Kann ich einem Hund gerecht werden?

  • Wenn ein Hund nur noch unter erheblichen Schmerzen laufen kann, ist es aber auch Zeit, über eine Einschläferung nachzudenken, sollten Schmerzmittel nichts mehr bringen. Treppen könnte man mithilfe eines Tragegeschirrs meistern, mit dem man den Hund zumindest entlasten kann. Aber der wird ja dann nicht nur mit Treppen Probleme haben, sondern beim Laufen an sich.

  • Tönt doch schon mal nach einer guten Basis.


    Ich würde mich noch umschauen nach Betreuungsmöglichkeiten. Im Falle von Krankheit von dir. Oder kurzfristig angesetzten Sitzungen im Büro. Oder was auch immer im Leben so dazwischen funken kann. Es ist sehr entspannend zu wissen, dass da im Notfall ein Backup im Hintergrund ist.


    Aber ansonsten: scheint einem entspannten Hundehalterleben nichts im Wege zu stehen.

  • Der/die Threadersteller/in spricht vom 1. OG und einem Hund bis 50 cm/20 kg. Da sollte auch ohne Aufzug oder EG ganz gut machbar sein.


    Mit einem Plan B, falls das alleine bleiben nicht sofort funktioniert, sind das doch gute Voraussetzungen. In ähnlicher Konstellation hab ich bisher auch Hunde gehalten - zuletzt auch einen knapp 14-jährigen Senior 19kg/50 cm und Kellergeschoss.

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen, hierüber freue ich mich sehr, am meisten jedoch natürlich, dass meine Voraussetzungen scheinbar gar nicht so schlecht sind, um einem Hund gerecht zu werden.


    Einige Dinge hat man natürlich als Anfänger noch nicht so auf dem Schirm, gerade so das Thema "Wie schauts aus, wenn der Hund mal alt ist?". Das habe ich auf jeden Fall noch mal mitgenommen und ziehe auch kleinere Hunde in Betracht. Auch da habe ich schon einige gesehen, die mir zusagen. Ich möchte natürlich auch nicht einen Hund auf Biegen und Brechen. Wenn ich keinen Hund finde, der mir zusagt und der die Voraussetzungen mitbringt, um bei mir glücklich zu werden, werde ich mir keinen Hund holen. Das muss schon passen =)


    Vielen Dank auch für die ganzen Hinweise, worauf ich bei der Suche nach meinem Hund achten sollte (kein Welpe, eher einen Hund, der das Leben in einer Wohnung schon kennengelernt hat und nicht bisher nur das Leben auf der Straße kennengelernt hat, mit Hunden verträglich, um einiges zu nennen, was ihr mir schon mitgegeben habt).


    Ich habe zum Glück einen Arbeitgeber und einen Vorgesetzten, der sehr das Motto flexibles Arbeiten unterstützt. Deshalb habe ich heute auch gleich mal mit meinem Chef gesprochen, ob es möglich ist, dass ich meine Homeoffice-Zeiten so legen kann, dass ich jeden Tag nachmittags im Homeoffice arbeite und ca. 5 Stunden im Büro bin. Dem hat er auch zugestimmt! Aber unabhängig werde ich mir natürlich Pläne zurecht legen, wenn der Hund doch mal länger alleine bleiben müsste (meine Eltern wären bereit, den Hund tageweise zu nehmen, ansonsten auf jeden Fall professionelle Betreuung).

    Dadurch bin ich mir auch sicher, dass ich eine Regelung finde, sollte es nicht auf Anhieb mit dem alleine bleiben klappt.

    Was meinst du mit "viel Bewegung"? Wie lange hättest du denn vor, täglich mit dem Hund draußen unterwegs zu sein, so im groben Schnitt?

    Und welche Aktivitäten und Kopfarbeit würdest du mit dem Hund gerne machen?



    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, tinybutmighty! =)


    2,5 bis 3 Stunden plane ich eigentlich schon ein an Spaziergängen. Klar sind das dann nicht jedes Mal die Abenteuerausflüge in den Wald, ans Meer oder sonst wohin, aber ausreichend Zeit draußen soll der Hund schon bekommen. An Beschäftigung finde ich ZOS sehr interessant, aber alles, was mit Nasenarbeit zu tun hat und dem Hund Spaß macht, kann ich mir vorstellen. Ich bin leider eher die Couch-Potato, ein Hund, der viel Auslastung im Sinne von Bewegung braucht, wird bei mir nicht glücklich. Und ich werde nicht glücklich, wenn ich mich zu Sport zwingen muss.

  • Naja, 2,5-3 Std tägliches Spazierengehen finde ich schon irgendwie sportlich. :winking_face: Für sehr sehr viele Hunde ist das schon absolut genug körperlicher Bewegung.

    ZOS ist ne nette Sache, hab ich mit meinem Zwerg viel gemacht. Wenn Du Nasenarbeit interessant findest wäre Mantrailing vllt auch was? Mein Collie brennt dafür und ich bin immer wieder geflasht, was so ein Hund für eine geniale Nase hat. Dummy im Garten mache ich mit dem Großen auch oft. Auch ohne sportlichen Aspekt, er sucht einfach gern.

    Ich finde auch, ein Hund passt zu deinen Anforderungen und Vorstellungen. 20kg, wenn man die mal tragen muss, finde ich so tatsächlich ist Limit. Einer meiner Collies, 22kg, ging keine Treppen und mehrmals täglich hätte ich den nicht tragen wollen. Da wir ein EFH haben war das aber auch nicht nötig.

  • Die äußeren Umstände sind aus meiner Sicht absolut passend. ABER: bist du wirklich bereit, dich von einer Couch-Potatoe zu einem bewegungsfreudigen Outdoor-Menschen zu entwickeln? Die von dir genannten täglichen 2,5 - 3 Stunden finde ich bei VZ sehr ambitioniert. Der Hund ist 24/7/365 um Dich herum und spazieren gehen ist bei jedem Wetter angesagt. Auch im Winter, wenn es morgens noch und abends wieder dunkel ist. Leider gibt es auch nur sehr wenige Personen, die davon berichten, dass sie an der Thematik VZ und Hund gescheitert sind.

    Könntest Du vielleicht einfach mal für vier bis sechs Wochen austesten, ob die angesetzte Zeit für die Spaziergänge wirklich realistisch ist? Bei täglichen Besorgungen etc. einfach immer mal reflektieren, ob das mit Hund jetzt wirklich machbar ist.

  • Ich arbeite auch vollzeit (40 Stunden) und 2-3 Stunden Gassi insgesamt sind hier ganz nornal.


    Weniger als 2 Stunden wäre ja auch irgendwie gar nichts 😅 manchmal wundere ich mich übers dogforun

  • Fenjali womit hab ich deine Verwirrung initiiert?

    Falls du dich fragst warum ich verwirrt von Deinem Beitrag bin, ich würde einen Hund nicht einschläfern, nur weil der keine Treppen mehr gehen kann/ sollte. Nicht immer sind das Hunde, die unendliche Qualen leiden. Hunde nach BS-Vorfällen, Hunde mit Ellbogenarthrose, evtl Hunde nach Vestibularsyndrom,.... die Liste kann ich ewig weiterführen. Sowohl meinen alten Rüden, als auch meine Hündin habe ich in ihrem letzten Jahr die Treppe getragen.

  • Naja, 2,5-3 Std tägliches Spazierengehen finde ich schon irgendwie sportlich. :winking_face: Für sehr sehr viele Hunde ist das schon absolut genug körperlicher Bewegung.

    ZOS ist ne nette Sache, hab ich mit meinem Zwerg viel gemacht. Wenn Du Nasenarbeit interessant findest wäre Mantrailing vllt auch was? Mein Collie brennt dafür und ich bin immer wieder geflasht, was so ein Hund für eine geniale Nase hat. Dummy im Garten mache ich mit dem Großen auch oft. Auch ohne sportlichen Aspekt, er sucht einfach gern.

    Ich finde auch, ein Hund passt zu deinen Anforderungen und Vorstellungen. 20kg, wenn man die mal tragen muss, finde ich so tatsächlich ist Limit. Einer meiner Collies, 22kg, ging keine Treppen und mehrmals täglich hätte ich den nicht tragen wollen. Da wir ein EFH haben war das aber auch nicht nötig.

    Hey physioclaudi,


    auch dir vielen Dank für deine Rückmeldung =) Mein Plan ist morgens um 6 aufstehen, mit dem Hund 1 h raus, den Hund versorgen, mich fertig machen, um 8 zur Arbeit, nach 5 Stunden nach Hause, mit dem Hund für ne halbe Stunde raus (sicherlich auch gut, um den Kopf einmal von der Arbeit weg zu bekommen und sich mit was angenehmen zu beschäftigen), zu Hause weiterzuarbeiten und dann nach der Arbeit noch mal eine Stunde raus mit dem Hund. Dann auch gerne mal in einen Wald fahren oder ähnliches. Ja, Theorie und Praxis fallen oft auseinander. Wenn ich mir aber mal was in dem Kopf setze, bin ich sehr stur :winking_face: Die Beschäftigung, die du beschrieben hast, kann ich mir auch sehr gut vorstellen. Ab in die Natur mit dem Hund, den Hund suchen lassen , da hätte ich absolut Lust drauf. Und 20 kg sind bei mir auch tatsächlich die Grenze. Lieber auch etwas weniger.


    Die äußeren Umstände sind aus meiner Sicht absolut passend. ABER: bist du wirklich bereit, dich von einer Couch-Potatoe zu einem bewegungsfreudigen Outdoor-Menschen zu entwickeln? Die von dir genannten täglichen 2,5 - 3 Stunden finde ich bei VZ sehr ambitioniert. Der Hund ist 24/7/365 um Dich herum und spazieren gehen ist bei jedem Wetter angesagt. Auch im Winter, wenn es morgens noch und abends wieder dunkel ist. Leider gibt es auch nur sehr wenige Personen, die davon berichten, dass sie an der Thematik VZ und Hund gescheitert sind.

    Könntest Du vielleicht einfach mal für vier bis sechs Wochen austesten, ob die angesetzte Zeit für die Spaziergänge wirklich realistisch ist? Bei täglichen Besorgungen etc. einfach immer mal reflektieren, ob das mit Hund jetzt wirklich machbar ist.

    Auch dir vielen Dank für deinen input, Udieckman


    Tatsächlich habe ich nichts gegen Spazieren gehen. Ich bin aber kein Läufer, Radfahrer oder sonstiger Sportsmensch. Spazieren gehen fällt da für mich nicht unter Sport. Das ich bei jedem Wind und Wetter raus muss, ist mir bewusst. Wenn ich mir nicht sicher wäre, dass ich das hinkriege, würde ich mir die Gedanken über einen Hund gar nicht machen, dann wäre mir bewusst, dass ich nicht mal die grundlegendsten Bedürfnisse des Hundes erfüllen kann. Und es passt so auch tatsächlich in meine derzeitige Lebenssituation :smiling_face: Viele Grüße aus dem echten Norden in den echten Norden :winking_face:

  • Ich sehe noch zwei bedenkenswerte Punkte:


    1. bei Vollzeit-Berufstätigkeit passen außer Hund wenig andere Themen ins Leben, es sei denn, man hat ein wirklich gutes und ausgedehntes betreuungskonzept. Tage werden ziemlich zergliedert, wenn man 4 x täglich rausmuss. Und je nach Hund und erziehungszustand sind Spaziergänge auch erstmal (oder länger) nicht entspannt, sondern fordern Aufmerksamkeit und Arbeit und sind manchmal auch einfach anstrengend/ nervig. Das muss man wirklich wollen.


    2. Schneller als man denkt, braucht man auch mal ausgiebigere Betreuung (ich hab mir vier Monate nach Emmis Einzug beide Hände gebrochen…, aber eine schwere Lungenentzündung oder so reicht auch), dann wird’s schnell schwierig und oder teuer. In die Richtung sollte man auch mal kurz denken.


    Ansonsten viel Spaß! Denn toll isses schon mit Hundchen 😁

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