Tierschutzgesetz vs. Vibrissen kürzen

  • Mir ist es tatsächlich wichtig, daß mein Hund so gesund wie möglich ist, was sich auch in meiner Rassewahl ausdrückt. Beim Malamute gibt es abgesehen von AMPN und Zinc-responsive Dermatosis keine großartigen rassebedingte Erkrankungen (die nicht auch andere Rassen betreffen können).

    Diese Rasse erscheint dir für mitteleuropäisches Klima empfehlenswert?

    Ja, hat der Hund kein Problem mit. In Alaska wird es im Sommer auch über 30 Grad heiß. Natürlich geht es hier während der Zeit auch nur spät abends und früh morgens raus, würde ich mit jedem anderen Hund aber genauso machen.

  • Erstaunlich

    Du beurteilst subjektiv, dass dein Hund mit der Temperatur kein Problem hat

    Der Haltern von zB Pudeln sprichst du aber ab, beurteilen zu können, ob ihre Hunde eingeschränkt sind

    Das Klima ist in den Spitzen im Sommer relativ vergleichbar. Alaska ist nicht immer eiskalt, die Sommer dort sind kurz, aber durchaus heiß, im Landesinneren auch mit Temperaturen über 30 Grad.

    Wie ich schon schrieb, ist die Nutzung der Vibrissen für mich als Mensch die meiste Zeit über wohl gar nicht wahrnehmbar. Wie soll ich als Mensch denn auch erkennen, ob mein Hund gerade einen Luftzug an den Vibrissen 1b-5c auf der rechten Maulseite spürt und darüber schließt, wie seine Umgebung gestaltet ist? Und mein Hund hat funktionelle Vibrissen.

  • Scherrassen gibts ja aber mehr als nur Pudel. Malteser, Havaneser, uvm.

    Malteser und Havaneser sind keine typischen Scherrassen, auch wenn man sie oft geschoren sieht. Anders als beim Pudel ist es bei vernünftiger Pflege und entsprechender Haarstruktur nicht nötig diese Langhaarhunde zu scheren.

  • Denn wenn wir uns eingestehen, das Vibrissen sehr wohl eine Funktion haben, das Hunde mit ihnen wirklich sehr deutlich etwas fühlen oder spüren, dann muss das für diese Hunde auch wirklich sehr verwirrend sein wenn der Bart die ganze Zeit die Tasthaare berührt und animiert.

    Ich könnte mir da auch durchaus vorstellen dass das abstumpft.

  • Für dich mag es nicht zusammenhängen, für mich tut es das, ich kann nicht auf einer Seite so nen Blödsinn fordern und Scherfell zur Qualzucht machen wollen, aber auf der anderen Seite sagen „mir doch egal“.

    Es harpert bei Hunden nicht an der Umsetzung, Scherfell und das Vibrissenthema ist einfach unnötig überzogen

    Gut, nach der Logik kann man dann so einige Threads hier schließen, denn so lange es sog. Nutztieren schlechter geht als Hunden, muss man über Probleme bei Hunden ja scheinbar gar nicht erst diskutieren.

    Soll auch Menschen geben, die, entgegen deines Strohmanns, tatsächlich gegen Qualzucht bei sog. Nutztieren UND bei Haustieren sind.

  • Wobei da die Frage ist ob das wirklich am Fell liegt, und nicht eher daran dass bestimmte Fellarten optisch die Breite Masse nicht überzeugen, oder andere Eigenschaften der Grund dafür sind.

    Die gelockten Wasserhunde sind eben keine Retriever, Curlys sind anders als Labis, Laeken allgemein sehr rar gesäht.

    Bevor die Schäferhunde im Gebrauchshundesektor derart beliebt geworden sind, waren Riesenschnauzer und Airedale Terrier bspw im Militär sehr gefragte Hunde. Der Hauptgrund soweit ich weiß, warum die Schäferhunde denen den Rang abgelaufen haben, ist der dass die sich schneller ausbilden lassen als Spätentwickler RS und Airedale, die auch zudem nen Ticken eigensinniger sind. Hinsichtlich Fell können die von der Funktionalität Hinsichtlich Wetterfestigkeit mit Stockhaar super mit halten. Aber ein DSH oder Mali muss halt nicht getrimmt werden.

    Labis sind zahlenmäßig ohnehin den Wasserhunden überlegen, in so ziemlich jedem Bereich. Kann an den Eigenschaften liegen, kann insbesondere im Begleithunde Bereich auch daran liegen dass Locken eben Typsache sind und Pudel ne Zeit lang aufgrund der Optik als Mode-Hund geboomt haben, bzw sich den Ruf als "Omahunde" gemacht haben. Während der Labrador immer ein "richtiger Hund" in den Augen vieler Menschen geblieben ist.

    Kurzhaar oder Stockhaar ist für die meisten Menschen eben ansprechender als Locken. Aber ich würd da eben nicht nur das Fell als Grund dafür sehen dass bestimmte Rassen in bestimmten Bereichen eben beliebter sind.


    Und nochmal andere Frage hinsichtlich Vibrissen: können Schlappohren eigentlich die Vibrissen an den Wangen stören ?

  • Scherrassen gibts ja aber mehr als nur Pudel. Malteser, Havaneser, uvm.

    Malteser und Havaneser sind keine typischen Scherrassen, auch wenn man sie oft geschoren sieht. Anders als beim Pudel ist es bei vernünftiger Pflege und entsprechender Haarstruktur nicht nötig diese Langhaarhunde zu scheren.

    Aber es ist nötig, das Fell / die Haare zu kürzen! Wie beim Pudel auch gibt es keine genetisch festgelegte Haarlänge.

    Ich z.B. halte meine Havaneser-Hündin am Körper recht kurz, an den Beinen und am Kopf länger - rein aus ästhetischen Gründen.

    Diese Woche ist der Kopf wieder dran. Und mir graut es schon jetzt davor. Schnauze, Kinn, Wangen, Augenbrauen...

    Was ist eine Vibrisse, was ist ein Stichelhaar (am Rückenfell z.B. von der gleichen Struktur wie die Vibrissen am Kopf)? Was lass ich stehe und schneide drumrum, was schneid ich mit ab, weil feine Struktur? Wie kann ich dafür sorgen, dass der Bart nicht dauernd im Maul hängt und Zahnstein verursacht, obwohl an der Stelle 10 Haare wachsen, die Vibrissen sein könnten?

    Da war es vor 1-2 Jahren einfacher, die Schere auf 5cm(?) Länge anzusetzen und den Bart zu kürzen.

  • lang, zu steil gewinkelt, überbaut, schlechte Rücken, Plattfüße, springende Sprunggelenke.


    Beim Pudel stört mich vor allem der Schafhals. Das ist für mich auf jeden Fall ein körperliches Extrem.

    Einen Schafhals kann man ja eigentlich nur bei Welpen über Test feststellen? Beim Pudel ist es in der Tat der eher offene Winkel in der Schulter, der die steil macht und was man meistens sieht. Wenn ich schaue, wo die Tendenz aktuell wieder hingeht, habe ich den Eindruck, dass es bei den ganz großen Shownamen wieder in die richtige Richtung geht. Zumindest bei den Gewinnern der letzten 2, 3 Jahre. Und das muss man dem Pudel lassen, sie sind weder lang, noch schlechte weiche Rücken, überbaut waren sie früher viel, heute sieht man es nur noch selten, Plattfüße und leichte Durchtrittigkeit gibt es leider noch zu oft, aber ist nicht gern gesehen. Also sie sind gesund und langlebig und recht funktional, wenn auch nicht alle Züchter überhaupt eine Ahnung von richtiger Anatomie haben und sie beachten. Auch orthopädisch sind sie nicht die typischen Physiokunden.

    Die Bichons, teilweise kleinen Spaniels und natürlich die kleinen Doggen sind da leider deutlich schlechter aufgestellt. Ich habe ja selbst einen Shih Tzu Mix, der orthopädisch einfach nur ganz ganz furchtbar aufgestellt ist. Da sieht man aber halt auch das Leid. Arthrosen, Verspannungen, Verschleiß, Patella, Kreuzbandrisse, natürlich die Keilwirbel, am Ende eine deutlich kürzere Lebensqualität und und und.
    Es wäre mir jetzt kein Pudel bekannt, der wegen fehlenden Vibrissen ein Auge verloren hat.

  • Aber es ist nötig, das Fell / die Haare zu kürzen! Wie beim Pudel auch gibt es keine genetisch festgelegte Haarlänge.

    Nein, das stimmt so nicht.

    Off-Topic

    Dass die meisten die Haare von den Bichon-Rassen zumindest im Sommer kurz schneiden, wenn sie ihren Hund nicht ausstellen wollen, ist eine andere Sache.

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