, sind gering), ist sehr leichtsinnig.Tausend Dinge können schiefgehen, die man easy umgehen könnte.
Aber hier werden zunehmend Dinge problematisiert, die mit jedem Hund (Vorsicht Ironie: außer natürlich den völlig vorhersehbaren Verbandszuchthunden) passieren können.
Das berühmte „Auspacken“, bei dem ein Hund auf einmal völlig unerwartete Verhaltensweisen zeigt, das Nicht-Alleinebleiben können, das Nicht-Ableinbar-Sein, die Unverträglichkeit mit anderen Hunden oder Menschen… es ist gut, aufzuklären und zu warnen, aber hier geschieht das zunehmend in unangenehm passiv-aggressivem Tonfall, in zynischem „ihr habt doch gehört, sie kann das schon“…
Das ist keine Aufklärung mehr. Das ist lächerlich machend und fies. Die TE hat das Recht, nicht jeden Kommentar hier sofort demütig anzunehmen, und sie hat auch das Recht, Dinge nicht zu wissen und nicht sofort auf jeden Menschen im Netz zu hören.
Wer der Mitschreibenden hier nur Meinung hat und wer wirklich Fachfrau ist, steht bei niemandem dabei, das kann man als Neuling nicht einschätzen.
Rant over.
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Ich finde NRW tatsächlich sehr moderat in Punkto Leinenpflicht. Die gibt es in vielen Wald-/Feldgebieten ja nicht mal zur Brut- und Setzzeit. Meine 20/40er laufen hier legal das ganze Jahr über meistens frei... Und innerorts dürfen zumindest hier auch Kleinhunde nicht freilaufen, in der Natur dafür alle Hunde (unter der Voraussetzung: funktionierender Einwirkbereich und bleibt auf den Wegen / belästigt niemanden, jagt nicht).
Erstmal danke Lysaya

Du sagst es ja … unter der Voraussetzung funktionierender Rückruf usw. Und dann holst du dir so eine Wundertüte, eventuell sogar mit ordentlich Jagdtrieb oder Artgenossenunverträglichkeit, aus dem Auslandstierschutz, den du gar nicht einschätzen kannst … in erster Linie wegen der Optik.
Und wenn man dann städtisch lebst, hat man meist keinen eigenen Garten und der Aufwand, dann immer rauszufahren in den Wald, ist auch nicht zu unterschätzen. Keine Ahnung, ob die TE das bedacht hat.
Ansonsten ist NRW wirklich ziemlich streng (wenn man sich dran hält):
Und genau das ist es eigentlich. Sehr sehr viele HH juckt es entweder nicht oder sie wissen es nicht besser. Wie oft habe ich beispielsweise in Münster am Aasee frei herumtobende (große wie kleine) Hunde gesehen, mit Bällen/Frisbees und und und. Mal ganz abgesehen von der extremen Hundedichte in NRW/dem Ruhrpott generell. Es wird sich von vielen einfach nicht ans Gesetz gehalten und deswegen wirkt es vielleicht recht locker.
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Es wird sich von vielen einfach nicht ans Gesetz gehalten und deswegen wirkt es vielleicht recht locker.
Mag auf viele zutreffen, aber Fakt ist auch, dass es genug Gegenden in NRW gibt, in denen man auch großen Hunden sehr gut legal Freilauf ermöglichen kann. Ob das auf deine Region zutrifft, kann ich natürlich nicht beurteilen, in anderen Regionen ist es aber definitiv so. Halt nicht im städtischen Bereich (es sei denn, der ist von der Stadt entsprechend ausgewiesen).
Dagegen sieh es beispielsweise in Niedersachsen mit dem generellen Leinenzwang in der Brut-und Setzzeit ganz anders aus.
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Sina 1234 Du schreibst, dass die Orga über die der Hund importiert wird in Deutschland und wohl im gleichen Bundesland ansässig ist, in dem du wohnst.
Wäre es vielleicht eine Möglichkeit vor der Verschickung des Hundes einen DNA-Test auf deine Kosten machen zu lassen?
Sollte sich da herausstellen, dass ein Listenhund drinsteckt und der Hund nicht zu dir kommen kann bist du das Geld für den Test zwar los, aber das dürfte günstiger sein, als die Kosten, die sonst auf dich zukämen (unabhängig von den ganzen Schwierigkeiten).
Ist kein Listenhund drin, hast du den DNA-Nachweis falls es doch von Amts wegen vermutet werden sollte.
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Was möchte ich mit den Hund machen? In den Fall aus TS finde ich es super diesem Tier ein schöneres Leben zu bieten, mit den Hund zusammen zu wachsen und ihn vieles beibringen, das Leben miteinander teilen usw.
Dem Hund ein schönes Leben zu bieten ist eigentlich Grundvoraussetzung um überhaupt einen Hund aufzunehmen, beantwortet aber nicht die Frage was Du mit dem Hund machen möchtest.
Hier schreiben Dir sehr erfahrene Hundehalter, auch mit TS-Hunden aus dem Ausland und Trainer/innen die die Problematik nach dem Einzug erleben.
Bei uns leben seit 25 Jahren Hunde aus dem TS, kein Direktimport und ich habe alle bei ihren PF-Familien kennenlernen dürfen. Ich hatte und habe eine konkrete Vorstellung was in unser Leben paßt und ich einer Fellnase bieten kann was sie für sich braucht.
Wie schon geschrieben wurde siehst Du Bilder und Videosequenzen im jetzigen Lebensbereich dieses Hundes, damit ist er vertraut, und es zeigt was er in der dortigen Lebenssituation leisten kann. Das ist nicht gleichzusetzen mit dem Leben, das ihn hier erwartet und beinhaltet Vieles - fremder Mensch und Sprache, unbekannte Umgebung, Gerüche, Geräusche, optische Reize usw.
Ich habe auch das Gefühl Du hast Deine Entscheidung getroffen, auch weil der Papierkram schon erledigt ist und was diese Entscheidung bedeutet wirst Du er lernen wenn dieser Hund bei Dir einzieht.
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Vieles wurde gesagt, ich möchte noch einen Aspekt einbringen. Vielleicht nicht für die TE, die sich ja schon entschieden hat wie es den Anschein hat, aber für andere die diesen Thread eventuell irgendwann mal lesen.
Zur Orientierung: wir (meine Ursprungsfamilie) hatten seit jeher Tierschutzhunde. Diverse Rassen und Mixe, meist bereits erwachsen zu uns gekommen.
Alle aus mehr oder minder dubiosen Vorbedingungen, die berühmte „schlechte Haltung“, aus Privatabgabe oder TH.
Fast alle hatten mit irgendwas ein Thema, war aber aufgrund Erfahrung der Family und eines recht entspannten Lebensumfeldes gut zu managen.
Alle diese Hunde hatten allerdings eins gemeinsam: sie waren in menschliche Obhut hinein geboren, kannten Menschen also ab Tag 1 als Sozialpartner.
Und dann kam vor 16 Jahren der erste Auslandshund, knapp 5 Monate alt. Und vor 1.5 Jahren der zweite, gut 4 Jahre alt. Beide vom Typus grundverschieden, beide super Hunde mit super Anlagen.
Dazu noch, ein Hund meiner Mutter, ein Welpe aus vermutlich ner haarsträubenden Puppy Farm in einem osteuropäischem Nachbarland. Gefunden in einer Mülltonne, dort wahrscheinlich zum Sterben abgelegt, Rassehund, lange schwer krank und etwas entwicklungsverzögert.
Alles unterschiedliche Hunde, unterschiedlichen Alters. Gemeinsamkeit: alle nicht im Haus geboren, nicht auf den Menschen geprägt, zumindest die ersten Wochen.Was ich damals garnicht auf dem Schirm hatte und heute weiß: der Unterschied ist gigantisch!
Und, zumindest meine Erfahrung, nie wieder komplett auszubügeln.
Nicht falsch verstehen, ich/wir liebte und liebe jeden von ihnen und zumindest der jetzige ist ja auch bewusst und in dem Wissen darum eingezogen.
Aber es bleibt immer etwas, ich nenne es mal Distanz, von Seiten des Hundes. Wird mit den Jahren weniger, wenn man es schafft sich das Vertrauen zu erarbeiten. Aber es bleibt spürbar, so ein kleines Quentchen Unerreichbarkeit. Würde vermutlich Außenstehenden garnicht auffallen, mir mit täglichem Umgang aber schon.
Zumal ich den Vergleich habe: die „Inlandshunde“ aus suboptimaler Haltung hatten auch zum Teil langjährige Vernachlässigung oder 5x Besitzerwechsel in 2 Jahren durch. Aber die waren immer gefühlsmäßig ganz nah am Menschen. Die wollten sich binden, die wollten Vertrauen. Für die war der Mensch an sich, so beschissen er sich bisher vielleicht verhalten hat, ein fester und integraler Bestandteil ihres Lebens.
Für Hunde aus dem Ausland nicht (außer sie sind auch in einer Familie/bei Einzelmensch aufgewachsen, ist aber eher selten im Shelter zu finden).
Das klingt auf den ersten Blick vielleicht banal, ist es in seiner Auswirkung aber überhaupt nicht. Und wird meiner Meinung nach viel zu selten kommuniziert. -
Ich bin übrigens absolut nicht sicher, dass ein DNA-Test anerkannt wird.
„Unser“ Amtsvet hat mal gesagt, offizieller Rassegutachter oder Verbandspapiere, alles andere ist „könnte sein“.
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