Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 13

  • Ich hab mein Kleinteil echt lieb und wenn ich die Berichte hier so lese noch mehr :pfeif:

    Da kommt noch was, da bin ich sicher, aber zur Zeit macht es echt Spaß. Wir hatten heute "Gebäudetraining" mit der Rettungshundestaffel. Sie ist einfach so tough und selbstständig. Das Verbellen wird auch langsam. Ich erwarte gar nicht viel, aber sie macht das einfach so nebenbei...

    Danach waren wir noch eine kleine Runde spazieren. Nebel, fast komplett dunkel, durch Schneereste und Handytaschenlampe ein bisschen Restsicht. Drizzle hatte einfach Spaß, lief - wie alle anderen auch - ohne Leine fröhlich durch den Schnee, ließ sich problemlos auf den Weg zurückrufen und auch, wenn ich sie nicht sehe, vertraue ich darauf, dass sie nicht weit weg ist. Ins Auto ging es heute dann auch völlig problemlos.

    Jetzt liegt sie friedlich schlummernd rechts neben mir auf der Couch, links liegt Ayu - Hach :herzen1:

    Ich beobachte immer etwas neidisch wie "frei" Du Deine führen kannst. Das ist bei meinen undenkbar. Da sieht man den Unterschied schon echt deutlich.

    Finde auch total spannend wie unterschiedlich Jagdtrieb auch bei Wurfgeschwistern ist. Kenne ja Fleeks Bruder und bin immer wieder Baff wenn ich Videos sehe, wo er sich von Hasen beinahe anspringen lässt und es total cool macht.

    Glaub so krass kriege ich das mit Rosi in diesem Leben nicht mehr hin 😅 bei Rehen und Vögeln ja (Rebhühner ausgenommen, die sind fies)

  • Finde auch total spannend wie unterschiedlich Jagdtrieb auch bei Wurfgeschwistern ist. Kenne ja Fleeks Bruder und bin immer wieder Baff wenn ich Videos sehe, wo er sich von Hasen beinahe anspringen lässt und es total cool macht.

    Der ist in der Tat das komplette Gegenteil meines Turboteils. Auch an anderen Punkten.

    Ich beobachte immer etwas neidisch wie "frei" Du Deine führen kannst. Das ist bei meinen undenkbar. Da sieht man den Unterschied schon echt deutlich.

    Manchmal bin ich auch etwas neidisch auf deine Hunde an den Schafen, aber das geht schnell wieder weg :winking_face_with_tongue:

    Nein, im Ernst, ich genieße das auch sehr, dass ich mir bei den Großen keine großen Gedanken mehr ums Jagen machen muss, aber hier hatte jeder Junghund mal ne Jagdphase und für Ayu habe ich damals auch Schleppleine und Flexi angeschafft. Mit 2 Jahren war das aber durch und die Hunde alle sicher am Wild.

    Jagen ist bei den Großen ja auch kein Thema mehr bzw gut im Griff. Aber die Dynamik der Hunde untereinander ist bei meinen ein Dauerbrenner. Da muss ich ständig anleiten und regeln.

  • Bei der Züchterin hat er auch mit einer Familie und anderen Hunden und natürlich auch noch seiner Mutter gelebt.

    Das Geschirr kennt er noch nicht. Er hatte sonst nur ein Halsband um.
    Ich habe es am zweiten Tag gekauft, weil er draußen so im Fluchtmodus
    war und ich Angst hatte, dass er mir verloren geht.

    Ist sowas bei Shelties normal?

    Also das ist keine Kritik, ich frage mich das wirklich, weil ich das für den Hund einfach so unschön finde, dass er so Angst hat, obwohl er ja scheinbar bei der Züchterin kein so extrem anderes Leben geführt hat.

  • Na ja, es gibt wohl solche und solche.


    Sie binden sich oft sehr extrem an eine Person und ich glaube, sie brauchen auch die Sicherheit ihrer Familie, Besitzer.
    Bei Ivy hat es fast ein Jahr gedauert, bis z.B. der Nachbar, den sie täglich gesehen hat, sie überhaupt anfassen durfte, selbst bei Schwester und Schwager hat es gedauert. Abends zusammen auf dem Sofa gekuschelt, am nächsten Morgen erschrocken zurückgewichen „kenn ich nicht, fass mich bloß nicht an und guck am besten auch nicht“.


    Wenn ich in der Stadt mal Shelties gesehen habe und kurz mit dem Besitzer gesprochen habe, haben sie oftmals den Rückwärtsgang eingelegt und sich hinter Herrchen versteckt.

    Das heißt aber nicht, dass sie grundsätzlich ängstlich sind. Ivy ist überall mit mir hingegangen, in Geschäfte, Restaurants, zum Friseur etc. Und sie war auch ein paar Jahre einmal die Woche für ein paar Stunden in einem Hundekindergarten.

    Beim Spaziergang mit mir ist sie, wo es ging frei gelaufen, aber niemals wäre sie weiter als so zehn Meter von mir weg gegangen, Sie hat da auch nie mit fremden Hunden gespielt. Das heißt jetzt nicht, dass sie sich von anderen Hunden „die Butter vom Brot hätte nehmen lassen“, ihr Spielpartner war eigentlich ich. Als ich mal ein paar Tage im Krankenhaus war, hat sie das Fressen eingestellt, obwohl sie bei ihrer Hundesitterin war, die sie ab und zu für ein paar Stunden betreut hat. Meine Befürchtung war schon, wenn sie mir mal verloren geht, dann kann sie niemand mehr einfangen, sie würde sich weder locken und schon gar nicht anfassen lassen.

    Milo ist bei und mit seiner Familie nicht ängstlich gewesen. Aber auch er braucht erst mal Vertrauen und eine Bindung zu mir und wie es dann ist, werde ich sehen. Er kuschelt aber schon sehr viel mit mir, spielt jetzt schon mit mir und es wird auf jeden Fall sehr viel schneller gehen.

  • Ist sowas bei Shelties normal?

    Zu oft, ja und für meine Verhältnisse sind sie noch dazu bedenklich ruhig. Ist der Grund, warum ich sie eigentlich mal für mich ausgeschlossen habe.

    Nachdem ich auch einen habe, gibt auch Andere. Und der ist auch Ein Personenhund, aber eben nicht in dieser extremen Ausführung und man muss auch ehrlich sagen, ich habe da aktiv gegen antrainiert. Er muss nicht jedem Hallo sagen, aber mit meinem Partner in den Garten gehen bspw. Genauso mit dem Radius, ich musste mir so oft auf die Finger klopfen Umorientierung oder Blickkontakt nicht zu belohnen, weil der Hund sonst ungelogen mit 30cm Abstand schräg hinter mir läuft und mich dabei ununterbrochen anhimmelt. Ist der Grund, warum es hier die ganzen, er klaut irgendwas Geschichten gibt, ist für mich das geringere Übel gewesen.

    Ohne mich, also wenn ich wirklich weg bin, macht er von Anfang an diesen :ka: wo ist was zu Essen? Wer hat was zu Essen? Wo gibt es den Spaß? Er folgt nicht bei "Fremden" aber dann bleibt er halt an der Leine. Aber er ist angemessen opportunistisch :herzen1:

    Ansonsten steckt in meinem mehr Hütehunderbe als ich erwartet habe. Aber das sind meine Erwartungen, nix was ernsthaft in irgendeiner Weise problematisch wäre. Das ist der coolste kleine Hund den ich jemals hatte :ka: nur eben aus Sheltieliebhaberperspektive häßlich, damit kann ich wunderbar leben xD

  • Melli ganz ehrlich? Hätte hier wohl ähnlich ausgesehen. Das ist ja auch Hardcore


    Ach und Lucifer ist fünf |)

    Danke dir 🙂

    Aber ich überlege jetzt, ob ich mich zur aktuellen "Kopfknetenzeit" noch traue, sie in den Freilauf zu lassen - bis letzte Woche lief das immer recht problemlos, aber bis dahin war sie ja auch ein kooperativer, folgsamer Hund ...

    Wenn sie jetzt in der Phase lernt, dass jagen viel besser ist als brav zu sein, bleibt das Verhalten bestehen.

    Also: nein, nicht ableinen.

    Sie wird wahrscheinlich läufig werden und dann wieder brav🤣. Zu brav

  • Runa hat vor ungefähr einer Woche auch mit dem Jagen begonnen. Vorher hat sie schon immer Interesse an Vögeln gezeigt. Ich hatte ehrlich gesagt gehofft, dass sie sie irgendwann von alleine in Ruhe lässt, denn Ares hatte Zeit seines Lebens kein Interesse an Vögeln (außer Storche und Kraniche, weil die größer sind).

    Aber Pustekuchen. Jede Meise, jede Amsel ist für Runa von Interesse. Bisher haben wir noch keine Rehe getroffen. Die sind bei uns seit 2 Jahren irgendwie extrem rar geworden, ich vermute aber, dass sie auch da hinterher gehen würde. Hasen vermutlich auch. Inzwischen weiß sie, dass sie nicht hinterher darf und reißt sich auch zusammen. Sie fixiert und wird langsamer, aber hat die Ohren offen.

    Aufmerksamkeit ist bei ihr sowieso so ein Thema. Neben ihrem starken Wunsch nach Selbstentfaltung ist mir aufgefallen, dass sie ein Urvertrauen in die Welt hat. So sehr, dass sie hin und wieder nicht mitbekommt, wenn ich schon längst woanders bin. Generell ist sie etwas schusselig manchmal. Total süß eigentlich. In letzter Zeit macht sie sich sehr gut. So, das ich nun begonnen habe die Leine komplett weg zu lassen. Die kommt nur noch dran, wenn mein Bauchgefühl was sagt und, wenn wir ganz nah an Hunden vorbei gehen. Sie genießt es nicht an der Leine zu sein. Solange mir ihre Energie gefällt, darf sie dieses Privileg nutzen - ich denke sie weiß inzwischen, dass ich da sehr streng bin.

  • Na ja, es gibt wohl solche und solche.

    Ich glaube, im Verhältnis zu Durchschnitt mit anderen Hundetypen kann man ganz klar sagen: Ja, die sind sensibel und das ist normal.

    Bei den Shelties an sich gibt es dann noch eine Bandbreite in der Sensibilität. Ich meinen Augen muss man da ganz klar Lust drauf haben, wenn man sich so einen Hund zulegt und das passende Umfeld bzw. die passenden Ansprüche an den Hund haben. Das meine ich gar nicht negativ! (Wäre auch komisch als Border-Collie-Halterin.) Aber, wenn es jemandem wichtig ist einen sehr stabilen Hund vom Wesen zu bekommen, dann ist der Sheltie nichts.

    Ich finde es daher ziemlich normal, dass ein Sheltie sich schissig präsentiert, wenn er vorher beim Züchter in seiner Gruppe gelebt hat und nun in so ein Leben gewechselt hat. Dafür muss beim Züchter nichts schief gegangen sein.

  • Ist sowas bei Shelties normal?

    Zu oft, ja und für meine Verhältnisse sind sie noch dazu bedenklich ruhig. Ist der Grund, warum ich sie eigentlich mal für mich ausgeschlossen habe.

    Nachdem ich auch einen habe, gibt auch Andere. Und der ist auch Ein Personenhund, aber eben nicht in dieser extremen Ausführung und man muss auch ehrlich sagen, ich habe da aktiv gegen antrainiert. Er muss nicht jedem Hallo sagen, aber mit meinem Partner in den Garten gehen bspw. Genauso mit dem Radius, ich musste mir so oft auf die Finger klopfen Umorientierung oder Blickkontakt nicht zu belohnen, weil der Hund sonst ungelogen mit 30cm Abstand schräg hinter mir läuft und mich dabei ununterbrochen anhimmelt. Ist der Grund, warum es hier die ganzen, er klaut irgendwas Geschichten gibt, ist für mich das geringere Übel gewesen.

    Ohne mich, also wenn ich wirklich weg bin, macht er von Anfang an diesen :ka: wo ist was zu Essen? Wer hat was zu Essen? Wo gibt es den Spaß? Er folgt nicht bei "Fremden" aber dann bleibt er halt an der Leine. Aber er ist angemessen opportunistisch :herzen1:

    Ansonsten steckt in meinem mehr Hütehunderbe als ich erwartet habe. Aber das sind meine Erwartungen, nix was ernsthaft in irgendeiner Weise problematisch wäre. Das ist der coolste kleine Hund den ich jemals hatte :ka: nur eben aus Sheltieliebhaberperspektive häßlich, damit kann ich wunderbar leben xD

    Hihi so unterschiedlich ist das. Ich denk bei euren Bildern jedes Mal: das ist der schönste Sheltie, den ich je gesehen hab 😍

  • Ich finde es daher ziemlich normal, dass ein Sheltie sich schissig präsentiert, wenn er vorher beim Züchter in seiner Gruppe gelebt hat und nun in so ein Leben gewechselt hat. Dafür muss beim Züchter nichts schief gegangen sein.

    Ja, das finde ich auch.

    Milo z.B. ist sehr gut sozialisiert und auch trainiert worden.
    Er war vorher auch in Geschäften und hat gelernt, sich überall - auch von anderen anfassen zu lassen, medical Training, etc. das lässt er sich auch von mir gefallen.

    Und ich habe mir ja extra einen Sheltie ausgesucht, weil ich sie einfach klasse finde :smiling_face_with_hearts:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!