Wieder Aggression gegenüber anderen Menschen :/

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    Huhu ich dachte ich mache mal ein Thread auf, weil ich langsam nicht mehr weiß was ich tun soll.


    Wie einige von euch vllt noch wissen hatte Amy schon immer Probleme mit anderen Menschen, sie hat sich damals schon bei 50 Meter in der Leine geworfen und wollte die Leute aus Unsicherheit vertreiben, wir haben mit guten training es aber super geschafft, das Amy händelbar wird und soweit unauffällig war, sie hat sich für andere Menschen kaum noch interessant, außer sie kamen plötzlich um die Ecke aber selbst da haben wir geschafft sie gut abzubrechen, wir haben soviel erreicht und jetzt sind wir plötzlich bei 0.. ;( und zwar wegen einen ganzen blöden Vorfall vor 2 Monaten .


    Ein Hundehalter hatte uns massiv bedrängt und wollte auf meinen Freund und mich mehrmals drauf :( ...Amy war erst ruhig wollte uns dann aber verteidigen und seitdem ist alles anders :(


    Die Tage danach waren Horror:( ich hatte Panik vor anderen Menschen, musste viel an mir arbeiten konnte Amy keine Sicherheit mehr geben und dadurch haben wir massive Rückschritte gemacht :( blöderweise geht es mir zurzeit gesundheitlich auch nicht gut, was die ganze Sachen natürlich noch schlimmer macht, aber ich möchte trotzdem versuchen Amy ein bisschen händelbar zu bekommen, denn mittlerweile nimmt sie mich überhaupt nicht mehr wahr.


    Sobald sie andere Leute entdeckt, wirft sie sich in der Leine und bellt und hört erst wieder auf wenn die Leute paar Meter weg sind , manchmal schaffe ich es sie früh genug abzulenken, oder abzubrechen aber dass klappt halt nicht mehr so oft wie damals:(auf breiten Wegen ist sie aber immerhin noch Recht gut ansprechbar, aber sobald die Wege enge werden wie hier im Dorf habe ich ein Problem:/


    Ich habe schon versucht meine Trainerin von damals die uns super Ratschläge gegeben hat zu erreichen aber leider hat sie aufgehört :( das macht die Sachen natürlich nicht besser, ich musste damals schon von Trainier zu Trainer wandern um überhaupt jemanden zu bekommen der nicht sofort das Handtuch wirft und die Strecke für uns in Kauf nimmt den wir sind nicht mobil und können somit auch nirgendwo hin außer zu Fuß :( und jetzt durch Corona ist es natürlich noch schlimmer überhaupt jemanden zu finden:/


    Aber vllt hat ja jemand trotzdem Ratschläge was ich erstmal tun kann um Amy vllt ein bisschen ansprechbar zu bekommen :(wir treffen am Tag zwar meistens nur 2-5 Leute manchmal auch niemanden, aber ich möchte trotzdem daran arbeiten wenn es möglich ist .



    Achja Amy ist fast 11 Jahre ein Aussie/Labrador Mix


    Achja gesundheitlich ist sie auch durchgecheckt.


    Und natürlich könnt ihr jederzeit Fragen stellen :)ich habe erstmal dass wichtigste geschrieben ,habe bestimmt aber auch einige Sachen vergessen sorry.

  • Wie habt ihr denn beim ersten Mal trainiert das ihr es hinbekommen habt? Bzw. Spricht etwas dagegen es nochmals genau so anzugehen?


    Ich denke es wäre für deinen Hund und dich am einfachsten wenn ihr wieder mit der bisherigen Methode weitermacht da ihr beide da bereits einen gewissen Grundstein habt auf den ihr aufbauen könnt. Das gelernte ist ja nicht komplett vergessen

  • Es tut mir so leid dass ihr so eine furchtbare Erfahrung machen musstest. Verständlich, dass sowohl Amy als auch du durch den Wind seid.


    Einen kleinen Hoffnungsschimmer schon mal vorab: es dauert bei einem Hund teilweise ziemlich lange nach einem sehr stressigen Erlebnis, bis er sich davon erholt hat - aber er kann sich davon erholen. Das bedeutet - ja, genau - das mit Glück sogar ohne extra Training nach deiner Gesundung und nachdem sie sich von dem schrecklichen Erlebnis erholt hat der Zustand von vorher wieder hergestellt wird. Um die Erholung zu unterstützen, bringe extra ruhige und angenehme gemeinsame Aktivitäten in euren gemeinsamen Alltag ein. Zeige ihr, was sie tolles machen kann. Festige die Bindung und sei wieder ihr Vorbild wie du es immer warst und auch jetzt bist! Ihr seid zusammen in diesem Kummer, aber ihr werdet auch zusammen da rausfinden, ist die Devise. Ärgere dich nicht, wenn sie austickt, fühle bewusst Verständnis, bleibe dabei ruhig, rede mit ihr liebevoll auch wenn sie Fehler macht, aber sei konsequent - also möglichst immer gleich in den Reaktionen. Sei so wie du warst, bevor das doofe Erlebnis euch so durcheinander brachte.


    Sorry, es hört sich ein bisschen wie emotionaler Wirrwarr an, aber das war meine Methode, Freki nach schrecklichen Erlebnissen (schrecklichstes war ein Angriff eines anderen Hundes auf sie mit Tötungsabsicht) wieder runterzubringen. Diese Einstellung, ihr das dann „schlechte“ Verhalten zu verzeihen und ihr Zeit zur seelischen Regeneration zu geben, hat mir - und dadurch ihr ausreichend Gelassenheit gebracht dass sie dann nach 2-3 Wochen wieder die Alte war. Der Unterschied ist natürlich dass du selbst bedroht worden bist und dadurch selbst erst durcheinander warst. Das heißt, rechne die Zeit der Erholung erst ab dem Moment, wo deine Angst wieder weg war. Denn solange dauerte für deine Hündin der Ausnahmezustand noch an. Wie viel Zeit ist seitdem vergangen?


    Bevor du - abgesehen vom Management, (was jetzt das Wichtigste ist, sicherst du sie so dass nichts passieren kann? Das wäre wichtig um dich gefühlsmäßig etwas zu entlasten wenn du mit ihr unterwegs bist) - mit ihr irgendwas trainierst, musst du erstmal wieder auf dem Damm sein. Bist du schon soweit? Wenn nein, dann würde ich mich erstmal auf allgemeine Entressung bei dir und Amy und auf gutes Managen verlegen, wenn ich du wäre.


    Was du aber machen könntest, wäre dir „Hilfen“ zu schaffen.


    1) Kennst du den Geschirrgriff? Den kann man antrainieren als Beruhigungssignal. Kann man einsetzen während man den Hund gleichzeitig sicher im Griff hat. Mir hatte dieser Trick bei Freki sehr geholfen, wenn sie ihre Beschützerphasen hatte!


    2) Click für Blick ist dir ein Begriff? Belohnen für ruhiges Schauen und zu dir umorientieren. In nicht brenzligen sondern für den Hund noch händelbaren Situationen (die wo du jetzt noch abgelenkt oder abgebrochen bekommst).


    Wenn die Situation plötzlich und überfordernd ist, am besten nicht trainieren, sondern nur sichern. Keine Sorge, das wirft den Hund nicht plötzlich total zurück. Aber es wäre besser, die Begegnungen im Nahbereich noch minimal zu dosieren, einfach um weniger Stress aufkommen zu lassen.


    Ich drücke dir und Amy ganz doll die Daumen, dass du einen guten Trainer findest!

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  • Wie habt ihr denn beim ersten Mal trainiert das ihr es hinbekommen habt? Bzw. Spricht etwas dagegen es nochmals genau so anzugehen?


    Ich denke es wäre für deinen Hund und dich am einfachsten wenn ihr wieder mit der bisherigen Methode weitermacht da ihr beide da bereits einen gewissen Grundstein habt auf den ihr aufbauen könnt. Das gelernte ist ja nicht komplett vergessen

    Wir haben damals sehr kleinschrittig geübt .

    Wir sind Bögen gelaufen, haben jedes gute Verhalten belohnt und auch an einen Abbruch gearbeitet, bevor der Vorfall war hat es schon gereicht Amy einfach ein Weiter Signal zu geben was wir auch sehr gut geübt haben .



    Aber ja Recht hast du ich glaube wir müssen genau damit wieder anfangen so kleinschrittig wie möglich .


    Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag :)

    Ich glaube genau dass was du ansprichts unterschätze ich :( der Vorfall ist ja jetzt ca 2 Monate her aber ich habe auch einige Wochen gebraucht um meine Panik in Griff zu bekommen, und ja auch jetzt bin ich noch angespannt wenn wir andere sehen der Vorfall kommt an machen Tagen leider noch hoch :(.

    Und ja du hast Recht ich muss aus Amy ihre Sicht sehen und ihr viel Zeit geben und dran denken dass wir damals auch sehr viel geschafft haben .


    Amy sichere ich immer mit einen Maulkorb und einen Kurzführer so weiß ich dass nichts passieren kann.


    Den Geschirr-Griff haben wir damals auch trainiert,haben ihn aber nicht mehr gebraucht, aber ich werde ihn jetzt wieder aufbauen er war uns wirklich eine gute Hilfe danke dass du mich dran erinnert hast :).


    Ja Click und Blick sagt mir was werde mich darüber aber nochmal einlesen :)


    Und ja Recht hast du an schlechten Tagen bringt es nichts .


    Ich werde mir das was du geschrieben hast zu Herzen nehmen danke nochmal :).

    • Neu

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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  • Ich hätte jetzt auch gesagt, dass du erst an dir arbeiten musst um deine „Angst“ in den Griff zu bekommen weil du ihr gegenüber sonst überhaupt nicht souverän rüberbringen kannst dass alles ok ist und sie sich nicht darum zu kümmern hat.

  • Ich hätte jetzt auch gesagt, dass du erst an dir arbeiten musst um deine „Angst“ in den Griff zu bekommen weil du ihr gegenüber sonst überhaupt nicht souverän rüberbringen kannst dass alles ok ist und sie sich nicht darum zu kümmern hat.

    Ja ich weiß :/mache auch schon gute Fortschritte und möchte deswegen auch weiterhin mit Amy soweit es geht trainieren.



    Aber jetzt wo ich mal überlege, fällt mir auch ein dass mir auch zuviel Gedanken über andere mache, ich habe es damals auch geschafft mich auf Amy zu konzentrieren und die Leute auszublenden, leide habe ich mich ja auch zu lange von unseren Nachbarn stressen lassen, dass ist auch eine Sache ich ich nicht vergessen darf ,nach den doofen Vorfall bin ich nämlich mit ihm auch noch aneinander geraten :(


    Es kamen leider wirklick zuviele Sachen auf einmal die uns gestresst haben wenn ich jetzt Mal wieder darüber nachdenken :(.


    Ich gebe euch deswegen Recht, wir brauchen Zeit und Ruhe.

  • Ich hätte jetzt auch gesagt, dass du erst an dir arbeiten musst um deine „Angst“ in den Griff zu bekommen weil du ihr gegenüber sonst überhaupt nicht souverän rüberbringen kannst dass alles ok ist und sie sich nicht darum zu kümmern hat.

    Ich denke auch, dass das in der Situation die größte Hilfe sein könnte. Du sagst ja selbst, dass du angespannt bist, wenn du andere Menschen schon siehst - das wird Amy vermutlich merken. Und dann ist sie unsicher, weil du unsicher bist und ihr schaukelt euch gegenseitig hoch, ohne das ggf. zu merken.


    Wie du deine Unsicherheit wieder unter Kontrolle bekommst, kann ich dir leider nicht sagen, jedenfalls hab ich keinen konkreten Vorschlag.

    Was mir damals geholfen hat, als Dino auch fremde Menschen auf der Straße angebellt hat: "Ist halt so, kann ich jetzt nix dran ändern". Je öfter ich mir das gedacht habe und die Situation einfach akzeptiert habe, desto seltener hat Dino dann wirklich Fremde angebellt. Selbstverständlich hab ich darauf geachtet, Bögen zu laufen und auszuweichen, ihm also auch durch meine Handlungen zu zeigen "Hey, ich kümmer mich drum, du kannst entspannen". Und gutes Verhalten wurde auch belohnt - entweder mit nem Keks oder einem ruhigem, entspannten "Gut gemacht".

    Hat bei uns zwar rund 6 Monate gedauert, bis Dino Fremde auf der anderen Straßenseite nicht mehr angebellt, sondern nur noch kritisch beäugt hat, aber heute ist's für uns kein Thema mehr. =)


    Vielleicht hast du die Möglichkeit, das (ggf. erstmal ohne Amy) mit Freunden/Bekannten zu üben? Einfach, damit du wieder Sicherheit gewinnst. Trockenübungen sozusagen. Deine Freunde stehen einfach an abgesprochenen Punkten entlang eurer Gassistrecke rum - und du läufst einfach Bögen etc., so wie du es mit Amy tun würdest. Und denkst dir dabei "Joa, da sind halt Anne und Tom und Peter und Hans, aber das ist halt jetzt so".


    Ich weiß nicht, ob der Ansatz für dich Sinn macht, besonders wenn Amy nicht dabei ist. Kam mir jetzt nur so in den Kopf...

  • Helfstyna

    Hat den Titel des Themas von „Wieder aggression gegenüber andere Menschen :/“ zu „Wieder Aggression gegenüber anderen Menschen :/“ geändert.

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