Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 11

  • Ich dachte auch als Eros noch Welpe war: ohoh, der Hund und Vögel. Wir sind ja am freien Feld und da sitzen echt viele, Reiher, Krähen, Gänse, alles.

    Aber inzwischen juckt es ihn nicht mehr so. Heute sind wir an einem Schwarm Nilgänse vorbei. Die saßen so ca 10-15 Meter von uns entfernt, so etwa 20 Stück. Eros war ohne Leine, hat die Vögel natürlich bemerkt, ich „Nein“, er kurz gestanden und geguckt, dann kam er mir nachgedackelt, ohne nur einen Jagdansatz zu zeigen. Sie sind definitiv nicht mehr soooooo spannend wie früher.

    Na was ein Glück, das lässt ja hoffen.

  • Rückruf oder Umorientierung?

    Umorientierung


    Ich fang damit beim kleinen Welpen ganz am Anfang an..


    Also wir gehen spazieren, irgendwas (Mensch oder Hund mit Mensch) kommt uns entgegen, Welpe sieht das, ich mache ein lustiges Geräusch, Welpe schaut mich an und wird dafür belohnt.


    Das ging bei Ares und auch Kalle dann recht schnell, dass sie sich auch ohne mein lustiges Geräusch umgedreht haben, wenn sie was gesehen haben und das belohne ich dann.

    Ich marker immer den Moment, in dem sich der Hund umdreht.


    Also Hund sieht was, bleibt vlt kurz stehen, dreht sich dann um und dann gibts den Marker, Belohnung dann variabel.


    Ich belohne das anfangs wirklich immer.

    Auch, wenn der Hund angeleint ist. Sieht dann je nach Frequenz der Begegnungen bisschen nach Leckerliautomat aus. Aber mir ist wirklich wichtig, dass die das verinnerlichen.

    Dass der erste Impuls nicht wird „hinlaufen“ sondern „umdrehen“.


    Ich achte auch drauf, variabel zu belohnen. Mal gibts den Keks einfach so, mal geworfen, mal zum hinter her jagen, mal gibts was besonderes zu fressen, mal irgendwas anderes. Letzte Woche hatte ich so kalte Hände, da durfte Kalle mich als Belohnung anspringen..


    Wenn sie es gut verinnerlicht haben, gibt es auch mal nur verbales Lob. Aber auch da: variabel belohnen.


    Und ich fange auch recht schnell an, wirklich auch abzuwarten, bis Hund sich umorientiert, auch wenn ich so vom ersten Impuls vlt schon dazu tendieren würde, den Hund anzusprechen.

  • Tauben bzw. Voegel allgemein sind DIE Jagdobjekte fuer Pan. Und richtig geil wird es, wenn der Hund die Viecher auch am Himmel jagt :lepra:

    Also da muss sich wirklich mal sagen, das hat er am Anfang auch versucht. Also Vögel zu fangen. Aber nachdem er festgestellt hat, ey, die fliegen ja weg, interessieren die ihn nicht mehr. Immerhin etwas.


    Ich komm grade komplett eingesaut vom Spaziergang mit 15 m Schlepp durch die Felder zurück. Bei uns ist es von gestern morgen -8° auf heute den ganzen Tag Regen mit +8° gewechselt. 16 Grad Unterschied. Mir war die Kälte lieber :unamused_face: .

    Wir haben fleißig Rückruf geübt und so schnell wie der Hund dann kommt, kriegt man die Schlepp nicht eingeholt. Also schlürft die ständig über den schlammigen Boden. Ich hasse das.

    Aber...sogar als wir auf 3 freilaufende mittelgroße Hunde gestoßen sind, hat er sich zurück rufen lassen. Obwohl ihn das schon seeeehr interessiert hat. Man muss ja auch mal positive Sachen erzählen.

  • Ich dachte auch als Eros noch Welpe war: ohoh, der Hund und Vögel. Wir sind ja am freien Feld und da sitzen echt viele, Reiher, Krähen, Gänse, alles.

    Aber inzwischen juckt es ihn nicht mehr so. Heute sind wir an einem Schwarm Nilgänse vorbei. Die saßen so ca 10-15 Meter von uns entfernt, so etwa 20 Stück. Eros war ohne Leine, hat die Vögel natürlich bemerkt, ich „Nein“, er kurz gestanden und geguckt, dann kam er mir nachgedackelt, ohne nur einen Jagdansatz zu zeigen. Sie sind definitiv nicht mehr soooooo spannend wie früher.

    Na was ein Glück, das lässt ja hoffen.


    Bei Mia war’s anders :hust:


    Die war sehr interessiert an Vögeln und hat die auch gerne übers Feld gejagt.


    Und dann auch alles andere: Rehe, Hasen/Kaninchen, Füchse, Katzen..


    War dann ordentlich Arbeit, sie wildrein und freilauftauglich zu bekommen..



    Daher unterbinde ich seit dem jegliches Jagdverhalten, auch bei Vögeln.

  • Irgendwie ist das bei uns so ein Problem mit Freilauf lernt man im Freilauf... Mir fehlt da irgendwie der Ansatz. Wir laufen toll und entspannt an der Schleppleine spazieren, kein Geziehe oder ähnliches. Im Freilauf ist es meistens so: Leine ab - Hund macht erstmal was er will. Mein Einfluss auf sie geht gegen 0.

    Wie soll ich da trainieren? Was wäre der Anfang - wenn der Hund erstmal paar 100m Gas gibt :ka:

  • Irgendwie ist das bei uns so ein Problem mit Freilauf lernt man im Freilauf... Mir fehlt da irgendwie der Ansatz. Wir laufen toll und entspannt an der Schleppleine spazieren, kein Geziehe oder ähnliches. Im Freilauf ist es meistens so: Leine ab - Hund macht erstmal was er will. Mein Einfluss auf sie geht gegen 0.

    Wie soll ich da trainieren? Was wäre der Anfang - wenn der Hund erstmal paar 100m Gas gibt :ka:

    Schleppleine anders nutzen bzw. die nach und nach kuerzen, usw.

    Zusaetzlich waere mein Weg auch noch dieses 'Leine ab = Hirn aus' abstellen. Anansi muss (genau wie die anderen) auch ohne Leine immer mal entspannt neben mir laufen. Gezielt auch direkt nach dem ableinen.

    Meine hatten z.B. auch alle die Phase, in der das Klicken der Karabiner gereicht hat, damit sie losstarten (wollten). Fand ich minimal :hust: doof und hab dran gearbeitet..

  • Irgendwie ist das bei uns so ein Problem mit Freilauf lernt man im Freilauf... Mir fehlt da irgendwie der Ansatz. Wir laufen toll und entspannt an der Schleppleine spazieren, kein Geziehe oder ähnliches. Im Freilauf ist es meistens so: Leine ab - Hund macht erstmal was er will. Mein Einfluss auf sie geht gegen 0.

    Wie soll ich da trainieren? Was wäre der Anfang - wenn der Hund erstmal paar 100m Gas gibt :ka:


    Leine ab nicht mehr zum Event werden lassen..


    Also entweder so ganz nebenbei ableinen, wenn sie vlt grade schnüffelt oder so..

    Oder was tolles mit dem Hund machen und da dann quasi nebenbei ableinen..

    Zb nen trick machen lassen, Belohnung, Leine ab, noch nen Trick machen lassen..


    Manchmal kann’s auch helfen, wenn man kein „Lauf“ Signal verwendet, sondern eher sowas wie „du darfst meinen Umkreis verlassen“.

  • Irgendwie ist das bei uns so ein Problem mit Freilauf lernt man im Freilauf... Mir fehlt da irgendwie der Ansatz. Wir laufen toll und entspannt an der Schleppleine spazieren, kein Geziehe oder ähnliches. Im Freilauf ist es meistens so: Leine ab - Hund macht erstmal was er will. Mein Einfluss auf sie geht gegen 0.

    Wie soll ich da trainieren? Was wäre der Anfang - wenn der Hund erstmal paar 100m Gas gibt :ka:

    Ich weiß, das ist wenig hilfreich in deinem Fall, aber ich schreibe es trotzdem.

    Wir haben den Hund von Anfang an im Freilauf gehabt und da jegliche Kommandos geübt. Das ordentliche an der Leine gehen, kam erst später. Es klingt vielleicht arg esoterisch, doch ich weiß nicht wie ich es sonst beschreiben soll. Wenn eine gute Bindung da ist, muss man da auch drauf vertrauen. Wenn du schon davon ausgehst, du hast keinen Einfluss und der Hund macht eh was er will, wird sich das vermutlich auch erfüllen. Und die ersten hundert Meter könntest du deinem Hund ja Spaß mit dir zusammen vermitteln, dass er gar nicht erst losstürzt. Für Hunde, die selten Freilauf haben, ist es natürlich das Größte erstmal loszurennen.

  • Sonstige Vögel haben wir hier ja auch zu Genüge.Wildvögel, Krähen und Störche auf den Feldern, Gänse und Enten am Teich und nicht selten laufen wir beim Heimweh auch mal zwischen den Hühnern und Gänsen eines örtlichen Bauerns durch. Alles bisher kein Thema. Nur diese eine Taube war auf einmal unwiderstehlich.


    Nun gut, ich warte dann mal ab, wie sie im Weiteren hier auf Vögel reagiert. Aktuell begegnen wir ja nix außer Krähen.

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