Der "gefährliche" Hund Teil 3
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Gast41354 -
14. März 2024 um 17:10
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Ich bezweifeln stark, dass die Kangals in Reihenhaussiedlungen, die Probleme machen und z.b durch aggressives Verhalten auffallen, das tun, weil sie Kangals aus irgendwelchen Linien sind die mal für Hundekämpfe gezüchtet wurden, sondern ganz einfach weil sie ohne Sinn und Verstand von unfähigen Menschen in eine unpassende Umgebung gezwängt wurden.
Mir wäre es für Deutschland tatsächlich gar nicht bekannt, dass es hier größere Probleme mit für Hundekämpfe gezüchteten und scharf gemachten Hunden gäbe. Sicher gibt es auch hier entsprechende Aggressionszuchten und illegale Hundekämpfe, aber ein flächendeckendes größeres Problem hat Deutschland damit nicht. Das sieht in anderen (auch westlichen Ländern) aber teilweise ganz anders aus und deswegen ist es eben auch mit entsprechenden Problemen behaftet, wenn man Beißstatistiken oder Beißvorfälle aus anderen Ländern auf die Situation in Deutschland überträgt.
Der Kangal wird in der Regel einfach nur erwachsen und beginnt seine rassetypischen Eigenschaften zu zeigen, das heißt, er wacht, er bellt, er schützt. Wenn er dann keine richtige Aufgabe hat und nicht entsprechend geführt wird, dann bekommt man erstens ziemlich schnell Ärger mit den Nachbarn und dem OA und zweitens stellen sich ganz reale Probleme, wenn man das kräftige Tier einfach nicht mehr halten kann. Also werden die meisten Kangals (die abgegeben werden) im Alter von 1,5-2 Jahren abgegeben. Die wenigsten dieser Hunde, sind aber wirklich problematisch. Sie finden einfach nur kein passendes Zuhause, weil sie einfach in der Regel keine normalen Begleithunde sind.Spoiler anzeigen
"Sorry für's kurze OT aber das macht mich grad neugierig:
*Sascha* ich wusste garnicht das dein Kangal auf Pferde aufpasst und wollte gern mal interessehalber fragen wie das abläuft. Läuft er wie bei Schafen auf der Weide herum bzw liegt und wacht, während sie draußen sind? Ich hätte nämlich gedacht das es da mit Pferden konfliktpotenzial geben könnte und entsprechend eine erhöhte Gefahr für den HSH, falls sie austreten.
Oder passt er auf das nichts an den Stall, Offenstall, oder wo auch immer die Pferde untergebracht sind, kommt?"
Ja, er läuft natürlich zwischen den Pferden. Irgendwann mache ich bestimmt auch nochmal ein Fotothema für ihn auf, aber im Prinzip kannst du dir bzgl. der Bindung zwischen Hund und Pferden ganz viel auch aus den Beiträge von McChris hier im Forum herauslesen. Das läuft alles sehr ähnlich. Der Hund lernt als Welpe und Junghund, dass er sich nicht in die Angelegenheiten der Pferde einzumischen hat, sie z.B. auch niemals jagen darf, sich nicht in Streitereien eizumischen hat usw. Er geht aber durchaus eine soziale Bindung ein, ebenso wie die Pferde. Regelmäßige Kontaktsuche, Fellkraulen, Lecken, gemeinsame Ruheplätze usw. Die Gefahr für den Hund ist natürlich bei Pferden und Rindern höher als bei Schafen, denke ich, aber da die Pferde den Hund nicht als fremd, sondern zur Herde zugehörig wahrnehmen, achten sie sehr wohl auf ihm und kommunizieren auch entsprechend mit ihm. Das ist etwas völlig anderes als z.B. ein Besuchshund, der von den Pferden als potentielle Gefährdung wahrgenommen wird. Die leben halt zusammen, wenn auch bei mir nicht 24 Std. am Tag, da ich evtl. Problemen mit Anliegern, Passanten und Nachbarn vorbeuge, solange ich hier vor Ort keine ständige Wolfspräsenz habe. Bei mir läuft der Hund also hauptsächlich auf dem Hofgrundstück und dort im Offenstall/Paddockbereich. Hier befinden sich auch ganzjährig Pferde. Er kann aber auch in unsere Bereiche und auch ins Haus.
Beim HSH ist es in der Regel so, dass er tatsächlich eine Bindung zu den von ihm zu beschützenden Tieren eingehen muss, das ist ein Teil seines Wesens und macht z.B. auch die Haltung nur in einer Familie so schwierig, denn der Hund wird sich dann darauf fokussieren, seine Familie als Herde zu schützen. Ein HSH muss aber lernen, dass der Mensch ein Hirte ist, mit dem man gemeinsam die ihm anvertrauten Lebewesen schützt, das können Tiere sein, aber eben auch Menschen. Der HSH agiert immer als Wächter einer sozialen Gemeinschaft, zum bloßen Objektschutz z.B. eignen sie sich in der Regel z.B. gar nicht. Sie wägen in der Regel immer ab, welche Gefahr sie für ihre Schutzbefohlenen wahrnehmen und handeln entsprechend und das auch auf ihrem Territorium. Für den Objektschutz wären da entsprechende Wachhundrassen oder -linien besser geeignet. -
27. April 2024 um 15:02
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Der "gefährliche" Hund Teil 3 - Vor einem Moment
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Ich bezweifeln stark, dass die Kangals in Reihenhaussiedlungen, die Probleme machen und z.b durch aggressives Verhalten auffallen, das tun, weil sie Kangals aus irgendwelchen Linien sind die mal für Hundekämpfe gezüchtet wurden, sondern ganz einfach weil sie ohne Sinn und Verstand von unfähigen Menschen in eine unpassende Umgebung gezwängt wurden.
Mir wäre es für Deutschland tatsächlich gar nicht bekannt, dass es hier größere Probleme mit für Hundekämpfe gezüchteten und scharf gemachten Hunden gäbe. Sicher gibt es auch hier entsprechende Aggressionszuchten und illegale Hundekämpfe, aber ein flächendeckendes größeres Problem hat Deutschland damit nicht. Das sieht in anderen (auch westlichen Ländern) aber teilweise ganz anders aus und deswegen ist es eben auch mit entsprechenden Problemen behaftet, wenn man Beißstatistiken oder Beißvorfälle aus anderen Ländern auf die Situation in Deutschland überträgt.
Der Kangal wird in der Regel einfach nur erwachsen und beginnt seine rassetypischen Eigenschaften zu zeigen, das heißt, er wacht, er bellt, er schützt. Wenn er dann keine richtige Aufgabe hat und nicht entsprechend geführt wird, dann bekommt man erstens ziemlich schnell Ärger mit den Nachbarn und dem OA und zweitens stellen sich ganz reale Probleme, wenn man das kräftige Tier einfach nicht mehr halten kann. Also werden die meisten Kangals (die abgegeben werden) im Alter von 1,5-2 Jahren abgegeben. Die wenigsten dieser Hunde, sind aber wirklich problematisch. Sie finden einfach nur kein passendes Zuhause, weil sie einfach in der Regel keine normalen Begleithunde sind.Spoiler anzeigen
"Sorry für's kurze OT aber das macht mich grad neugierig:
*Sascha* ich wusste garnicht das dein Kangal auf Pferde aufpasst und wollte gern mal interessehalber fragen wie das abläuft. Läuft er wie bei Schafen auf der Weide herum bzw liegt und wacht, während sie draußen sind? Ich hätte nämlich gedacht das es da mit Pferden konfliktpotenzial geben könnte und entsprechend eine erhöhte Gefahr für den HSH, falls sie austreten.
Oder passt er auf das nichts an den Stall, Offenstall, oder wo auch immer die Pferde untergebracht sind, kommt?"
Ja, er läuft natürlich zwischen den Pferden. Irgendwann mache ich bestimmt auch nochmal ein Fotothema für ihn auf, aber im Prinzip kannst du dir bzgl. der Bindung zwischen Hund und Pferden ganz viel auch aus den Beiträge von McChris hier im Forum herauslesen. Das läuft alles sehr ähnlich. Der Hund lernt als Welpe und Junghund, dass er sich nicht in die Angelegenheiten der Pferde einzumischen hat, sie z.B. auch niemals jagen darf, sich nicht in Streitereien eizumischen hat usw. Er geht aber durchaus eine soziale Bindung ein, ebenso wie die Pferde. Regelmäßige Kontaktsuche, Fellkraulen, Lecken, gemeinsame Ruheplätze usw. Die Gefahr für den Hund ist natürlich bei Pferden und Rindern höher als bei Schafen, denke ich, aber da die Pferde den Hund nicht als fremd, sondern zur Herde zugehörig wahrnehmen, achten sie sehr wohl auf ihm und kommunizieren auch entsprechend mit ihm. Das ist etwas völlig anderes als z.B. ein Besuchshund, der von den Pferden als potentielle Gefährdung wahrgenommen wird. Die leben halt zusammen, wenn auch bei mir nicht 24 Std. am Tag, da ich evtl. Problemen mit Anliegern, Passanten und Nachbarn vorbeuge, solange ich hier vor Ort keine ständige Wolfspräsenz habe. Bei mir läuft der Hund also hauptsächlich auf dem Hofgrundstück und dort im Offenstall/Paddockbereich. Hier befinden sich auch ganzjährig Pferde. Er kann aber auch in unsere Bereiche und auch ins Haus.
Beim HSH ist es in der Regel so, dass er tatsächlich eine Bindung zu den von ihm zu beschützenden Tieren eingehen muss, das ist ein Teil seines Wesens und macht z.B. auch die Haltung nur in einer Familie so schwierig, denn der Hund wird sich dann darauf fokussieren, seine Familie als Herde zu schützen. Ein HSH muss aber lernen, dass der Mensch ein Hirte ist, mit dem man gemeinsam die ihm anvertrauten Lebewesen schützt, das können Tiere sein, aber eben auch Menschen. Der HSH agiert immer als Wächter einer sozialen Gemeinschaft, zum bloßen Objektschutz z.B. eignen sie sich in der Regel z.B. gar nicht. Sie wägen in der Regel immer ab, welche Gefahr sie für ihre Schutzbefohlenen wahrnehmen und handeln entsprechend und das auch auf ihrem Territorium. Für den Objektschutz wären da entsprechende Wachhundrassen oder -linien besser geeignet.Oh doch die gibt es man konnte oder kann bis heute auch die Abstammungs Datenbank Game Pitbulls finden mit Google.
Diese Datenbank ist auch International neben ne Deutsche Version haben da auch andere Länder ihre eigene Datenbank auf der Domain.
Ich sag mal so da sind auch deutliche Fotos hinterlegt die Ernsthaftigkeit bestätigen.
Und alle Hunde die ich auf dieser Datenbank gesehen hatte trugen die Gewissen Marker die auf Hundekampf deuten.
Hab ich mal gefunden als ich mich über Gameline informieren wollte aus Neugierde
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Oh doch die gibt es man konnte oder kann bis heute auch die Abstammungs Datenbank Game Pitbulls finden mit Google.
Das schrieb ich doch, dass es auch in Deutschland Hundekämpfe und Aggressionszuchten gibt.

Nur mMn hat Deutschland damit im Vergleich zu anderen Ländern ein weniger großes Problem.
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Zwei Mädchen wurden in Wünnewil von einem Hund gebissenAm Sonntagnachmittag intervenierte die Kantonspolizei in Wünnewil wegen zwei Mädchen, die von einem Hund gebissen worden waren. Sie wurden verletzte und mit…www.fr.ch
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Der Besitzer des Hundes, ein 62-jähriger Mann, griff schnell ein, um den Hund unter Kontrolle zu bringen.
Die verletzten Kinder wurden von den Rettungssanitätern der 144 versorgt und mit der Ambulanz in ein Spital gebracht. Sie sind ausser Lebensgefahr.
Nach einer Entscheidung und dringenden Sicherheitsmassnahmen, die vom Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (LSVW) angeordnet wurden, und in Absprache mit dem Hundehalter wurde der Hund am Montag eingeschläfert.
"
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Oh je - das ist eine Geschichte, die nur Verlierer kennt - gute Besserung an die Mädchen
- Vor einem Moment
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Oh je - das ist eine Geschichte, die nur Verlierer kennt - gute Besserung an die Mädchen
Absolut
" von einem 12-jährigen Schäferhund gebissen .
...
Der Hund konnte leider aus seinem schlecht verriegelten Zwinger in unmittelbarer Nähe des Hühnerstalls ausbrechen"
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*Sascha* Danke für die ausführliche Antwort, sehr interessant

Ich denke auch dass die Anzahl "echter" Kampfhunde verhältnismäßig so gering ist, dass man da kaum von einem Problem in DE sprechen kann, auch wenn natürlich jeder Einzelne einer zuviel ist.
Von richtigen APBT gibt es ja auch vielleicht eine Hand voll in DE.
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Oh je - das ist eine Geschichte, die nur Verlierer kennt - gute Besserung an die Mädchen
Findest du? Ich finde es eher immer wieder erschreckend wieso noch immer so viele "scharfe" Wachhunde privat gehalten werden. Nachbarskinder, die regelmäßig die Hühner besuchen, die Situation dem Hund also hätte bekannt sein sollen und ein weggesperrter Hund, der dann auch noch so unzureichend gesichert ist, dass er die Kinder angreifen kann. Für mich hat hier ganz klar der Hundebesitzer versagt, eventuell bei der Sozialisierung des Hundes, wahrscheinlich bei seiner Erziehung, aber bei seiner Haltung und insbesondere seiner Sicherung ganz sicher.
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Ich denke auch dass die Anzahl "echter" Kampfhunde verhältnismäßig so gering ist, dass man da kaum von einem Problem in DE sprechen kann, auch wenn natürlich jeder Einzelne einer zuviel ist.
Von richtigen APBT gibt es ja auch vielleicht eine Hand voll in DE.
Das ist Dir bitte aus welchen Quellen bekannt? Oder gibt es verlässliche eigene Beobachtungen über einen längeren Zeitraum?
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Oh doch die gibt es man konnte oder kann bis heute auch die Abstammungs Datenbank Game Pitbulls finden mit Google.
Das schrieb ich doch, dass es auch in Deutschland Hundekämpfe und Aggressionszuchten gibt.

Nur mMn hat Deutschland damit im Vergleich zu anderen Ländern ein weniger großes Problem.
Dann Entschuldigung dann hab ich dich falsch verstanden.
Das ist zwar ein Vice Interview und etwas Älter aber ich fands Intressant
Wie illegale Hundekämpfe bis heute in unserer Nachbarschaft stattfindenÜber die Schattenwelt der Hundekämpfe ist nicht viel bekannt. Doch es gibt sie, auch in Deutschland. Eine Expertin offenbart VICE Sports, warum die Welpen von…www.vice.com2019 hatte man das Schicksal der Hündin Betty(Achtung drastische Verletzungen)
Illegale Hundekämpfe? Auf der Spur der verletzten Hündin BettyEine schwer verletzte Hündin wird in einem Straßengraben gefunden. Der Verdacht: Betty sei durch illegale Hundekämpfe so zugerichtet worden. Panorama 3 begibt…www.ndr.deEs tauchen immer wieder Hunde mit solchen Verletzungen vereinzelt auf.
Ebenso ist Hundekampf ein Missbrauch den man gut verstecken kann.
Ne Halle, kapste den noch die Stimmbänder und den Rest verscharst du irgendwo wo.
Ich persönlich glaube nicht das es dieses Verbrechen wenig gibt in Deutschland sondern das er halt nicht wirklich auffällt.
Und wenn geht es ja meistens neben den anderen Verbrechen unter.
Aber irgendwer muss ja diese Datenbank noch weiter füttern, da sie ja immer noch Aktuelle ist.
Und irgendwo muss ja der Gegner von Betty zb rum laufen.
Ich glaube diese Mentalität von das haben wir hier nicht vereinfacht alles für die Täter
- Vor einem Moment
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