Soziales Netzwerk für den Hund - wenn's brennt

  • Wenn ich krank bin, muss sich mein Mann um Luvi kümmern und dann halt mal pünktlich Feierabend machen. Neun Stunden hält er auch tagsüber durch, gerade wenn er gut beschäftigt wurde tingelt er eh nur von Liegeplatz zu Liegeplatz. Ist nicht ideal, aber kommt halt auch selten vor. Eine liebe Freundin nimmt ihn mit zu einer großen Runde, wenn wir beide zu krank sind um mehr als fünf Minuten Gassi zu gehen.


    Falls wir wirklich mal einen Anlass haben, zu dem wir den Hund nicht mitbringen können und er zu lange alleine sein müsste, springen meine Eltern ein und wir bekommen einen müden und pappsatten Hund zurück. Da die arbeiten können sie ihn nur am Wochenende nehmen, im Notfall könnten wir ihn auch zu meinen Schwiegereltern bringen. Die würden sich allerdings von Luvi ordentlich auf der Nase herumtanzen lassen.

    Dabei fällt mir auf, dass es in anderthalb Jahren Hundehaltung jetzt genau einen Anlass gab, zu dem ich den Hund nicht mitbringen konnte/wollte. Entweder Hunde waren willkommen, oder mir war die Veranstaltung nicht wichtig genug um hinzugehen.

  • Wir haben eine Nachbarin, die mal einen Abend aufpassen kann, aber nicht Gassi geht.

    Das ist also eher, die "dem Hund geht es nicht gut und man kann ihn nicht alleinlassen Variante".


    Sonst haben wir niemanden und müssen eben alles so organisieren, dass Mia mitkommt.


    Wir haben im letzten Jahr zwei Hochzeitseinladungen gehabt, in 40km Entfernung. Da bin ich zwischendurch nach Hause gefahren, denn wir hatten über 30Grad und Auto fiel als Wartezone aus.

    Nächstes Jahr heiratet mein Bruder auf einer Nordseeinsel, also müssen wir trotz der kurzen Reise das Auto mit rübernehmen, um Mia darin zu parken während der Feier. Ist es an dem Tag heiß, müssen wir in Schichten feiern weil immer jemand beim Hund bleibt

  • Erste Anlaufstelle sind meine Eltern. Danach würde ich mich wohl in meinen beiden Hundevereinen umhören und danach wohl bei Nachbarn

  • Meine Familie ist mein Netzwerk, wem anderes würde ich den Hund auch nur im äußersten Notfall anvertrauen. Mir fiele da jetzt aber auch niemand konkretes ein, den ich fragen könnte. :ka:

    Kommt ja zum Glück nicht oft vor und wenn dann ist meine Familie eben meine erste und auch letzte Anlaufstelle.

  • Zwischendurch Gassi kann eine Freundin übernehmen, hat sie auch schon gemacht, wenn ich wirklich mal länger weg musste. Wird es zu lange, über Nacht oder kann die Freundin nicht, dann kommt Herr Spuk zum Tierhof, weil wir da sowieso dauernd sind und er sich da auskennt. Bisher war das in sechs Jahren dreimal nötig, eins davon ein gesundheitlicher Notfall, bei dem ich ins Krankenhaus musste; ansonsten ist er immer dabei.

  • Nah und für kurzfristige Sachen: Eine Nachbarin,

    etwas weiter eine gute Freundin, ebenfalls mit Hund - aber das ist momentan schwierig, da ihre Hündin sehr alt ist und wir ihr den Stress eines Gasthundes auf den letzten Metern nicht antun möchten.

    Noch etwas weiter weg, dafür aber unbegrenzt möglich: meine Eltern.


    Ich komme mir in solchen Themen immer vor wie "Oma erzählt von XY" - aber ich kann wirklich allen nur raten, eine Station zu haben, die den Hund mehrere Tage nehmen kann. (Gilt vor allem für die Singles unter euch.)


    Sucht euch jemanden - und probiert es aus... gebt den Hund also echt mal hin, auch über Nacht, damit ihr wisst, dass es klappt.


    Denn wenn wirklich mal KKH oder ähnliches ansteht, dann ist das letzte was ihr gebrauchen könnt, nagende Sorge, schlechtes Gewissen oder komplette Ratlosigkeit in dieser Frage.

  • Aktuell haben wir Freunde (die praktischerweise auch unsere Nachbarn sind), die eh schon ein oder zwei Tage in der Woche tagsüber auf unsere Hündin aufpassen oder auch unsere Dogwalkerin, die zwar eigentlich keine Hunde mehr über Nacht aufnimmt - aber ich bin mir sicher, sie würde im Notfall einspringen.


    Allerdings ziehen wir nun in eine andere Stadt um - da müssen wir uns dieses Netzwerk erst wieder aufbauen. Ich werde erst nach professioneller Betreuung suchen und dann hoffentlich auch so jemanden finden. Im Zweifel müssten wir eben in der ersten Zeit die Freunde bitten, sich drei Stunden in den Zug zu setzen, oder den Hund nach Berlin bringen.


    Zum Glück sind wir aber immerhin zu zweit, dh eine Krankheit oä kann auch erstmal so kurzfristig überbrückt werden.

  • Im Haus mit uns (wir sind zu zweit) wohnt meine Schwiegermutter. Dann haben wir Freunde, die einspringen würden und deren Hund wir auch schon öfter mal gesittet haben.


    Bei uns wird nix geplant, bei dem beide Menschen weg sind und die Hunde nicht mitkönnen. Das ist also echt nur für Notfälle.

  • Wenn es nur mal um einen Tag geht oder maximal ein WE bleiben alle bei der Schwiegerfamilie. Für längere Zeit würden wir die Hunde aufteilen. Ziva und Muri bleiben bei der Familie, Hecci geht zu Freunden in die Pension oder zu meiner Trainerin. Würden beide nicht können hätten wir noch 3 weitere Pensionen wo er hin kann und wo man weiss wie man ihn zu händeln hat. War bis jetzt noch nicht der Fall, aber da wir im Sommer mit einem befreundeten Pärchen und den Kids zusammen Urlaub machen wollen, ist jetzt schon klar dass Hecci dann fremdbetreut wird (befreundetes Pärchen - sie hat starke Angst vor Hunden).

  • Ich hatte lange Zeit keine Betreuung für Newton mit der ich glücklich war. In Gruppenhaltung wollte ich ihn auf keinen Fall geben. Daher blieb nur Einzel- bzw. Doppelhaltung im Zwinger mit mehrfach täglich Auslauf auf eingezäuntem Gelände.


    Durch Zufall fand ich dann unsere jetzige Betreuung auf Facebook bzw. bei ebay Kleinanzeigen. Sie nimmt max. zwei bis drei Hunde, die dann aber vollen Familienanschluss bei ihr haben. Sie leben mit im Haus, gehen mit zum Ausreiten, etc. Richtig toll.


    Seither nutze ich das öfter mal, auch wenn ich es theoretisch anders gemanagt bekäme. Jetzt am Freitag und Samstag hab ich nochmal Sanitätsausbildung. Da wäre ich vormittags vier Stunden weg und nachmittags nochmal zwei. Ginge also gut ohne Betreuung. Hab sie trotzdem angemeldet, weil‘s einfach schöner ist für die Buben.

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