Allergie bei Französischer Bulldogge

  • Hallo ihr Lieben,


    nachdem ich schon viel Interessantes hier im Dogforum gelesen habe, habe ich nun auch mein erstes Problem mit unserer Hündin Buffy. Sie ist eine Französische Bulldogge, ca. 2 Jahre alt. Sie wohnt seit Januar diesen Jahres bei uns und hat sich toll eingelebt.


    Unser größtes Problem ist, dass ihre Haut schrecklich juckt, besonders am Bauch, dort ist sie ständig am Kratzen.


    Beim Vorbesitzer hat sie viele verschiedene Futtersorten bekommen und wohl auch alles super vertragen. Uns ist aber direkt am ersten Tag bei uns aufgefallen, dass der Bauch sehr gluckert und sie viel pupst.


    Am dritten Tag bei uns begann sie mit dem Lecken und Beknabbern ihrer Pfoten, Kauen an ihren Krallen. Wir fütterten zu diesem Zeitpunkt noch das Futter der Vorbesitzerin (Platinum) und hielten das Pfotenlecken für eine Stressreaktion wegen des Umzugs zu uns.


    Nach ca. 2 Wochen stellten wir ihr Futter um, weil uns die vielen Blähungen komisch vorkamen und sie das Trockenfutter in sekundenschnelle, ohne zu Kauen, hinunter schlang. Seit dem bekommt sie das Bio-Futter von der Zooplus-Eigenmarke. Das Bauchgluckern und sie Pupse besserten sich sehr. Aber leider ist das Pfotenkauen geblieben und nun kam noch das ständige Kratzen am Bauch hinzu.


    Wir überlegen, das Futter nochmals umzustellen, auf Hypoallergen. Unser Tierarzt empfahl uns Royal Canin Sensitive. Aber mich hat der Blick auf die Zutatenliste nicht überzeugt, durch das viele Getreide und Soja. Könnt ihr mir besseres Futter empfehlen? Der Preis ist erst einmal zweitrangig. Gerne auch in Bioqualität.


    Ich habe nun von Futter aus Insektenprotein gelesen. Das soll wohl auch von Allergikern gut vertragen werden und das wäre getreidefrei. Kennt das jemand von euch?


    Ich bin für alle Tipps und Ratschläge sehr dankbar!


    Sonnige Grüße

    Saira

  • Bekommt der Hund zusätzlich Kauartikel? Wenn ja, würde ich die mind. 3-4 Wochen komplett weglassen, denn daher kann der Juckreiz auch kommen.

  • Unsere Hündin ist leider auch recht allergiegeplagt - ich würde auch eine Ausschlussdiät empfehlen - und KEINE Trockenartikel.

    Denn Futtermilben sind oft der Auslöser von Allergien (bzw. deren Kot, gegen den die Hunde allergisch sind).


    In neuen Beuteln sei die Milbenbelastung zwar eher geringer, aber dann muss man es im TK-Schrank aufbewahren, sobald es angebrochen ist, damit sich keine Milben ansiedeln.


    Aaaber - zunächst würde ich wirklich mit 'frischen' Sachen eine Ausschlussdiät probieren. (Bzw. Reinfleischdosen)

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Eine Ausschlussdiät ist die beste Idee, dabei eine Fleischsorte füttern die der Hund vorher noch nie hatte, als Kohlenhydratquelle würde ich Süßkartoffeln empfehlen.

    Es könnten aber auch Umweltallergien mit reinspielen, Versuch doch mal nach dem Gassi immer Pfoten und Bauch abzuwaschen, viele empfehlen auch waschen mit Kernseife.

    Gegen den Juckreitz und Ausschläge hilft Kokosöl ganz gut.

  • Solange noch die Chance besteht dass der Hund noch einige Fleischsorten und Kohlenhydrate vertragen könnte, würde ich auf jeden Fall auch zuerst den Weg der klassischen Ausschlussdiät gehen.


    Könnte es außerdem eine Kontaktallergie sein?

  • Ja die Franzosen neigen leider zusätzlich zu ihren anderen baulichen Problemen sehr "gerne" an Allergien.


    Kann alles vom Futter kommen, aber auch eine angesprochene Kontaktallergie sein. Gras zB.


    Ich würde ihr nach dem Spaziergang zusätzlich Bauch und Pfoten mit klarem Wasser abwaschen.


    Aber unterm Strich, und das meine ich völlig wertfrei, sollte man sich bei einem Frenchie darauf einstellen unter Umständen eine gesundheitliche Großbaustelle an Land gezogen zu haben.


    Ich drücke die Daumen, dass es die einfachste Variante ist und ihr einfaches Abwaschen da schon hilft.

    :nicken:

  • Guten Morgen und vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.

    Wir haben Buffy manchmal Kausachen gegeben, wollten damit ihr Pfotenkauen umlenken. Dann habe ich gelesen, dass sie dadurch zu viele Proteine aufnehmen könnte, die ebenfalls Juckreiz auslösen könnten. Daraufhin haben wir die Kauartikel deutlich reduziert und bieten ihr lieber eine Karotte an. An die Futtermilben habe ich überhaupt noch nicht gedacht, vielen Dank für diesen Tip. Also lasse ich als erstes Kausachen weg.


    An eine Kontaktallergie habe ich auch schon gedacht. Weil sie sich im vorigen Zuhause nicht gekratzt hat, keine wunden Stellen hatte. Das ging alles erst nach 3 Tagen in unserem neuen Zuhause los. Wir haben im Wohnzimmer eine Voliere mit Farbratten und auf dem Balkon Kaninchen. Kann ein Hund gegen andere Tierarten allergisch sein? Bei der Vorbesitzerin lebten Katzen und Pferde, keine Kleintiere.


    Die Pfoten haben wir von Januar bis März nach jedem Gassigang gewaschen, weil wir glaubten, dass das Pfotenlecken auch durch die gestreuten und gesalzenen Wege kommen könnte. Haben sie auch mit Kokosfett eingerieben. Das hat dazu geführt, dass sie noch lieber an die Pfoten gegangen ist, weil ihr das Kokosfett so gut schmeckte.


    Ihr Bauch und Pfoten nach jedem Spaziergang zu wachen, könnte auch eine gute Idee sein, falls es doch an irgendwelchen Umweltreizen liegt. Nachdem sich an ihrem getöteten Bauch in den letzten Tagen nun auch noch kleine Eiterpusteln gebildet haben, haben wir zwei Mal täglich die Stellen mit verdünnter Calendula-Essenz abgetupft und danach Wecesin Heilsalbe drüber. Die Pusteln sind fast weg, die Rötung auch viel besser. Aber das Gekratze wird nicht weniger. Da muss die Ursache gefunden werden...


    Mein Mann hat nun gestern, bevor ich ihm von den Antworten hier erzählen konnte, einen Sack Royal Canin Hypoallergenic bestellt. Nun werden wir das für einige Wochen testen und die Ausschlussdiät behalte ich auch jeden Fall im Hinterkopf!


    Sollte sie das Futter vertragen, könnte ich doch auch dazu dann immer langsam eine Fleischsorte dazu testen oder?


    Vielen Dank für eure Hilfe!

  • Hi, andere Idee - Hat sie vielleicht bei Einzug bei euch Impfungen, Entwurmungen oder Spot-on bekommen?


    Wart ihr schon mal beim TA, um am Bauch von den Pustelchen ein Geschabsel entnehmen zu lassen und unterm Mikroskop angucken zu lassen? Es könnten auch Hautmilben oder Haarlinge sein.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!