Hund humpelt plötzlich

  • Hallo,


    Ich habe einen einjährigen Rüden. Heute Nachmittag war ich lange mit ihm unterwegs, im Wald, über Felder und schwimmen im See war er auch. Knapp 3 Stunden waren wir spazieren und alles war völlig normal. Er ist weder gestürzt, noch hat er irgendwann Schmerzen signalisiert oder ist gelahmt. Im Gegenteil, er prescht immer vor und ist sehr lauffreudig.


    Wir sind dann mit dem Auto nach Hause gefahren und als ich zuhause den Kofferraum öffne, hält er schon seine Pfote irgendwie komisch. Als ich ihn aus dem Kofferraum holte, humpelte er. Und er hält irgendwie auch die Vorderpfote komisch. Er tritt mit der Pfote kaum auf.


    Ich habe sein ganzes Bein vorsichtig abgetastet. Man kann eigentlich alles gut durchbewegen, ohne dass er Schmerzen äussert. Auch unter der Pfote ist nichts zu sehen, keine Verletzungen oder Splitter. Wenn ich vorne an der Pfote seitlich drücke, scheint es ihm da etwas weh zu tun.


    Ich mache mir nun Sorgen, was er hat. Ich verstehe es auch einfach nicht. Während des langen Spaziergangs ist wirklich nichts vorgefallen und er ist bis zum Schluss komplett normal und wie immer sehr zügig gelaufen ohne jede Schmerzäusserung oder ein verändertes Gangbild. Er ist noch in den Kofferraum gesprungen wie immer, auch da war er ganz normal. Dann 10 Minuten Fahrt bis nach Hause und auf einmal humpelt er. Wie kann das sein?


    Er hat sich zuhause erstmal hingelegt und ich lasse ihn erstmal in Ruhe, damit er die Pfote schont. Aber ich mache mir Sorgen, was er haben kann.


    Er ist auch normalgewichtig und eben noch sehr jung, also Verschleisserscheinungen können das doch auch nicht sein.


    Ich habe die Sorge, er hat sich vielleicht Bänder gerissen hat oder so. Er ist eben auch wild, rennt und tobt viel über Stock und Stein. Aber dann hätte ich doch irgendwann merken müssen, wenn er aufjault oder ganz plötzlich anfängt zu humpeln.

  • Grundsaetzlich ist es nichts ungewoehnliches, wenn sich Schmerzen erst in Ruhe zeigen. Meine Huendin ist z.B. absolut sauber durch die Gegend gerannt und ich hab die echt boese zerfetzte Pfote nur wegen dem Blut auf dem Boden entdeckt.



    Was dein Hund kann dir keiner sagen. Dafuer muss man den Hund sehen und untersuchen und das tut eben der TA und kein User im Forum ;)

    Ich wuerd nochmal schauen, ob ich einen Fremdkoerper finde und den Hund ansonsten zwar beobachten, aber in Ruhe lassen. Zeigt er es morgen noch, wuerd ich zum TA.

  • Auch ein Hund kann sich einfach unterwegs mal wehtun - das muss nicht immer gleich was Schlimmes sein. Irgendwo drauf getreten, gegengedengelt, ein Insektenstich....

    So akut, dass man da heut nacht noch was unternehmen müsste, klingt Deine Beschreibung für mich grad nicht.


    Ich würde auch bis morgen beobachtend abwarten und dann nach einer ausgiebigen Nachtruhe entscheiden, obs zum Tierarzt geht oder nicht.

  • Ich habe ihn gerade nochmal kurz in den Garten gelassen. Wenn er sitzt, hebt er die Vorderpfote auch noch. Und manchmal leckt er auch daran herum. Wenn er einmal ein paar Schritte gegangen ist, wird es ein bischen besser als wenn er gerade aufsteht und dann den ersten Schritt machen will. Da tippt er nur leicht mit der Vorderpfote auf beim Gehen.


    Naja, wenn es morgen nicht besser wird gehe ich zum Tierarzt.


    Ich mache mich aber schon den ganzen Abend verrückt und befürchte, er könnte was schlimmes haben wie einen Bänderriss. Aber das hätte ich doch in der Situation wo es passiert wäre bemerkt, oder nicht? Oder kann es sein, dass ein Hund sich die Bänder reisst und damit dann noch Kilometer normal weiter rennt als wäre nichts und auch keinen Mucks von sich gibt?

  • Es ist etwas besser geworden. Wenn er einmal läuft, dann wird das mit dem Humpeln weniger, aber er läuft weiterhin "unrund" und hebt auch öfter die Pfote an bzw. vermeidet es sie aufzusetzen.


    Werde nachher mal zum Tierarzt fahren und den mal schauen lassen.


    Die Pfote habe ich nochmal abgetastet, auch zwischen den Krallen, ob da eine Granne oder so zu fühlen ist. Aber es ist nichts tastbar für mich.

  • Bitte keinen Schreck kriegen, wenn der Hund beim Tierarzt plötzlich 1A läuft.

    Das passiert oft bei Hund und Pferd.


    Dem TA trotzdem schildern was war und ordentlich untersuchen lassen.


    Man kommt sich dann rammel-dämlich vor, aber Tierärzte kennen das.

  • Grannen kann man nicht wirklich ertasten, wenn sie mal im Koerper drin sind. Aber man findet mit Glueck eine kleine Oeffnung..


    Lass es den TA anschauen. Vielleicht ist es echt nur bloed vertreten und ein paar Tage Ruhe reichen aus.

  • Das Dumme ist, wegen Corona dürfen Besitzer nicht mit rein in die Praxis. Ich muss dann der Tierarzthelferin draussen die Symptome schildern und die nimmt ihn dann mit rein zur Untersuchung. Kein schönes Gefühl, aber nützt ja nichts.


    Ich denke mal sowas wie Brüche oder Bänderrisse kann ein Tierarzt schon durch Abtasten und Durchbewegen des Beines ausschliessen oder eben bestätigen oder?


    Ich habe das Gefühl, es kommt vorne von der Pfote. Wenn ich sein Bein in die Hand nehme und es vorsichtig durchbewege, macht er nichts, also kein Schmerzreiz erkennbar. Er leckt sich auch hin und wieder die Pfote.


    Ehrlich gesagt wusste ich von Grannen vorher auch nichts und ich bin mit ihm in den letzten Tagen sehr oft durch hohe Felder gelaufen, das liebt er. Er ist langhaarig und ich musste ihm auch einige grössere Weizenteile aus dem Fell fummeln. Vielleicht hat er sich da mal irgendwas reingetreten.

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