Burnout - was nun?

  • Wir haben vor einigen Wochen einen Junghund aus dem Tierschutz adoptiert. Der kleine ist Lieb und lernt schnell; er macht uns abseits der normalen „Junghundproblemen“ keine Schwierigkeiten.

    Nun hat sich aber ein Problem aufgetan, welches vorher nicht absehbar war. Mein Mann hat einen Burnout erlitten und steht komplett neben sich. Seine Genesung wird ein langwieriger und schwieriger Weg sein.

    Durch die Erkrankung sind sowohl mein Mann als auch ich innerlich sehr unruhig und emotional. Wir können dem Hund in unserer aktuellen Verfassung nicht die Konsequenz und Gefestigkeit bieten, die der Kleine in der Erziehung braucht. Ich schaffe es nicht, mich um meinen kranken Mann und um einen Welpen zu kümmern und beiden ausreichend gerecht zu werden, ohne selbst komplett überfordert zu sein. Und da liegt das Problem, welches mich die Nächte wach liegen lässt. Wir lieben unseren Hund, möchten ihm aber ein bestmögliches Leben ermöglichen. Und aktuell denken wir, dass wir zu instabil sind, um unserer Fellnase das Leben zu bieten, dass er verdient. Ich brauche glaube ich einmal den Rat von Leuten, die nicht aktiv an der Situation beteiligt sind.

    • Neu

    Hi


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    • Sowas sprengt vermutlich den Rahmen eines Hundeforums. Nur als Gedankenanstoß: schaffst Du es, den Hund als Deinen "Ausgleich" zu sehen, als den einen Aspekt Deines Lebens, der eben glücklicherweise nicht von der psychischen Krankheit Deines Mannes dominiert wird?

    • Mein allerherzlichstes Mitgefühl für eure schlimme Situation!


      Wenn es für dich ( euch) alles zu viel wird und ihr alles nicht mehr schafft, dann solltet ihr den Hund in gute Hände geben ( bzw zurück geben) , denn euer Hund hat auch das Recht auf ein fröhliches und behütetes Leben. Dann ist es sehr liebevoll und verantwortungsvoll von euch, wenn ihr sorgfältig ein neues Zuhause für ihn sucht.


      Aber kann es nicht auch eventuell sein, dass euer Hund für deinen Mann eine Hilfe sein kann? Ihn ablenkt? Zum Gassi gehen vor die Tür bringt? Trost gibt?

    • Ich würde versuchen mir selbst zu beantworten:


      - kann es ein vorübergehendes überfordert sein sein, aufgrund der Diagnose und des aktuell akuten Zustands?


      - wenn es zeitlich absehbar wäre, dass beispielsweise die therapeutische Versorgung des Partners geklärt wäre und der Alltag sich eingependelt hat, wäre es dann immer noch so schlimm?


      - gibt es Menschen und finanzielle Möglichkeiten die temporär den Hund mit versorgen könnten?


      - muss man diese Entscheidung sofort treffen oder wieviel würde es eigentlich schaden, das etwas später zu tun?


      - was braucht es wirklich, damit der Alltag läuft (wieviel Perfektionismus muss bei der Erziehung sein usw)


      - was verliere ich/mein Hund, wenn man sich jetzt zu einer Abgabe entscheidet?


      Gute Besserung an deinen Partner!

    • Was genau ist denn so anstrengend mit dem Hund? Klappt die Erziehung nicht?

      Ist es dein Hund oder der deines Mannes?

      Braucht dein Mann wirklich deine Aufmerksamkeit den ganzen Tag? kein Gassigehen möglich?


      Wenn der Hund an sich nicht problematisch ist, und du die Bezugsperson bist, kann der Hund auch eine Hilfe sein. Gerade raus gehen, Spaziererengehen, sich mit dem Tier beschäftigen ist sehr therapeutisch. Für euch beide.


      Wenn ihr den Hund aber als Belastung wahrnehmt, oder der Hund zu schwierig ist - dann gebt ihn zurück, finde ich auch keine Schande. Wenns nicht geht, geht es nicht.

    • Nur kurz, ich bin eigentlich draussen…


      Nicht falsch verstehen bitte, ist der Burnout durch einen Arzt mit entsprechender Fachrichtung diagnostiziert worden?


      Wie wird Deinem Mann geholfen? Ist er in Therapie?


      Gibt es die Möglichkeit, dass Dein Mann in stationäre Behandlung kann? Sollte dies irgendwie machbar sein, dann macht das!


      Und nein, bei einem echten, akuten Burnout hilft ein Hund nicht weiter. Dann kann schon das morgendliche Zähneputzen zuviel sein… Wenn das schlimmste durch ist, kann ein Hund durchaus helfen, dem Tag eine gewisse Struktur zu geben.


      Alles Gute Euch

    • Ich leide seit 30 Jahren an einer depressiven Angststörung. Die kommt und geht aber nicht mehr so schlimm wie zu Anfang. Da hatte ich noch ein Pferd. Ich verlor jegliches Interesse daran. Trotzdem habe ich mich dahin gequält, Tag für Tag ich hatte aber noch eine Reitbeteiligung.

      Es war eine furchtbare Zeit.

      Aber vielleicht hilft es raus zu müssen. Kleine Spaziergänge. Ein klein wenig Abwechslung. Oder ihr findet jemanden, der Euch stundenweise den Hund abnimmt.

      Ich wünsche Euch das Beste und viel Kraft. Es dauert aber es wird auch wieder. Irgendwann kommen wieder bessere Tage.

    • Hmmm, Du bist nicht für Deinen Mann in seinem Burn Out verantwortlich und du kannst ihm auch nur begrenzt helfen.


      Viel muss Dein Mann von sich aus in Angriff nehmen und vielleicht wäre für ihn eine Kur oder Reha nicht schlecht.


      Für Dich heißt es, dass Du Dir für Dich aber auch für den Hund Freiräume schaffen musst.


      Zeit für Euch und Abstand von den Problemen, die Dich beschäftigen. Auszeiten um mal Luft zu holen.

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