Neuer Hund will nicht raus und in seiner Box bleiben

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    Hi!


    Meine Partnerin und ich haben seit Samstagabend einen ca. 8 monatigen Beagle-Mix aus Rumänien. Er hat wohl den Großteil seines Lebens in einem Pflegetierheim gelebt, bis er dort Freitag zu uns ausreisen durfte.


    Seit er hier ist, will er nicht aus seiner Transportbox. Als wir das erste mal in die Wohnung ankamen, haben wir ihn erstmal aus der Box gelassen, dann ist er wild herumgerannt, hat alles abgeschnüffelt. Die Box haben wir dann an den Platz gestellt, an dem sie dauerhaft bleiben soll. Nach paar Minuten hat er dann einmal auf den Teppich gekotet und gepinkelt.


    Nach gewisser Zeit ist er in die Box gegangen, und seitdem will er einfach nicht mehr raus. Gassigehen gestaltet sich so natürlich total schwierig. Gestern hat er über 24 Stunden angehalten, bis wir ihn mit Leckerlies so n bisschen aus der Box locken konnten.

    Damit er sein Geschäft dann mal irgendwann verrichten konnte, haben wir ihn nach draußen gebracht (getragen), wo er sehr aufgeregt war und hibbelig ohne Ende, was aufgrund der Aufregung ja total normal ist. Er hat dann auch sicher über eine halbe Minute gepinkelt und es roch sehr konzentriert, also das Bedürfnis hat er definitiv gehabt..


    Wir hätten auch kein Problem damit, dass er sein Geschäft in der Wohnung verrichtet, wir haben nur einfach Sorge, dass er es dann überhaupt nicht macht bzw. in seine Box. Das ist für den Hund ja auch alles andere als angenehm.


    Meine Partnerin und ich sind uns einfach nicht sicher, ob wir ihn "machen" lassen sollen, bis er sich von selbst traut, oder wenigstens einmal am Tag kurz vor die Tür bringen?


    Mittlerweile fiept er auch ab und zu, wenn jemand weggeht (ich bin im anderen Raum im Home Office, Partnerin liegt auf der Couch aber ca. nur einen Meter weit weg). Das hört dann nach paar Minuten wieder auf, ich weiß auch nicht was mir das so wirklich sagen soll (gefühlt kann das ja alles sein?!)


    Wir hatten beide auch schon Hunde, so problematisch war es aber nie. Das mit dem Gassigehen ist wohl das größte Problem. Es gibt Menschen die sagen, wir sollen ihn nach unten vor die Tür tragen, andere sagen wir sollen einfach warten, bis er von sich aus aus der Box kommt.

    Heute ist der erste Tag, wo er von sich aus ab und zu die Box verlassen hat, um zu meiner Partnerin an die Couch zu kommen. Das aber auch nur kurz, um schnell die Flucht an seine sichere Box zu ergreifen (was ja auch total in Ordnung ist).


    Habt ihr für uns Tipps, wie wir uns am besten verhalten könnten? Ich weiß, dass das aus der Ferne wohl auch nicht ganz leicht ist...



    Danke schonmal!

  • Ich denke, ihr habt da schon den richtigen Riecher. Wenigstens einmal am Tag nach unten bringen für Pipi und Kacka, besser wäre natürlich zwei oder dreimal.


    Der Knirps ist bestimmt völlig durch von der langen Reise. Lasst ihn in Ruhe ankommen, lasst euren Alltag weiterlaufen und beachtet den Hund erstmal nicht großartig. Futter hinstellen und dann eben regelmäßig erstmal nur fürs Geschäft rausbringen.


    Stellt euch darauf ein, dass es unter Umständen mehrere Wochen bis Monate dauern kann, bis der Kleine wirklich bei euch "angekommen" ist.

  • ich denke mal der Hund der vorher nur ein Tierheim kannte und einen weiten Transport hinter sich hat, ist jetzt erstmal massiv überfordert und hat angst und fühlt sich in der Box aktuell am sichersten.

    Ich würde da mit viel Geduld an die Sache heran gehen. Den Hund nicht drängen. Du schreibst ja das er mittlerweile auch mal kurz raus kommt aus der Box, das würde ich dann positiv verknüpfen, ihm dann was tolles zu futtern anbieten (Leckerlie) aber sonst noch nichts machen, nicht packen , nicht anleinen. Erstmal nur das Vertrauen gewinnen, das er Sicherheit gewinnt

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  • Ich habe auch so eine Angsthündin erwischt, die sich in der ersten Zeit unter dem Bett verkrochen hat. Die ersten 2 Wochen waren am schlimmsten, sie war mein erster Hund und ich wohne im dritten Stock zur Miete in einem Wohnblock. Wenigstens sind rundherum genügend Grünflächen, sodass wir nicht weit hatten bis zum nächsten Busch/Baum.

    In dieser ersten Zeit habe ich sie gegen ihren Willen nach draußen gebracht, es war ein echter Kampf. Sie hat es allerdings schnell gecheckt und ist dann zwar ängstlich aber tapfer mitgegangen. Geholfen hat dann ein Leckerliregen (sie kriegt prinzipiell erst nach dem Gassi zu fressen) und Zylkene (hilft bei ängstlichen Hunden schon mal sehr gut). Die Zylkene habe ich drei Monate gegeben, dann war sie endlich angekommen und war auch nicht mehr so ängstlich.

    Die Gassirunden habe ich anfangs auf ein paar Minuten begrenzt und war sehr ruhig und vor allem mit Sicherheitsgeschirr unterwegs - doppelt gesichert (zwei Leinen). Das Geschirr habe ich ihr in der Wohnung angelassen und eine kleine Hausleine dran befestigt, dass ich sie besser zu fassen kriege. Ansonsten habe ich sie einfach in Ruhe gelassen und nur angesprochen beim Füttern oder wenn sie selbst angekommen ist.

    Inzwischen habe ich sie drei Jahre und sie ist inzwischen so gut wie überhaupt nicht mehr ängstlich, es hat sich also alles gut entwickelt!

    Ihr schafft das sicher auch gut, nur nicht entmutigen lassen! Und immer ruhig Blut und nicht nervös werden!

    Das Glück beginnt mit einer feuchten Nase und endet mit einem wedelnden Schwanz.


    Liebe Grüße von Duna und Gabriele

    Duna *10.09.2014

  • ihr solltet eineeine.hausleine an den hund machen. Damit könnt ihr ohne anfassen dem hund steuern.

    Ich würde ihn nicht im der boxhund sitzen lassen. Er lernt dann nämlicj dann genau das in deerder box sitzen. Das soll er aber gerade nicht verfestigen.

    wenn er draussen raus kommt, ist das schonmal gut. Bringt ihn 3mal am tag raus. Pullern soll erich schließlich auch nicht on der, Wohnung lernen. Das später wieder raus zu kriegen ist schwer bis unmöglich.

    Futter auch so stellen, dass er raus kommen muss.

    So sollte er lernen, draussen passiert ihm nix. Und auch einfach sich daraun gewöhnen, draussen tu sein. Vl hat er sich im th auch irgenwo drin verschanzt und soder gelernt, dass drinnen besser ist als draussen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Der Hund hat nen Kulturschock.


    Die Rumänen leben in einer sehr überfüllten, lauten Umgebung in der sie mehr Hundekontakt als Menschenkontakt haben.


    Jetzt ist seine ihm bekannte Welt völlig auf den Kopf gestellt. Plötzlich Stille und alleine, ohne weiteren Hund als Orientierungshilfe. Er befindet sich im freien Fall zur Zeit.


    Ich würde ihm seine sichere Höhle (noch) nicht nehmen. Es würde ihn vielleicht noch mehr stressen und sich eventuell negativ auswirken.

    Aber eine Hausleine dran fände ich auch nicht verkehrt. Dann muss der Hund nicht direkt angefasst werden.



    Und viel Geduld. Er muss mit der Ruhe und dem "Allein sein" erstmal klar kommen und lernen, dass ihr eigentlich total cool seid.


    Und sichert ihn gut draußen!

  • Wie ich schon bei einigen Hunden aus dem Ausland erfolgreich "therapieren" konnte.


    1) Hund muss erst einmal ankommen, daher lasst ihm die Zeit und bleibt erst einmal zu Hause und draussen unbedingt immer im Umkreis bleiben, möglichst immer die gleiche Runde, dann lernt er sein neues Revier kennen. Keine Ausflüge im Moment, fremde Umgebungen oder Besuche - ist nur vorübergehend.


    2) alle 2 Stunden mit ihm raus, ausser nachts, da soll er schlafen. Immer die gleiche Ecke und Runde gehen, nicht zu weit entfernt von zu Hause.


    3) Wenn er sich draussen löst, dann kräftig loben, aber bitte nicht zu früh, passiert wirklich vor lauter Freude, sonst erschrickt er sich und stoppt gleich wieder.....


    4) Wenn er sich drinnen löst, schnappen und nach draussen bringen, nicht schimpfen und kommentarlos wegmachen, nicht vergessen einen guten Geruchentferner zu besorgen und gründlich die Stelle säubern. Nicht trästen, gut zureden oder sonstige Dinge, einfach kommentarlos, der Hund sollte eh Deine Unzufriedenheit spüren, wenn er dies tut.


    4 b ) Auf die Stelle in der Wohnung, wo er sich gelöst hat einen Teppich oder ein Handtuch legen, da sich dann für ihn der Untergrund ändert. Hunde merken sich Untergründe und 1 x hatte ich einen Fall, dieser Hund kannte überhaupt keinen Rasen und hat sich dort auch nicht gelöst.


    Alles in allem ist dann die Erfolgsquote 100 %, allerdings brauchen manche Hunde 2 Tage, andere widerum fast 2 Wochen bis es verinnerlicht ist. Das war aber schon maximal mit 2 Wochen eine Ausnahme, kann aber durchaus vorkommen.


    Einen Fall, wo diese Methode noch nicht funktioniert hat, hatte ich noch nicht.


    Bekommt der Hund es dann immer noch nicht geregelt, eine Tierarzt konsuliteren und mal durchcheken, empfehle ich bei Auslandshunden mal generell, da dort die finaziellen Mittel und Medikamente nicht unserem Standard entsprechen.


    Viel Erfolg!

    Chris

  • Sich kräftig freuen wenn ein Hund draußen macht, verunsichert Hunde auch ziemlich gern. Klar, "freuen" die sich dann, oder aber verkneifen es sich komplett.


    Ich habe alle Hunde ohne mich zu "freuen" stubenrein bekommen. Man muss etwas, dass normal ist nicht mit unechter Freude zu etwas unnormalen machen und den Hund irritieren.

  • Sich kräftig freuen wenn ein Hund draußen macht, verunsichert Hunde auch ziemlich gern. Klar, "freuen" die sich dann, oder aber verkneifen es sich komplett.


    Ich habe alle Hunde ohne mich zu "freuen" stubenrein bekommen. Man muss etwas, dass normal ist nicht mit unechter Freude zu etwas unnormalen machen und den Hund irritieren.

    Dito. Das würde ich aber tatsächlich vom Hund abhängig machen. Alltägliche Dinge wurden hier nie mit Party belohnt, wenn überhaupt gabs ein ruhiges "Gut gemacht" und das wars.


    Ist mit zwei Hunden aber vielleicht auch einfacher, bisher hat sich jeder Hund an meinem Rüden orientiert und gerne mal da gepieselt, wo Dino kurz vorher markiert hatte. Das hat besonders Bonny in den ersten paar Monaten sehr oft gemacht, dass sie über Dinos Markierungen drübergestrullt hat - quasi ein "Ich gehör auch dazu, ich wohn auch hier, ich bin nicht alleine".

    Inzwischen hat das aber aufgehört, Bonny sucht sich ihre Pinkelstellen selbst aus.

  • Wäre es mein Hund käme der Deckel der Hundebox jetzt runter. So verliert der Hund zwar seinen Höhlenschutz, wird aber sanft gezwungen am "Familienleben" teilzunehmen. In Ruhe lassen. Beobachten lassen. Er muss erst ankommen!


    Geschäfte erledigen muss sein. Hund sollte Sicherheitsgeschirr tragen und Hausleine. Draußen nur bekannte und kurze Wege gehen. Dadurch wird er in seiner Umwelt sicherer und verlässlicher. Auf "Gegenverkehr" mit Menschen/Hunden die erste Zeit verzichten. Dein Hund hat jetzt mit sich selbst zu tun, das bisher Neue zu verarbeiten. Lass ihm Zeit!

    Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
    Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
    Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
    Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben!

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