Pflegestelle werden in Österreich - Erfahrungen?

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    Hallo ihr Lieben :-)


    Ich weiß ja schon länger, dass hier definitiv Mal ein Zweithund einziehen soll (so in 1-2 Jahren). Immer Mal wieder kommt mir aber der Gedanke, den Tierschutz zu unterstützen und es poppt auch immer wieder der Gedanke auf, doch selber Pflegestelle zu werden.


    Ich habe noch nicht viel recherchiert und es ist noch lange nicht so, dass ich mich dazu entschlossen habe, Pflegestelle zu werden. Ich möchte mich einfach Mal informieren und vor allem bin ich total erschlagen von der Masse an Tierschutzorganisationen, bei denen man PS werden kann. Habt ihr Tipps, worauf man bei den Tierschutzvereinen achten kann/muss? Ich will keinen Verein unterstützen, der Lkw Ladungen an Hunden aus Osteuropa hierher karrt nur um Geld zu machen. Hat vielleicht jemand konkrete Empfehlungen für seriöse Vereine hier in Österreich?


    Und jede Erfahrung von jemandem der PS war wäre natürlich auch sehr willkommen :winken:

  • Hallo!

    In welchem Bundeslan wohnst du denn?

    Ich weiß, dass in Wien das Tierquartier und das Tierschutzhaus Vösendorf mit Pflegestellen zusammen arbeiten.

    Liebe Grüße

  • Hallo!

    In welchem Bundeslan wohnst du denn?

    Ich weiß, dass in Wien das Tierquartier und das Tierschutzhaus Vösendorf mit Pflegestellen zusammen arbeiten.

    Liebe Grüße

    Eh aus Wien 22! Alles klar, danke :bindafür:

    Mein einziger Wunsch wäre es, dass es kein Listenhund als Pflegehund wird, nicht weil ich die Rassen nicht mag oder so, sondern weil für mich die Auflagen in Wien nicht wirklich tragbar sind... Muss ich mir Mal ansehen, vor allem im TQ sind ja hauptsächlich Listis, in Vösendorf hab ich noch gar nicht geschaut!

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  • Wie es im Detail momentan wirklich ist, bin ich nicht ganz sicher, aber seit der Gesetzesänderung vermitteln gefühlt deutlich mehr Vereine direkt, als vorher.

    U. a. weil es ja ne "Tierheimzulassung" braucht, die meisten Vereine aber gar keines haben und es eigentlich Pflegestellenauflagen gäbe (Muss nochmal nachlesen, um keinen Blödsinn zu erzählen, aber neben Meldung der Pflegestelle zb auch bei Traces, der Behörde usw.müsst da zb auch ein Quarantäneraum sein, bild ich mir ein. In der Realität arbeiten einige bis etliche Vereine aber bisschen an den Regelungen drumrum, hat es den Anschein)


    Aktuell gibt es auch Probleme damit, dass Vorkontrollen wegen der Covidauflagen nicht durchgeführt werden dürfen. Ich vermute, das betrifft eigentlich alle, nicht nur den Verein von dem ich es weiß.


    Aus persönlicher Erfahrung: die Wahl des Vermittlungsvereins will wohl überlegt sein. Gibt tolle und ähm... ja, manche, die es dann plötzlich nimmer gibt, aber der Hund ist noch da.


    Im Zweifelsfall würde ich mit größeren Vereinen, langjährig bekannten oder Tierheimen zusammen arbeiten. Da stehen dann mehr als nur 2 oder 3 Menschen dahinter und es gibt tendentiell ein besseres Notfallnetz, wenns doch nicht geht - Denn Pflegehund heißt im Grunde: Du hast keine Ahnung wie der Hund ist, der ankommt und wie lang er bleibt. Im Idealfall könnt man mit allem, nicht nur dem netten Wuschel, der nach 2 Wochen zur Endstelle zieht, sondern auch dem Hund, bei dem sich raus stellt, dass er schwere gesundheitliche Probleme hat und keine Menschen mag - wohnt dann nämlich auch mal 2 Jahre bei einem, je nach Verein auch großteils auf eigene Rechnung.

  • Hi!


    Kennst du den Tierschutz Dachverband Österreich?

    Unter https://www.tierschutz20.at/ findest du eine lange Liste der "seriösen" Vereine. Das sind jene Vereine die die gesetzlichen Auflagen/Pflichten für die legale Einfuhr und den legalen Verkauf von Tieren/Hunden erfüllen, Stichwort Betriebsstätten, Traces etc.

    Das ist das was Pinkelpinscher mit Tierheimzulassung und Co. meint.


    Als richtige, legale Pflegestelle musst du dich und der Verein dich beim Veterinäramt melden und ebenfalls gewisse Voraussetzungen erfüllen.


    Die Wr. Tierheime vergeben nur besonders pflegebedürftige Hunde in Pflege. Also jene die besonders Stress im TH haben, alt/krank sind, teilweise Hospizplätze bzw. zur Aufzucht.


    Nochmal betreffend Vereine: Was ich in jedem Fall nachforschen würde ist, wie mit "schwierigen" Hunden umgegangen wird. Wird nur lustig vermittelt was nett ist und sich gut verkaufen lässt oder werden tatsächlich bei komplizierteren Fällen (die sich oft ja erst vor Ort herauskristallisieren) auch Trainings finanziert, Hunde zurückgenommen etc. Das sagt viel über einen Verein aus und zeigt eine Tendenz zum Umgang mit möglicherweise auftretenden Problemen!


    Lass dir im vorhinein Pflegeverträge zuschicken und vergleiche, da wird viel Humbug getrieben.


    Ich spreche leider aus mieser Erfahrung und bin daher mittlerweile ziemlich gut informiert.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Als ich noch in Wien gelebt habe hatten sehr sehr viele Leute ihre Hunde von Animalhope Nitra.

    Weiß jetzt nicht wie gut die jetzt noch sind aber hab eigentlich nur positives gehört damals.

  • Da ist einiges genauer nachzulesen, als nur "Ich glaube mich zu erinnern" :


    Tierschutz-Sonderhaltungsverordnung


    https://www.verbrauchergesundh…elle_bedienen_zu_duerfen_


    Bzw der Gesetzestext:


    https://www.ris.bka.gv.at/Gelt…n&Gesetzesnummer=20010231



    Etwa Quarantäneraum auch bei Pflegestelle hab ich da jetzt nicht gefunden, aber was da insgesamt steht, wird so definitiv nicht immer gemacht...


    Abgesehen von "Dürfen denn Auslandshunde überhault direkt in eine Pflegestelle übersiedeln? " und "Wie war das noch mit Meldepflicht an die Behörde, wer Pflegestelle ist? ", auch nicht ganz unwesentlich: Wer übernimmt was: Hundesteuer, Hundehaftpflicht und klar auch Tierarzt?


    Ein Pflegehund kann auch richtig teuer werden (Soviel wie ein weiterer Hund auf jeden Fall). Oder monatelang eigentlich fehl am Platz, aber nicht vermittelbar sein.


    Muss man mögen. Dann kann es toll sein.


    Dein Ersthund ist ja noch relativ jung, glaub ich. Das bringt zusätzlich das Grundsatzproblem Zweiter Hund, wenn der erste noch nicht" fertig" ist, macht Dinge komplizierter, mit ins Spiel.


    Denn nicht nur können Ersthund und Pflehgehund auch gar nicht harmonieren, grad bei Auslandshunden kommt da ein völlig fremder Hund an, mit zwar womöglich vollem, erwachsenen Verhaltensspektrum inkl. der Überraschungen die sich daraus ergeben können, Jagd- oder Schutzverhalten etwa ist halt gleich erwachsen da und man ist nicht über Monate bis Jahre am eigenen Hund rein gewachsen - und gleichzeitig kann der Hund noch nix.

    Leinenführigkeit womöglich null. Kommandos: Was ist das? Bindung: Woher soll die kommen?


    Landhund mitten in der Stadt gelandet kriegt die Krise, aber man muss ganz bei null anfangen, auch wenn der schon 40 Kilo wiegt oder so.


    Neue Gruppendynamik auch draußen. Bei Hundebegegnungen. Bei Menschenbegegnungen. In Sachen jagen.


    Womöglich immer getrennt gehen müssen. Stubenreinheit kann sofort klappen oder ewig nicht, aber die Hauferl und Lackerl sind auch ausgewachsen. Hund kann vielleicht gut alleine bleiben oder überhaupt nicht. Wochenlang. Monatelang.


    Gottseidank sind genug Leute verrückt genug, es trotzdem zu tun. Aber die Überlegung, es besser nicht zu tun, ist halt doch vernünftig.


    Es kann super klappen. Es kann ein Horrortrip sein.

    Was in Haus mit Garten und rundumdieUhr Hundezeit fast ein Spaziergang ist, kann in der Stadtwohnung mitm Bürojob und vielen Nachbarn sehr ungünstig laufen. Oder doch nicht.


    Kommt auf den Vermittlungsverein, die große Unbekannte Neuer Pflegehund, das Umfeld, ne Portion Glück oder Pech und vorallem die eigene Bereitschaft an, sich drauf einzulassen, auf was auch immer da kommt und auf Wege suchen, damit umzugehen. Womöglich der wichtigste Part: Wie flexibel bin ich? Oder wie leidensfähig, würden manche sagen.


    Es ist auf jeden Fall ein Abenteuer.

  • Ich hatte auch einen Pflegehund in Wien, charakterlich war sie ein Traum, gesundheitlich allerdings eine Großbaustelle, weshalb ich sie schlussendlich auch nicht übernommen habe. Der Verein wollte von mir, dass ich Interessenten bezüglich ihrer gesundheitlichen Einschränkungen mehr oder weniger anlüge und die Endstelle, an die ich sie dann vermittelt habe, hätte dem Verein auch gar nicht gepasst, aber da ich mir sicher war, dass das die beste Option für diesen Hund war, haben Endstelle und ich einfach ein bissal geschummelt und es war geanu richtig. Aus diesem Grund würde aber kein Pflegehund mehr bei mir einziehen, der (sehr große, bekannte) Verein hatte komplett konträre Einstellungen bei gesundheitlichen Dingen und da sie den Tierarzt gezahlt haben, musste ich mich sozusagen "fügen".

    Auch sehe ich Auslandstierschutz mittlerweile sehr kritisch und würde da echt genau hinschauen.

    (Ich arbeite mitterlweile (nicht in Wien) in einem Tierheim, nicht das der Eindruck entsteht, ich wäre mit den Rassehunden generell gegen Tierschutzhunde)

  • @pinkelpinscher vielen Dank für die Links und auch die Ausführungen!

    Das ganze würde allerfrühestens in einem Jahr starten, bis dahin ist Charlie 3 und hoffentlich "fertig" - so fertig wie er eben jemals sein wird xD. Das ganze will auf jeden Fall sehr gut überlegt sein und deshalb recherchiere ich jetzt schon ein bisschen. Ich möchte mir einfach Mal alle möglichen Optionen ansehen, ob ich dann wirklich eine PS werde ist völlig offen :tropf:.


    SpaceOddity genau vor sowas "fürchte" ich mich, auch dass man dann womöglich im Regen stehen gelassen wird und auch auf den Kosten sitzen bleibt. Dass ich Futterkosten übernehme wäre für mich völlig in Ordnung, aber beim Rest sehe ich das ehrlich gesagt nicht ein - da ist Tierarzt natürlich der größte Punkt.


    Avocado danke für den Tipp!


    SirBeno danke für den Link, da werde ich mich Mal durchstöbern!


    Ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Thema, bin da für weitere Erfahrungen sehr dankbar :)

  • Ich fands halt auch schwierig - gerade beim Tierarztthema - dass der Hund quasi "dein" Hund ist, weil er bei lebt, aber du halt im Zweifel gar nix entscheiden darfst. Ich musste jeden Tierarztbesuch vorab absprechen, mir wurde gesagt, zu welchem Tierarzt ich gehen muss und jede Untersuchung musste vorher "genehmigt" werden. Ist nicht lustig bei einem Hund mit offensichtlicher Schmerzproblematik, die ICH jeden Tag mit ansehen muss, der Vereinsmensch am Telefon aber als "Naja, soooo tragisch ists ja doch nicht" ansieht.

    Für mich persönlich ist das halt nix, andere sind vielleicht froh, dass sie die Verantwortung abgeben können und keine Entscheidungen treffen müssen :ka:

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