Was bedeutet „wesensfest“?

  • Und ich werde das Wort in Zukunft meiden.😎

    Ich habe es daher noch nie genutzt. Genauso wenig wie Bindung. Auch so ein Unwort, mit dem um sich geworfen wird und keiner wirklich weiß, was damit gemeint ist.

    Na ja, zumindest bei "Bindung" gibt es in der Psychologie die Definition "emotionale Beziehung zwischen zwei Menschen (Lebewesen)".

    Aber auch sehr viele Theorien, und im Alltagsumgang eben auch viel mehr Halbwissen, was auch wieder zu selbstgeschusterten Anschauungen führt, weshalb ich sehr gut nachvollziehen kann, warum du das nicht nutzt.

    Finde ich gut :bindafür:


    Anmerkung: Ich nutze in diesem Zusammenhang allerdings gerne die Wirkung von Oxytocin, einem Bindungshormon welches vor Allem aus der Mutter-Kind-Bindung bekannt ist, aber eben auch in der Beziehung zwischen Hund und Mensch große Wirkung hat, weil es auf positive Weise die Bindung zwischen Hund und Mensch beeinflusst und stärken kann.

  • Anmerkung: Ich nutze in diesem Zusammenhang allerdings gerne die Wirkung von Oxytocin, einem Bindungshormon welches vor Allem aus der Mutter-Kind-Bindung bekannt ist, aber eben auch in der Beziehung zwischen Hund und Mensch große Wirkung hat, weil es auf positive Weise die Bindung zwischen Hund und Mensch beeinflusst und stärken kann.

    Voll! Ich find's nur immer etwas unglücklich, wenn Menschen aufgrund der starken Konnotation zur Mutter-Kind-Bindung davon ausgehen, dass es sich bei der Hund-Mensch-Bindung um dieselbe Beziehungsstruktur wie bei Mutter und Kind handelt. Mein Körper reagiert ja auch auf meinen Partner mit Oxytocin... Und auf meine Katze, wenn die mal wieder so süß-dämlich drein schaut, und eben auch auf so manch einen Hund.

  • Da ich ja Liano immer als wesensfest bezeichne mal meine Definition:

    -Er findet Trubel richtig richtig cool. Je mehr Menschen und Action desto besser. Mit 15 Wochen war er mit meinen Eltern auf einem Blasmusikfest und noch heute liebt er Flohmärkte, Stadtfeste und Co. Da kann er stundenlang am Rand stehen und nur zugucken.

    -Er ignoriert Menschen, Ende und stressige Situationen komplett. Bin ich z.b. auf nem Stadtfest und es wird enger muss ich ihm nur sagen er soll seinen Weg gehen und er läuft ohne zu zucken zackzacklinksrechts seinen Weg.

    -Im Alltag ist er komplett entspannt, obwohl er Reize natürlich wahr nimmt. Beim Gassi irgendwo stehen bleiben? Kein Ding legt er sich halt hin.

    -Ist doch mal etwas gruselig, er erschreckt sich, tut sich mal weh oder was weiß ich bricht nicht seine komplette Welt zusammen. Er schüttelt sich, guckt sich um und gut is.

    -Er kommt auch nach Aufregung innerhalb kürzester Zeit wieder runter

  • Genau das meine ich doch. "Wesenfestigkeit" ist extrem subjektiv!

    Ich hatte bis jetzt in meinen Bereichen, Gebrauchshunde im weitesten Sinne, nie das Gefühl, dass das subjektiv ist, sondern alle vom Gleichen gesprochen haben. Wenn ich schaue was die Leute mit Gebrauchshunden hier schreiben, dann passt das auch.


    Vielleicht liegt es also auch schlicht dran, dass der Begriff in den Privatbereich übergeschwappt ist und da verwässert wurde.

  • Also unter Jägern kenne ich die Diskussion, dass einige meinen, ein Hund mit zu wenig Wildschärfe ist nicht wesensfest, während andere meinen dass Wildschärfe nicht das Non-Plus-Ultra für Wesensfestigkeit ist.

    Bei Gebrauchshundesportlern kenne ich die Diskussion, ein Hund der sich nicht irritieren lässt durch harte (schmerzhafte) Schläge ist nicht so wesensfest wie ein Hund, den harte (schmerzhafte) Schläge anstacheln.

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