Tierschutzgesetz vs. Vibrissen kürzen
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Der Hauptgrund heute liegt aber nicht in der Arbeit, sondern weil sie weniger Dreck machen im Haus.
Weder Pudel noch Lagotto sind die heutigen, gefragten Jagdhunde.Damit hast du dann die beiden Rassen herausgepickt, die in Deutschland als Begleithunge am populärsten sind. Weltweit sieht das dann bei den Scherrassen schon anders aus.
In Italien werden Lagotti auch heute noch von Jägern gezüchtet und draußen in Zwingern gehalten. Pumis sieht man in Ungarn auch am Vieh. Und das gilt für so ziemlich alle diese Rassen (vom Pudel abgesehen).
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Je mehr man weiß, desto besser kann man Entscheidungen für die Hunde treffen.
Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst.
Wir wissen, dass Schlappohren gesundheitliche Einschränkungen mit sich bringen, eine Entscheidung für Hunde heißt also nicht „Schlappohren, Ja“. Welcher Hund profitiert denn da heutzutage noch von? Das ist ein Merkmal welches es im Grunde nicht braucht, jedenfalls nicht bei Begleithunden.
Die Frage die man sich stellen muss ist meiner Meinung nach, welche Merkmale wir tolerieren, obwohl wir wissen dass diese für die Hund nachteilig sind. Der Kompromiss bei den Kurznasen wäre ja auch sowas wie 1/2 oder 1/3 Nasen.
Aber wo in aller Welt soll es da Pro-Hund sein? Das sind reine Entscheidungen für uns Hundehalter.
Ist ja auch ok, aber warum kann man nicht dazu stehen? Warum muss alles so hingebogen werden, dass es für den Hund doch keine Einschränkung hat? Hat es, aber manche Dinge sind so minimal dass man doch auch einfach damit seinen Frieden finden kann. -
Durch Whataboutism. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Whataboutism
Sieht man in diesem Thread recht regelmäßig, daß etwa Möpse als "Gegenargument" herangezogen werden, ist ja auch viel schlimmer, und wenn das geduldet wird - was bei Weitem nicht mehr so ist -, müssen auch eingeschränkte Sinnesleistungen geduldet werden. So zumindest die "Argumentationslogik".
Also ich weiss von keinem generellen Zuchtverbot für Mops und Französische Bulldoggen etc. Eine Züchterin hat ein Zuchtverbot bekommen aber sonst ? Wird das sehr wohl noch geduldet.Und solange dem so ist, sehe ich die Vibrissen-Geschichte als Ablenkungsmanäver an . Am Ende hat man Pudel und Merle-Hunde verboten aber Mops und französische Bulldoggen dürfen weiter leiden
Niederlande.
https://qualzucht-datenbank.eu/verbot-zucht-b…n-niederlanden/
Es wird längst nicht mehr einfach geduldet, die Niederlande hat die Zucht nun komplett verboten. Und es ist doch sehr zu hoffen, daß weitere Länder dem Beispiel folgen. Außerdem nehmen Krankenversicherungen höhere Beiträge, schließen diesbezügliche Eingriffe von der Erstattung aus, auch da wird es nicht einfach hingenommen. Und nein, die Vibrissen-Geschichte ist deswegen kein Ablenkungsmanöver. Im Gegenteil, mit dem Leid von Französischen Bulldoggen eine nicht vorhandene oder eingeschränkte Funktionalität eines Sinnesorgans rechtfertigen zu wollen, das ist ein Ablenkungsmanöver. Whataboutism eben. Mir ist es tatsächlich wichtig, daß mein Hund so gesund wie möglich ist, was sich auch in meiner Rassewahl ausdrückt. Beim Malamute gibt es abgesehen von AMPN und Zinc-responsive Dermatosis keine großartigen rassebedingte Erkrankungen (die nicht auch andere Rassen betreffen können).
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Damit hast du dann die beiden Rassen herausgepickt, die in Deutschland als Begleithunge am populärsten sind.
Dazu würde ich gern eine Quelle sehen.
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Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst.
Ja, wir reden irgendwie aneinander vorbei. Ich weiß auch nicht genau, wie ich meinen Punkt noch erklären soll, damit er deutlicher wird.
Ist ja auch ok, aber warum kann man nicht dazu stehen? Warum muss alles so hingebogen werden, dass es für den Hund doch keine Einschränkung hat? Hat es, aber manche Dinge sind so minimal dass man doch auch einfach damit seinen Frieden finden kann.
Dem zum Beispiel habe ich überhaupt nicht widersprochen, weder für Schlappohren noch für Vibrissen.
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Damit hast du dann die beiden Rassen herausgepickt, die in Deutschland als Begleithunge am populärsten sind. Weltweit sieht das dann bei den Scherrassen schon anders aus.
In Italien werden Lagotti auch heute noch von Jägern gezüchtet und draußen in Zwingern gehalten. Pumis sieht man in Ungarn auch am Vieh. Und das gilt für so ziemlich alle diese Rassen (vom Pudel abgesehen).
Lagotto sind auch in Italien keine vollwertigen Jagdhunde.
Nein, Scherrassen dominieren nicht, auch nicht weltweit.
Nur weil es Liebhaber gibt, heißt das nicht dass diese Hunde das Optimum darstellen. Auch in der Arbeitswelt gehen einige nach Liebhaberei und Optik.
Wenn du nach Leistung schauen willst, dann guckst du was State-of-the-Art ist.
Das ist nicht der Curly, das ist der Labbi.
Das ist nicht der Laekenois, das ist der Mali.
Das ist nicht der Boxer, nicht der Pudel, nicht der Barbet, nicht der Lagotto.
Nicht der Bearded, sondern der Border.
Diese Hubdetypen haben sich nicht durchgesetzt. Auch nicht weltweit. Und sowas hat immer seine Gründe. Es mag da regionale Abweichungen geben, aber grade weltweit gibt es da ganz klare Favoriten.
Und das Modell ist meistens ziemlich einfach gehalten, robust und ohne viel pflegeaufwand.
Auf der anderen Seite haben sich die Scherrassen dort etabliert, wo sie einen praktischen Grund haben: als Begleithund. Und ich kann es verstehen, ich habe Stockhaarige Hunde, die Haaren wie nichts Gutes. -
Wofür Hunde in welchem Umfang und in welchen Situationen ihre Vibrissen nutzen.
Tasten sie wirklich damit, was und wann? Oder werden eher Umwelteinflüsse wie Wind damit besser wahrgenommen? Ich wüsste nicht, dass diese Fragen abschließen geklärt sind. Aber sie wären mMn Grundlage dafür, um zu sagen, ob Vibrissen nun überflüssig sind oder nicht.Warum sollte ein Sinnesorgan, dessen Funktion bei Katzen und Pferden bestätigt ist, und das beim Hund ziemlich baugleich ist, ausgerechnet bei Hunden "überflüssig" sein? Da darf man aufgrund der Baugleichheit getrost davon ausgehen, daß sie auch beim Hund ihre Funktion haben und wenn überhaupt müßte der Beweis erbracht werden, daß sie bei manchen Rassen überproportional häufig keine Funktion mehr haben. Wäre dem so, dürften diese Rassen allerdings auch folgerichtig ("Inkaufnehmen von Funktionsausfällen an Sinnesorganen durch Zucht ist verboten") nicht mehr gezüchtet werden. Mein Hund nutzt seine Vibrissen jedenfalls regelmäßig und ich gehe davon aus, daß die Nutzung für mich als Mensch die meiste Zeit über gar nicht wahrnehmbar ist. Wie soll ich als Mensch denn auch erkennen, ob mein Hund gerade einen Luftzug an den Vibrissen 1b-5c auf der rechten Maulseite spürt und darüber schließt, wie seine Umgebung gestaltet ist?
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Damit hast du dann die beiden Rassen herausgepickt, die in Deutschland als Begleithunge am populärsten sind.
Dazu würde ich gern eine Quelle sehen.
Ich bin mir gerade nicht sicher, wie das gemeint ist oder ob wir hier alle aneinander vorbeireden.
Meine Aussage war:
ZitatDie meisten Scherrassen wurden ja aus praktischen Gründen darauf selektiert, nicht aus optischen. Entweder für die Arbeit im Wasser (Pudel, Lagotto, Perro, usw.) oder für rauhes Klima (Komondor, Puli, usw.). Also nicht aufgrund des Aussehens.
WorkingDogs hat dann eine Aussage zu Pudeln und Lagotti gebracht, dass diese große Beliebtheit aufgrund Nichthaarens haben.
Meine Aussage ist: ja, und das sind genau die Rassen (von den genannten), die in Deutschland als Begleithunde am Beliebtesten sind.
Falls du tatsächlich dafür eine Quelle willst und nicht nur für das aus dem Kontext gerissene Zitat, VDH Welpenstaitistk 2024:
- Pudel: 1997
- Lagotto: 549
- Perro de Agua Español: 110
- Puli: 2
- Komondor: 0
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Damit hast du dann die beiden Rassen herausgepickt, die in Deutschland als Begleithunge am populärsten sind. Weltweit sieht das dann bei den Scherrassen schon anders aus.
In Italien werden Lagotti auch heute noch von Jägern gezüchtet und draußen in Zwingern gehalten. Pumis sieht man in Ungarn auch am Vieh. Und das gilt für so ziemlich alle diese Rassen (vom Pudel abgesehen).
Lagotto sind auch in Italien keine vollwertigen Jagdhunde.
Nein, Scherrassen dominieren nicht, auch nicht weltweit.Ich habe weder etwas von "dominieren", noch von Jagdhunden geschrieben, sondern lediglich über die Entstehung dieser Rassen. Es ist völlig egal, wer z.B. heute in Ungarn das Vieh hütet oder welche Rassen weltweit die beliebtesten sind. Der Puli ist ursprünglich dafür gezüchtet worden und nicht, weil er so süße Löckchen hat und so drollige Ohren. Das ist ein Fakt.
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Vorneweg: Ich bin nicht für ein Verbot, die Tasthaare zu kürzen. Zum einen, weil ich die ausgeschorene Schnauze – gerade bei Großpudeln, aber auch bei vielen kleinen Rassen – wirklich liebe. Zum anderen, weil ein solches Gesetz in der Realität vor allem die Hundefriseure betreffen würde. Denn die wenigsten Hundehalter trainieren ihre Tiere so weit, dass man das Gesicht in Ruhe in Form schneiden könnte, ohne die Vibrissen zu berühren. Schon heute ist es für viele Hunde schwer, beim Schneiden des Kopfes stillzuhalten, und Besitzer erwarten, dass der Friseur das schon irgendwie hinbekommt.
Wenn man dann jedes einzelne Vibrissen aussparen müsste, wäre das im Alltag kaum machbar. Statt einer flüssigen Arbeit am Gesicht hätte man ein endloses Herumgefriemel an einer der empfindlichsten Stellen des Hundes, während der Hund zappelt, blinzelt oder mit der Zunge wedelt. Das Risiko, dass etwas schiefgeht, steigt, der Zeitaufwand ebenfalls – und am Ende wäre die Last quasi einzig bei den Hundefriseuren.
Nichtsdestotrotz bin ich dafür, dass das Thema intensiv erforscht wird. Nur so lassen sich am Ende die richtigen Schlüsse ziehen und vor allem auch realistische Möglichkeiten entwickeln, wie man den Tierschutzgedanken mit der Praxis im Alltag sinnvoll in Einklang bringen kann.
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