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Beiträge von Sunti

    Die zwei Hamster meines Lebens waren zahm, frech und immer mal kurz wach, wenn ich heim komme. Red wollte immer "Wie viele Kerne passen in meine Backentaschen" spielen, für nen kleinwinzigen Robo ging da eine Menge rein. :lol:

    Derzeit bin ich kleinnagerlos, aber das große Aquarium steht bereit und der nächste Notfall kommt mit Sicherheit. Gezielt suchen tu ich jetzt nicht, irgendwann finden sie mich schon.

    Hundini darf ja noch nicht springen. Das gilt auch für die Couch, die ich also mit Kartons zugestellt hatte. Manchmal stand er sehnsüchtig davor, aber es war erträglich. Nun bekam ich heute Besuch, hab deshalb die Kartons runtergeräumt und eh ich es mich versah, stand Herr Spuk schon vor der Couch. Ich sagte noch "Nein!", meine Freundin stupste ihn an, er guckte uns an und hüpfte elegant auf die Couch, rollte sich auf der einen Seite zusammen und bettete die Nase im Kissen. Erst mal kriegten wir einen tierischen Lachanfall, dann ich teilten wir uns dann die andere Hälfte vom Zweisitzer, weil Spuk offensichtlich so stolz auf seine Aktion war, dass er schlagartig in Tiefschlaf gefallen ist. Und schlafende Hunde soll man bekanntlich nicht wecken.

    Ich esse seit 20 Jahren vegetarisch aus zwei Gründen:

    1. hat mir Fleisch schon als Kind nie sonderlich gut geschmeckt, es wsr halt immer irgendwie dabei und mein Vater kocht extrem gut, aber wichtig war es mir nie. Nach dem Lieblingsessen gefragt kam bei mir immer "Kohlrabi" oder "Rotkohl". Beides esse ich heute noch sehr gern. Okay, Papas Spaghetti Bolognese habe ich wirklich vermisst, als ich aufhörte, Fleisch zu essen, die waren legendär. Ansonsten fehlt mir bis heute nichts.

    Der zweite Grund war eher pragmatisch. Da meine Großeltern Landwirtschaft hatten, war es immer klar, dass sie für uns sechs Mann auch ein Schwein großzogen, das zu Beginn der Osterferien, wenn mein Vater uns unten auf dem Bauernhof ablieferte, geschlachtet wurde und dann, wenn er uns zwei Wochen später wieder abholte, portioniert mit uns gen Norddeutschland reiste. Ein Tier, das wir Kinder über die Ferienzeiten mit gefüttert haben, von dem wir wussten, wie es gelebt, was es gefressen hatte und wie es gestorben war. Schon vor 40 Jahren wusste der Dorfschlachter über Stresshormone Bescheid und hat dafür gesorgt, dass die Wutzen so entspannt wie möglich auf dem eigenen Hof starben. Von diesem Fleisch konnte ich guten Gewissens essen. Als ich aber zum Studieren auszog, war mir klar, dass ich mir gerade hier im Schweinegürtel Niedersachsens tierleidärmstes Fleisch nicht vom BaföG würde leisten können. Meine Konsequenz war, mit dem Fleischessen aufzuhören. Es ist mir nicht besonders schwer gefallen, also bin ich einfach dabei geblieben.


    Von Gutmenschen, Leuten, die ihre Lebensweise als die einzig moralisch Vertretbare vor sich her schwingen wie eine Keule, von Missionaren jeglicher Art und von Intoleranz halte ich nichts und mich möglichst fern. Offen gestanden sind mir in dieser Hinsicht die Fleischessenden oft näher als die Veganer, als Vegetarier steht man ja irgendwo dazwischen. Manchmal kommt ein halbwitziger Spruch unter Kollegen, den kontere ich und wir lachen alle. So was stört mich nicht. Aber noch nie hat jemand versucht, mich wieder zum Fleischessen zu drängen, wogegen, allerdings eher in der virtuellen Weöt, mir schon öfter von Veganern vorgeworfen wurde, ich sei ja "auf einem gutem Weg, aber da müsse noch mehr gehen", sonst bin ich Schuld, dass Tiere leiden und sie, die armen Veganer, vom Weltschmerz überkommen werden...

    Das ist einer der Gründe, warum ich nur noch selten im vegetarisch-veganen Laberthread schreibe. Ich erlebe es schon so, dass einige User, auch hier im Thread, die Moralkeule auspacken und sich über den Rest der Welt erheben. Und so was nervt mich.


    Ich esse gern Eier. Also habe ich mir nen kleinen Bauernhof gesucht, wo das Geflügel (Hühner, (Lauf)Enten, Gänse, Pfauen) den ganzen Tag über frei auf den umliegenden Feldern rumturnt, manchmal trifft man auch ein abenteuerlustiges Huhn im angrenzenden Park beim Gassi. Dort kauf ich seit Jahren meine Eier und lebe sehr gut damit. Milch gibt's seit einigen Monaten im Supermarkt an einer Milchtankstelle, abfüllbar in Glasflaschen, die man zu Hause spült und wieder verwendet. Die Kühe stehen in Weidehaltung auf einem Bauernhof ca. 20 km entfernt vom Verkaufsort. Damit kann ich gut leben. Ich bin wirklich komplett im Reinen mit meinem Milch- und Eierkonsum, dennoch nerven mich moralisierende Veganer. Denn ihr Verhalten ist schlicht respektlos. Die Aussage, die hier von einem User getroffen wurde, dass wohl die Fleisch Essenden selber unzufrieden mit ihrer Ernährungsweise seien müssen, wenn sie sich über Moralkeulen ärgern, fand ich echt daneben. Hat ein Mensch nicht das Recht, seine Entscheidungen zu treffen und sich zu ärgern, wenn Andere diese dauernd als schlimm und verwerflich darstellen, auch wenn er selber gut damit leben kann?


    Mein Vater isst noch immer Fleisch. Er schlachtet bei seiner Schwester, die das Bauernhaus von ihren Eltern geerbt hat, nach wie vor glückliche Hühner und Kaninchen selbst. Den alten Dorfschlachter gibt es auch noch, der kauft immer noch das "Zweit-Schwein" der kleinen Selbstversorgerbauern auf, das diese halten, weil ein Schwein allein nicht glücklich ist, zwei aber zu viel für den Eigenbedarf sind. Diese "Zweit-Schweine" werden auf dem eigenen Hof geschlachtet und vom Schlachter verwertet und an treue Kunden wie meinen Vater verkauft. Rind gibt es beim Schorsch, so heißt der nette Mann (hab ihn als Kind auch kennen gelernt), ebenfalls. Von umliegenden Höfen, wo die Tiere auf der Weide stehen. Schorschs Wurst und Schinken wird durch meinen Vater weit über die Hohenloher Grenzen vermarktet, denn immer, wenn er runter nach BW fährt, muss er seinen niedersächsischen Kollegen Wurst in Dosen und Schinken mitbringen.

    Ich selber würde wohl nur aus gesundheitlichen Gründen wieder anfangen, Fleisch zu essen. Aber mit dem Fleischkonsum von Menschen wie meinem Vater bin ich komplett im Reinen, wir sind uns total einig: wenn Fleisch, dann nur so, dass die Tiere vorher ein gutes Leben hatten.

    Mein Hund ist der Beste und gleichzeitig manchmal so ein Honk. Sein Schlafzimmernest liegt nach dem Aufbau des Schranks in der Ecke zwischen Schrank und Wand, quasi neben meinem Bett. Er hat eben tief und fest gepennt und mit den Öhrchen und Pfoten gezuckt. Plötzlich fegte seine Schlafpfote die neben ihm liegende Beißwurst vom Nest auf den Boden und er war schlagartig wach und guckte sooooo verpeilt durch die Gegend. :herzen1:

    Sich selbst aufgeweckt durch Beißwurst, das ist neu.

    Teilweise hatten wir hier richtig aggressive Schwäne. Selbst wenn die nicht mal auf dem See sind, stürzen sie sich in die Fluten, schwimmen zum anderen Ufer und verdreschen Hunde, die es wagen, dort mal kurz was zu trinken. Ganz ohne Nest, ohne Junge, ohne alles. Hier wurde mal ein großer Hund an Land attackiert, der Schwan wollte absolut nicht ablassen, so dass der Halter ihn am Ende beim Hals packen und würgen musste.

    Bisher hatte ich noch keinen Stress mit Schwänen, wobei ich ihnen such immer, wenn ich welche sehe, den Deal anbiete, dass wir uns einfach gegenseitig ignorieren. Klappt bis jetzt ganz gut.

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