Beiträge von Kamille

    Hallo,


    ich schicke dir die besten Grüße und etwas positive Energie rüber! Ich habe vor ein paar Wochen meinen 17 jährigen Kater einschläfern lassen müssen. Der Krebs hat ihn zerfressen. Ich habe ihn palliativ gepflegt und im Rückblick vielleicht sogar zu lange gewartet mit der Euthanasie. Ich habe mir immer solche Leitplanken gegeben wie: solange er noch frisst, solange er noch draußen sein Geschäft erledigt, solange er noch schmusen will.... derweil ist sein Tumor immer größer geworden, hat genässt, ich habe Ekel vor dem Eiter und dem schlimmen Geruch überwunden, um ihm noch Tage und Wochen bei mir zu schenken....bzw. um mir noch Tage und Wochen mit ihm zu schenken... Das war, wenn man es so betrachtet, ein ängstliches und egoistisches (?) Hinauszögern den Unvermeidlichen. Das macht man ja leider häufig mit unheilbar kranken Menschen - bei unseren Tieren können wir es besser machen. .


    Nun hat meine Riesenschnauzerin Zehenkrallenkrebs, der nicht mehr heilbar ist. Ich habe bewusst auf eine nochmalige weitere Zehengliedamputation verzichtet. Ich wollte ihr die neuerliche OP, Narkose und auch die langwierige ungewisse Heilungsphase ersparen. Sie ist jetzt 11,5 Jahre alt. Und mit meiner Entscheidung habe ich gleichzeitig die Entscheidung zu einer früheren Einschläferung getroffen. Das war sehr hart und mir kommen gerade die Tränen, wenn ich das hier schreibe und meine Große unter meinem Schreibtisch ruhen und atmen höre. Aber gehört zum Leben einer Hundefreundin dazu und es gehört auch dazu, die Backen zusammenzukneifen und Verantwortung zu übernehmen. Ich genieße jetzt die guten Tage, die uns bleiben und dann...ja dann.... begleite ich meine Bertha, meine liebe einzigartige Bertha auf ihrer letzten Reise. Es schmerzt bereits jetzt daran zu denken- aber es wird Ausdruck meiner Liebe sein.

    Hallo,


    ja, meine ältere Hündin ist super kooperativ beim TA, was die Untersuchungen anbetrifft. Da sie getrimmt werden muss, habe ich sie früh daran gewöhnt, auf einem Tisch zu stehen, sitzen, liegen und sie kennt dadurch auch andere Menschen, die an ihr "herumfummeln". Ich finde das wichtig, und das kann man auch gut trainieren. Fang am Besten heute noch an!


    Was das Warten im Wartezimmer betrifft, muss ich, weil sie manchmal auf Artgenossen aggressiv reagiert, wenn sie zu nahe kommen, ggf. managen. Das ging in den letzten Jahren (wo die Wartezimmer noch voller waren, da es auch Sprechstunden ohne Termin gab, von "Hund wartet im Auto", Hund wartet nach Absprache mit den anderen Patienten im Katzenbereich, bis zu einem "Schluss jetzt" - und gut.


    Mit meiner kleinen Hündin beginne ich jetzt: Zecken ziehen, Zeckenzange apportieren, Ohrhaare rauszupfen, mit dem Trimmmesser bearbeiten, Bürsten, Anschauaen (also auch Fixierend ins Gesicht blicken, weil ich dort etwas "untersuchen möchte", knutschen :-), in den Arm nehmen, wenn sie müde ist Pfoten anschauen und Ballen vorsichtig kneten. Alles nicht auf einmal und mit vieeel Ruhe.


    Meine Hunde springen selbst auf den TA-Tisch und ich bitte sie dann dann auch je nach Anforderung ins Sitz oder Platz (die Kleine hält das natürlich nicht lang). Wenn ein Helfer sie zu sehr "gängelt", bekommt er eine Ansage, nicht mein Hund. Ich erkläre, was wir tun und spreche in ganzen Sätzen mit meinen Hunden - das hilft mir und ihnen.

    Auf Dauer finde ich dann Trimmmesser deutlich besser geeignet ( je nach Fell feine bis mittlere Zahnung, wenn man nicht geübt drin ist lieber Stumpf oder gebraucht kaufen damit man das Fell nicht schneidet).

    Hach, ich wollte mal ein ganz dickes Dankeschön für deine Tipps hier lassen! Zwischenzeitlich habe ich mir zwei stumpfenCoat Kings geholt (mäßig im Ergebnis, fand ich nach dem ersten Gebrauch, irgendwie unpräzise) aber heute sind meine stumpfen Trimmmesser geliefert worden. Habe gleich mal ein bisschen an meiner alten Dame herumgezupft und bin begeistert!


    Danke nochmal für die Tipps!

    Ich habe in meiner Bio-Kiste einen roten Spitzkohl gehabt, den wollte ich heute zubereiten wie Rotkohl. Endkatastrophe. Mein Mann ist willig und wird ihn zum Schweinebraten und den Knödeln probieren... ich mache mir eine Dose Erbsen und Möhren dazu. Sooo misslungen ist mir seit Jahren nichts mehr. Ich ertränke meinen Kummer gerade in einem Glas Sekt.

    Ich würde noch einmal Grundlegendes ablenkungsarm verknüpfen:


    1. Den Namen

    2. Blickkontakt

    3. Herankommen / Nähe suchen


    Dies kannst du immer belohnen. Damit verstärkst du dieses Verhalten. "Einfordern" kannst du nur etwas, was der Hund gelernt hat und in dem jeweiligen Moment auch zeigen kann. Es ist für deine Hündin definitiv zu viel. Das Herumsitzen und mal ein Schnüffelspiel anbieten, finde ich gut. Vielleicht mögt ihr es auch, mit dem Futterbeutel zu arbeiten?


    Leinenführigkeit würde ich erstmal zu Hause an der kurzen Leine üben, nicht draußen an der Schleppleine. Und zwar nur Minikurze Sequenzen.

    Martin Rütter hat mal einen Satz gesagt, der übergreifend für alle Hunde-Sportler, Freizeit-Hundler und andere Vierpfoten-Interessierte meiner Meinung nach nach wie vor auf humorvolle Art Gültigkeit hat, ich hoffe, ich zitiere es richtig: „Timing ist keine Stadt in China.“ In diesem Sinne 🤓.