Fragen, die man sich sonst nicht zu stellen traut - Teil 18

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  • Naja es kommt halt auch darauf an, kann man sich darauf vorbereiten. Viele können das eben nicht. Ich kann mir das fahren leisten, auch wenn es mich ärgert. Und das ist dann eben das Problem. Die Mehrheit wohnt in Deutschland zur Miete, die kann sich keine Wallbox zum Laden vor die Tür stellen, die hat ne Gas oder Ölheizung im Keller stehen. Und zu den Fenstern sage ich lieber nichts. Inflation von 5 % aber keine Lohnsteigerungen.

    Irgendwann fährt das so gegen die Wand.

  • Hier fahren viele zum Bäcker oder dem Bauernladen obwohl diese auch zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen sind.

    Aber genau die erreicht man mit Benzinpreiserhöhungen als letztes - bei so Kurzstrecken fällt der Verbrauch auch bei 3 €/Liter kaum ins Gewicht. Da müsste man schon auf mind. 10 €/Liter hoch.

    Wirklich weh tut die Benzinpreiserhöhung denen, die täglich auf ihr Auto angewiesen sind.

  • Hier fahren viele zum Bäcker oder dem Bauernladen obwohl diese auch zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen sind.

    Aber genau die erreicht man mit Benzinpreiserhöhungen als letztes - bei so Kurzstrecken fällt der Verbrauch auch bei 3 €/Liter kaum ins Gewicht. Da müsste man schon auf mind. 10 €/Liter hoch.

    Wirklich weh tut die Benzinpreiserhöhung denen, die täglich auf ihr Auto angewiesen sind.

    Genau so sieht's aus.

    Frau Müller von nebenan, die das Auto nur einmal wöchentlich für den Wocheneinkauf bewegt, ärgert sich zwar auch über die gestiegenen Benzinpreise, aber sie muss nicht jeden Tag zur Arbeit pendeln, daher macht's ihr am Ende nicht so viel aus.

    Dafür tut's den Pendlern richtig, richtig weh. Manche können zwar im Notfall mit den Öffis fahren, sind dann aber halt ewig unterwegs ... ich zB fahr mit dem Auto 35 min je Richtung, mit dem ÖPNV wär ich rund 1,5 h je Richtung unterwegs. Da geh ich nach 2 Wochen aufm Zahnfleisch :ka:

    Mich nervt, dass das Wochenende schon wieder vorbei ist... Ich will ausschlafen, god damnit :lepra:

  • Aber es gibt eine Alternative - aufwendig, unbequem, zeitraubend. Aber sie ist da

    Ich war/bin auch froh über unser Auto. Es macht einiges einfacher und bequemer.

    Ich kann mich aber auch noch an Zeiten erinnern wo ich es nicht hatte - da bin ich eben 1 1/2std ÖPNV mit viermal umsteigen zur Uni gefahren. :ka: Hab mich darüber geärgert, fand es unbequem, war erleichtert wenn man mal mitgenommen wurde. Aber es ging ohne Auto!

    Und das ist in vielen Fällen immer noch möglich. Auch wenn es mehr Zeit braucht, umständlicher ist, Nerven kostet, usw Wenn man will dann könnte man in vielen vielen Situationen immer noch aufs Auto verzichten!!!

    Es ist aber für viele selbstverständlich geworden alles mit dem Auto zu erledigen. Und wirklich alles - Kinder zur Schule fahren obwohl diese nur 500m entfernt ist (erlebe ich hier auf dem Dorf täglich); Fahrten zum Bäcker, Dorfladen, Post obwohl diese auch unter 1km entfernt sind; zur Arbeit fahren (auch wenn diese im Nachbarort ist), usw

    Es gibt soviel Potential, auch auf dem Land, in einer Mietwohnung, man muss nur mal die eigene Bequemlichkeitszone verlassen.

    Und da nehme ich mich nicht aus. Ich fahre aus Bequemlichkeit und weil es schneller geht auch sonntags zum Bäcker. Obwohl man auch laufen könnte (was ich wahrscheinlich bald auch machen werde, denn auch wir spüren die gestiegenen Preise)

    Und auch wenn es nur Kurzstrecken sind - die zusammen gerechnet sind sicher auch 2-3 Tankladungen im Jahr!

  • Mich betrifft die Spritpreiserhöhung nicht so wahnsinnig. Ich benötige eine Tankfüllung im Monat und da fällt das nicht wahnsinnig in's Gewicht.

    Wir bemerken es aber in der Firma gerade ganz krass. Unsere Mitarbeiter haben alle Firmenwagen mit Privatnutzung und Tankkarten. Wenn ich da die Abrechnungen mit denen aus dem letzten Jahr vergleiche wird mir wirklich übel :kotz:

    Wir erhöhen de Löhne jährlich um 3-5%, zahlen Boni und co. und werden auf Kurz oder Lang auch unseren Kunden die Preise erhöhen müssen.

    Ich erinnere mich aber auch an Zeiten, als mein Opa noch lebte (muss so knapp 17 Jahre her sein) und schon gesagt wurde, dass der Liter Benzin bald 2,50€ kosten würde...

    Ich habe das lange Zeit belächelt und jetzt sind wir fast dort angekommen...

  • Rechnen wir mal zusammen:

    Arbeitstag: 8h

    Pflichtpause in der Arbeit: 30min

    Fahrtzeit hin: 1,5h

    Fahrtzeit zurück: 1,5h

    = 11,5h

    Sind vom Tag also noch 12,5h über.

    7h Schlaf (und ich kenn viele die brauchen eher 8h)

    30min kochen

    Frühstück 30min

    Abendessen 30min

    Minimum Haushalt 30min

    Sind noch unglaubliche 3,5h über.

    Darin will man seinen Hund versorgen (Minimum 1h Gassi, Füttern, Pflege, Zuwendung), Zeit mit seinem Partner verbringen, einem Hobby nachgehen, Zeit mit seinen Kindern verbringen, Kontakt mit Freunden und Familie aufrecht erhalten. Arzttermine, Einkaufen, Verspätungen im Nahverkehr etc. nicht miteingerechnet.

    Mehr Geld hat man meist trotzdem nicht, weil Öffis meistens nicht günstig sind und man Privat trotzdem ein Auto braucht.

    Ich lebe nicht um zu arbeiten. Ich arbeite um zu leben. Eigentlich.

    LG Anna

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