Schlaganfall bei jungem Hund

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    Hallo Zusammen,

    ich habe ein kleines 4,5 jähriges Jack Russel Mädchen. Ich bin neu im Forum und weiß noch nicht genau wie hier alles funktioniert, bitte habt Nachsicht wenn ich ein wenig wirr schreibe. Ich lese schon seit zwei Tagen in diesem Forum, konnte jedoch bisher keine Hilfe für meine Sorgen finden deswegen auf diesem Weg.


    Vor 2,5 Monaten erhielt ich die schreckliche Diagnose, dass meine Maus einen Schlaganfall hat. Als ich nach Hause kam war sie total verändert. Sie konnte nicht aufstehen, brach dann immer wieder zusammen und schaute mich total hilflos und verängstigt an. Ich bin mit ihr sofort zum Tierarzt und als die Ärztin sie sah, riess Sie sie mir aus dem Arm, sagte der Hund hat einen Schlaganfall und versorgte sie sofort mit fünf Spritzen. Seitdem bekommt sie tgl. eine Vitofyllin und Vitamin B Komplex. Zu Hause ging dann leider das Leid weiter. Ihre Augen wackelte mehrere Tage hin und her, sie konnte nicht aufstehen, fressen oder trinken. Ich habe versucht sie mit der Hand zu füttern aber das klappte nur mäßig. Sie hatte dann schon soviel abgenommen das sie Kosmonautennahrung bekommen musste. Nach einer Woche stand sie tatsächlich auf und schwankte ein paar Schritte. Sie wurde zum Gassi gehen immer raus getragen und auf die Wiese gesetzt. Sie hat dort auch versucht ihr Geschäft zu verrichten, ist jedoch immer wieder umgefallen und war sehr desorientiert. Nach zwei Wochen wurde ihr Zustand etwas stabiler. Sie konnte selbstständig zum Napf gehen und fressen und trinken. Jedoch ist sie seit dem Schlaganfall vollständig taub. Ich hatte gehofft, dass sich das wieder legt aber bis heute hört sie keinen Ton. Sie erschreckt sich jedes Mal extrem wenn wir plötzlich vor ihr stehen, eine Tür geöffnet wird oder wenn draußen ein Blatt angeflogen kommt. Selbst vor Wind und Regen hat sie Angst, als wenn sie es nicht mehr kennt. Es tut mir immer wahnsinnig leid sie so zu sehen!

    Es lief jetzt eine Weile recht gut mit ihr und ich dachte wir haben das schlimmste überstanden. Jedoch nimmt ihre Gangunsicherheit wieder zu. Sie schwankt/taumelt beim Spazieren gehen und ist enorm orientierungslos. Bis vor Kurzem war sie nur so unsicher wenn es dunkel draußen ist, mittlerweile kann sie auch tagsüber nicht mehr richtig laufen. Sie war früher so aktiv, wir sind stundenlang spazieren gegangen! Das ist jetzt leider nicht mehr möglich da sie nur noch kurze Strecken schafft, dann möchte sie sofort wieder nach Hause. Sie zeigt auch keinerlei Interesse an anderen Hunden, lässt sich auch nicht mehr von Bekannten und Freunden streicheln. Dann liegt sie nur noch teilnahmslos in ihrem Körbchen. Kein Spielzeug ist mehr interessant. Manchmal steht sie auch total verwirrt vor ihrem Körbchen. Es sieht dann so aus als ob sie überlegt wie sie dort rein kommt. Sie steht auch mitten im Raum und sieht fragend aus. Zudem ist sie schon gegen Schränke gelaufen neben denen sie stand. Hinzu kommt jetzt noch, dass sie das gesamte Haus zusammen bellt wenn wir nicht zu Hause sind. Vor ihrem Schlaganfall hatte sie damit keine Probleme. Ich habe jetzt schon so viel ausprobiert (Beruhigungshemd, Bachblüten, Kong) aber nichts hilft. Auch das Üben alleine zu bleiben (Jacke an, Jacke aus) scheint bei ihr keine Wirkung zu zeigen. Ich vermute, dass bei dem Schlaganfall auch ihr Gedächtnis Schaden genommen hat sodass diese Übungen vermutlich nichts bringen. Wir hatten versucht sie bei Nachbarn tagsüber zu lassen jedoch hat sie dort überall hingemacht und das wollten die Nachbarn verständlicherweise nicht.

    Wenn unsere Maus nicht total teilnahmslos im Körbchen liegt, läuft sie rastlos durch die Wohnung. Sie lässt sich davon durch nichts abbringen. Leckerlis sind ihr total egal, aber immerhin nimmt sie ihr Futter sehr an.

    Sie ist ein völlig anderer Hund, ihr Blick ist leer, sie kommt nicht mehr schwanzwedelnd angerannt und ich bin total verzweifelt und weiß nicht was ich noch machen kann. Ich vermisse meine süße Maus und weiß das sie nicht mehr die Alte ist und wird aber die jetzige Situation ist einfach schwer zu ertragen.

    Wenn jemand noch Tipps für mich hat wäre ich sehr sehr dankbar.

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • Puh, das ist ja heftig.

    Ich würde in einer Tierklikik eine Zweitmeinung einholen und, wenn die dort sagen, dass der Hund so bleibt (warum auch immer), in Erwägung ziehen ihn erlösen zu lassen, denn das ist in meinen Augen kein Leben mehr für einen Hund.

    Grüße aus Niederbayern von mir und Dackelmädchen Sina.

    Im Herzen:

    DSH Dorli, Eyka, Falko und Una

    Dackel Benny und Tamy

  • Mal ganz blöd gefragt: wurde da überhaupt irgendwelche Diagnostik gefahren? Röntgen, Ultraschall, MRT, irgendwas?


    Ich hab keine Erfahrung mit Schlaganfällen beim Hund, daher die Frage. Auf mich klingt das nämlich so, als hätte die TÄ einfach per Blick auf den Hund irgendwas diagnostiziert :skeptisch:


    An deiner Stelle würde ich mit der Hündin schleunigst in einer vernünftigen Tierklinik auflaufen und sie von A bis Z komplett durchchecken lassen.

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  • Die Ärztin hat aufgrund des Zittern/Krampfen und des Augenrollens sofort erkannt, dass es ein Schlaganfall ist. Ich bin in Gesprächen mit Tiertrainern und -therapeuten und die konnten mir die Symptome auch bestätigen. Es kam auch das Vestibularsyndrom auf aber da passen die Symptome nicht wirklich. Zudem erholt sich ein Hund davon fast vollständig wieder jedoch nicht bei meiner Maus. Die Ärztin hatte ein CT angeboten, meinte aber gleich, dass das wahrscheinlich nichts bringen würde. Es ist wie beim Menschen, eine Ursache lässt sich danach nicht mehr so einfach finden.

  • Zitat

    Sie schwankt/taumelt beim Spazieren gehen und ist enorm orientierungslos. Bis vor Kurzem war sie nur so unsicher wenn es dunkel draußen ist, mittlerweile kann sie auch tagsüber nicht mehr richtig laufen. Sie war früher so aktiv, wir sind stundenlang spazieren gegangen! Das ist jetzt leider nicht mehr möglich da sie nur noch kurze Strecken schafft, dann möchte sie sofort wieder nach Hause. Sie zeigt auch keinerlei Interesse an anderen Hunden, lässt sich auch nicht mehr von Bekannten und Freunden streicheln. Dann liegt sie nur noch teilnahmslos in ihrem Körbchen. Kein Spielzeug ist mehr interessant. Manchmal steht sie auch total verwirrt vor ihrem Körbchen. Es sieht dann so aus als ob sie überlegt wie sie dort rein kommt. Sie steht auch mitten im Raum und sieht fragend aus. Zudem ist sie schon gegen Schränke gelaufen neben denen sie stand. Hinzu kommt jetzt noch, dass sie das gesamte Haus zusammen bellt wenn wir nicht zu Hause sind.




    Ziemlich genau wie du es da beschreibst, hat sich meine achtjährige Russellhündin verhalten, nachdem sie plötzlich erblindet war (wobei man den Augen selbst übrigens nichts anmerkte, nur die Verbindung zum Hintergrund war abgerissen). Hast du mal nachprüfen lassen, ob da irgendwas passiert sein kann? Ist der Hund überhaupt mal gründlich medizinisch durchgecheckt worden, oder gibt es da nur die Aussage dieser einen Tierärztin?


    Mir da wirklich Gewißheit zu verschaffen, notfalls in einer Klinik, wäre auch mein erster Weg. Dann könnte auch geklärt werden, ob und wie man dem Hund gezielt helfen kann. Ich wünsche euch beiden viel Glück dabei!

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich hätte beim Hund in diesem Alter ein CT machen lassen, um Auffälligkeiten feststellen zu lassen. Hirninfarkt oder -blutung macht schon einen Unterschied.

    Manchmal bist du in unseren Träumen

    oft in unseren Gedanken

    und immer in unserem Herzen



    Chihuahua-Bub Kiro

    14.03.2003 - 07.09.2018

  • Ich habe bisher tatsächlich nur den einen Arzt deswegen konsultiert. Ich habe schon einige schlechte Erfahrungen mit den Tierärzten hier gemacht aber ich werde morgen wohl noch eine weitere Praxis anlaufen und mir eine zweite Meinung einholen.

  • Als mein Terrier plötzlich orientierungslos, lethargisch und zitternd in der Gegend rumstand, meinte der TA, bei dem wir damals waren: "Psychosomatisch. Sie übertragen da negative Schwingungen auf das Tier und brauchen dringend einen therapeutischen Trainer."



    Wäre ich nicht zu einer sehr viel fähigeren Kollegin und in die Klinik gerannt, so schnell ich rennen konnte, wäre der Hund vier Wochen später tot gewesen. So haben wir sie noch eine ganze Zeit lang gut stabilisiert bekommen und wir hatten beide wieder Lebensqualität. Seitdem würde ich mir bei so dramatischen Problemen immer noch eine zweite Meinung einholen - einfach, weil so viel auf dem Spiel steht, und um wirklich sicher zu gehen.

  • Nicht irgendeine Praxis!

    Du musst zu einem Neurologen. Und um ein MRT oder CT wirst du nicht drumrumkommen.

    Das kann auch ein Tumor sein.

    Aruna meine Morgenröte, mein Stern

    23.02.2005 bis 25.12.2019 meine Begleiterin durch dick und dünn. Danke

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