Welpe trotz Vollzeitjob

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    Hallo Zusammen,

    mein Mann und ich überlegen schon seit Jahren uns einen Hund anzuschaffen. Allerdings wollten wir immer warten, bis sich die Wohnsituation bei uns geändert hat.
    Nun werden wir im Dezember umziehen, in eine Wohnung mit großen Garten auf dem Land und wollen uns den Traum vom Hund erfüllen.

    Allerdings hatten wir heute ein Gespräch mit einer ausländischen Tierschutzorganisation, die uns aufgrund unserer Arbeitssituation erklärt hat, dass wir uns lieber keinen Hund zulegen sollten.


    Die Arbeitssituation sieht wie folgt aus:
    Mein Mann arbeitet im drei Schichtsystem (Früh, Spät, Nacht) und ich arbeiten im Büro 8-16:30Uhr mit einer Stunde Mittagspause, die ich zuhause verbringe.
    Wir haben beiden eine Arbeitsweg von ca. 5-10min.
    Daraus schließt sich, dass der Hund in den Frühschichtwochen 4,5 Stunden pro Tag alleine wäre, in den Spätschichtwochen 2,5 Stunden und in den Nachtschichtwochen gar nicht.
    Uns ist natürlich klar, dass ein Welpe gerade im ersten halben Jahr keine 4,5 Stunden alleine bleiben kann. Da würde dann meine Schwiegermutter einspringen und sich Vormittags zumindest
    für 2 Stunden um den Hund kümmern können. Abgesehen davon, dass die ersten drei Wochen ersteinmal durchgehende jemand zuhause wäre (aber das wird natürlich nicht reichen).

    Jetzt hätte ich gerne eure Meinung dazu. Haben wir uns das wirklich zu sehr beschönigt? Danke schonmal in Voraus :smiling_face:

  • Für einen Welpen muss die sämtliche Zeit abgedeckt werden.

    Anders geht nicht.


    Wieso keinen erwachsenen Hund aus dem TS? Im Grunde sind die Zeiten nicht so, dass sie für einen Hund ein Problem wären - nur halt bei einem Welpen einfach machbar.


    Allerdings hatten wir heute ein Gespräch mit einer ausländischen Tierschutzorganisation, die uns aufgrund unserer Arbeitssituation erklärt hat, dass wir uns lieber keinen Hund zulegen sollten.

    Einfach ne vernüpftige Orga finden.

    Ich arbeite VZ und hab ohne Probleme Hunde aus dem TS bekommen. Muss man eine vernüpftige Orga finden, die nicht solche Märchenvorstellung hat.

    Ausser ihr wolltet einen Welpen, dann finde ich wie gesagt ok, dass es keinen Welpen aus dem TS gab.

  • Wenn ein Hund gelernt hat alleine zu bleiben und kein Problem damit hat sind 4,5 Stunden jede dritte Woche und in den anderen Wochen noch weniger aus meiner Sicht absolut o.k.

    Das es braucht um den Hund einzugewöhnen habt ihr ja auch schon eingeplant, besser mehr Puffer einplanen als weniger. Der einzige "Haken" - man kann im voraus natürlich nie sagen, wie ein Hund mit alleine bleiben klar kommt (oder mit der Schwiegermutter :winking_face_with_tongue: ). Ihr könnt die Wahrscheinlichkeit (nur die, Garantien gibt es keine) ein wenig mit der Rasseauswahl beeinflussen, es gibt Rassen die mehr oder weniger häufig Probleme mit Allein bleiben haben.


    Habt ihr mit der Orga denn über einen Welpen geredet? Ausländische Tierschutzorganisationen haben ja doch recht häufig Hunde die mit gewissen Defiziten zumindest in der Sozialisierung auf ein "deutsches Standardleben" im Gepäck ankommen. Da kann ein Training dann schnell auch mal länger dauern.

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  • Wenn die SchwiMu zuverlässig einspringt, bis der Hund alleine bleiben kann, und ihr ihr auch zutraut, mit einem wilden Welpen klarzukommen, dann sehe ich da absolut kein Problem.

  • Hallo,


    also bei max. 4,5 Stunden hätte ich jetzt generell gar keine Bedenken. Klar, in der Welpenzeit müsste man schauen, wie man das erste halbe Jahr organisiert bekommt. Danach sollten 4,5 Stunden kein Problem sein.


    Wisst ihr denn schon, welche Rasse ihr möchtet?

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  • Ich finde das durchaus machbar!

    Alle 3 Wochen 4,5 Stunden alleine bleiben ist für eine Hund, der kein Problem mit dem alleine bleiben hat, absolut machbar.

    Das Einzige woran ihr denken müsst ist dass eben die Anfangszeit das Problem sein wird. Denn bis der Welpe stubenrein ist und wirklich entspannt 4,5 Stunden alleine bleiben kann kann es gut und Gerne 4-6 Monate dauern. Da kann es sein dass 2 Stunden durch die SchwiMu abdecken nicht reicht.

    Aber sonst finde ich die Voraussetzungen wirklich gut!

  • Ich sag mal so: in 3 Wochen bekommt man einen Welpen nicht dahin, dass er stubenrein ist und auch alleine bleiben kann. Ein Welpe braucht Anleitung was er in der Wohnung darf oder nicht darf. Wenn er alleine bleiben muss, kommen Welpen auf die tollsten Gedanken und sehr schnell ist die Wohnung zerlegt. Es ist ja keiner da der ein Verbot ausspricht! Da sehe ich ein großes Problem!


    Gibt es die Möglichkeit, dass Dein Mann vorübergehend eben nur den Spätdienst macht? Dann könnte die Mutter die fehlende Zeit einspringen bis Du um 16:30 Uhr nach Hause kommst. Wenn man das auf einen Zeitraum von 6 Monaten so durchziehen würde, wäre der Welpe nie allein, kommt nicht auf dumme Gedanken und die Erziehung käme auch nicht zu kurz. Und danach ist der Hund schon älter und weiß, dass man in der Wohnung nichts annagen darf.

  • Ausländische Tierschutzorganisationen haben ja doch recht häufig Hunde die mit gewissen Defiziten zumindest in der Sozialisierung auf ein "deutsches Standardleben" im Gepäck ankommen. Da kann ein Training dann schnell auch mal länger dauern.

    Das möchte ich noch mal hervor heben. Ich würde als Hundeanfänger und mit bestimmten "muss" funktionieren Vorstellungen einen Hund nehmen, der das angedachte Leben schon kennt. Also keinen Hund, der außer Tieheim/draußen leben mit anderen Hunden (!) eher nichts kennt. Kann gutgehen, aber würde ich als Direktimport auch im Sinne des Hundes nicht befürworten. Ein Hund, der aus dem Ausland kommt, aber schon auf einer Pflegestelle in Deutschland wohnt, ist noch mal anderes bzgl. Einschätzbarkeit.


    Ansonsten: wenn es eine Orga ist, die grundsätzlich nicht an Berufstätige vermittelt, nun, gibt genug andere. Die Arbeitszeiten an sich finde ich nicht hunde-untauglich

  • Ich möchte noch zu bedenken geben, dass es auch leicht sein kann, dass der Hund länger als 6 Monate braucht, um solange alleine bleiben zu können. Das ist ganz individuell. Ich würde daher nach einem ausgewachsenen Hund auf deutscher Pflegestelle schauen, der bereits alleine bleiben kann. Und auch da muss man sich dann langsam wieder rantasten. Wenn der Hund umzieht und zu euch in ein neus Umfeld kommt, muss er erstmal Vertrauen zu euch fassen und es kann gut sein, dass er auch erstmal wieder ein bisschen Zeit braucht, um auch bei euch entspannt alleine zu bleiben.


    Kann die Schwiegermutter auch die Gesamtalleine Zeit erstmal abdecken, oder was macht ihr, wenn der Hund erstmal monatelang doch nicht so schnell solang alleine bleiben kann?


    Wir haben einen gut gezogenen Hund vom deutschen Züchter und es hat ungefähr ein Jahr gebraucht, bis sie 4,5 alleine geblieben ist, ist einfach sehr individuell.

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