Welpe entspannt nicht richtig in unserer Nähe

  • Bringt er ihn auch zügig?

    Das BRINGEN ist das A und O beim Apport (und dann darf er es auch gerne vor dir "ausspucken" - Hauptsache, er bringt es zügig zu dir, alles andere kommt später).

    Ja das klappt zu 95%.
    Das finden ist eher das Problem. Der gelbe Beutel im grünen Gras in 5m Entfernung. Wir machen das 3-4 mal und hören dann auf um ihn nicht zu überfordern.

    Ok, ich gebe dir mal eine Übung dazu:


    Cuper sitzt, du entfernst dich einige Meter von ihm.

    Dann "zeichnest" du mit dem Futterbeutel einen Kreis mit ca 2m Durchmesser (also nicht zu groß) auf den Boden (du streichst mit dem Futterbeutel über den Boden, und legst so ein Duftspur), und versteckst den Beutel anschließend irgendwo innerhalb dieses Kreises an dessen Rand, möglichst für Cuper unbemerkt (du kannst dafür z. B. an mehreren Stellen mit dem Beutel noch mal "hintupfen", und bei einem dieser "Tupfer" den Beutel dann ablegen - aber unbedingt danach noch ohne Beutel in der Hand noch so 2-3 mal so tun als würdest du "tupfen").

    Dann holst du Cuper ab, und setzt ihn IN DIE MITTE des Kreises, entfernst dich, und gibst das Kommando "Such!".

    Die ersten Male wird es nicht auf Anhieb klappen, vermutlich verlässt Cuper den Kreis - und geht von selber wieder zurück weil er merkt dass er die Linie (Kreislinie) überschritten hat; Wenn nicht, hilfst du ihm und holst ihn wieder in den Kreis.

    Cuper hat - wie alle Hunde - eine ausgezeichnete Nase.

    Er muss aber - auch wie alle Hunde - erst mal lernen, diese gezielt einzusetzen.

    Er muss auch lernen, Entfernungen einzuschätzen und sich Landestellen (Ablagestellen) zu merken.


    Ich gehe davon aus, dass er derzeit beim Suchen den Beutel zig mal überrennt, ohne ihn zu bemerken :D

    Da schaltet die Aufregung noch die Nase aus - das ist bei vielen Hunden zu Beginn so.

    Spoiler anzeigen

    Ich hatte - lange ist's her - für meinen Amigo eine recht kurze Markierung ins Unterholz mit dichtem Laubboden geworfen, vielleicht so 15m entfernt, und ihn dann geschickt.

    Amigo - der mein bisher bester Apportierer war - war damals noch jung und höchst dynamisch, und ist ungefähr zu der Stelle hin ... und drüber weg, und wieder zurück ... und drüber weg ... und nach links... und nach rechts... und wieder drüber weg ... und ... etc.

    Mein Vasco - der ältere, deutlich abgeklärtere Hund - stand bei mir, und wir beobachteten den immer aufgeregter hin- und herrennenden Amigo bei seiner verzweifelten Suche.

    Ihm stand auf der Stirn geschrieben: "Verdammt - das MUSS doch hier irgendwo sein ... DAS MUSS DOCH HIER IRGENDWO SEIN!!!!!"

    Plötzlich ging mein Vasco ganz gemächlich los, legte sich hin, und sah dabei dem wild hin- und herrennenden Amigo nach, wie beim Tennisspiel: "Ping (rechts) - Pong (links), Ping-Pong, Ping-Pong.

    So nach 1min dämmerte mir etwas ... "Der wird doch nicht :shocked::???:".

    Doch - hat er...

    Ich ging hin - und was lag da zwischen den Pfoten von meinem Vasco?

    ....

    Genau.

    Das Dummy, welches Amigo immer noch verzweifelt suchte, derweil Vasco da lag und: "Ping - Pong - Ping - Pong" dem verzweifelten Amigo mit seinen Blicken verfolgte.

    Ich nur: "Boah - VASCO!!!"

    Vasco: "Der ist doch blöd, Mama, echt ... :ka:xD"

    Ich habe Amigo gerufen und mit der Hand signalisiert wo er mal gucken soll - und Amigo guckte, stockte, sah das Dummy zwischen Vascos Pfoten ... und pflückte es treffsicher unverzüglich dazwischen raus, um es mir stolz zu präsentieren :hurra:.

    Ein Jahr später, ein Jahr weiter im Training: Gleiche Bedingungen, viel Laub an der Landestelle und drumherum, aber deutlich weitere Distanz für die Markierung: Amigo rennt absolut zielsicher zur Fallstelle, pickt, und kommt sofort zurück.

    Diese Fähigkeiten müssen wachsen - und dafür braucht es Zeit ... und ich brauchte eine vernünftige Anleitung.

    Habe ich damals in einem Retrievertreff erhalten, mit einem Blockkurs bei einer Trainerin in deren Revier.


    Edit: Die obige Übung machst du bitte nicht öfter als 2 mal hintereinander...

    Ansonsten nimmst du für deine Übung bitte ganz kurzes Gras - Cuper muss auch bei kleinen Distanzen die Beute erst mal SEHEN können, weil er erst lernen muss, Distanzen einzuschätzen.

  • Ich finde auch, dass sich das Verhalten nach Stress anhört.

    Ich gehe in solchen Momenten einen Schritt zurück.

    Der Hund kann das MOMENTAN nicht, also würde ich es nicht machen.

    Je nach Hund und Hundetyp würde ich die "Blockrunde" als "Alltagstraining" einbauen.

    Kürzer und nicht als Pipiriunde.

    Ich wohnte auch mal in der Stadt mit Hund und weiß, dass man es nicht so leicht hat, weil man den Hund oft mit der Leine führen muss, obwohl Hund es "noch" nicht kann.

    Aber je weniger der Hund jetzt so gestresst wird, desto mehr kann Hund aufnehmen, verarbeiten und resilienter werden.
    Ich habe übrigens bisher Hunde gehabt, die aus purem Gehorsam neben mir herlaufen konnten und einen Hund, der mir quasi immer auf dem Fuß stand.

    An der Straße geht hier nie ein Hund ohne Leine.

  • Sorry, hier gibt’s von vielen wirklich richtig gute Tipps und ja, auch mal die Keule. Aber ich kann’s nicht mehr lesen. Lest meine Texte vernünftig, oder fragt anständig. Interpretiert nicht ständig etwas rein, weil mal Infos fehlen.
    der Arme kommt überall mit hin, der hat glaub ich schon mehr km im Auto gemacht als manch anderer hier im Forum. Er kann, wann immer es passt, frei sein. In seinem Tempo was tun. Hund sein.

    Ich verstehe diese Antwort auch nicht so richtig.

    Sie wurde vorher schon öfter mal gestellt und ich habe auch keine Antwort darauf gefunden. Ich würde sie auch gerne noch mal stellen. Ganz ernst gemeint. Wann hat der Hund Freilauf und kann ganz in seinem eigenen Tempo Dinge machen? Was ich hier lese ist, dass es ganz schön viele Erwartungen an diesen jungen Hund gibt und viele Regeln umgesetzt werden sollen. Ja, daraus kann ich nicht schließen, dass es keinen Freilauf gibt. Aber deswegen Frage ich ja?

    Das einzige, was ich dazu gelesen habe ist, dass er an der Schleppleine ist und dass Apportieren geübt wird. Was für mich beides nichts mit Freilauf zu tun hat.

    Das hat nichts mit einer "Keule" zu tun, von der du sprichst sondern es geht doch darum herauszufinden, was deinen Hund stresst und wie man ihm helfen kann. Also entweder möchtest du das oder du möchtest dich nur darüber austauschen, dass Junghunde manchmal ganz schön nerven, hast aber selbst eigentlich schon den Plan.

  • CupersHerrchen

    Ich würde tatsächlich mit dem Auto oft an einen Ort fahren, egal wie nah es ist. Das hat folgende Vorteile:

    Da der junge Hund schon für den Hinweg Hirnzellen aufbraucht, während des Spaziergangs ebenso, fehlt euch die nötige Energie um noch gescheit nach Hause zu kommen. Das resultiert dann in Stress, Übersprung und exzessives schnüffeln. Je älter er wird, desto mehr interessieren ihn Gerüche, das ist normal , braucht aber enorm viel Energie. Die fehlt dann nachher.

    Mit dem Auto sparst du dir Hin- und Rückweg.

    Wenn er müde ist, bist du schnell beim Auto und kannst ihn einladen.

    So könnt ihr den ganzen Stress viel tiefer halten.

    Ihr vermeidet gemeinsame sehr stressige Erfahrungen, die gegenseitig nicht gut tun.

    Ich hab das oft gemacht mit den jungen Hunden, irgendwo hin fahren. Was dann auch schön ist, am Ende zurück zum Auto, hinsetzen und den Hund noch etwas herum schnuppern lassen.

    Oder wenn er müde ist, einladen ins Auto, Deckel offen lassen, zum Hund sitzen und gemeinsamin die Gegend gucken. Einfach sein.

    Je nach Tag merkst du ja wie er drauf ist. Dann bleibst du einfach näher im Umkreis des Autos, damit du schneller mit dem Kopf-müden Hund wieder zurück bist. Oder du gehst etwas weiter wenn er fit ist.

  • Das einzige, was ich dazu gelesen habe ist, dass er an der Schleppleine ist und dass Apportieren geübt wird. Was für mich beides nichts mit Freilauf zu tun hat.

    Dann lest ihr nicht richtig. Ich habe doch sogar vor ein paar Beiträgen geschrieben, dass das Apportieren im Freilauf stattfindet. OHNE Schlepp.

  • Hundundmehr du beschreibst es passend, er überrennt den Beutel, aber ich habe derzeit gar nicht die Erwartung das er ihn sofort findet. Soll er ja in Ruhe lernen.

    Die Sache mit dem Kreis probieren wir später mal. Vielen lieben Dank.
    Man merkt ihm ja förmlich an, das ihm das Spaß macht.
    Alleine schon wenn er irgendwo sich nen Stock stibitzt, oder hier im Haus. Wie glücklich er die Sachen dann trägt. Mega süß.

  • Das einzige, was ich dazu gelesen habe ist, dass er an der Schleppleine ist und dass Apportieren geübt wird. Was für mich beides nichts mit Freilauf zu tun hat.

    Dann lest ihr nicht richtig. Ich habe doch sogar vor ein paar Beiträgen geschrieben, dass das Apportieren im Freilauf stattfindet. OHNE Schlepp.


    Aber das ist doch dann wieder konzentriertes und strukturiertes Training zum üben des Apportierens.


    Und eben gerade nicht Freizeit im Freilauf und Hund kann einfach mal machen, was er möchte.

    Vlt flitzen, vlt die Gegend beobachten, vlt schnüffeln.

  • Das einzige, was ich dazu gelesen habe ist, dass er an der Schleppleine ist und dass Apportieren geübt wird. Was für mich beides nichts mit Freilauf zu tun hat.

    Dann lest ihr nicht richtig. Ich habe doch sogar vor ein paar Beiträgen geschrieben, dass das Apportieren im Freilauf stattfindet. OHNE Schlepp.

    So langsam glaube ich, dass es einen Grund hat, dass du diese Frage so vehement nicht beantwortest, der über unaufmerksam lesen hinaus geht...

    Wie kann man denn so konsequent am Thema vorbei antworten? Die Frage ist einfach. Wann hat der Hund Freilauf und wann kann er in seinem Tempo und ohne außere Reglementierung Hundesachen machen?

    Apportieren üben (was du übrigens Mal mit der Hundeschule besprechen solltest für einen sauberen Aufbau) im Freilauf gehört da übrigens nicht dazu.

  • Sorry, hier gibt’s von vielen wirklich richtig gute Tipps und ja, auch mal die Keule. Aber ich kann’s nicht mehr lesen. Lest meine Texte vernünftig, oder fragt anständig. Interpretiert nicht ständig etwas rein, weil mal Infos fehlen.
    der Arme kommt überall mit hin, der hat glaub ich schon mehr km im Auto gemacht als manch anderer hier im Forum. Er kann, wann immer es passt, frei sein. In seinem Tempo was tun. Hund sein.

    Ich verstehe diese Antwort auch nicht so richtig.

    Sie wurde vorher schon öfter mal gestellt und ich habe auch keine Antwort darauf gefunden. Ich würde sie auch gerne noch mal stellen. Ganz ernst gemeint. Wann hat der Hund Freilauf und kann ganz in seinem eigenen Tempo Dinge machen? Was ich hier lese ist, dass es ganz schön viele Erwartungen an diesen jungen Hund gibt und viele Regeln umgesetzt werden sollen. Ja, daraus kann ich nicht schließen, dass es keinen Freilauf gibt. Aber deswegen Frage ich ja?

    Das einzige, was ich dazu gelesen habe ist, dass er an der Schleppleine ist und dass Apportieren geübt wird. Was für mich beides nichts mit Freilauf zu tun hat.

    Das hat nichts mit einer "Keule" zu tun, von der du sprichst sondern es geht doch darum herauszufinden, was deinen Hund stresst und wie man ihm helfen kann. Also entweder möchtest du das oder du möchtest dich nur darüber austauschen, dass Junghunde manchmal ganz schön nerven, hast aber selbst eigentlich schon den Plan.

    Ich lese hier nur still mit da ich noch keinem Welpen hatte aber es stimmt nicht, dass er keine Infos gegeben hat. Er hat geschrieben wann/ wie lange der Freilauf ist, dass es ohne schleppleine ist und wie oft er den dummy wirft. Und beim lesen ist es auch schon frustrierend wenn dann immer die Behauptung kommt dass es keinen freilauf gibt.

    Und dass es nur darum geht dass man sich beschweren will finde ich auch nicht sonst würde man ja nicht immer Fragen stellen.

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