Hund aus dem Tierschutz

  • Du hattest mich nach meinen Auslandshunderfahrungen gefragt, aber ich muss ehrlich sagen - ich denke die passen hier nicht rein. Ich würde mir keinen Hund diesen Kalibers und diesen Alters holen, weil der einfach alles auspacken kann. Und klar können das Auslandshunde immer zu einem gewissen Teil, aber bei einem erwachsenen Hund kann man eher einschätzen, in welche Richtung es geht.

    Und das beziehe ich null auf den möglichen LH Anteil. Ich sehe einen Multimix, ja, mit möglichen LH Anteil. Ich finde die Diskussion über Ursprungsrassen bei Multimixen aber generell schwierig. Wenn ein Hund aus zig Rassen zusammengesetzt ist, nichts über 15% - wie will man da über Rasseeigenschaften reden?

    Mein Herz schlägt für Auslandshunde, aber ich würde dir wirklich dringend empfehlen einen Hund auf einer Pflegestelle kennenzulernen. Als Individuum. Und dich da zu verlieben oder eben auch nicht.

    Was nicht heißt, dass es je nach Vetamt nicht dennoch ein Problem werden kann.

  • Ich bin übrigens absolut nicht sicher, dass ein DNA-Test anerkannt wird.

    „Unser“ Amtsvet hat mal gesagt, offizieller Rassegutachter oder Verbandspapiere, alles andere ist „könnte sein“.

    Das macht auch gar keinen Sinn. Schau mal im entsprechenden Thread. 3 Anbieter, meistens 3 verschiedene Ergebnisse. Heißt man könnte in vielen Fällen einfach so lange testen, bis man das gewünschte Ergebnis hat. Und wie soll man die Tests denn dem Hund zweifelsfrei zuordnen? Ich könnte auch den Test von einem anderen mischling. Wer soll das kontrollieren?


    Ansonsten denke ich ist das Thema durch. Ich kann das wirklich gar nicht nachvollziehen, aber ich muss mit den Konsequenzen ggf. auch nicht leben.


    Ich kann nur so viel sagen, dass das Amt dir da irgendeinen Freifahrtschein mit der Mail gibt, das interpretierst du absolut falsch.

  • Das wollte ich gerade schreiben.

    Ist kein Listenhund drin, hast du den DNA-Nachweis falls es doch von Amts wegen vermutet werden sollte.

    Mit dem Ding gewinnst du in aller Regel keinen Blumentopf.

    1. Wer soll sicherstellen, dass dieser DNA-Nachweis zu diesem Hund gehört?

    2. Hast du dir mal angeschaut, was für aberwitzige Ergebnisse teilweise rauskommen, wenn Leute bei ein und dem selben Hund Proben an verschiedene Labore senden?

    3. Welche Rassen rauskommen können, hängt sehr stark vom Labor ab.

    4. Es bleibt dabei. Wenn der Hund phänotypisch einer sogenannten gefährlichen Rasse zugeordnet wird, darf er nicht eingeführt und in den meisten BL auch nicht gehalten werden.


    .....

    Sina 1234

    Hier übrigens ein Urteil aus NRW:

    https://openjur.de/u/2388229.html

    Kurze Zusammenfassung:

    • Hund entspricht phänotypisch einer gefährlichen Rasse.
    • Es liegt keine Genehmigung zur Haltung vor und auch kein öffentlichen Interesse an der Erteilung einer solchen.
    • Die Untersagung der Hundehaltung war rechtmäßig.
    • Die Anordnung zur Abgabe an eine geeignete Stelle war rechtmäßig.
  • Und ich liebe auch Herausforderungen, ein Hund der einfach brav alles macht was ich will wäre nicht so meins.

    Keine Sorge, das kriegst du nicht, egal welche Rasse oder welchen TS Hund zu dir aussuchst. Wie auch? Kein Hund kann deine Gedanken lesen, oder jeder Hund bringt seine eigenen Ideen mit.

    Und ich nehme an, dass du durchaus willst, dass der Hund mit dir dahin geht, wo du hingehen möchtest, darauf verzichtet, Menschen zu beissen, Katzen zu jagen, deinen Garten komplett umzugraben, in die Wohnung zu kacken, deine Möbel heil lässt... oder nicht?

    Das ist der schwierige Teil. Sitz Platz Fuß ist Beiwerk.

    Warum man in seinem Kumpel, Partner, Begleiter der nächsten 10-15 Jahre eine Herausforderung sehen möchte, ist mir sowieso schleierhaft.

  • Ich finde es langsam ebenso problematisch wie teilweise erheiternd, wie die Kommunikation hier inzwischen läuft.

    1. Argumentation Großstadt: wer sagt, in einer Großstadt kann man nie einen Hund frei laufen lassen und muss immer mit dem Auto rausfahren, hat noch nie in einer Großstadt gelebt. Ja, in den Innenbezirken kann man einen Hund nicht von der Leine lassen, a) wegen der Menschenmassen und Autos dort, beides löst sehr schnell Konflikte und Unfälle aus, und b) weil es dort sowieso in fast allen (allen?) Großstädten verboten ist. Aber es gibt in allen Großstädten Parks, Randbezirke im Grünen, ruhigere Gegenden, in denen man sehr wohl und gut einen Hund laufen lassen kann (wenn er denn rückrufbar ist) oder zumindest an der langen Leine/Schleppleine problemlos für ausgiebige Spaziergänge mitnehmen kann.

    2. Anmelden und Hundesteuer bezahlen ist für jeden Hundehalter gesetzlich Pflicht. Für Mini-Hunde genauso wie für den über 60 cm Hund. Haftpflichtversicherung ist für Taschenhunde und andere nicht zwingend gesetzlich vorgeschrieben, aber wer auch nur einen Funken Verstand hat, macht es, unabhängig von der Größe und Rasse seines Hundes. Ich wüsste auch nicht, warum es so abschreckend sein sollte, dass man für seinen Hund eine Haftpflicht abschließt?

    3. Experten hier im Forum sagen mit absoluter Sicherheit, dass in dem TE-Wunschhund ein Amstaff mit drin ist. Vermutlich gibt es Experten, die sowas ohne jeden Zweifel von einem Foto im Internet erkennen können. Aber falls ja, woher soll die TE wissen, dass sie solche überaus fähigen Experten hier im Forum vor sich hat? Sie kennt hier niemanden näher, und kriegt bloß mit, dass sie einer geballten "Expertenfront" gegenübersteht, ohne im geringsten zu wissen, ob man deren Aussagen trauen kann oder nicht.

    4. Es ist nicht hilfreich, von zig Personen massiv angegriffen zu werden und das teilweise im Befehlston "Lass es!" etc. Normalerweise fördert das absolut nicht das Nachdenken, sondern löst zwei Reaktionen aus: entweder man zieht sich zurück, schreibt nichts mehr, und ist weg (wie schon oft Im DF passiert). Oder man geht in die Konfrontation rein, trotzig, "und jetzt erst recht", und leistet Widerstand. Beide Reaktionen nützen dem Hund, um den es geht gar nichts, ebenso wenig das verbale Niederknüppeln der TE durch die "Das ist unverantwortlich und gefährlich!"-Front. Und es hilft absolut überhaupt nichts, um hier eine Kommunkation zu ermöglichen, die einigermaßen sachlich ist und der TE ermöglicht, zu reflektieren, nachzudenken und vielleicht das eine oder andere Argument ernst zu nehmen.

    5. Die TE ist erwachsen und kann entscheiden und tun, was sie will. So bitter das oft für einen Hund ist, es ist Fakt und keiner hier kann was dagegen tun oder jemanden davon abhalten, eine dumme Entscheidung zu treffen. Wenn sie diesen Hund holen will, wird sie ihn holen, auch wenn sich hier alle aufregen bis zum Gehtnichtmehr.

    Bei Hunden würde man, wenn sie aufeinander losgehen oder sich extrem gegenseitig hochjagen, sagen: Cool down, nimm deinen Hund und geh aus dem Konflikt raus, statt ihn noch mehr und mehr anzuheizen. Bei Menschen hat man oft den Eindruck, dass sie sich mit Vehemenz in ein Thema oder in Argumente verbeißen, wie in einen alten, schon ausgelutschten Knochen, und den Knochen überhaupt nicht mehr losslassen wollen. Da werden Argumente zigmal wiederholt, mit immer aggressiverem Unterton, da holt man Totschlagargumente aus dem Sack, die teilweise gar nichts mit dem Thema zu tun haben, da wird die verbale Keule ausgepackt - und wozu? Ein Hund hört umso weniger, je lauter und aggressiver man schreit. Ein Mensch reagiert genauso. Die sachlichen Argumente sind doch schon zigmal genannt und erläutert worden. Wozu also immer weiter sich in das Thema verbeißen?

    Ich plädiere dafür, dass alle mal tief durchatmen und sich überlegen, ob es irgendwas bringt, immer noch mehr zu eskalieren und auf die TE loszugehen. (Deren Entscheidung, den Hund zu holen, ich aus anderen Gründen - nicht wegen des angeblichen Amstaff-Anteils- auch für verantwortungslos, unbedacht und falsch halte).

  • Lysaya
    Heißt, außerhalb im Zusammenhang bebauter Gebiete, also in Waldgebieten z.B., ist Ableinen problemlos möglich. Und innerhalb von Wohngebieten oder an Straßen führen die meisten (vernünftigen) Menschen ihre Hunde eh angeleint oder doch zumindest so nah bei sich, dass die Leine keinen Unterschied machen würde.

    Jein. Im Wald darf nur auf Wegen und nicht in der BuS-Zeit abgeleint werden. Bebaute Ortschaften schließt eben auch Parkanlagen etc. mit ein. Und genau dort lassen viele ihre Hunde frei herum laufen, weil das für sie gar nicht mehr "bebaut" ist. Das Problem ist, dass viele sich eben nicht an das Gesetz halten und nur dort anleinen, wo es für den eigenen Hund potentiell gefährlich sein könnte (eben in der Großstadt an der Hauptstraße z.B.). Das Gesetz ist aber weitreichender. Es besagt für große Hunde praktisch: Ohne Leine nur auf Deinem eigenen Grundstück (oder bei Freunden/Verwandten).

  • Bevor du den Leuten hier erklaerst, was sie alles fuer Bloedsinn schreiben und wie sie sich zu aeussern haben, solltest du die entsprechenden Gesetze/Verordnungen kennen und evtl. auch die Texte verstehen.

    Je nach BL und Gemeinde, sind die Verordnungen bzgl. Freilauf anders. Darauf wurde eingegangen. Nein, nicht in jeder Grossstadt gilt das, was du da beschreibst..

    Steuer/Versicherung ist je nach Rasse/Mix ein Thema und da hat der Vergleich mit Mini-Hunden einfach keinerlei Sinn

    Aber du kannst einschaetzen, dass es kein Listenhund ist?


    Du hast gerade deinen ersten Hund/bekommst ihn demnaechst, richtig? :hust:

  • Sina 1234 was hältst du denn von der Idee dir einen Termin beim Ordnungsamt deines Wohnortes zu machen. Dort meldest du den Hund später ja auch an. Von dort kommen die Auflagen. Von dort wirst du ggfs. auch zum Vet.Amt verdonnert. Zumindest ist es in diesem Teil von NRW so geregelt. Die kochen ja auch je nach Ort/Kreis eigenes Süppchen.

    Ansonsten finde ich persönlich dein Herangehen an die Hundesuche eher sportlich wenn nicht gar naiv.
    Du drückst dich auch sicher nicht grundlos um die vielen Fragen, wie du dir das Leben mit Hund vorstellst. Dabei solltest du gerade das bei der Hundewahl deutlich mehr berücksichtigen als nur das Aussehen.

  • Sina 1234 was hältst du denn von der Idee dir einen Termin beim Ordnungsamt deines Wohnortes zu machen. Dort meldest du den Hund später ja auch an. Von dort kommen die Auflagen. Von dort wirst du ggfs. auch zum Vet.Amt verdonnert. Zumindest ist es in diesem Teil von NRW so geregelt. Die kochen ja auch je nach Ort/Kreis eigenes Süppchen.

    Was soll denn die Zielsetzung davon sein?

  • Sina 1234 was hältst du denn von der Idee dir einen Termin beim Ordnungsamt deines Wohnortes zu machen. Dort meldest du den Hund später ja auch an. Von dort kommen die Auflagen. Von dort wirst du ggfs. auch zum Vet.Amt verdonnert. Zumindest ist es in diesem Teil von NRW so geregelt. Die kochen ja auch je nach Ort/Kreis eigenes Süppchen.

    Was soll denn die Zielsetzung davon sein?

    Es ist egal was wir in dem Hund sehen. Es zählt letztendlich was der zuständige im Ordnungsamt sagt. Der ist derjenige, der der jede weitere Maßnahme einleitet und sonst niemand.
    Manchmal hilft es einfach, diese Leute um Einschätzung zu bitten auf die gesamte Situation. Und da es eben gerade in Bezug auf Listis so viel menschlicher Ermessensspielraum ist, kann es nicht schaden, wenn dieser Mensch (der maßgeblich mit entscheidet) sich daran erinnert, dass man vor Kauf/Übernahme/whatever sehr pflichtbewusst um Rat gefragt hat und diesen auch befolgt.
    Natürlich kann die Antwort auch lauten - bist du irre der Hund darf nicht kommen und ist ein illegal eingeführter Kat. 1 Hund. Dann muss man von dem Traum definitiv auch Abstand nehmen.

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