Wie viel Aktivität ist gut für einen 7 Monate alten Magyar Viszla?

  • Er ist ein 7 Monate alter Magyar Viszla, der derzeit etwa 22 kg wiegt.


    Ich frage mich, wie viel Aktivität für diese Art von Hund gut ist. Die meisten Quellen online sagen, dass man besonders vorsichtig sein sollte, solange die Gelenke des Hundes nicht vollständig entwickelt sind. Doch was bedeutet Vorsicht? Wir tragen ihn alle Stufen rauf und runter und versuchen zusätzlich anstrengende Aktivitäten zu vermeiden.


    Allerdings läuft er wirklich gerne, sobald er ohne Leine im Wald ist und spielt auch sehr gerne und schnell(!) mit anderen Hunden.


    Es gibt so einen eingezäunten Bereich, wo Hundebesitzer ihre Hunde ohne Leine spielen lassen können, bei mir in der Nähe. Er liebt diesen Ort und rennt gerne herum. Und er rennt schnell! Ich bin mir nicht sicher, ob er seine Grenzen kennt, also rufen wir ihn normalerweise zurück, wenn wir denken, dass er eine Pause braucht.


    Gibt es einen Grund, ihn nicht einfach spielen zu lassen? Sollten wir ihn davon abhalten, zu viel zu spielen?


    Magyar Viszla sind eine sehr aktive Rasse, also scheint es nicht ungewöhnlich, dass er rennen will.


    Wie seht ihr das?

  • Das Einzige, worüber ich mir Sorgen machen würde, ist der eingezäunte Hundebereich und dort eventuell nur lernen, sich mit anderen Hunden zu beschäftigen, zu mobben oder gemobbt zu werden oder unkontrolliert zu jagen.


    So ab 6 Monaten belaste ich Junghunde völlig normal, bis auf Hundesport. Und davor dürfen sie auch schon hüpfen, springen, rennen wie sie lustig sind, wir machem halt etwas moderater und weniger Fußweg und mehr freies Ausprobieren.

  • Die Frage ist nicht wie viel. Die Frage ist welche.


    Solange er sich frei bewegen kann, kann er das auch machen. Ich würde mir dabei weniger um seine Gelenke Sorgen machen, als um sein Hirn und was er dabei lernt. Diese ungeregelten Hundewiesen sind kein guter Ort für Hunde, noch dazu junge Hunde.


    EDIT: Du trägst einen Hund in der Größenordnung sämtliche Stufen. Sorry, aber das musste ich gerade echt lachen. Der hat vier Beine, die soll er auch benutzen. (Außer du wohnst im vierten Stock ohne Fahrstuhl)

  • Wie seht ihr das?

    Nicht so eng. Ich bin vorsichtig bei Strecken am Rad bspw - also wenn der Hund das Tempo nicht wählen kann. Und auch Ewigkeiten angeleint würde ich nicht täglich machen. Aber Toben? Dürfen meine Junghunde. Und auch mal bis sie wirklich platt sind. Ich lasse auch Stufen laufen etc. Nicht täglich in den xten Stock - aber "alle Stufen" würde ich niemals tragen.


    Bin jetzt bei der Rasse nicht so drin - aber 22 Kilo scheint mir recht viel zu sein? *Das* ist etwas worauf ich wirklich achte: Junghunde sollten schlank sein. Dass sie dann mal dürr aussehen im Wachstum? Ist eine Phase und völlig normal, verschwindet wenn die Muskeln kommen. Aber besser zu wenig als zu viel in dem Alter.

  • Die Frage ist nicht wie viel. Die Frage ist welche.


    Solange er sich frei bewegen kann, kann er das auch machen. Ich würde mir dabei weniger um seine Gelenke Sorgen machen, als um sein Hirn und was er dabei lernt. Diese ungeregelten Hundewiesen sind kein guter Ort für Hunde, noch dazu junge Hunde.


    EDIT: Du trägst einen Hund in der Größenordnung sämtliche Stufen. Sorry, aber das musste ich gerade echt lachen. Der hat vier Beine, die soll er auch benutzen. (Außer du wohnst im vierten Stock ohne Fahrstuhl)

    Danke!


    Es ist eigentlich alles dabei. Frei im Wald laufen, an der Leine ausgehen und eben toben auf dem Freilaufplatz.


    Das mit dem Tragen hat eine Tierärztin gesagt. Es geht um die Wachstumsfugen. Meistens wohnt er ja ohnehin ebenerdig, aber einmal im Monat geht es halt auch mal für ein ein paar Tage in den zweiten Stock. Mir wäre es auch lieber er würde das alleine machen, aber wenn es hilft langfristige Schäden zu mildern, dann tragen wir ihn auch noch 5 Monate. ❤️

  • Gersi

    Bei der Rasse ist das völlig normal. Der Hund sieht schlank, sportlich und gesund aus. Das sehen auch Tierarzt und Züchterin so.


    Ich habe halt beim Toben manchmal Bedenken, dass er alles um sich herum vergisst.


    Im Freilaufgehege sind verschiedene Hunde. Er lässt ohnehin die links liegen, die beim schnellen Spiel nicht mithalten können. Findet sich keiner zum Spielen buddelt er oder kommt zu mir zurück und wir gehen halt wieder. Aggressionen gab es bisher noch nicht. Ich habe generell den Eindruck, dass die anderen Halter auch sehr aufmerksam sind und bereits frühzeitig Konflikte erkennen.


    Solange er nicht nur führt oder nur verfolgt, halte ich das Spiel für einigermaßen ausgeglichen.

  • Das Junghunde spielen und rennen wollen ist normal. Ich bin auch kein Fan von solchen Hundewiesen, neben Mobbing und co solltest du auch darauf achten das der Hund nicht zu doll überdreht, ich hab meine Hündin wenn sie zu sehr hohl gedreht ist aus dem Spiel genommen, sie war allerdings in einer kleinen moderierten Gruppe.

    Wichtig ist, dass der Hund auch Ruhe lernt, Spiel, Spaß und Ruhe müssen im Gleichgewicht sein.

    Machst du was an geistiger Auslastung?

    Und hört dein Hund schon zuverlässig? Wenn nein sollte im Wald eine Schleppleine dran, damit er weder zu anderen Hunden, noch im Unterholz verschwinden kann.

  • Ich habe halt beim Toben manchmal Bedenken, dass er alles um sich herum vergisst.

    Das und die Treppen sind solche Themen zu denen die Meinungen auseinander gehen. Ich lasse das zu. Nicht endlos, denn gerade Junghunde, die gut zueinander passen, finden ja teils wirklich kein Ende. Aber bei mir darf auch mal richtig gebolzt werden.


    Auch die Treppen: Mit sieben Monaten dürfte in den zweiten Stock gelaufen werden, hoch zumindest - und je nachdem wie es aussieht, wahrscheinlich auch runter.

  • Und zur Freilauffläche: Da ist tatsächlich Vorsicht angebracht - aber so wie du das schilderst, klingt es eigentlich ganz gut.


    Toben mit Gleichaltrigen finde ich wichtig; nicht jeder hat einen eingezäunten Garten und nicht überall kann man zu jeder Jahreszeit Junghunde beim Gassi spielen lassen. Rückruf sitzt da ja auch noch nicht sicher. Warum also nicht auf einer Freilauffläche? Nur weil es schlechte gibt, wo die Hunde das Mobben lernen, während desinteressierte Besitzer aufs Handy starren, heißt das ja nicht, dass eine eingezäunte Fläche auf der Hundekontakte stattfinden, per se schlecht ist. Und oft trifft man dort ja auch zur gleichen Zeit die gleichen Hunde - dann sind es also gar keine Fremdhundekontakte (die manchmal ja auch sehr kritisch gesehen werden).

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