Ist das noch Magen-Darm?

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    Hallo blushing-dog-face Ich habe die letzten Wochen immer schon mal im Forum gestöbert und nützliche Anhaltspunkte gefunden, leider ist mein Hund noch nicht wieder fit. Deshalb würde ich mich freuen, wenn der ein oder andere seine Einschätzung, Erfahrungen oder was auch immer mit mir teilen mag.


    Es geht um Charly, kleiner Terrier-Mix-Rüde, bald 10 Jahre alt, kastriert. Er hat seit Mitte Februar Magen-Darm-Beschwerden, wir waren bereits viermal beim Tierarzt bei vier verschiedenen Ärzten.


    Die Symptome sind häufige Übelkeit, wiederholtes Erbrechen (in dem Zusammenhang sehr viel Schmatzen, glgtl. Gras fressen, seltener kein Appetit) bei überwiegend festem Stuhl. Durchfall während der ganzen Zeit ca. 2-3 Mal für einen sehr begrenzten, kurzen Zeitraum. Bauchgluckern, Bauchschmerzen inkl. seit letztem Sonntag gelegentliches Zeigen der „Gebetsstellung“. Das beständigste Symptom ist das Schmatzen.


    Das Ganze fing an etwa eine Woche, nachdem er komplikationslos eine kleine Glasscherbe erbrochen hatte. Vor zwei Wochen hat er komischerweise einen Plastikdeckel erbrochen, worauf wenige Tage später starker Durchfall und leichte Apathie folgten. Nach dem Tropf beim Tierarzt war alles wieder fein. Keine Ahnung, ob das irgendetwas zur Sache tut. Er ist ein Müllschlucker.


    Es wurde geröntgt, großes Blutbild erstellt und mit Injektionen und Medikamenten (gegen Erbrechen, Antibiotika, Schmerzmittel, TA-Futter, Kontrastmittel) gegen Magen-Darm-Beschwerden behandelt.


    An einer Diagnose scheine tendenziell nur ich interessiert zu sein, ich empfinde die Ärzte da als ziemlich passiv und habe zuletzt auch die Schmerzmittel und jetzt auch das Mittel gegen Erbrechen nicht mehr gegeben – erbrochen hat er trotzdem nicht. Weil ich sonst nicht mal mehr Symptome als Anhaltspunkte habe.


    Nächste Woche haben wir einen Termin für einen Ultraschall (auf meinen Wunsch hin) und evtl. für Stuhlprobe, falls sich nichts ergibt.


    Heute erreicht mich eine Info aus dem Gassiservice, wo er 1-2 Mal die Woche hingeht, dass evtl ein Magen-Darm-Virus umgeht. Aber passt das wirklich zu den beschriebenen Symptomen in ihrer Ausprägung?


    Was für mich das Spannende ist, ist dass er zwischendurch im Grunde völlig normal ist, festen Stuhl hat und großen Appetit. Vielleicht teilweise etwas inaktiver als sonst, aber das ist kein Wunder, wenn man öfter Bauchschmerzen und Übelkeit hat. Wenn er also nicht gerade Symptome zeigt, ist er ein munterer kleiner Hund wie immer, fordert andere zum Spielen auf usw. Ein oder 2 Wochen hatten wir sogar komplette Normalität zurück. Das spricht für mich gegen eine 2 Monate währende klassische Krankheit durch Viren/Bakterien. Ich bin sowas von ratlos. thinking-dog-face


    Also: Bin über jeden Input dankbar blushing-dog-face

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • Die Symptome sind häufige Übelkeit, wiederholtes Erbrechen (in dem Zusammenhang sehr viel Schmatzen, glgtl. Gras fressen, seltener kein Appetit)

    Was erbricht er denn, wenn er nicht gerade Müll ausspuckt?

    Erbricht er das Futter wieder?

    Oder nur Schleim und Flüssigkeit?

    LG Raphaela


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  • Huhu, ihr seid ja fix :)


    Ich sammle jetzt schon Kot ein, um evtl Montag zur Untersuchung zu geben. Ist bisher nicht untersucht worden.


    Er erbrach zu Anfang ausschließlich weißen/gelben Schleim/Flüßigkeit, obwohl er gegessen hatte. Zwischendurch aber auch vereinzelt inkl. Nahrung bzw Gras, das er gefressen hatte. Das letzte tatsächliche Erbrechen liegt jetzt aber schon 1-2 Wochen zurück.

  • Ich würde den Ultraschall auf jeden Fall mal abwarten.

    Für mich klingt es ein wenig nach Gastritis, eventuell verursacht durch eine Verletzung der Magenschleimhaut.

    LG Raphaela


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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Die Vermutung stand, meine ich, auch im Raum. Ich frage mich, was man da macht? Hast du da Erfahrung? Also dauert das bisweilen einfach x Monate, um abzuheilen und dann ist wieder gut? Weil es jetzt schon zwei Monate so ist.


    Ich hab irgendwie die Idee, dass evtl noch Fremdkörper im Verdauungstrakt sein könnten, die dort für Ärger sorgen, je nachdem, "wie sie grad liegen", aber auch nicht von allein abgehen. Wäre sowas denkbar? Daher kam ich auf Ultraschall. Ich hadere mit der Kotuntersuchung, weil wir uns dann munter auf die vierstelligen Gesamtkosten zubewegen und es für mich nicht so nach Parasiten aussieht (hatte bisher aber auch "nur" mit Giardien zu tun).

  • Hat dein Hund denn Medikamente einnehmen müssen? Wenn ja, welche?


    Für mich klingt es auch nicht mehr nach einem Magen - Darm Infekt, sondern viel mehr nach einer Gastritis. Wenn er immer mal wieder "Müll" frisst, kann das ja total die Magen-Darm-Wände zerstören. Das schmatzen kommt dann sicher auch von der Magensäure oder eben weil er Bauchweh hat.


    Was gibst du ihm denn momentan an Medikamente und an Futter?

  • Habe gerade kurz Gastritis nochmal angegoogelt - das sieht schon sehr passend aus. Er leckt zusätzlich auch (macht er sonst auch sehr viel, deshalb habe ich das nicht erwähnt) gefühlt noch öfter seine Bettdecken ab.


    Momentan gebe ich ihm keine Medikamente und füttere Royal Canin Gastro Intestinal als Trockenfutter (auch wenn ich eigtl nieeeemals "TA-Futter" geben wollte). Damit kommt er soweit sehr gut zurecht. Irgendwann würd ich natürlich wieder davon wegwollen zu anderem Trofu.


    Eingenommene Medikamente waren in den ersten 2-3 Wochen: Omep Mut, Amoxiclav, Novaminsulfon, Barilux - das sind die, die ich verabreicht habe. Daneben noch diverse Injektionen beim TA.

  • Das Omeprazol führt zu einem Reboundeffekt. Das heißt, er bildet jetzt für eine geraume Zeit zu viel Magensäure, was ihm sehr zu schaffen machen wird. Gibst Du das Zeug deshalb wieder, verlängertes Du diesen Prozess immer mehr.

  • Vllt hilft es auch, dass Futter einzuweichen, damit der Magen Darm Trakt nicht zu sehr gereizt wird von den trockenen Stücke, die ja durch das durchknacken auch etwas Kanten aufweisen.


    Dein Hund hat unmengen an Medikamente bekommen, die natürlich dem Körper zu schaffen macht. Das Omeprazol hätte ausgeschlichen werden müssen.


    Gibst du denn jetzt noch Medikamente?


    Vermutlich wäre eine komplette Magen-Darmsanierung von Vorteil. Meine beste Freundin ihre Hündin hat einen Plan von einer THP bekommen und zeigt jetzt schon Fortschritte (sie leckte auch viel ab, schmatzte, erbrach usw).

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