Pfoten - Juckreiz oder Schmerzen, andere Ideen?

  • Hallo,


    ich bräuchte bitte mal kurz Schwarmwissen und Ideen zu folgendem Verhalten/Problemen:


    - Ab und zu trippelt sie draußen beim Spaziergang ganz hektisch ein paar Schritte, scharrt mit den Pfoten wie nach dem Kot absetzen, dann ist es wieder gut. (Das kann ich gar nicht einordnen, kennt das jemand?)


    - SIe knibbelt generell öfter mal an ihren Pfoten: Sie kaut auf ihren Krallen, sie zupft sich Fell zwischen den Ballen raus, sie leckt, und manchmal nimmt sie die komplette Pfote in den Fang und beißt drauf rum.


    - Hund meidet bestimmte Untergründe: Wiesen, matschigere Stellen, Regenpfützen.Die letzten beiden Spaziergänge, auf denen sie viel auf Wiesen unterwegs war, hat sie auffällig vermehrt an ihren Pfoten geknibbelt.


    Es ist insgesamt alles noch im Rahmen, so scheint es zumindest. Sie lässt sich ganz gut davon abbringen, zu knibbeln. Sie hat ansonsten gar keinen Juckreiz mehr (hatte sie vor ein paar Monaten noch mehr). Ihre Haut sieht gut aus. Ihr Fell ist schön. Sie kann schlafen und ruhen, ohne dauernd knibbeln zu müssen. Zu sehen ist an den Pfoten nichts, außer wenn sie sich die Haut etwas wund geleckt hat. War bei zwei TÄ, beide konnten auch nichts erkennen.


    Meine Ideen bislang:


    Juckreiz/Allergie? Wir machen gerade Ausschlussdiät (auch wegen Verdauungsproblemen), und wir warten auf die Blutergebnisse vom Umwelt- und Floh-Allergie-Test.


    Milben? Wir haben auf Verdacht mit Stronghold behandelt, ich hab nicht das Gefühl dass es damit zusammenhing. Gab keine Erstverschlimmerung und irgendwie insgesamt keine nennenswerten Veränderungen. Es schwankt einfach dauernd. Ich hab immer noch Herbstgrasmilben im Hinterkopf, weil ich


    EDIT: hups, da fehlt was: weil ich das hier immer mal gelesen habe. Konnte aber noch nie was in die Richtung erkennen, und das Pfotenknibbeln gabs auch bei Minusgraden.


    Schmerzen? Lt. Physio gibts Verspannung im Nacken und ne leicht unregelmäßige Bemuskelung (linker Hinterlauf weniger als rechter, rechte Rückenpartie weniger als linke), außerdem leichte Blockade im hinteren Rücken (Rutenansatz, da so.) .. Wir sind jetzt da in Behandlung (Muskelaufbau und Massage), wenn es nicht besser wird gibts n Röntgenbild von der Hüfte, so der Plan.


    Stress? Nicht so einfach zu sagen, aber ich glaube nicht.


    Meine Frage an euch: Übersehe ich irgendwas offensichtliches? Fällt euch noch was ein, in welche Richtung man denken kann/muss?


    Danke! <3

  • Blöde Frage: sind die Krallen eventuell zu lang?


    Flohbiss-Allergie käme ja nur zum Tragen, wenn die Flöhe hat. Hatte sie vor kurzem welche?


    Was sagt denn die Physio zum Knabbern? Sieht die da einen Zusammenhang?


    Gibts ne Rasse-Disposition für HD? kenne mich da nicht aus bei Puli.

  • Gar keine blöde Frage, hab ich auch dran gedacht! Ich versuche, die jetz nochmal Stück für Stück zu kürzen. TÄ meinte neulich die sind in Ordnung so, beim letzten Mal Hundefriseur wurde ein bisschen nachgeschnitten, aber die meinte auch die wären eigentlich gut. Hab ich aber n Auge drauf, danke!


    Flöhe hatte sie noch nie, nein.


    Ich hab der Physiotherapeutin das mit dem Knabbern erzählt, aber so explizit hat sie dazu noch nichts gesagt. Ich frag sie nächste Woche nochmal.


    DIsposition bei Pulis weiß ich nicht genau - bislang hab ich nur gefunden, dass es selten ist, aber durchaus mal vorkommt.

  • Mein Hund hat jahrelang (leider, leider - aber der TA fand einfach nichts) immer mal wieder gehumpelt. Ständig haben wir die Pfoten kontrolliert. Letztendlich ist es eine arthritische Zubildung im li. Schultergelenk, vermutlich bedingt durch Anaplasmose, die für das Humpeln verantwortlich ist. Seitdem er einen Futterzusatz (mit Hyaluronsäure, MSM, etc.) bekommt, tritt das Humpeln nur noch sehr selten und meist auch nur für wenige Minuten auf (die berühmte falsche Bewegung), nicht mehr über Tage oder gar Wochen am Stück.


    Als er noch ganz jung war (zu dem Zeitpunkt hatte er vermutlich noch nicht diese arthritische Zubildung), gab's auch mal ein kräftiges Humpel, sogar mal für ein paar Schritte mit Bein anheben. Das war damals eine Wirbelblockade im Lendenbereich.


    Es muss also nicht unbedingt die Pfote sein, die ursächlich für das Problem ist. Wenn also die Pfote als solche unauffällig ist (keine Schwellung, Rötung, Krallen OK, etc.), dann müsst ihr wohl leider etwas auf die Suche gehen, sprich: der TA muss seine Diagnosefindung erweitern. Bei meinem hat letztendlich nur geholfen, dass der TA ihn komplett geröntgt hat (ich glaube, es waren 10 Aufnahmen - kennt noch jemand den Bravo-Starschnitt?).


    LG
    Matthias

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Wir haben ähnliche Probleme: immer wieder mal extremes Pfotenschlecken/-knabbern, aber auch immer mal wieder Verdauungsprobleme. Da uns die Tierärztin diesbezüglich überhaupt nicht weiterhelfen konnte, führe ich seit etwas über einem Jahr ein sehr detailliertes Tagebuch und mache Ausschlußdiät.


    Bei uns besteht ein Zusammenhang mit: Streß, Streusalz, trockener Heizungsluft und Milben. Futtermäßig darf ich nichts füttern, was trocken war. Also nichts mit Mehl, kein Brot, keine Haferflocken, und kein Trockenfutter. Außerdem kein Ei, keine Kartoffeln, keine Bierhefe. Er verträgt relativ neu eingekauften, gewaschenen Reis, Huhn und Mohrrüben relativ sicher.


    Neues testen geht nur in streßfreien Zeiten.


    Besserung hatten wir schon durch: Streßreduktion, Bravecto (hilft auch gegen Herbstgrasmilben), vorbeugend Pfoten waschen/mit Vaseline einschmieren, Antihistaminikum (Zyrtec). Eventuell Cortisoncreme auf den Füßen (aber keine überzeugende Wirkung), bei wundgeschleckten Pfoten Bepanthen.


    Tja, und im Notfall: Kragen drauf, eventuell Socken anziehen.


    Vielleicht ist da was dabei, was Dir weiterhelfen kann?


    Edit: Der Streß kann auch übertragener Streß sein! Beispielsweise Besuch eines Vaters, der sich (ohne daß wir es wissen) wahnsinnig Sorgen um seine Tochter macht.

  • Schmerzen? Lt. Physio gibts Verspannung im Nacken und ne leicht unregelmäßige Bemuskelung (linker Hinterlauf weniger als rechter, rechte Rückenpartie weniger als linke), außerdem leichte Blockade im hinteren Rücken (Rutenansatz, da so.) ..

    Könnte das Knabbern an den Pfoten erklären.

    Wir hatten das bei unserem verstorbenen Rüden, er knabberte an den Pfoten und Vorderläufen, riss sich teilweise das Fell aus. Vertretungstierarzt behandelte auf Allergie, obwohl Dago nie allergisch reagierte. Letzendlich fand eine Physiotherapeutin heraus, dass Dago Wirbelblockaden hatte, richtete den Hund und der Spuk war vorbei.

    Hoffe für Euch, dass Ihr bald eine Lösung findet

  • Was machst du für die Floh und Zecken Profilaxe?

    Nur mal so ein Gedanke.

    LG Sabine

    Hach, da sprichst du was an. Sie hatte den Sommer über ein Halsband (Seresto). Über den Winter nichts. Sie hat aber auch echt immer viele Zecken, trotz Schutz. Kleiner Magnet der sie ist. Ich bin da mit mir nicht zufrieden, dass ich da noch keine bessere Lösung hab und werde mich da nochmal mit befassen. Ich hab halt Schiss vor Tabletten, weil drin ist drin, falls es nicht vertragen wird.

    Passt das denn deiner Meinung nach zu irgendner Zeckenkrankheit, oder hattest du die Aossziation eher wegen der Flöhe? Ich vermute, nen Flohbefall würde ich mitkriegen. Zumal wir ja wirklich oft beim TA sind und sie da auch auf Flöhe untersucht wurde und wird.

  • Also mein Plan ist nun:


    - Abwarten, was bei der Ausdifferenzierung rauskommt, und dann entsprechend darauf reagieren (ich bete, dass es keine Hausstaubmilben sind, und gleichzeitig wüsste man dann wenigstens, was (unter anderem) los ist.


    - Parallel weiter Ausschlussdiät und Tagebuch, regelmäßige Physio und Muskelaufbau. Es gab nun auch ein neues Geschirr, was n bisschen besser sitzt. Sollte die Verspannung usw. nicht besser werden, gibts Röntgenaufahmen in der Fachklinik. Wer weiß, vielleicht is ja wirklich was an der Hüfte. :(


    Ich hab irgendwie nicht das Gefühl, dass es mit dem Futter zusammenhängt. Aber ich weiß auch inzwischen einfach nix mehr so richtig, irgendwie verliert man dann auch den Überblick oder ist zu nah dran oder so.

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