Fragen, die man sonst nicht zu stellen traut .... Teil 24

  • Ich verstehe das schon irgendwie, obwohl man ja die Welpen meist beim Besuchen sieht, und da merkt man ja schon, dass die nicht ruhig und ausgeglichen sind. Meine Züchterin schickt auch mal Videos, und da merkt man schon welche Energie diese haben. Ich hab auch im realen Leben Kontakt zu welpenerfahrenen Leuten, die sagen alle die Welpenzeit ist nun mal anstrengend.

    Aber im Internet sieht man schon stark romantisierende Videos, bei denen alles immer schön und einfach ist.

    Wenn man doch aber nur einen letzten Funken an Realitätssinn über hat, überlässt man Informationsgewinnung dieser Art doch nicht Insta-Videos.

  • Ich verstehe das schon irgendwie, obwohl man ja die Welpen meist beim Besuchen sieht, und da merkt man ja schon, dass die nicht ruhig und ausgeglichen sind. Meine Züchterin schickt auch mal Videos

    Es ist aber vermutlich ganz schlicht so, dass die allermeisten Welpen nicht vom Verbandszüchter kommen, sondern von privat oder vom Händler…

  • Aber im Internet sieht man schon stark romantisierende Videos, bei denen alles immer schön und einfach ist.


    Ist halt auch immer Ansichtssache, was man schön und einfach findet.

    Mich stören zb wild in der Wohnung tobende Welpen nicht. So sind die kleinen Mäuse halt.

    Ich denke mir immer: auch (meine) Hunde haben nur ein Leben und die sollen da auch einfach ne möglichst gute Zeit mit viel Spaß haben.

    Klar, nicht auf Kosten anderer.

    Aber mal als Beispiel: meine Border haben vorhin vorm Spaziergang auf meinem Bett mit meiner Bettdecke gezergelt.

    Objektiv natürlich kein gutes Verhalten.

    Aber ganz ehrlich: die beiden hatten ne Menge Spaß, es kam niemand zu Schaden, warum sollte ich das verbieten? Weil „man das nicht macht“? Mir egal. :lol:

  • Weil „man das nicht macht“?

    Es ist mit einem Ersthund wirklich ein bisschen wie mit dem ersten Kind. Man macht sich vorher so viele Gedanken, was das neue dazu kommende Familienmitglied dann darf und wo für einen selbst die Grenze ist.

    Und dann ist das Wesen da und man versucht die erste/n Woche/n seinen Plan durch zu ziehen, nur um dann zu merken, was für ein Blödsinn das doch ist 🤣

    Und plötzlich schläft der Hund doch neben einem auf dem Sofa, weil es eigentlich doch ganz gemütlich ist und Hundesabber im Gesicht gar nicht so schlimm ist wie gedacht... :smiling_face_with_halo:

  • Was macht eigentlich Urhunde von Charakter aus?

    Wieso sind sie so anders als die neueren Rasen?

    Ich lese immer wieder, dass Urhunde ganz eigene sind, habe aber wenig Kontakt mit ihnen.

  • Was macht eigentlich Urhunde von Charakter aus?

    Wieso sind sie so anders als die neueren Rasen?

    Ich lese immer wieder, dass Urhunde ganz eigene sind, habe aber wenig Kontakt mit ihnen.


    Im Allgemeinen, dass sie nicht gut eng mit dem Menschen zusammenarbeiten wie modernere Rassen. Es sind zumeist Rassen, die ursprünglich auch nur lose mit dem Menschen zusammengelebt haben.

    Teilweise für die Jagd oder/und als Müllverwerter und Alarmanlage genutzt. Selten im Haus, was Stubenreinheit auch schwierig machen kann.

  • Es gibt ja genug Rassen, die nicht ganz so alt sind und trotzdem selbstständig sind und Jagd- oder Wachtrieb haben. Was macht das die Uniqueness aus?


    Die gezielte Zucht auf bestimmte Jagd-/Arbeitseigenschaften wird's wahrscheinlich mit am Meisten ausmachen, bzw überhaupt gezielte Zucht und Selektion.

    Das fand bei den Urrassen so nicht statt, die haben sich selbst um die natürliche Auslese gekümmert. Inzwischen kann das vielleicht bei einzelnen Urrassen anders aussehen, weil sie mehr gehalten werden und eben auch abseits vom Ursprung.

  • Was macht eigentlich Urhunde von Charakter aus?

    Wieso sind sie so anders als die neueren Rasen?

    Ich lese immer wieder, dass Urhunde ganz eigene sind, habe aber wenig Kontakt mit ihnen.

    Ich habe ja Wolfsspitze, die gehören ja auch zur FCI Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp)

    Jetzt haben beide ganz unterschiedliche Charaktere. Daisy würde ich als sehr führigen, menschenbezogenen Hund beschreiben. Sie will gefallen, und zeigt es auch.

    Djazzy ist... anders... von Welpe an war sie sehr eigenständig. Spielen war von Anfang an etwas "sehr privates", noch heute findet sie Spielzeug auf dem Hundeplatz oder Ausserhalb von Zuhause albern.

    Ich habe sehr lange gebraucht, um mit ihr eine Ebene der Kommunikation zu finden. Sie hat mich mit einem Stück Käse stehen lassen, wenn ich 3x hintereinander Sitz abgefragt habe. Aportieren macht sie, wenn sie muss... oder wenn sie selber einen Sinn dahinter sieht.

    Im Agility ist sie sehr begeistert dabei, wenn wir es als Einheit machen, bin ich unsicher, aufgeregt oder nicht bei der Sache, lässt sie mich stehen(ich eigne mich dann wahrscheinlich aus ihrer Sicht nicht als Jagdppartner). Insgesamt hat sich ihre Einstellung zum lernen und zusammenarbeiten sehr verbessert, und sie macht mit Begeisterung alles, was ich abfrage. Aber wenn für sie etwas nicht stiimmig ist, schaut sie mit einem Blick in die Runde der in Etwa besagt : "Boah, bist du albern, ich bin ein cooles Kind, ich geh dann mal."

    Keine Ahnung, ob es einfach an ihrem Charakter liegt, oder unter den Stempel "Ur Hund" fällt.

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