Rechte im eigenen Garten

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    Hallo,


    mich würde mal interessieren, was ein Hund im eigenen Garten tun darf. Klingt erst mal merkwürdig, aber ich erläutere meine Frage mal:

    Wir haben ein ca 800qm großes Grundstück, was komplett mit 1,90m hohem Holzzaun (nach vorne) und 2m hohem Wildzaun (seitlich und nach hinten) eingezäunt ist. Das Tor ist immer abgeschlossen.. Meine Hunde können definitiv alleine nicht aus dem Grundstück raus.

    Nun haben wir zum einen einen Nachbarn, der sich aufregt, dass meine Hunde ihn anbellen, wenn er zu seiner Haustür geht. Er muss dabei etwa 5m an unserem Garten entlang gehen und gerade mein Rüde kommentiert das dann gern. Es sind allerdings nur zwei/drei Beller, bzw bin ich meist mit im Garten und rufe ihn dann ab, was auch recht sicher klappt.

    Dieser Nachbar wohnt dort noch nicht lange und unterhält sich auch nicht am Zaun, so dass mein Hund ihn immer noch als Fremden sieht. Bei allen anderen Nachbarn (wir schnacken öfters mal am Zaun) wird nur kurz geguckt, da weiß er schon, dass diese dort hingehören und er nichts dazu zu sagen hat.

    Der zweite Teil meiner Frage bezieht sich auf das Geschehen hinter unserem Haus. Dort befindet sich ein kleiner Pfad, den ca 10 mal am Tag jemand benutzt, und meist schlagen meine Hunde dann an. Mein Rüde springt teilweise gegen den Zaun, wenn jemand mit einem Hund vorbei geht, und ist entsprechend laut (45kg Resonanzkörper). Wie gesagt, meist bin ich mit im Garten und rufe ihn dann zurück. Manchmal sind die Hunde aber auch kurz allein draußen und wie es natürlich so ist, kommt gerade in dem Moment jemand vorbei.


    Wie sieht denn in solchen Situationen die Rechtslage aus? Darf der Hund sein Grundstück bellend verteidigen oder am Zaun hochspringen? Dürfen Hunde allein auf dem Grundstück sein oder muss immer jemand dabei sein?

    Fragen über Fragen, vielleicht kennt sich jemand in diesem Bereich aus?

    Meine Hunde bellen immer nur kurz - also vielleicht 10 Sekunden, bis ich sie abrufe. Bin ich aber nicht mit draußen dann bellen sie teilweise auch, bis der Fremde die 30m Grundstücksgrenze passiert hat. Wie gesagt, in der Regel bin ich mit meinen Hunden zusammen im Garten, sie sind nur ab und zu mal 5min allein draußen.

    Ich möchte natürlich nicht, dass meine Hunde anderen Angst machen oder jemanden erschrecken, manchmal lassen sich diese "Bellsituationen"aber schlecht vermeiden, meine Hunde bemerken es natürlich meist zuerst, wenn sich jemand dem Revier nähert.

    Ach ja, Bundesland ist SH, falls es da auch noch Unterschiede gibt.


    ...... und sorry für den langen Text, ich wollte die Situation nur so genau wie möglich schildern.


    Euch allen einen schönen Abend und ein schönes Wochenende

    Liebe Grüße, Krümel und Family

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • Moin,


    wie es jetzt rechtlich aussieht, kann ich nicht sagen.


    Aber vom Gefühl her - solange die Hunde niemanden gefährden (beißen) können, müsste alles in Butter sein. Es liegt nun mal im Naturel von Hunden, dass Fremde Menschen "gemeldet" werden. Da sehe ich auch nichts negatives drin.


    Allenfalls Dauerkläffen in Ruhezeiten oder Nachts könnte wohl ein Aufhänger sein - Stichwort Ruhestörung.


    Wie gesagt, ist mein Gefühl.

    Viele Grüße Kerstin und
    Prinzessin Leja September 2007 - März 2021

    Bambule-Emma Juli 2021


    Ich mag die doch sehr eigene Art von Labbis. So eine Mischung aus Zirkusclown, Mittelstreckenrakete, Biotonne, Schmusekatze und Esel. Dazu ein Augenaufschlag, der Kühlschranktüren zu öffnen vermag.

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  • Das Netz gibt folgende Aussagen: Bellen mehr als 10 Minuten am Stück und insgesamt 30 Minuten am Tag sind nicht erlaubt. Ebenso müssen die ortsüblichen Ruhezeiten eingehalten werden. Nachts gehören die Hunde ins Haus, damit man dann nicht wegen Ruhestörung Stress bekommt.


    Anscheinend gibt es dazu zwar keine einheitliche Rechtsprechung, wenn ich das richtig ergoogelt habe, aber mehrere Urteile. Und es gibt einige Wege für die Betroffenen, sich zu wehren...


    Meine Bertha meldet auch. Ich achte mittlerweile sehr darauf, mich zügig um die „Störung“ zu kümmern. Weil ich keinen Stress mit den Nachbarn haben will. Wobei einige Nachbarn sehr dankbar sind, dass hier ein wachsamer Schnauzer lebt, Einbrecher machen einen großen Bogen auch um die umliegenden Häuser.


    Suche das Gespräch, das wäre mein erster Tipp.

    Viele Grüße,


    Doro mit Riesenschnauzerhündin Bertha, pfeffer-salz (Calluna von der Eilenriede, geboren am 31.03.2010) und Riesenschnauzerhündin Martha, pfeffer-Salz (Celine vom Hammersteiner Land, geboren am 03.03.2021)

  • Ich kann dir die Rechtslage bis auf die azeit des Bellens auch nicht genau sagen, mir sind aber vor allem 2 Sachen aufgefallen:

    Dieser Nachbar wohnt dort noch nicht lange und unterhält sich auch nicht am Zaun, so dass mein Hund ihn immer noch als Fremden sieht.

    Muss er doch auch nicht.

    Dort befindet sich ein kleiner Pfad, den ca 10 mal am Tag jemand benutzt, und meist schlagen meine Hunde dann an. Mein Rüde springt teilweise gegen den Zaun, wenn jemand mit einem Hund vorbei geht, und ist entsprechend laut (45kg Resonanzkörper).

    Ich persönlich finde 10x am Tag und einen 45kg Hund, der sich gegen einen Zaun wirft, schon heftig.

    Ich würde wenigstens an der Seite, wo er gegenspringt, einen 2. Zaun setzen und das wirklich konsequent unterbinden. Gucken ja, aber nicht so ein Verhalten.

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  • Ich finde es toll, dass du sie dann abrufst. Genug Halter in unserer Siedlung tun das nicht und lassen ihre Hunde bellen. Passiert ist denen nichts.


    Meiner macht das auch, ich rufe ihn ab und gut. Oftmals bekomme ich dann eher Kommentare wie "Ach lassen Sie ihn doch, ist doch gut, dass er aufpasst." Ich erkläre dann, das er das aber nicht soll.


    Auch wir haben einen Nachbarn, den Odin IMMER anbellt, sobald er ihn sieht. Ih denke, Hunde merken, wenn sie einem bösen Menschen gegenüber stehen. ;-)

  • Hier ist es genau dasselbe, nur mit dem Vorteil das der Pfad UNS gehört, sprich es ist UNSER Privatgrundstück. Wir haben Schilder angebracht auch mit dem Hinweis das es Videoüberwacht ist.


    Nun kann jeder selbst entscheiden ob er da lang geht und braucht sich Niemand mehr über meinen Hund und die der Nachbarn aufregen. Mein Hund und auch die der Nachbarn darf/dürfen bzw sollen ruhig sein/ihr Grundstück bewachen und somit auch kommentieren. Unsere Hunde sind aber auch alle abrufbar, wenn wir es denn selbst wollen, dass sie nicht bellen sollen.


    Ich glaube ja rechtlich ist da sicher nicht viel zu verbieten, solange gewährleistet ist, dass von deinem Hund keine Gefahr ausgehen kann (also über den Zaun oder unter dem Zaun usw). Vllt sieht es aber mit dem Bellen anders aus, wenn es störend ist.


    (Neue Nachbarn regen sich ja meist immer auf und denken sie seien die Kings in der neuen Gegend... Kenne ich zu gut...)

  • Solange das Grundstück ausreichend gesichert ist, dürfen deine Hunde bellen, solange dieses Bellen keine Ruhestörung darstellt. Ruhestörung beginnt ab bestimmten Zeiten in denen ohne Unterlass gebellt wird und ohne das der Besitzer der Hunde angemessen einschreitet. Diese Zeiten können unterschiedlich vorgegeben sein. Da kann man beim Ordnungsamt genaueres erfahren.

    Passanten die den Pfad an deinem Grundstück nutzen, tun dies auf eigene Gefahr sofern du gut sichtbar darauf hinweist, dass sich Hunde hinter der Umzäunung befinden, die das Grundstück bewachen. Wichtig hierbei ist, das der Pfad nicht zwei Hauptverkehrsflächen miteinander verbindet, die anders nicht erreichbar sind.

  • Ich würde mich als Passant nicht wohlfühlen wenn 45 Kilo bellend gegen den Zaun springen - kannst du da eine Hecke oder einen zweiten Zaun davor machen?

    So würde ich es auch machen, eine dichte Hecke davor setzen, es blickdicht machen und somit entstressen. Für dich, die Passanten und die Hunde

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