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Unsicherer Hund bellt und knurrt Menschen an

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    Hallo miteinander,


    Wir haben seit 6 Monaten einen rumänischen Straßenhund aus dem Tierschutz aufgenommen. Er kam im Dezember nach Deutschland, war 4 Wochen auf einer Pflegestelle bis er dann endlich zu uns (mein Freund und mir) kam.


    Wir hatten anfänglich große Probleme, da er wahnsinnige Angst vor alles und jedem hatte. Mittlerweile hat sich vieles gelegt. Allerdings ist er sehr unsicher und lässt sich nur von derzeit 4 Personen anfassen. Leckerlis aber nimmt er von Fremden und läuft auch auf sie zu. Sobald ihn diese streicheln wollen, geht er zurück. Ansonsten läuft er auch gerne Bögen um die Menschen. Guckt aber jedes mal hinterher und ist generell neugierig.


    Rookie kommt mit mir ins Büro, hinter meinem Schreibtisch hat er seine Ecke, wo auch keiner hin darf. Soweit so gut.


    Leider fängt Rookie in bestimmten Situationen an, die Menschen (im Büro, oder die Nachbarn im Garten) anzubellen und zu knurren. Im Büro muss nur jemand in seinem Blickwinkel plötzlich stehen bleiben und er schlägt zu 90% an. Im Garten muss er nur die Nachbarn sehen und schlägt an. Wir stehen schon in Kontakt mit einer Trainerin, die meint auch, dass er sehr unsicher ist und im Garten vermutlich auch etwas territoriales Verhalten zeigt. Er ist in den Situationen zu 50% abrufbar.


    Die Trainern hat uns empfohlen, dass er, egal wo, generell eine Hausleine/schleppleine um hat und wenn er bellt/knurrt "nein" zu sagen und ihn aus der Situation zu holen, bis er sich beruhigt hat. Jedes Mal wenn er ruhig ist, sollen wir ihn belohnen. Wenn er zb im Garten bellt, sollen wir nein sagen und kurz rein, beruhigen und wieder raus.


    Generell pöbelt Rookie nicht. Er ist andern Hunden gegenüber eher unsicher und zieht schnell die Rute ein.


    Hatte schon jemand so einen Fall und wie habt ihr das trainiert? Von Schlüssel werfen oder mit Wasser zu bespritzen halte ich eigentlich nichts, weil das meiner Meinung nach nicht das Grundproblem behebt.


    Ich bin gespannt auf eure Antworten und bin für Kritik und Fragen offen 😊


    Entschuldigt bitte den langen Text!

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  • Von einer Trainerin würde ich mir deutlich mehr erwarten. Agieren statt reagieren z.B.
    Vielleicht aber auch die deutlichen Worte, dass man Straßenhunde nicht immer in das Leben hier quetschen kann.

  • Von einer Trainerin würde ich mir deutlich mehr erwarten. Agieren statt reagieren z.B.
    Vielleicht aber auch die deutlichen Worte, dass man Straßenhunde nicht immer in das Leben hier quetschen kann.

    Danke für deine Antwort.

    Inwiefern agieren? Was würdest du anders machen?


    Die Worte hat sie ausgesprochen. Aber er ist nun mal hier und wir haben nicht vor ihn weg zu geben, da er ansonsten ein wirklich toller Hund ist.

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  • Warum soll der Hund sich von Fremden anfassen lassen oder Leckerlies nehmen?


    Mein Hund aus Rumänien findet andere Menschen auch suspekt. Anfangs hat er jeden angeknurrt, da er aber gemerkt hat, dass ich dafür sorge, dass ihn niemand anfaßt, ist es mittlerweile für ihn soweit ok, dass er nicht mehr knurren muß. Leute, die er länger kennt und die ihn nicht auf die Pelle gerückt sind, dürfen ihn dann auch später anfassen.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Wie viele Stunden ist er mit dir im Büro? Darf er frei herumlaufen, oder muss er immer auf seinem Platz bleiben?

    Er ist von 7 bis 16 Uhr im Büro, mittags geh ich mit ihm 45min. Er darf sich frei bewegen, mit Hausleine. Vormittags und nachmittags geh ich noch jeweils für ca. 5min vor die Tür, dort haben wir eine eingezäunte Grünfläche. Er tobt auch dort. Ich habe grundsätzlich nicht das Gefühl, dass er sich dort nicht wohl fühlt. Er schläft auch tief und fest und träumt manchmal. Größtenteils ist alles gut, gibt halt nur Momente oder Tage die ihn wieder in sein "altes Muster" zurück befördern. Manchmal bellt und knurrt er auch Tage oder eine Woche lang nicht.

  • Warum soll der Hund sich von Fremden anfassen lassen oder Leckerlies nehmen?


    Mein Hund aus Rumänien findet andere Menschen auch suspekt. Anfangs hat er jeden angeknurrt, da er aber gemerkt hat, dass ich dafür sorge, dass ihn niemand anfaßt, ist es mittlerweile für ihn soweit ok, dass er nicht mehr knurren muß. Leute, die er länger kennt und die ihn nicht auf die Pelle gerückt sind, dürfen ihn dann auch später anfassen.

    Da hast du grundsätzlich recht. Ich bin auch der Meinung, dass er, wenn er nicht will, nicht zu den Menschen hin gehen muss. Mein Gedanke mit dem Leckerlis ist, dass er so evtl. seine Furcht überwindet und merkt, dass Menschen nicht alle böse sind. Vielleicht der falsche Gedankenansatz..

  • Hallo,


    Wir haben seit 6 Monaten einen rumänischen Straßenhund aus dem Tierschutz aufgenommen.

    In 6 Monaten wird kein Hund die Unsicherheit ablegen. Er wird nicht viel kennengelernt haben und seine Unsicherheit zeigt er durch das Bellen. Für mich erstmal völlig legitim


    Wir hatten anfänglich große Probleme, da er wahnsinnige Angst vor alles und jedem hatte. Mittlerweile hat sich vieles gelegt. Allerdings ist er sehr unsicher und lässt sich nur von derzeit 4 Personen anfassen. Leckerlis aber nimmt er von Fremden und läuft auch auf sie zu. Sobald ihn diese streicheln wollen, geht er zurück. Ansonsten läuft er auch gerne Bögen um die Menschen. Guckt aber jedes mal hinterher und ist generell neugierig.

    Genau so ist unser Faro am Anfang gewesen (Angsthund aus einer Tötungsstation auf Malle)

    Ich habe ALLEN Leuten verboten, den Hund überhaupt zu beachten, geschweige anzufassen oder Leckerchen zu geben.

    Dein Hund ist unsicher und braucht jemanden, der ihm zeigt, wie die Welt hier draußen tickt.

    Er muss ersteinmal eine gute Bindung aufbauen, bevor er Dir/Euch vertraut


    Hatte schon jemand so einen Fall und wie habt ihr das trainiert? Von Schlüssel werfen oder mit Wasser zu bespritzen halte ich eigentlich nichts, weil das meiner Meinung nach nicht das Grundproblem behebt.

    Um Himmels Willen, lass Schlüssel oder Wasserspritze nicht zu, das würde Deinen Hund ganz und gar verängstigen und jegliches Vertrauen,w as er jetzt ev schon aufgebaut hat, zunichte machen.


    Dein Hund braucht Ruhe, Geduld und ganz viel Liebe, dann wird das.


    Ich habe eine tolle Trainerin, die für uns ein gutes Training macht. Wir sind in einer Gruppe, die häufig neue Hunde und Menschen hat, mal kommt der, mal der andere, so dass sich Faro immer wieder neu auf die Menschen einstellen muss. Das ist das Training, was er braucht.

    Geh kommentarlos an allen Menschen vorbei und wenn Du mal mit jemanden redest, bleibt der Hund außen vor, wird gar nicht von den Menschen beachtet, so dass er merkt, es passiert nichts, niemand guckt mich blöd an und will mich streicheln.


    Er muss erstmal Selbstvertrauen entwickeln und das geht mit einer souveränen Führung.


    Durch gemeinsames Spiel mit den Menschen baut ein Hund schnell Vertrauen auf. So haben wir Faro ganz schnell geknackt. Er ist heute immer noch unsicher, speziell, wenn es auf schmalen Wegen eng wird, aber er läuft dann seinen Bogen und das ist für mich ok.


    Gib dem Kerl Zeit und dann wird das

  • Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!


    Ich lasse den Leuten die Leckerlis geben, weil er auch aktiv auf die Leute zu geht. Aber wahrscheinlich wäre es besser, dass komplett zu unterbinden. Meine Arbeitskollegen ignorieren ihn größtenteils. Das sind nur die Leute, die man unterwegs so trifft.


    Wie würdest du das bellen /knurren im Garten "trainieren"? Oder meinst du, das wird irgendwann von allein besser?

  • Inwiefern agieren? Was würdest du anders machen?

    Ich würde z.B. nicht warten, bis er bellt, um ihn dann zu bestrafen. Das mag als Management funktionieren, aber von Training würde ich mir mehr erwarten als den Hund immer wieder in die Falle laufen zu lassen. Besser wäre es, wenn du ihm schon vorher zeigst, was er tun soll, und er dafür belohnt wird. Dazu gehört auch, die Situationen so zu gestalten, dass er sich erst mal sicher fühlt. Ob das im Büro klappen wird... vermutlich musst du da auch mal arbeiten.
    Leckerlis von Fremden... joa, den Fehler hab ich auch gemacht. Hat die Trainerin dazu nichts gesagt?

    • Neu

    Welches Futter ist das beste?

    Einer meiner Hunde war Allergiker und zudem ein eher mäkeliger Esser. Jetzt habe ich einen gemütlichen Senior aus dem Tierschutz, der leicht verwertbares Futter benötigt und außerdem Nährstoffe für die arthritischen Gelenke braucht.


    Bei jedem meiner Hunde stellte sich die Frage nach dem richtigen Futter: Welches verträgt der jeweilige Nahrungsspezialist am besten? Welches wird seinen Ansprüchen gerecht und kommt seiner Gesundheit zugute?


    Es war müßig und natürlich auch teuer, für meinen Allergiker das geeignete Futter zu finden. Ich weiß nicht mehr, wie viele Hersteller und Sorten ich durchprobiert habe - es war zum Verzweifeln. Irgendwann stieß ich auf den Futtercheck Schaden kann es nichts, also versuche ich es einfach, dachte ich.


    Gesagt, getan: Details zu meinem Hund wurden abgefragt und schon einige Tage später erhielt ich kostenlose Futterproben - optimal auf die Bedürfnisse meines Sensibelchens hin ausgesucht. Es gibt bis zu fünf Proben unterschiedlicher Hersteller. Tatsächlich war genau das Richtige dabei und die lange Suche hatte endlich ein Ende.


    Ich habe natürlich nicht lange gezögert, später auch für meinen Senior gleich einen Futtercheck gemacht und dank der kostenlosen Proben schnell das für ihn beste Futter gefunden. Versucht es selbst - auch für Katzen gibt es übrigens den kostenlosen Futtercheck!


    LG Chris hugging-dog-face


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