Junghund beim Spaziergang kaum zu bremsen - Risiko für Gelenke?

  • Unser Weißer-Schäferhund-Rüde ist jetzt ein Jahr alt. Er hatte von Anfang an extrem viel Energie, obwohl wir ganz viel auf Ruhe geachtet haben. Aber er war schon im Wurf derjenige, der noch gespielt hat, als alle anderen schon k.o. in der Ecke lagen. Zuhause ist er inzwischen recht ruhig, er ist es gewohnt, dass hier nicht viel passiert, und schläft viel (auch wenn er meistens aufsteht und uns hinterherläuft, wenn wir mal in die Küche, ins Bad etc. gehen. Dort legt er sich dann hin, bis wir uns wieder bewegen.)


    Bei Spaziergängen läuft er entweder (auf Kommando) neben uns, wenn er aber laufen darf, rast er immer um uns und unsere andere Hündin herum. Vollkommen rastlos und hektisch. Abgesehen von Situationen, in denen wir ihm sagen, dass er neben uns laufen soll, scheint ein einigermaßen ruhiges Laufen in gerader Richtung unmöglich zu sein. Er flitzt immer hin und her, und das im Zweifel auch noch eine halbe Stunde später. Dabei pickt er jedes Stöckchen auf, lässt es auf "Aus" fallen und hat sofort das nächste im Mund.


    Jetzt meine Frage: Es hat ja einen guten Grund, dass Junghunde noch nicht am Fahrrad mitlaufen oder Dinge wie Agility machen sollen. Er tobt auch nicht besonders häufig mit anderen Hunden. Jetzt machen wir uns aber Sorgen, dass sein wildes Herumrennen beim Spazierengehen denselben gelenkschädigenden Effekt haben könnte. Wie seht ihr das? Sollten wir ihn beim Spazierengehen lieber gar nicht mehr frei laufen lassen, sondern konsequent neben uns halten? Oder: wie viel Herumrennen ist in Ordnung? Ich wäre für eure Einschätzungen dankbar :)

  • Aber er war schon im Wurf derjenige, der noch gespielt hat, als alle anderen schon k.o. in der Ecke lagen.

    So eine Verrückte hab ich hier auch derzeit. xD I feel you


    Um die Gelenke würd ich mich jetzt nicht mehr so sehr sorgen. Mit einem Jahr beginnt man idR mit dem Hund Fahrrad zu fahren.

    Es ist ein junge Hund, der ordentlich Energie hat. Ich würd ihn flitzen lassen, wenn er mag.

    Was anderes ist es natürlich, wenn ihr ihn zur Ruhe bringen wollt, einfach damit er zwischendurch mal entspannt und runter fährt. Dann würd ich ihn zwischendurch anleinen und abkühlen lassen bzw ein wenig Kopf-/Konzentrationsarbeit machen. Oder einfach mal ruhig an der Leine gehen lassen.

  • Meine Frage wäre auch gewesen. inwieweit der junge Mann auch mal sein Köpfchen anstrengen darf und muß?


    Denn mit einem Jahr ist ja eigentlich Lehrzeit bzw Ausbildung angesagt. Da kann man die interessanten Dinge wie Hundesport anpacken, die über die notwendige Alltagserziehung hinausgehen und Hund und Halter sowohl Freude machen als auch fordern.


    Die Faustregel ist ja, daß 10 oder 20 Minuten Kopfarbeit einen Hund mehr auslasten als eine Stunde herumrennen.

  • Aber er war schon im Wurf derjenige, der noch gespielt hat, als alle anderen schon k.o. in der Ecke lagen.

    So eine Verrückte hab ich hier auch derzeit. xD I feel you

    Beruhigend zu wissen, dass es anderen auch so geht :see_no_evil_monkey:

    Meine Frage wäre auch gewesen. inwieweit der junge Mann auch mal sein Köpfchen anstrengen darf und muß?

    Wir machen mit ihm Dummytraining, da ist er begeistert bei der Sache. Und sonst immer mal wieder Nasenarbeit in Form von Leckerlis suchen.

    Ich würde mir eher Sorgen darum machen, dass die Birne permanent heiß läuft. Das ist nicht gesund.

    Da mache ich mir auch Sorgen drum, aber mir fehlt ein wenig die Vorstellung, wie man das verhindern kann. Also doch zu mehr Ruhe zwingen?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Ich würde mir eher Sorgen darum machen, dass die Birne permanent heiß läuft. Das ist nicht gesund.

    Da mache ich mir auch Sorgen drum, aber mir fehlt ein wenig die Vorstellung, wie man das verhindern kann. Also doch zu mehr Ruhe zwingen?

    Naja, ein Hund kann aber nur Ruhe halten, wenn er entsprechend geistig (!) und auch körperlich ausgelastet wird.

    Immer nur Ruhe Ruhe Ruhe geht nicht.


    Beschrieb doch mal, wie so sein Tag/seine Woche aussieht. Also was ihr so mit ihm macht.

  • Da mache ich mir auch Sorgen drum, aber mir fehlt ein wenig die Vorstellung, wie man das verhindern kann. Also doch zu mehr Ruhe zwingen?

    Naja, ein Hund kann aber nur Ruhe halten, wenn er entsprechend geistig (!) und auch körperlich ausgelastet wird.

    Immer nur Ruhe Ruhe Ruhe geht nicht.


    Beschrieb doch mal, wie so sein Tag/seine Woche aussieht. Also was ihr so mit ihm macht.

    Morgens kurz raus, dann erstmal schlafen/ruhen, während ich arbeite, mittags ein Spaziergang und abends nochmal kurz. Insgesamt ist er zwischen einer und zwei Stunden am Tag draußen, meistens so 1,5h. Beim Spaziergang läuft er mal frei, dann wieder Fuß bzw. hinten zwischendurch. Er sucht Leckerlis und wie gesagt das Dummy, im Moment bauen wir das bei den meisten Spaziergängen ein, aber nicht immer.

  • Was heißt denn, er sucht den Dummy?

    Trainiert ihr auch mal irgendwas mit ihm? Das hört sich für mich jetzt schon etwas langweilig und eintönig und nach sehr wenig geistiger Beschäftigung für euren Hund an. Das ist immerhin ein Schweizer Schäferhund. Der möchte schon was tun. Und was tun heißt dann wirklich regelmäßiges Training mit Auslastung und nicht 3 mal den Dummy werfen oder so.

    Ich kann mir da grade wenig drunter vorstellen, was euer Hund so Ansprache und Auslastung geboten bekommt. Das ist ein Junger Rüde der voll im Saft steht. Der möchte was tun. Merkt ihr ja auch.

  • Okay, wie sollte denn der Tag/die Woche deiner Meinung nach aussehen, um dem Hund gerecht zu werden? Deine Frage, was es heißt, den Dummy zu werfen, verstehe ich nicht. Worauf zielt das ab? Wir wiederholen das bei einem Spaziergang dann vielleicht fünfmal, und ich bin schon der Meinung, dass das geistig anstrengend für ihn ist vom Finden bis zum Abgeben. Und was meinst du damit, ob wir auch mal irgendwann was mit ihm trainieren? "Normale" Erziehung oder wie? Machen wir natürlich, aber dafür gibt es kein Extra-Zeitfenster, sondern das passiert, wenn es sich anbietet.


    Ich freue mich über konkrete Verbesserungsvorschläge und wir geben unser Bestes, um unserem Hund ein schönes, spannendes, ausgelastetes Leben zu ermöglichen. Ich finde es aber ehrlich gesagt schade, dass man in solchen Foren sehr schnell angegriffen und als jemand dargestellt wird, der alles falsch macht. Mal davon abgesehen ging es mir bei meiner ursprünglichen Frage darum, ob das wilde Herumtobe den Gelenken schaden kann.

  • Uhh, warum fühlst du dich denn direkt so angegriffen? Wo wurde dir denn unterstellt alles falsch zu machen?

    Wenn du eine Antwort auf deine Ausgangsfrage möchtest: Nein, ich denke nicht, dass das Herumgetobe den Gelenken schadet. Hilft dir aber auch nicht bei deinem Problem, das ja besteht und auch eine Ursache haben wird.


    Dummy ist nicht gleich Dummy. Das was die meisten Leute unter "Dummy" verstehen ist, ich werfen den Dummy auf die Wiese, der Hund rennt hinterher und bringt das Ding mehr oder weniger zuverlässig und genau zurück.

    Das hat aber nichts mit richtigem Dummytraining zu tun. Da gehts um Zusammenarbeit mit dem Hundeführer, Impulskontrolle, Genauigkeit, den Hund auf Entfernung lenken etc.

    Ich komme nicht aus der Schäferhundefraktion, sondern aus der Jagdhundeabteilung. Daher gehört die rassegerechte Auslastung von Schäferhunden nicht zu meinen Kernkompetenzen.

    Unter Training meine ich zum Beispiel: Eine Dummygruppe besuchen, in den Hundesportverein gehen, bestimmte Dinge, wie zum Beispiel korrektes Apportieren, Fährtenarbeit, Fussarbeit, bestimmte Tricks, Freiverlorensuche, Clickern was auch immer mit dem Hund trainieren. Ich setzte mich oft abends hin, baue mein Placeboard hier im Wohnzimmer auf und dann wird einfach mal 10 Minuten was geübt. Manchmal auch irgendwelche sinnfreien Tricks. Das muss und sollte auch alles nicht lange sein, aber der Hund braucht mal irgendeine Beschäftigung und vielleicht auch abgetrennt vom normalen Spaziergang. Einige Hunde neigen auch dazu, beim Spaziergang hohlzudrehen, weil sie immer darauf warten, dass ja gleich was passiert. Gibt es auch.


    Ich kann dir gerne sagen, wie die Woche mit meinem Hund aussieht, ist allerdings ein Jagdhund und wird entsprechend anders ausgelastet als du es mit deinem Hund machen wirst.

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