Hündin haut ständig ab - HILFE

  • Wir haben bald eine 2 Jährige French Mischlings Hündin bei uns zur Pflege. Soll längerfristig sein. Leider ist die Kleine Null erzogen.


    Die anfängliche Angst (vorheriger Bericht) haben wir geklärt. Sie ist stark Co Abhängig von ihren "momentanen" Besitzern. Sie wechselt leider ständig den Pflegeplatz und fixiert sich dann Hilfesuchend auf die jeweilige Betreuungsperson. 1/2 Std mit ihr und sie fixiert sich dann wieder auf dich.


    Daher wollen wir ihr ein festeres Zuhause geben.


    Ohne Leine ist es gar nicht möglich. Aber sie braucht definitiv eine Rennzeit damit sie sich auspowern kann. Fuß, sitz, bleib mit Leckerli geht bis jetzt super. Schon nach 1 Tag.

    Aber kaum ist sie von der Leine rennt sie los wie von der Tarantel gestochen und reagiert auf kein "komm" mehr. Leider haben wir in der Gegend keinen sicheren eingezäunten Bereich, wo sie sich auspowern kann. Wie kann man ihr am besten beibringen, dass sie nicht ständig abhaut? Das sie auf Kommando kommt? Denn das macht sie nicht mal beim "Haup"besitzer oder den jeweiligen Pflegekräften.

    Ich weigere mich sie ohne Leine laufen zu lassen, wenn ich ihr nicht vertrauen kann, dass sie zurück kommt. Sie könnte auf die Straße und Co rennen. Schrecklich. :face_screaming_in_fear:


    Bitte helft mir!

  • Hi, also, erstens könnte man mit ihr langsam steigernd beginnen, sie am Fahrrad mitlaufen zu lassen. So kann sie dosiert Energie loswerden und dreht nicht auf wie verrückt, sobald sie mal etwas Platz hat.


    Dann würde ich ihr eine lange Schleppleine gönnen plus Geschirr. Damit hast du sie unter Kontrolle, indem du das Ende in der Hand behältst und nachfasst bei Bedarf.


    Dann, der Rückruf. Den hast du bei deinem Rotti doch sicher auch geübt und verankert? Genauso machst du das dann bei ihr. Rufst ihren Namen, machst dich etwas interessant, und wenn sie reagiert, gibt's Party. Erst im Haus, dann im Garten oder der nächsten Pipiwiese und dann, wenn sie gesichert an der Schleppi mit dir unterwegs ist. Viel Erfolg!

  • Welcher Mensch bitte läßt einen Pflegehund nach nur einem Tag ohne Leine laufen?

    Die Frage lautet nicht: Hilfe, wie kann ich dem Hund beibringen zu gehorchen"

    sondern die Frage lautet: Bin ich als Mensch in der Lage, das mir anvertraute Leben zu schützen und sorgsam und empathisch zu behandeln? Warum sollte ein Hund einem Menschen wie Dir vertrauen? Wenn Du ihre Art, ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten komplett ignorierst?

  • Welcher Mensch bitte läßt einen Pflegehund nach nur einem Tag ohne Leine laufen?

    Die Frage lautet nicht: Hilfe, wie kann ich dem Hund beibringen zu gehorchen"

    sondern die Frage lautet: Bin ich als Mensch in der Lage, das mir anvertraute Leben zu schützen und sorgsam und empathisch zu behandeln? Warum sollte ein Hund einem Menschen wie Dir vertrauen? Wenn Du ihre Art, ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten komplett ignorierst?

    Wo steht denn, dass sie sie hat laufen lassen?


    Die TE schrieb, dass sie sich weigert sie laufen zu lassen. Ich habe es so verstanden, dass die Erfahrung der früheren Besitzer und Pflegestellen gezeigt hat, dass der Hund keinen Rückruf kennt.


    MistressRavena Schleppleine dran, da kann der Hund sich schon mal ein bisschen freier bewegen. Und dann wirst du vermutlich einen neuen Rückruf etablieren müssen. Weisst du wie das geht? Das bisherige Wort für den Rückruf dürfte "verbraucht" sein, da sie zu oft Erfolg hatte nicht darauf hören zu müssen. Die Idee mit dem Fahrradfahren von DerFrechdax finde ich prima.

  • Schleppleine dran (am Geschirr, nicht am Halsband), mit Super Leckerchen ausrüsten und ab geht die wilde Rückruftrainingsfahrt. Clicker, Pfeife oder einfach nur rufen. Schauen was gut funktioniert und ob überhaupt was funktioniert.


    (Einstieg am besten in der Wohnung ohne Ablenkung und dann nach draußen verlagern.)

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Wo steht denn, dass sie sie hat laufen lassen?


    Ohne Leine ist es gar nicht möglich. Aber sie braucht definitiv eine Rennzeit damit sie sich auspowern kann. Fuß, sitz, bleib mit Leckerli geht bis jetzt super. Schon nach 1 Tag.

    Aber kaum ist sie von der Leine rennt sie los wie von der Tarantel gestochen und reagiert auf kein "komm" mehr.


    Das klingt für mich schon so, daß der Hund abgeleint wurde, sonst wüßte sie ja nicht, daß der Hund nicht mehr auf sie reagiert. Falls nicht, habe ich es falsch verstanden mit dem Freilauf.

  • wo ist jetzt dein Problem? Der Hund ist unerzogen und kennt keinen Rückruf. Mach was alle tun,:

    1. geschirr an und Schleppleine dran

    2. Rückruf trainieren

    3 Hund anderweitig auslasten


    ja das macht Arbeit und dauert sicher Monate aber so ist das eben

  • Einen Pflegehund läßt man erst mal lange Zeit gar nicht freilaufen. Er kennt dich noch nicht oder noch nicht gut, er hat keinen Grund, dir zu gehorchen. Ganz besonders gilt das hier, wo der Hund anscheinend viele wechselnde Betreuungspersonen hat und auch eine Angstproblematik hineinspielt. Das Risiko ist hoch, daß er dir abhaut. Oder sich vor etwas erschreckt und abhaut.


    Wenn man über längere Zeit mit einem Hund zu tun hat und regelmäßig mit ihm rausgeht, dann entwickelt sich mit der Zeit auch eine Beziehung. Den Rückruf erarbeitet man sich dann genauso, wie man das bei beim eigenen Hund täte, das dauert natürlich längere Zeit.

    Mit dem Unterschied, daß man noch viel vorsichtiger ist und noch weniger Risiken eingeht, denn man ist ja einem anderen Menschen gegenüber in der Verantwortung, daß dem Hund nichts passiert.

    Es gibt auch genügend Hunde, die von ihren eigenen Besitzern aus gutem Grund niemals frei laufen gelassen werden. Und das muß nicht an ungenügender Erziehung liegen.


    Ich bin als Teenager viel mit Hunden anderer Leute spazierengegangen, da ich selbst keinen haben durfte. Eine Schleppleine oder sonstige längere Leine war dabei sehr hilfreich, um dem Hund ein gewisses Maß an Freiheit zu geben. Man kann auch spielen und gemeinsam rennen, ohne den Hund von der Leine zu lassen.

  • Welcher Mensch bitte läßt einen Pflegehund nach nur einem Tag ohne Leine laufen?

    Die Frage lautet nicht: Hilfe, wie kann ich dem Hund beibringen zu gehorchen"

    sondern die Frage lautet: Bin ich als Mensch in der Lage, das mir anvertraute Leben zu schützen und sorgsam und empathisch zu behandeln? Warum sollte ein Hund einem Menschen wie Dir vertrauen? Wenn Du ihre Art, ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten komplett ignorierst?

    Da hast du was falsch verstanden. Aber ich sehe wie es zu dem Missverständnis kommen konnte. Also noch mal...

    Ich hab an einem Tag normale Kommandos geschafft bei ihr zu verankern. Da war sie sehr lernfähig.


    Ohne Leine lies ich sie nicht laufen. Denn ich konnte sowohl beim Besitzer als auch bei anderen sehen, dass dies Null klappte.

    Wir haben es schon mal mit Schleppleine, Pfeife, Leckerlis, Klicker ausprobiert. Wie beim Rotti und allen anderen Hunden die wir hatten. Nichts davon klappte. Deswegen hab ich mich hier an euch gewandt. 2 Wochen am Stück haben wir geübt, bevor der Besitzer sie wieder anderswo untergebracht hat, weil wir einen Coronafall hatten. 2 Wochen nicht den geringsten Erfolg mit den üblichen Methoden. Sie schaut einen an, grunzt und rennt entweder mit Schleppleine weg (soweit es geht) oder sitzt nur da und kuckt.

    Im Haus ist sie sehr zutraulich. Kuschelt, kommt angerannt wenn man sie ruft. Aber draußen....nichts! Dabei muss sie nicht mal stark abgelenkt sein.

  • Ich bin mir nicht sicher, ob das vorgeschlagene Radfahren für einen French Bully-Mix so eine gute Idee ist.


    MistressRavena

    Deinen Beiträgen zufolge hatte dein neuer Hund bisher nie die Möglichkeit, ein wirkliches Zuhause kennenzulernen. Wenn er ständig und auch nach so kurzer Zeit wieder woanders hingeschoben wurde. Da konnte er auch nicht lernen, was Zugehörigkeit ist, welche Vorteile sie bietet, war nie in der Lage, eine wirkliche Bindung aufzubauen.


    Ich bin jetzt nicht der große Hundeflüsterer, aber offen gestanden, würde ich sie erstmal in Ruhe ankommen und begreifen lassen, dass sie jetzt zu Hause ist. Das fordert Zeit und Geduld. Das ganze Training mit Sitz, Platz, Fuß finde ich an diesem Zeitpunkt eher unglücklich. Der Hund ist ja auch nicht doof. Der weiß ja, dass er im Groben und Ganzen vom Menschen abhängig ist, und wird dann auch versuchen, gefällig zu sein. Draußen hatte es - so vermute ich - keine wirkliche Relevanz für ihn, ob jemand bei ihm ist oder nicht, also kann er da sein eigenes Ding machen wie bisher auch.


    Mein Mädchen war mindestens ein halbes Jahr an der Schleppleine (und auch an der Flexi), bis ich mich getraut habe, sie laufen zu lassen. Das war ausreichend Zeit, den Rückruf zu etablieren. Und wir haben auch gelernt, gemeinsam an der Leine zu spielen und herumzualbern. Eine eingezäunte Hundwiese, wo sie hätte laufen können, haben wir auch nicht. Das Auspowern haben wir mit Kopfarbeit und längeren Spaziergängen gemacht, so wie es gerade passte.


    Bei der Vorgeschichte würde ich mir viel Geduld in den Rucksack packen und die Erwartungshaltung zurückschrauben. Dem Hund Zeit geben, an- und zur Ruhe zu kommen. Ihm ermöglichen, sich auf mich einzulassen und Vertrauen zu mir aufzubauen. Der Rest kommt dann schon.

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