Welcher Hund passt: Spanische Wasserhund- Besitzer hier?

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    Hallo,


    Wir überlegen, welche Hunderasse zu uns passen könnte, wenn unsere jetzt 14jährige Hündin mal nicht mehr ist 😢. Unsere jetzige Hündin ist ein BC (Arbeitslinie-)Mix- Hündin und sie war, als sie noch jünger war, für eine Familie nicht geeignet. Tja, ich dachte, durch die zwei anderen mitgemischten, familienfreundlichen Rassen, wird der BC schon nicht durchkommen- falsch gedacht. Sie ist BC durch und durch. 😉 Seit sie 10 Jahre alt ist, ist sie superlieb. Als junger Hund war sie zu sportlich (selbst für uns) und musste stets mit dem Kopf beschäftigt werden und zu sensibel für den Familienalltag, aber wir lieben sie wie verrückt. Nur nächstes Mal wollen wir es besser machen.


    Wir haben uns über den spanischen Wasserhund belesen, und finden ihn echt gut 😊

    Wir:

    -hätten gern einen Hund, der nicht so groß ist

    -sind gerne aktiv (kann er eine kleine Runde- 5,6km- mit joggen kommen? Oder ist das zu viel für einen ja doch eher kleinen- mittelgroßen Hund?)

    -lieben Wasser (Schwimmen, SUP, Segeln). Es wäre natürlich toll, wenn der Hund das auch liebt und klein genug ist um mit drauf zu passen!)

    -brauchen einen kinderlieben Hund, der sich nicht gleich aus der Ruhe bringen lässt

    -würden ab und zu gern mal allein wegfahren, er müsste also offen für „Oma/Opa-Ferien“ sein 😉

    -muss vormittags allein bleiben können

    -sich über Besuch (der ihn natürlich in Ruhe lässt wenn er nicht von selbst kommt) grundsätzlich freuen

    -sich mit den meisten anderen Hunden verstehen

    -vielleicht trotzdem Bescheid sagen, wenn ein Dieb kommt? Zu Boden ringen muss er ihn nicht 😉


    Wie robust ist ein Perro? Unsere Hündin strotze bisher vor Gesundheit, das ist natürlich toll. Die Tierarztbesuche fingen erst vor ca. 1/2 Jahr an. Man hört von Rassenhunden ja immer wieder Probleme in der Hinsicht weit vor dieser Zeit, das möchte ich natürlich vermeiden.

    Hat ein Perro Jagdtrieb, hier also vor allem in Bezug auf Enten? Es ist für uns natürlich mehr anstrengend als eine Bereicherung, wenn er ständig vom Boot springt um Enten zu jagen. Und das jagen abgewöhnen funktioniert ja nur bedingt…

    Wäre schön wenn ihr mir mehr erzählen könntet ☺️

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  • meine Freundin hat einen. Allerdings ist der auch erst um die 5 Monate alt. Denke, so viel kann man dazu nicht sagen.

    Aber falsch machst du bei so einem Hund nichts. Sie will ihn als Therapiehund ausbilden.

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  • Hallo,


    ich mag Spanische Wasserhunde recht gerne und finde für eure geschilderten Wünsche und Anforderungen die Rasse grundsätzlich sehr passend.

    Sie sind wohl grundsätzlich ziemliche Allrounder, ich habe u.a. welche getroffen, die zum Longieren, zum Obedience oder zum Hoopers-Agility gehen. Irgendeine sinnvolle geistige Auslastung brauchen Hunde dieser Rasse allerdings wohl in vielen Fällen schon, um ausgeglichen zu sein. Das heißt aber nicht unbedingt, dass man zum Hundesportler mutieren muss, man kann ihnen z.B. auch Tricks beibringen, auf eigene Faust Nasenarbeit machen oder oder... Möglichkeiten gibt es da ja viele.


    Soweit ich weiß, sind einige Spanier erstmal eher zurückhaltend gegenüber Menschen, die nicht zu ihrer Familie gehören. Das heißt nicht, dass die Rasse nicht tauglich für Kinderbesuche o.Ä. ist, aber man sollte es dann akzeptieren können, wenn der Hund dabei erst einmal etwas reserviert bleibt.


    Manches von dem, was du dir wünschst, ist weniger Rasse- als Erziehungssache.

    Alleinebleiben können die meisten Hunde lernen. Ob ein Hund kinderlieb wird, kommt auch ganz stark darauf an, ob er positive oder vielleicht sogar negative Erfahrungen mit Kindern macht.

  • Spanische Wasserhunde sind Fremden gegenüber typischerweise eher misstrauisch, z.T. sogar mit Schutztrieb ausgestattet. Viele lassen sich auch nicht oder nur ungern von Fremden anfassen.


    Da ihr einen Hund sucht, der sich prinzipiell über Besuch freut, würde ich mich daher eher nach einer anderen Rasse umsehen. Ich denke, mit einem Barbet oder Lagotto habt ihr eine größere Chance, das zu bekommen was ihr sucht.


    Übrigens: 5 km Joggen hätte auch mein 3 kg Toypudel geschafft. Das ist für einen gesunden, nicht zu kurzbeinigen Hund wirklich gar nichts.

  • Ich habe einen in der Tat wunderbaren Lagotto, der wirklich alle Punkte auf deiner Liste erfüllt. Wenn ich berichten soll und ihr nicht schon auf den Perro eingeschossen seid, dann schreib gerne und ich packe ein wenig aus. :D

  • wenn ich's richtig in Erinnerung hab ( hab mich auch mal für die Rasse interessiert)

    sind Perros, eher ein Personen Hunde, die eher Schwierigkeiten mit dem Alleinesein haben, da sie gern überall dabei sind.


    Wie schon jmd schrieb,haben Perros Tendenz nach vorne zu gehn

  • Ich hab spanische Wasserhunde gezüchtet (bin zur Zeit nicht aktiv).

    Grundsätzlich sind ursprünglich gezüchtete Perros keine Therapiehunde, die auf jeden freundlich zugehen und sich gern von Fremden anfassen lassen. Sondern sie sind robuste Arbeitshunde, die durchaus auch zum Bewachen von Herde und Grundstück genutzt wurden.

    Die alten Perros wurden auch gezielt darauf gezüchtet, sich von Fremden nicht anfassen zu lassen und Menschen, die das Grundstück betreten, bellend zu umkreisen und zu melden.

    (Für mich leider) werden Perros heute manchmal Richtung Freundlichkeit, Lieblichkeit, Nettigkeit gezüchtet und gern und häufig als Therapiehunde angepriesen.

    Im Internet findet man haufenweise Beschreibungen von kinderlieben, freundlichen, einfach zu erziehenden Perros.

    Dabei sind ursprüngliche Perros wahnsinnig tolle Hunde mit sehr viel Intelligenz und ich habe festgestellt, dass von dieser Intelligenz was verloren geht, wenn man ihnen ihre ursprünglichen Aufgaben wegzüchtet.

    Vor Jahren war ich auf einer Ausstellung in Finnland zu Besuch, wo der spanische Urvater der Perros als Richter da war. Er hatte die Reaktionsfreude und Aufmerksamkeit im Ring tatsächlich getestet, indem er einen kleinen Ball neben den Hunden auftitschen liess. Hunde, die da keinen Blick riskierten sondern stumpf nach vorn guckten, wurden definitiv schlechter bewertet. Das fand ich super spannend.


    Kurzum, es passt nicht alles du den hier genannten Vorstellungen, was wahrscheinlich am falschen Lesematerial liegt.

    Mal einzeln zusammengefasst:

    -hätten gern einen Hund, der nicht so groß ist

    Er hat die perfekte Größe, um ihn notfalls auch mal hochheben und einen Moment tragen zu können

    -sind gerne aktiv (kann er eine kleine Runde- 5,6km- mit joggen kommen? Oder ist das zu viel für einen ja doch eher kleinen- mittelgroßen Hund?)

    5 oder 6 km sind für einen Perro kein Problem. Da kannst du locker mehr km drauf packen. Ich habe mit meinem Rüden im Winter Skijöring und im Frühjahr/Herbst Bikejöring gemacht.

    -lieben Wasser (Schwimmen, SUP, Segeln). Es wäre natürlich toll, wenn der Hund das auch liebt und klein genug ist um mit drauf zu passen!)

    SUP machen viele Perrobesitzer und auch segeln gehen einige. Es gibt immer Ausnahmen von nicht so wasserliebenden Perros, aber in der Regel ist Wasser ihr Element. Meine haben Wasser alle geliebt und ich habe mit einigen Wasserarbeit gemacht.

    -brauchen einen kinderlieben Hund, der sich nicht gleich aus der Ruhe bringen lässt

    Wie "kinderlieb" ein Perro wird kommt auf den Umgang der Kinder mit dem Hund an. Grundsätzlich sind besonders kleine Kinder für viele Hunde oft erstmal gruselig, weil sie unvorhersehbare und ruckartige Bewegungen machen. Meine Hunde sind mit meinen Kindern aufgewachsen und haben sie geliebt. Was aber definitiv nicht bedeutet, dass ein Perro dann alle Kinder liebt. Denn normalerweise binden sich Perros eng an ihre Familie, aber nicht an irgendwelchen Besuch oder fremde Menschen, egal ob groß oder klein. Man muss da eben auch einfach etwas Arbeit in die Erziehung und Gewöhnung stecken, das läuft nicht unbedingt von vornherein wie man es sich wünscht. Es sind eben im Herzen bewachende Hunde, keine Labradore, die auf Freundlichkeit gezüchtet wurden.

    Mein erster Perro hat Kinder von Anfang an geliebt, aber da Perros auch reizoffen sind, hat er Anfangs gern mit ihnen Fangen gespielt und in die Waden gezwickt. Dafür war er mit Kleinkindern ungewöhnlich vorsichtig und lieb.

    Mein Zweiter hat Kinder akzeptiert, sich aber von Fremden generell nicht anfassen lassen und ist dann eben ausgewichen. Meine dritte Hündin fand kleine Kinder total bescheiden, seit sie von einem mit der Faust auf den Kopf gehauen wurde. Es ist besser geworden, aber manchmal brummelt sie sie noch an.

    Meine Jüngste ist sehr wachsam und bellfreudig, aber ungewöhnlich offen zu Fremden und macht keinen Unterschied zwischen Groß oder Klein.

    Was das "aus der Ruhe bringen lassen" betrifft, so sind Perros aufgrund ihrer ursprünglichen Aufgaben recht reaktionsschnelle Hunde und können vom Tiefschlaf sofort in Superarbeitsmodus verfallen. Das kann sie aber auch hibbelig werden lassen, weshalb man ihnen beibrimgen sollte, dass z.B. im Haus Ruhe ist oder es generell Ruhephasen gibt. Ist halt eine Erziehungssache, aber ruhige Perros sind kein Standardmerkmal.

    -würden ab und zu gern mal allein wegfahren, er müsste also offen für „Oma/Opa-Ferien“ sein 😉

    Wen ein Perro von Anfang an gelernt hat, dass Oma und Opa zur Familie gehören und man da auch mal übernachtet, geht das. Grundsätzlich binden sich Perros sehr eng an ihre Familie und möchten am liebsten überall dabei sein. Und oft suchen sie sich innerhalb dieses Kreises noch jemanden ganz besonders raus. Deshalb ist es wichtig, dass besonders am Anfang alle Familienmitglieder möglichst viel mit ihm machen, nicht nur einer immer füttert, spielt etc.

    Meine Hunde kennen es auch, mal bei Oma und Opa zu übernachten, wobei wir richtige (längere) Urlaube aber nie ohne Hunde machen.

    -muss vormittags allein bleiben können

    Muss man ihm halt beibringen. Evtl. kann es etwas länger dauern als bei einer Rasse, die sich nicht so stark an ihre Menschen hängt, aber es ist durchaus lernbar. Da Perros gern kontrollieren sollte man das eben von Anfang an üben, indem er nicht überall wie ein Schatten hinter einem her darf (er muss nicht vor dem Klo vor einem sitzen) und man eben auch den Müll raus bringt oder mal kurz die Haustür auf und zu macht.

    Manche lernen es schneller, manche langsamer. Allerdings sind Perros in der Regel am liebsten nicht allein. Wenn er also täglich 8 Stunden allein bleiben soll, würde ich zugunsten des Hundes verzichten, denn da wäre ein Perro eher unglücklich. Ich hab immer für mich gesagt, dass 4 bis 6 Stunden in Ordnung sind, je weniger desto besser für den Perro.

    -sich über Besuch (der ihn natürlich in Ruhe lässt wenn er nicht von selbst kommt) grundsätzlich freuen

    Nein.....Perros freuen sich grundsätzlich nicht über jeden Besuch. Sie wurden unter anderem zum Bewachen und Hüten gezüchtet und stehen Eindringlingen in ihr Grundstück erstmal skeptisch gegenüber. D.h. ich würde einen Perro nicht allein auf dem Grundstück laufen lassen wenn ich weiß, dass der Postbote jeden Moment die Gartentür öffnen kann. Die meisten Perros schlagen erstmal an, wenn es klingelt. Mit manchen kann man trainieren, dass es nur noch ein Wuff wird, andere bekommt man mit einem Kommando ruhig, manche sehen das aber einfach als ihren Job an. Wie der Hund dann reagiert, wenn der Besuch rein kommt, kommt darauf an, wie und was man mit ihm trainiert hat. Sind es gute Bekannte oder Oma und Opa, die der Hund eher zum Inventar zählt, freut er sich natürlich. Sind es andere Leute, kommt es auf die Erziehung an. Ein Perro der gelernt hat, sich auf seinen Platz zu legen und der erstmal ignoriert wird geht mit Besuch in der Regel schneller normal um als einer, der mit zur Tür rennen darf oder im Wohnzimmer aufgeregt herumrennt.

    -sich mit den meisten anderen Hunden verstehen

    In der Regel sind Perros, wenn sie erwachsen sind, keine Hunde die mit jedem auf der Hundewiese spielen wollen. Das sind Hunde mit Hütetrieb eh eher selten. Sie wurden halt für ernsthafte Aufgaben gezüchtet, nicht um fröhlich mit anderen über die Wiese zu hopsen. Das läst mit dem Erwachsenwerden nach. Generell ziehen sie gemeinsame Aktivitäten mit ihrem Menschen dem Spiel mit anderen Hunden vor. Wenn ich also einen Dummy habe, ist der andere Hund uninteressant.

    Aber Perros sind trotzdem normalerweise gesellig und haben selten Probleme mit Hundegruppen, ich bin oft in größeren Gruppen unterwegs. Sie wählen ihre Lieblingskumpel auch hier gezielt aus und können da auch manchmal etwas rassistisch sein. Lockenhunde werden schneller geliebt.

    -vielleicht trotzdem Bescheid sagen, wenn ein Dieb kommt? Zu Boden ringen muss er ihn nicht 😉

    Das macht ein Perro, wobei man hier womöglich eher etwas gegensteuern muss, als ihn anzulernen. In der Regel umkreisen sie Fremde nur bellend. Aber da sie als Hütehunde auch reaktionsschnell sein müssen und sie auch Schafe mit Zwicken vorangetrieben haben, sollte man sie das halt nicht bei Besuch machen lassen. Denn es gibt durchaus mir bekannte Fälle, in denen dann aus Übermut oder weil man sich so aufgestachelt hat, doch mal ein Wadenzwicker kam. Deshalb eben auch dem Hund beibringen, dass man auf seinem Platz zu liegen hat, wenn Besucher kommen. Denn ein Perro handelt sonst halt vielleicht mit Pech doch mal aus eigenem Antrieb, wenn er meint sein Besitzer ist unfähig.


    Perros sind sehr robust. Es gibt natürlich (nicht viele) rassespezifische Krankheiten, aber die sind in der Regel in der kontrollierten Zucht ausgeschlossen, weil es dafür Gentests gibt und die Züchter hier in Deutschland auch testen. Auf HD gibt es leider keine Garantie, da der Erbweg kompliziert ist. D.h. mit Pech kann auch ein Welpe mit HD freien Ahnen schlechtere Hüften haben. Aber es kommt nicht häufig vor.

    Jagdtrieb kann vorkommen, ist aber eigentlich nicht die Regel. ich hatte nur einen mit Jagdtrieb und er war Sichtjäger. Alle anderen hatten keinen Jagdtrieb. Ich muss aber sagen, dass ich Ballhetzerei auch mit keinem gemacht habe und auch Hetzspiele mit anderen Hunden nicht jeden Tag waren. Lieber gezielte Bindungsarbeit und Co. Meine jagen nur die Vögel oder Katzen von unsrem Grundstück.

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