Ersthund Routinen, Auslastung, etc.

  • Hello,


    ich hab ein paar allgemeine Fragen: und zwar habe ich seit Dezember einen inzwischen 7 Monate alten Shih Tzu und da sie mein erster eigener Hund ist, möchte ich natürlich auch alles richtig machen. Bisher kommen wir super klar und haben kaum Probleme. Sie ist meiner Meinung nach unglaublich klug und hat super viel Ausdauer.


    Mich interessieren einfach mal eure täglichen Routinen,

    was ihr zur Futterart (Nass-, Trocken-, Mischfutter) sagt,

    wie ich meinen Stinker am Besten auslasten kann (vor allem den Kopf),

    wann ihr wie lange ca. rausgeht bzw. empfehlen würdet,

    und ganz wichtig Thema Läufigkeit! Alles rund um Tipps her damit, da ich bisher nur sterilisierte Hündinnen kennengelernt habe.


    Vielen Dank schon einmal und ich freue mich auf eure Erfahrungen & Tipps :smiling_face_with_hearts:

  • was ihr zur Futterart (Nass-, Trocken-, Mischfutter) sagt,
    Solange man das füttert, was der jeweilige Hund verträgt, muss man da keine Wissenschaft draus machen

    Hier gibt's Nass und Trockenfutter, manchmal auch beides zusammen in den Napf. Ich füttere wenig Fleischhaltig, dafür viel mit Insekten, manchmal gibt's auch was von unserem Essen (Nudeln, Reis, ja auch wenn das gewürzt ist)

    wie ich meinen Stinker am Besten auslasten kann (vor allem den Kopf),

    Mit normalem training würde ich sagen. Oder mal Futter aus der Schleckmatte, mal Futter verstecken und suchen lassen.


    und ganz wichtig Thema Läufigkeit! Alles rund um Tipps her damit, da ich bisher nur sterilisierte Hündinnen kennengelernt habe.
    Meine Hündin wird ganz normal wie sonst auch behandelt wenn sie läufig ist.

  • Das sind sehr sehr allgemein gehaltene Fragen, die man so garnicht beantworten kann, weil sie doch sehr individuell zu betrachten sind.

    Ich bevorzuge es immer, garnicht zu viel Routinen reinzubringen.

    Grundvoraussetzung ist, dass der Hund gesund ist und ohne viel Routine stressfrei leben kann. Da gibts ja auch Hunde, die brauchen das.

    Aber ich persönlich halte es so, dass meine Hunde nicht immer zu selben Zeit raus gehen, nicht immer zur selben Zeit Futter bekommen.

    Auch die Gabe vom Futter variiert. Mal fressen sie halt aus dem Napf, mal machen wir im Wohnzimmer mal ein paar Spielchen, mal gibts draußen Gehorsamsübungen, mal bekomnen sie es als Belohnung nach dem Zughundesport.

    Ich stehe auch net immer zur selben Zeit auf, bringe die Hunde nicht immer sofort nach dem Aufstehen raus in den Garten oder zum Gassi. Genauso Abends ... mal gehen wir spät ins Bett, mal sehr früh.

    Unsere Tage sind da eigentlich ziemlich unregelmäßig gestaltet und die Mädels kommen damit ganz gut zurecht.

    Für andere Hunde kann das aber auch Stress bedeuten.


    Ach ja ... zum Futter. Ich füttere Trockenfutter (Wolfsblut). Manchmal nach dem Zughundesport gibts Nassfutter und es gibt fast täglich irgendwas hartes getrocknetes zum kanbbern. Als Leckerlies gibts Frolics.

    Zur Auslastung: Ich denke ein Shi Tzu ist ausgelastet, wenn er in den Alltag integriert ist. Nimm deinen Hund mit. Übe Gehorsam, mach paar Suchspielchen. Meiner Meinung nach braucht er nicht zusätzliche Auslastung, wenn der Hund einfach überall begleiten darf. Du sagst ja selbst, ihr habt keine Probleme, obwohl ihr gerade in der Pubertät seid. Das spricht dafür, dass ihr bisher nicht viel verkehrt gemacht habt. Macht mit Hundi einfach, was euch Spaß macht und nehmt ihn dabei mit :)


    Die Dauer der Spaziergänge: Ein Shi Tzu ist kein Leistungssportler, aber die, die ich kenne, sind recht pfiffig. ich würde einfach ganz normale Runden gehen. Mal ne Stunde, mal kürzer, mal ne längere Wanderung. Manchmal grad im Sommer eher kürzer.


    Zur Läufigkeit:

    Ich mache während der Läufigkeit nix anders, als sonst auch. An eurer Stelle würde ich den Hund nicht ableinen und erstmal testen, ob sie abhauen würde. Manche Mädels tun das recht gern. Das darf nicht passieren. Sonst haben meine den selben Alltag wie immer

  • was ihr zur Futterart (Nass-, Trocken-, Mischfutter) sagt,

    Wichtig ist doch vor allem, dass der Hund sein Futter gerne frisst und gut verträgt. Daran würde ich mich orientieren, denn zur Fütterung gibt es zig unterschiedliche Meinungen, und auch genug Hundehalter, die Fertigfutter (fast) gänzlich ablehnen.


    Meine Minis bekommen überwiegend Nassfutter und ab und zu Trockenfutter. Ich kenne aber gerade bei den Kleinsthundehaltern einige, die lieber frisch für ihre Hunde kochen - entweder, weil es besser angenommen oder vertragen wird oder aus Gründen der Gesundheit des Hundes.

    wie ich meinen Stinker am Besten auslasten kann (vor allem den Kopf),

    Mit sieben Monaten haben Hunde in der Regel ja noch genug damit zu tun, die Alltags- und Hausregeln zu erlernen. Ich würde im ersten Jahr daher anstatt Auslastung vor allem auf Ruhe, Umwelt- und Alltagsgewöhnung setzen und die kurze Konzentrationsspanne des Jungspundes für die wirklich wichtigen Dinge nutzen.

    wann ihr wie lange ca. rausgeht bzw. empfehlen würdet,

    Bei so einem jungen Hund würde ich es nicht übertreiben, gleichzeitig aber darauf achten, dass der Hund möglichst häufig die Möglichkeit bekommt, sich entspannt, ohne Zeitdruck, leinenlos im eigenen Tempo bewegen zu können.

    und ganz wichtig Thema Läufigkeit! Alles rund um Tipps her damit, da ich bisher nur sterilisierte Hündinnen kennengelernt habe

    Ich würde mich darauf einstellen, dass die hormonellen Schwankungen und Prozesse beim Hund durchaus zu Verhaltensänderungen und zu veränderter Motivation führen können, und ich würde mich hier dem Hund anpassen. Ist sie z.B. während der Läufigkeit nicht so gut drauf, würde ich das Programm entsprechend anpassen und runterfahren.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Erst einmal herzlichen Glückwunsch :applaus: Ich habe ebenfalls eine Shih Tzu Hündin, die mittlerweile fast 3 Jahre alt ist, mein Seelenhund :herzen1:

    Was genau meinst du mit täglichen Routinen? Ich variiere den Tagesablauf so weit es geht, allerdings läuft gerade morgens vor der Arbeit alles sehr strukturiert ab. Aufstehen, Hunde raus lassen und füttern, mich fertig machen, Hunde einpacken und zur Arbeit. Nach Feierabend wird dann bespaßt, da beide den ganzen Tag über zu chillen haben. Das wissen (und fordern) sie auch. Nala, die Shih Tzu Hündin weniger, als der Hütehund. Wie kommt das bloß :pfeif::D


    Ich habe bis vor kurzen Trockenfutter gefüttert, bin jetzt final aber auf Nassfutter umgestiegen, da das besser vertragen wird und Nala es aufgrund der doch relativ kurzen Schnute besser fressen kann. Sie ist zwar ein Exemplar mit "viel" Nase und recht sportlich, aber die Brachycephalie merkt man dann doch ab und an.

    Auslastungstechnisch würde ich auf Suchspiele gehen, gerade in seinem jungen Alter ist es ja noch nicht sooo gut/ wichtig lang raus zu gehen. Im ersten Jahre habe ich eigentlich erst einmal Ruhe geübt.

    Seitdem Nala knapp 2 Jahre alt ist und nachdem wir sie einem Ostheopaten vorgestellt haben, gehen wir regelmäßig wandern. Zudem sind wir im Schäferhundverein tätig und machen ein bisschen "Unterordnung" und "Spiel und Spaß" (irgendwie ein bisschen agilitymäßg). Klug ist Nala auch auf jeden Fall und sie hat auch Lust, zu lernen und vor allem zu arbeiten. Ist ein bisschen doof momentan, da die junge Hündin momentan etwas mehr arbeiten muss. Aber Nala ist auch einfach mal glücklich, nur dabei sein zu dürfen. Am Verein und auch im Büro holt sie sich dann auch mal gern nur ihre Streicheleinheiten ab, während Kira und ich auf dem Platz ackern....


    Zur Läufigkeit kann ich nicht viel sagen, da Nala ihre erste Läufigkeit nicht gut vertragen hat und wir sie dann aus gesundheitlichen Gründen kastrieren lassen haben. Aber den Zeitpunkt der ersten Läufigkeit weiß ich noch ganz genau: mein erste Tag vom Weihnachtsurlaub. Da wollten wir eigentlich zwei Tage später los zu meinen Eltern mit ihr. Ging aber wegen der Läufigkeit nicht, da meine Eltern einen intakten Rüden haben.... da war sie auf den Tag genau sieben Monate alt. Aber da habe ich sie genauso so behandelt, wie sonst auch. Nur von der Leine kam sie in der Zeit natürlich nicht, auch wenn ich persönlich mit ihr wenig Probleme in der Zeit hatte.

  • Mit normalem training würde ich sagen.

    Was wäre denn für dich ein normales Training? :)

    na das was man einem 7 Monate alten Hund so beibringt damit das Zusammenleben klappt: Rückruf, Deckentraining, Aufmerksamkeitstraining, Impulskontrolle, bleib aus der Entfernung, an der Leine laufen ohne ziehen . Sowas eben. Natürlich kannst du auch tricksen, irgendwelche Abfolgen einüben usw.

  • Wenn du deinen Hund gut beobachtest und lesen kannst, merkst du schnell, was zu viel ist oder zu wenig. Dann muss man nur ein wenig am Einstellungsrädchen drehen, damit es passt. Bzw. Zur aktuellen Wachstums- und Entwicklungsphase passt. Bei uns reicht es momentan während des Spaziergangs ein paar Kommandos zu üben, Dummy werfen oder Suchspiele machen. Zu Hause macht er nichts, außer schlafen und an Kausachen zu Gange sein.

    Aber er ist auch erst 5 Monate und das ändert sich auch wieder

  • Erstmal das füttern, was der Hund vom Vorbesitzer der Züchter mitbekommt.


    Auslasten, lass den Hund erstmal ankommen und sich bei Dir zurechtfinden. Erst danach kann man über einen Schnüffelteppich und anderes nachdenken.


    Läufigkeit, mein Mädel behandel ich da ganz normal. Meine Gassizeiten verändere ich ein wenig damit wir nicht unbedingt den männlichen Spielpartner und Freunde von Madame treffen.


    Rausgehen, schmunzel, an den Hund anpassen. Pi man Daumen sollte ne gute halbe Stunde wirklich laufen drin sein. Ansonsten lernt gemeinsam die Umgebung und die bei Euch lebenden Hunde in Ruhe kennen.

  • Mich interessieren einfach mal eure täglichen Routinen

    Auch bei uns gibt es eigentlich keine Routinen. Das hatte ich bei meiner letzten Hündin, dann kam ein Bänderanriss dazwischen und ich konnte schauen, wie ich den Hund händeln kann.


    was ihr zur Futterart (Nass-, Trocken-, Mischfutter) sagt

    Tatsächlich das was der Hund am besten verträgt. Wir barfen, einfach weil ich das schon seit über 15 Jahren mache und für mich die beste Futterart darstellt. Ich würde aber auch weder Nass-, Trockenfutter oder selbst gekochtes verteufeln. Ich hatte mit meiner auch eine kleine Odyssee durch bis wir da gelandet sind, wo wir jetzt sind, von "normalem" Trockenfutter über Nass-, Fertigbarf, Gekochtes und jetzt richtiges Barf.


    wie ich meinen Stinker am Besten auslasten kann (vor allem den Kopf)

    Auch hier musst Du ausprobieren, wieviel das Mädchen mitmacht oder überhaupt braucht. Normale Erziehung lastet auch schon aus. Spaziergänge mit ausreichend Riechpausen und Hunde treffen auch. Wir üben ein paar Tricks, die entweder sinnig sind (Handy finden) oder dem Hund Spaß machen (meine benutzt unheimlich gerne ihre Pfoten, also üben wir grade "winken"). Mein Hund ist überall dabei, Besuche und auch auf Arbeit, dort die verschiedenen Anforderungen zu erfüllen ist auch Kopfarbeit. Unter der Woche auf dem Abendspaziergang werfe ich gerne Leckerlis in die Wiese, die zu suchen lastet auch aus.


    wann ihr wie lange ca. rausgeht bzw. empfehlen würdet

    Ebenfalls hier auf den Hund achten. Wie lange möchte sie, wie lange kann sie. Ich gehe auch gerne mal einfach nur auf eine Wiese oder Feld, setze mich dort hin und lasse sie alleine stöbern und erkunden. Wir machen unter der Woche 2 längere Spaziergange am Tag (morgens und abends) und Mittags nochmal einen kürzeren. Spätabends nochmal schnell Pipi. Am Wochenende gehe ich morgens recht lange und schaue, wie es über den Tag dann passt. Hier bin ich auch schlauer geworden, mit meiner letzten Hündin hab ich immer die tollen, super langen Spaziergänge gemacht - bis zum Bänderanriss. Ab da habe ich variiert.


    und ganz wichtig Thema Läufigkeit!

    Wir sind grade in der ersten. Manchmal hab ich das Gefühl, dass jeder Tag anders ist. Manchmal ist sie einfach nur unlustig irgendwas zu machen, extrem verschmust und fast schon melancholisch, dann haben wir Tage an denen sie nur aufgedreht ist und mit nichts zufrieden. Vorgestern hatten wir mal einen Tag an dem gar nichts mit ihr anzufangen war, sie war total abwesend und unaufmerksam. Je nachdem darf sie ohne oder mit Leine laufen.

    Ich persönlich habe das Futter reduziert. Es war sowieso wieder Zeit die Menge zu reduzieren, also hab ich noch weiter runter gefahren. Sie bekommt seit dem ersten Tag Himbeerblätter ins Futter, das kann/soll wohl unterstützend helfen, dass die Sache nicht so heftig ausfällt, die Gebärmutter sich schneller regeneriert und die Scheinträchtigkeit nicht so heftig kommt bzw. ganz ausfällt. Ist aber wie bei allen pflanzlichen Sachen, dass man sich selbst damit wohl fühlt und man nachher ja doch nicht weiß, ob es nicht sowieso so gekommen wäre.


    Wichtig bei allem ist aber, dass Du und Dein Hund einen Weg für Euch findet. Anscheinend klappt das ja gut, so wie es sich anhört. Jeder Hund ist anders und auch Frauchen/Herrchen sind unterschiedlich. Der eine möchte einen reinen Begleiter, der andere einen Sporthund. Der eine Hund muss nicht alles können und der nächste aufs Wort hören. Dazwischen gibt es dann alles. Du musst mit Dir und Deinem Hund zufrieden sein, dann seid Ihr auch glücklich. Darauf kommt es an.

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